Mars und Meteor über dem Jadedrachen-Schneegebirge

Mars und ein Meteor der Leoniden über dem Yulong Xueshan (Jadedrachen-Schneegebirge) in der Provinz Yunnan in China.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Mars, ein gleißend gelbliches Himmelslicht, glänzt immer noch in der Nacht. Der wandernde Planet lugt zwischen Wolken hervor, und für einen kurzen Augenblick begleitete ihn am 18. November an dieser mondlosen dunklen Himmel von einem Meteorblitz.

Die Einzelaufnahme entstand, als die Erde beim jährlichen Meteorstrom der Leoniden den Staub des periodischen Kometen Tempel-Tuttle auffegte. Der Blick auf den zerklüfteten westlichen Horizont schweift über das Yulong-Gebirge in der Provinz Yunnan im Südwesten von China. Das verschneite Yulong Xueshan (Jadedrachen-Schneegebirge) liegt unterhalb der Wolken hinter dem Ende der Meteorspur.

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Leuchtender STEVE und die Milchstraße

Strong Thermal Emission Velocity Enhancements (STEVE) über Childs Lake in Manitoba in Kanada.

Bildcredit: NASA, Krista Trinder

Beschreibung: Wie entstehen diese langen, leuchtenden Schlieren am Himmel? Das ist nicht bekannt. Die leuchtenden, hellvioletten Himmelsbänder sind als Strong Thermal Emission Velocity Enhancements (STEVEs) bekannt. Sie sehen ähnlich aus wie gewöhnliche Polarlichter, doch jüngste Forschungen zeigen deutliche Unterschiede.

Die enorme Länge und die ungewöhnlichen Farben eines STEVE, die man bei genauer Messung feststellt, lassen vermuten, dass das Phänomen mit einem subauroralen Ionendrift (SAID) zusammenhängen könnte – das ist ein überschallschneller Fluss heißer atmosphärischer Ionen. Diese SAIDs wurden zuvor für unsichtbar gehalten. Man vermutet nun, dass einige STEVEs mit grünen Lattenzaunstrukturen einhergehen – einer Serie von Himmelslatten, die außerhalb des Hauptpolarlicht-Ovals auftreten können, und die wenig leuchtenden Stickstoff enthalten.

Dieses Weitwinkel-Kompositbild aus dem Jahr 2017 zeigt einen STEVE am dunklen Himmel über Childs Lake in Manitoba (Kanada), der das zentrale Band unserer Milchstraße kreuzt.

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Grünes Gebilde: Polarlicht über Norwegen

Polarlicht über dem Austnesfjord bei Svolvær auf den Lofoten in Norwegen.

Bildcredit und Bildrechte: Max Rive

Beschreibung: „Hebe die Arme, wenn du ein Polarlicht siehst.“ Mit dieser Anweisung vergingen zwei Nächte mit, naja, Wolken – großteils. Doch in der dritten Nacht klarte der Himmel nach der Rückkehr zu denselben Gipfeln nicht nur auf, sondern präsentierte auch noch eine spektakulären Polarlichtschau.

Die Arme flogen hoch in die Luft, Geduld und Erfahrung hatten sich bezahlt gemacht, und dieses kreative Bild wurde als Komposit aus drei Einzelbildern fotografiert. Der Schauplatz ist ein Gipfel am AustnesFjord in der Nähe von Svolvær auf den Lofoten in Nordnorwegen. Es war Anfang 2014.

Unsere Sonne hat zwar soeben ein Aktivitätsminimum in ihrem 11-Jahres-Zyklus passiert, doch in den nächsten Jahren sollte ihre Oberflächenaktivität wieder zunehmen, was mehr spektakuläre Polarlichter auf der Erde auszulösen verspricht.

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Der Nachthimmel über Sardinien

Die Wunder des Nachthimmels am Himmel über Sardinien.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Beschreibung: Wie viele berühmte Himmelsobjekte findet ihr auf diesem Bild? Dieses Komposit des dunklen Himmels umfasst über 220 Grad und kombiniert mehr als 60 Aufnahmen, um eine wahre Menagerie an Nachthimmelswundern abzubilden.

