Sterne, Meteore und ein Komet im Stier

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Beschreibung: Es war eine ungewöhnliche Nacht für einen Blick in Richtung Stier. Das Sternbild Stier ist bekannt für zwei helle Sternhaufen – rechts die Plejaden und links die vergleichsweise verstreuten Hyaden. Diese Nacht letzten Monat war jedoch atypisch wegen des Höhepunktes des Meteorstroms der Geminiden, daher wurden mehrere Meteore fotografiert, als sie auf parallelen Spuren durch das Sternbild schossen.

Noch ungewöhnlicher war, dass Komet Wirtanen durch das Sternbild zog, hier steht er am unteren Bildrand, umgeben von einer grünlichen Koma. Der Komet hatte fast seine größte Helligkeit erreicht, als er an der Erde vorbeisauste. Der orangefarbene Stern links oben ist Aldebaran, der als Auge des Stiers gesehen wird. Aldebaran ist der hellste Stern im Stier und der fünfzehnthellste Stern am Himmel. Dieses Bild wurde aus fast 800 Aufnahmen kombiniert, die im spanischen Dorf Albanyà fotografiert wurden.

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Eine kalte Dezembernacht

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Man sagt, dass Orion immer seitlich aufgeht, und das tat er auch in dieser kalten Dezembernacht. Die hellen Sterne des vertrauten nördlichen Wintersternbildes liegen knapp über den verschneiten Baumkronen um eine gemütliche Hütte in der Nähe von Ústupky in Tschechien.

Auch Geminiden regnen scheinbar auf die winterliche Landschaft herab. Die Meteorspuren wurden um den Höhepunkt des jährlichen Meteorstroms der Geminiden letzten Freitag fotografiert. Sie strömen über den Bäumen vom Radianten des Stroms weg, der in der Nähe der beiden hellen Sterne des Tierkreissternbildes Zwillinge liegt. Auch Komet Wirtanen, der den Himmel des Planeten Erde besucht, ist zu sehen. Suchen Sie seine verräterische grünliche Koma nahe den Sternen der sieben Schwestern.

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Roter Nebel, grüner Komet, blaue Sterne

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Bildcredit und Bildrechte: Tom Masterson (Grand Mesa Observatory)

Beschreibung: Diese festlich gefärbte Himmelslandschaft wurde in den frühen Morgenstunden des 17. Dezember fotografiert, sie zeigt die größte Annäherung des Kometen Wirtanen an den Planeten Erde. Der Komet war knapp mit bloßem Auge sichtbar. Die hübsche grüne Farbe seiner fluoreszierenden kometenhaften Atmosphäre – der Koma – wurde hier durch zusätzliche digitale Aufnahmen erreicht, welche auf die Position des Kometen unter dem Sternhaufen der Plejaden gerichtet waren.

Die Aufnahmen bringen auch blaues Sternenlicht zur Geltung, das von den Staubwolken in der Umgebung der jungen Plejadensterne reflektiert wird. Schauen Sie nach links zum staubigen dunklen Nebel am Rand der Perseus-Molekülwolke und reisen Sie zum Emissionsnebel NGC 1499, der auch als Kaliforniennebel bekannt ist. Das ausgeprägte rötliche Leuchten der kosmischen Wolke ist zu blass für das bloße Auge, es stammt von Elektronen, die mit ionisierten Wasserstoffatomen rekombinieren.

Um den 23. Dezember sollte Komet Wirtanen mit Fernglas leicht zu finden sein, wenn er nahe am hellen Stern Kapella im nördlichen Wintersternbild Auriga, dem Fuhrmann, vorbeizieht.

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Komet Wirtanen zieht an der Erde vorbei

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Bildcredit und Bildrechte: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Beschreibung: Heute zieht der Komet Wirtanen an der Erde vorbei. Der einen Kilometer große schmutzige Schneeball umrundet die Sonne alle 5,4 Jahre, er wandert dabei bis zum Jupiter hinaus und kommt der Sonne so nahe wie die Erde.

Heute zieht der Komet 46P/Wirtanen nur 31 Erde-Mond-Distanzen an der Erde vorbei, das ist die größte Annäherung seit 70 Jahren. Wenn Sie an der richtigen Stelle suchen (im Stier), sehen Sie den Kometen mit Fernglas als ungewöhnlichen blauen Fleck. Komet Wirtanen wurde vor einer Woche am Himmel hinter einer alten verlassenen Kirche in Skagen (Dänemark) fotografiert. Das Bildkomposit zeigt auch den Astrofotografen.

Ab heute wird der Komet wieder blasser, weil er sich von Sonne und Erde zurückzieht.

