Ein bisschen wie Mars

Dieser kleine Planet befindet sich auf der Erde, am Himmel leuchten die Milchstraße, die Magellanschen Wolken, das Sternbild Orion und der Planet Mars.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Barsa

Beschreibung: Die Oberfläche dieses Planeten sieht ein bisschen wie der Mars aus, doch es ist der Planet Erde. Das 360-Grad-Mosaik, das digital zu einer Kleiner-Planet-Projektion zusammengefügt wurde, entstand in der Nähe von San Pedro in der chilenischen Atacamawüste. Die Teleskope in den Kuppeln am Horizont nützen die berühmten klaren, dunklen Nächte der Region.

Die Aufnahmen stammen von Anfang Dezember. Die prächtige Milchstraße wölbt sich fast 180 Grad um den Horizont des kleinen Planeten. Orion leuchtet markant am Südhimmel. Das vertraute Sternbild steht für Beobachter*innen auf der Nordhalbkugel auf dem Kopf. Orion liegt in dieser südlichen Dezembernacht fast gegenüber der Großen und der Kleinen Magellanschen Wolke. Doch das hellste gelbliche Himmelslicht über diesem kleinen Planeten ist der Rote Planet.

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Sterne über einem Vulkanausbruch

Der Ätna auf Sizilien in Italien schleudert Lavafontänen mehr als einen Kilometer in die Höhe.

Bildcredit und Bildrechte: Giuseppe Vella

Beschreibung: Der Ätna bricht schon seit Hunderttausenden Jahren aus. Der Vulkan auf Sizilien in Italien schleudert Lavafontänen mehr als einen Kilometer in die Höhe. Der Ätna ist nicht nur einer der aktivsten Vulkane der Erde, er ist mit einer mehr als 50 Kilometer breiten Basis und einer Höhe von fast drei Kilometern auch einer der größten.

Dieses Bild vom Ausbruch letzten Monat zeigt eine Lavaschwade, die nach oben schießt, während außen am Vulkan heiße Lava hinab fließt. Die Spuren oben stammen wahrscheinlich von Satelliten, in der Ferne sprenkeln urzeitliche Sterne den Himmel. Dieser Vulkanausbruch war so heftig, dass Flughäfen in der Nähe geschlossen wurden, damit keine Flugzeuge durch die gefährliche Aschewolke flogen. Vordergrund und Hintergrund wurden nacheinander mit derselben Kamera am selben Ort fotografiert.

Umfrage zu Ästhetik und Astronomie (englisch): Vertonung
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Der Polarlichtbaum

Dieses Polarlicht wurde im März 2017 in Island beobachtet.

Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace

Beschreibung: Kann euer Baum das auch? Dieses Bild zeigt die visuelle Überlagerung der dunklen Zweige eines nahen Baumes mit dem hellen Leuchten eines fernen Polarlichtes. Die Schönheit des Nordlichtes, das scheinbar einen Baum in der Nähe imitierte, faszinierte den Fotografen sosehr, dass er ganz darauf vergaß zu fotografieren. Aus dem richtigen Winkel betrachtet schien es, als ob dieser Baum ein Polarlicht statt Blättern trug. Zum Glück kam er wieder zu Sinnen, bevor das Polarlicht eine andere allgemeine Form annahm, und er konnte den eindrucksvollen kurzen Zwischenfall dokumentieren.

Polarlichter werden üblicherweise von Sonneneruptionen ausgelöst, nach denen energiereiche Elektronen in einer Höhe von ungefähr 150 Kilometern auf die Erdatmosphäre treffen. Die ungewöhnliche Kooperation zwischen Himmel und Erde wurde im März 2017 in Island beobachtet.

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Eine nördliche Winternacht

Panorama aus Siemiony im Nordosten von Polen mit Kapella, Milchstraße, Orion und dem Wintersechseck.

Bildcredit und Bildrechte: Lukasz Zak

Beschreibung: Schnee bedeckt den Boden dieses friedlichen Wald- und Himmelsbildes. Die Einzelbilder für dieses 360-Grad-Panoramosaik wurden Ende Januar in der Nähe von Siemiony im Nordosten von Polen auf dem Planeten Erde an einer ruhigen Landstraße fotografiert.