Zu den sichtbaren Himmelswundern zählt der Gürtel des Orion, der Orionnebel, die Andromedagalaxie, der Kaliforniennebel und die hellen Sterne Sirius und Beteigeuze. Ob ihr sie gefunden habt, könnt ihr prüfen, indem ihr eine beschriftete Version des Bildes aufruft.

Etwas schwieriger ist es, den Polarstern und den Großen Wagen zu finden. Ihr erkennt auch mehrere Sternschnuppen des Meteorstroms der Quadrantiden, weiters rotes und grünes Nachthimmellicht und zwei Freunde des Astrofotografen.

Das Bild wurde im Januar auf Sardinien in Italien fotografiert. Die Himmelswunder könnt ihr heute am Nachthimmel sehen, außerdem mehr Meteore als sonst, weil heute Nacht der jährliche Meteorstrom der Orioniden fast seinen Höhepunkt erreicht.

Aktuell: erfolgreicher Kontakt der NASA-Raumsonde OSIRIS-REx mit dem Asteroiden
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Saturn und Jupiter über italienischen Gipfeln

Begegnung der Planeten Jupiter und Saturn über den Drei Zinnen in den italienischen Alpen.

Bildcredit und Bildrechte: Giorgia Hofer

Beschreibung: Saturn und Jupiter kommen einander näher. In den nächsten zwei Monaten kommen diese beiden hellen Planeten jede Nacht, in der Sie hinausgehen und nachsehen, am Himmel einander immer näher.

Mitte Dezember findet schließlich eine große Konjunktion statt – wenn die beiden Planeten nur noch 0,1 Grad voneinander getrennt erscheinen – nur ein Fünftel des Winkeldurchmessers des Vollmondes. Das ist nicht bloß irgend eine große KonjunktionSaturn (links) und Jupiter (rechts) kamen einander seit 1623 nicht mehr so nahe, und bis 2080 erreichen sie nicht mehr annähernd diese Nähe.

Dieses Himmelsereignis ist ziemlich leicht zu sehen – schon jetzt sind die beiden Planeten im Südwesten knapp nach Sonnenuntergang leicht zu sehen – und schon jetzt stehen sie auffällig nahe beisammen. Auf dem Bild betrachteten der Astrofotograf und sein Partner vor ungefähr zwei Wochen das planetare Duo über den Drei Zinnen des Lavaredo (Tre Cime di Lavaredo)  in den italienischen Alpen.

Aktuell: Live-Berichterstattung des heutigen Aufsetzversuchs von OSIRIS-REx auf dem Asteroiden Bennu

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Mars, die Plejaden und Andromeda

Die Plejaden, die Andromedagalaxie und der Planet Mars in Opposition über einer Gruft im Phrygischen Tal in der Türkei.

Bildcredit und Bildrechte: Cem Özkeser

Beschreibung: Drei sehr unterschiedliche – und sehr berühmte – Objekte wurden letzten Monat auf einem einzigen Bild fotografiert. Links oben sind die hellen, blauen Plejaden, sie sind wohl der berühmteste Sternhaufen des Nachthimmels. Die Plejaden (M45) sind ungefähr 450 Lichtjahre entfernt, wenige Grad von Orion entfernt und leicht zu finden.

Rechts oben leuchtet die ausgedehnte Andromedagalaxie. Nach unserer eigenen ist sie wohl die berühmteste Galaxie des Nachthimmels. Andromeda (M31) ist eines von wenigen Objekten, an denen wir mit bloßem Auge Millionen Jahre altes Licht sehen können.

In der Mitte steht der helle, rötliche Mars, er ist wohl der berühmteste Planet des Nachthimmels. Heute steht Mars in Opposition, das bedeutet, dass er gegenüber der Sonne steht und somit die ganze Nacht sichtbar ist.

Im Vordergrund erhebt sich eine urzeitliche Gruft im Phrygischen Tal in der Türkei. Das Grab, in dem zwei steinerne Löwen dargestellt sind, ist das eindrucksvolle Zeugnis einer mächtigen Zivilisation, die vor Tausenden Jahren hier lebte. Mars, der jetzt annähernd seine größte Helligkeit erreicht hat, ist nach Sonnenuntergang leicht im Osten zu finden.