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Raketenstart zwischen Bergen

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Bildcredit und Bildrechte: Yudong Jiang

Beschreibung: Was geschieht zwischen diesen Bergen? Eine Rakete wird in den Weltraum geschossen. Hier startete vor etwa zwei Wochen eine Trägerrakete Long March 3B am Xichang-Satellitenstartzentrum in der Provinz Sichuan in China. Die Rakete brachte zwei Navigationssatelliten etwa 2000 Kilometer über die Erdoberfläche, hoch über der Bahn der Internationalen Raumstation, aber weit unter der Bahn geosynchroner Satelliten. Chinas Chang’e 3-Mission, die den Roboter-Rover Yutu auf dem Mond brachte, wurde 2013 in Xichang gestartet.

Dieses Bild wurde ungefähr 10 Kilometer vom Startplatz entfernt fotografiert und ist ein Komposit aus neun Aufnahmen, darunter ein eigenes Hintergrundbild.

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Sommer- und Wintermilchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Dong Han

Beschreibung: Dieses Panorama einer Herbstnacht wurde etwa um Mitternacht fotografiert. Es folgt dem Bogen der Milchstraße am nördlichen Horizont im Hohen Venn im Nationalpark Eifel an der Grenze von Belgien und Deutschland.

Wenn Sie den Blick von Westen nach Osten (von links nach rechts) über die Auen schweifen lassen, sehen Sie noch einmal die auffälligen Sterne des nördlichen Sommers, die den Sternbildern weichen, welche bald die Nächte des nördlichen Winters dominieren. Der untergehende Wanderer Mars ganz links leuchtet am hellsten, er leuchtet noch in den fast übermächtigen irdischen Lichtern am südwestlichen Horizont. Die hellen Sterne Atair, Deneb und Wega, auch bekannt als nördliches Sommerdreieck, überspreizen links neben der Mitte die Milchstraße. Kapella und Aldebaran, Teil des nördlichen Wintersechsecks, leuchten beim hübschen Sternhaufen der Plejaden im Nordosten.

Die Sichtlinie entlang des Bretterweges führt fast direkt zum großen Wagen, der in diesen nördlichen Breiten eine Sterngruppe für alle Jahreszeiten ist. Folgen Sie den Zeigersternen des großen Wagens zum Polarstern und dem Himmelsnordpol, der fast genau darüber steht. Andromeda, die andere große Galaxie in der Himmelslandschaft, steht nahe dem oberen Bildrand.

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Sieben staubige Schwestern

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Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Beschreibung: Ist das wirklich der berühmte Sternhaufen der Plejaden? Die Plejaden sind für ihre markanten blauen Sterne bekannt, hier sind sie in Infrarotlicht abgebildet, wo der umgebende Staub die Sterne überstrahlt. Drei Infrarotfarben wurden in sichtbaren Farben abgebildet (R=24, G=12, B=4,6 Mikrometer).

Die Ausgangsbilder wurden mit der NASA-Raumsonde Wide Field Infrared Survey Explorer (WISE) im Erdorbit abgebildet. Die Plejaden sind als M45 katalogisiert und werden „Die sieben Schwestern“ genannt. Der Sternhaufen liegt in einer zufällig vorbeiziehenden Staubwolke. Das Licht und die Winde der massereichen Plejadensterne stoßen bevorzugt kleinere Staubteilchen ab, wodurch der Staub – wie man sieht – in Fasern geschichtet wird. Dieses Bild umfasst etwa 20 Lichtjahre in der Entfernung der Plejaden, die ungefähr 450 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier (Taurus) liegen.

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Die Himmelsscheibe von Nebra

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Bildcredit: Dbachmann, Wikipedia

Beschreibung: Sie ist vermutlich die älteste bekannte Darstellung des Nachthimmels. Doch was genau zeigt sie, und warum wurde sie hergestellt?

Die Himmelsscheibe wurde 1999 von Schatzsuchern mit einem Metalldetektor in der Nähe von Nebra (Deutschland) inmitten mehrerer Waffen aus der Bronzezeit gefunden. Das urzeitliche Artefakt ist zirka 30 Zentimeter groß und wurde der Aunjetitzer Kultur zugeordnet, die 1600 v. Chr. Teile von Europa bewohnte.

Bei der Rekonstruktion wird angenommen, dass die Punkte Sterne und der Sternhaufen die Plejaden darstellen, der große Kreis und der Halbmond symbolisieren vermutlich Sonne und Mond. Der Zweck der Scheibe bleibt unbekannt – einige Hypothesen vermuten eine astronomische Uhr, ein Kunstwerk oder ein religiöses Symbol. Ihr Wert beträgt ungefähr 8,9 Millionen Euro, manche glauben, die Himmelsscheibe von Nebra wäre nur eine von zweien, und die zweite warte noch auf ihre Entdeckung.