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Die Milchstraße über den Pinnacles in Australien

Die Pinnacles sind ungewöhnliche Steinsäulen im Nambung National Park in Westaustralien, im Hintergrund leuchten der Mond, die Milchstraße und das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Goh

Beschreibung: Was ist das für eine seltsame Welt? Die Erde. Im Vordergrund dieses Bildes sehen wir die Pinnacles – ungewöhnliche Steinsäulen im Nambung-Nationalpark in Westaustralien. Sie bestehen aus urzeitlichen Meeresmuscheln (Kalkstein). Wie diese mannshohen malerischen Felsspitzen entstanden sind, ist nicht bekannt.

Hinter der Spitze des mittleren Felsturms leuchtet im Hintergrund der helle Sichelmond. Das unheimliche Leuchten um den Mond ist großteils Zodiakallicht – Sonnenlicht, das von Staubkörnchen reflektiert wird, die auf Bahnen zwischen den Planeten im Sonnensystem kreisen. Oben wölbt sich das zentrale Band unserer Milchstraße. Im Hintergrund sind am Nachthimmel viele berühmte Sterne und Nebel zu sehen.

Dieses Panorama wurde im September 2015 aus 29 Einzelbildern fotografiert und entstand nach genauer Planung, die den Mond, die Felsnadeln und deren Schatten umfasste. Doch das helle Zodiakallicht war eine angenehme Überraschung.

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Das Very Large Array im Mondschein

Das Very Large Array VLA hat 27 Antennen, jede davon ist 25 Meter groß, sie sind auf Schienen montiert und können über 35 Kilometer verteilt werden.

Bildcredit: Jeff Hellermann, NRAO / AUI / NSF

Beschreibung: Diese riesigen Antennenschüsseln des Karl G. Jansky Very Large Array (VLA), die hier bei Monduntergang in der Wüste von New Mexico aufragen, sind ein inspirierender Anblick. Die 27 in Betrieb befindlichen Antennen des VLA, jede davon so groß wie ein Haus (Durchmesser: 25 Meter), sind auf Schienen montiert und können in eine Anordnung gebracht werden, die so groß ist wie eine Stadt (35 Kilometer).

Das VLA ist ein produktives Arbeitstier. Mit seiner Hilfe entdeckte man Wasser auf dem Planeten Merkur, helle Radio-Höfe um Sterne, Mikro-Quasare in unserer Galaxis, gravitationsbedingte Einsteinringe um ferne Galaxien und Radio-Gegenstücke zu kosmologisch fernen Gammastrahlenausbrüchen. Seine gewaltige Größe ermöglichte es Astronomen, die Details von Radiogalaxien und sehr schnellen kosmischen Strahlen zu untersuchen und das Zentrum unserer Milchstraße zu vermessen.

40 Jahre sind seit seiner Einweihung vergangen. Seither wurden mehr als 14.000 Beobachtungsprojekte mit dem VLA durchgeführt, und es trug zu mehr als 500 Dissertationen bei. Am 10. Oktober veranstaltet das National Radio Astronomy Observatory ganztägig eine Online-Feier zum 40-Jahr-Jubiläum des VLA mit virtuellen Touren und Präsentationen zu Geschichte, Betrieb, Wissenschaft und Zukunft des Very Large Array.

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Die wandernden Schweife des Kometen NEOWISE

Siehe Beschreibung. XXX; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Llorens

Beschreibung: Beobachtet hier den Schweif des Kometen NEOWISE. Er verrät uns etwas über die Bahn der Erde. Wie bei allen Kometen zeigt der blaue Ionenschweif immer von der Sonne weg. Doch als Komet C/2020 F3 (NEOWISE) unsere Sonne umrundete, zeigte sein Ionenschweif in unterschiedliche Richtungen.

Das liegt daran, dass sich die Erde zwischen 17. Juli und 25. Juli 2020, als diese Bilder fotografiert wurden, auf ihrer Bahn um die Sonne beträchtlich bewegt hat. Durch die Bewegung der Erde verschob sich die Position der Sonne am Himmel. Die Richtungen der Ionenschweife zeigen die Position der Sonne, obwohl man diese hier nicht direkt sieht.