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Komet PanSTARRS am Rand

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Bildcredit und Bildrechte: JoAnn McDonald

Beschreibung: Der Komet PanSTARRS ist auch als der blaue Komet (C/2016 R2) bekannt und steht nahe am linken unteren Rand dieser atemberaubenden Weitwinkelaufnahme, die am 13. Januar fotografiert wurde. Die kosmische Landschaft bedeckt am Himmel fast 20 Grad und wird mit gut belichteten und bearbeiteten Bildern einer empfindlichen Digitalkamera erkundet.

Sie besteht aus farbenprächtigen Wolken und staubhaltigen dunklen Nebeln, die normalerweise für das Auge zu schwach sind. Der Kaliforniennebel (auch bekannt als NGC 1499) rechts oben hat eine vertraute Form. Seine Küstenlinie ist mehr als 60 Lichtjahre lang und ist ungefähr 1500 Lichtjahre entfernt. Das ausgeprägte rötliche Leuchten des Nebels stammt von Wasserstoffatomen, die von dem lichtstarken blauen Stern Xi Persei direkt darunter ionisiert werden.

Der berühmte Sternhaufen der Plejaden unten in der Mitte ist ungefähr 400 Lichtjahre entfernt und 15 Lichtjahre groß. Seine eindrucksvolle blaue Farbe entsteht durch die Reflexion von Sternenlicht am interstellaren Staub. Dazwischen liegen die heißen Sterne der Perseus-OB2-Assoziation und staubige, dunkle Nebel am Rand de nahen, massereichen Taurus- und Perseus-Molekülwolken.

Die Emissionen von ungewöhnlich vielen ionisierten Kohlenmonoxidmolekülen (CO+), die im Sonnenlicht fluoreszieren, sind großteils für den verräterischen blauen Farbton des markanten Kometenschweifes verantwortlich. Der Komet war zirka 17 Lichtminuten von der Erde entfernt.

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Blauer Komet trifft blaue Sterne

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Bildcredit und Bildrechte: Tom Masterson (Transient Astronomer)

Beschreibung: Was ist da auf dem Weg zum Sternhaufen der Plejaden? Anscheinend der Komet C/2016 R2 (PanSTARRS), doch die Erscheinung täuscht. Rechts leuchtet weit im Hintergrund der berühmte Sternhaufen der Plejaden im markant blauen Licht massereicher junger Sterne. Links besucht Komet PanSTARRS das innere Sonnensystem, er ist ein taumelnder Eisblock aus dem äußeren Sonnensystem und stellt derzeit einen langen Ionenschweif in markant blauem Licht zur Schau, dessen Farbe durch einen ungewöhnlich hohen Anteil an ionisiertem Kohlenmonoxid entsteht.

Komet PanSTARRS wandert zum oberen Bildrand, sein Ionenschweif weist von der Sonne fort, doch ein komplexer Sonnenwind aus Teilchen, die aus von der Sonne ausströmen, beeinflusst ihn. Der Komet ist mit einem kleinen Teleskop zu sehen und verblasst, während er sich von der Erde entfernt. Seinen sonnennächsten Punkt erreicht er Anfang Mai.

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Die Plejaden – detailreich und staubhaltig

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Beschreibung: Der bekannte Sternhaufen der Plejaden zerstört langsam Teile einer vorbeiziehenden Wolke aus Gas und Staub. Die Plejaden sind der hellste offene Sternhaufen am irdischen Himmel und an fast jedem nördlichen Ort mit bloßem Auge sichtbar.

Die vorbeiziehende junge Staubwolke ist vermutlich Teil des Gouldschen Gürtels – ein ungewöhnlicher Ring junger Sternbildung, der die Sonne in der lokalen Milchstraße umgibt. Während der letzten 100.000 Jahre bewegten sich Teile des Gouldschen Gürtels zufällig durch die älteren Plejaden und verursachen eine starke Reaktion zwischen Sternen und Staub. Der Druck des Sternenlichts verdrängt den Staub im umgebenden blauen Reflexionsnebel, wobei kleinere Staubteilchen stärker zurückgedrängt werden. Als kurzfristiges Ergebnis wurden Teile der Staubwolke faserartig und schichtförmig. Dieses detailreiche Bild zeigt auch den Kometen C/2015 ER61 (PanSTARRS) links unten.

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