Die Sonne bewegt sich scheinbar entlang der Ekliptik, das ist die gemeinsame Ebene, in der alle Planeten wandern. Dieses Komposit aus fünf Bildern wurde sorgfältig so zusammengestellt, dass jedes Kometenbild – zusammen mit den fünf davon abgeleiteten Sonnenpositionen – auf einem einzigen Vordergrundbild des Turó de l’Home nördlich von Barcelona in Spanien exakt platziert ist.

Komet NEOWISE ist nun nicht mehr das eindrucksvolle, mit bloßem Auge sichtbare Objekt wie letzten Monat, doch man sieht ihn immer noch mit einem kleinen Teleskop, während er sich ins äußere Sonnensystem zurückzieht.

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Komet NEOWISE über der Vikos-Schlucht

Komet C/2020 F3 (NEOWISE) über der Vikos-Schlucht in Nordgriechenland.

Bildcredit und Bildrechte: Constantine Emmanouilidi

Beschreibung: Hat sich die Erde aufgetan, um uns diesen Kometen zu zeigen? Natürlich nicht, auch wenn es auf diesem Bild so aussieht. Weit hinten sieht man den Kometen NEOWISE, wie er vor zwei Wochen über Nordgriechenland erschien. Über dem Kometen stehen viele Sterne, zum Beispiel die hellen Sterne des Großen Wagens (in der aztekischen Mythologie auch der Zauberer). Diesen Asterismus nützten viele auf der ganzen Welt, um den Kometen mit bloßem Auge zu finden, als er letzten Monat am nördlichen Himmel schwebte.

Im Vordergrund befindet sich die Vikos-Schlucht, sie ist im Verhältnis zu ihrer Breite die tiefste Schlucht der Erde. Die Schlucht entstand im Laufe der letzten Millionen Jahre durch langsame Erosion durch den Fluss Voidomatis. Um dieses Bild zu fotografieren, musste man viel planen, warten, Glück haben, starken Winden trotzen und Wölfe in der Umgebung vermeiden.

Komet C/2020 F3 (NEOWISE) verblasst weiterhin. Noch ist er mit einem Fernglas gut zu sehen, während er ins äußere Sonnensystem zurückkehrt.

Interessante Bilder des Kometen NEOWISE: Juli 31, 30, 29, 28, 27, 26, 25, 24

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Komet NEOWISE und Nebel

Komet C/2020 F3</a> (NEOWISE) über dem Glatzer Schneegebirge (Masyw Śnieżnika, Králický Sněžník) in der Nähe von Międzygórze (Polen).

Bildcredit und Bildrechte: Jarek Oszywa

Beschreibung: Würden Sie eine Begegnung mit wilden Tieren riskieren, um diesen Himmel zu fotografieren? Ein Astrofotograf tat das – und wir alle können das Ergebnis bewundern. Man sah Tausende Sterne, viele der hellsten leuchteten eindrucksvoll blau. Auch mehrere rot leuchtende Nebel waren erkennbar, zum Beispiel rechts der Kaliforniennebel, und darüber der Herz- und Seelennebel.

Doch der wahre Grund in die Wildnis zu gehen war Komet NEOWISE, der links zu sehen ist. Dieses lang belichteten Kompositbild wurde letzte Woche fotografiert. Der blau leuchtende Ionenschweif des Kometen NEOWISE zeigt geradewegs nach oben in die Gegenrichtung der aufgehenden Sonne, während der Staubschweif, der das Sonnenlicht reflektiert, rechts hinterherzieht.

Das Bild kombiniert drei Aufnahmen, die nacheinander in einem Zeitraum von 10 Minuten am selben Ort fotografiert wurden, und zwar in der Nähe von Międzygórze in Polen. Ein mondbeleuchteter Feldweg zeigt den vor uns liegenden Weg, am Horizont sehr ihr das Glatzer Schneegebirge (Masyw Śnieżnika, Králický Sněžník).

Komet C/2020 F3 (NEOWISE) erreicht nächste Woche den erdnächsten Punkt seiner Bahn, danach verblasst der 5 Kilometer große verdampfende schmutzige Schneeball, während er ins äußere Sonnensystem zurückwandert.

Interessante Bilder des Kometen NEOWISE, die bei APOD eingereicht wurden: Juli | 19 | 18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 und früher |

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