Die Nacht war kalt, und zwischen den Bäumen, die in den Himmel ragen, leuchten die Sterne und Nebel der nördlichen Wintermilchstraße. Im Zenit steht der helle Stern Kapella, nur 43 Lichtjahre über den Baumwipfeln. Er ist der Alphastern im Sternbild Fuhrmann (Auriga), Teil des Wintersechseck-Asterismus und ein gut untersuchter Doppelsternsystem. Rechts über Kapella entdeckt ihr entlang der Milchstraße in der nördlichen Winternacht die vertrauten Sterne des Orion.

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Nordamerika-Nachtlandschaft

Über den Zwillingsgipfeln

Kompositbild-Credit und -Rechte: Liron Gertsman

Beschreibung: Am 21. Januar schien das Licht des Halbmondes auf den Vordergrund dieser verschneiten gebirgigen Nachtlandschaft. Das auffällige Gipfelpaar ist als „The Lions“ bekannt, es befindet sich nördlich von Vancouver in Britisch-Kolumbien in Kanada (Nordamerika, Planet Erde).

Über den Zwillingsgipfeln ragen links neben Deneb, dem Alphastern im Sternbild Schwan (Cygnus) die Emissionsregionen NGC 7000 und IC 5070. Sie sind Teil eines großen Sternbildungskomplexes, der ungefähr 1500 Lichtjahre von Vancouver entfernt ist und das charakteristische rote Licht von atomarem Wasserstoff abstrahlt. Die Umrisse der hellen Emissionsregionen erinnern an ihre landläufigen Namen Nordamerikanebel und Pelikannebel.

Die gut geplante, detailreiche Nachtlandschaft ist ein Komposit aus nacheinander fotografierten Aufnahmen, die mit einer modifizierten Digitalkamera und Teleobjektiv entstanden sind. Die Bilder des Vordergrundes wurden mit Kamera und Stativ fotografiert, für die Hintergrundbilder folgte die Kamera dem Sternenhimmel. Das Ergebnis zeigt scharfe natürliche Details und eine Bandbreite an Helligkeit und Farbe, die ihr mit freiem Auge so nicht sehen könnt.

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Das Kreuz des Südens und ein Vulkan in Chile

Das Kreuz des Südens steht neben dem Vulkan Villarrica in Chile.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Beschreibung: Habt ihr schon einmal das Kreuz des Südens gesehen? Dieses berühmte Bild aus vier Sternen ist am besten auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen. Dieses Bild wurde zu Beginn des Monats in Chile fotografiert. Es zeigt das Kreuz des Südens links neben dem ausbrechenden Villarrica, einem der aktivsten Vulkane in unserem Sonnensystem.

Die Verbindung von Gacrux, dem rötesten Stern im Kreuz des Südens, zum hellsten Stern Acrux zeigt ungefähr zum südlichsten Ort am Himmel: dem Himmelssüdpol, um den scheinbar alle südlichen Sterne kreisen, während die Erde rotiert. In modernen Zeiten steht kein heller Stern in der Nähe des Himmelssüdpols. Anders im Norden: Dort steht der helle Polarstern beim Himmelsnordpol.

Wenn ihr die Linie von Gacrux zu Acrux noch weiter (vom etwa vier- bis zum zirka siebenfachen Winkelabstand) noch weiter verlängert, führt sie in die Nähe der Kleinen Magellanschen Wolke, einer hellen Begleitgalaxie unserer Milchstraße.

Die Sterngruppe Kreuz-des-Südens markiert das Sternbild Crux, eine größere Anordnung von Sternen, zu der auch vier Veränderliche vom Typ der Cepheiden gehören, und die mit bloßem Auge sichtbar sind. Knapp über dem Vulkan steht etwas, das wie eine dunkle Wolke aussieht, es ist der Kohlensacknebel. Links oben ist der große, rote, Sterne bildende Carinanebel zu sehen.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator
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Mondkorona mit Jupiter und Saturn

Mondkorona, Jupiter und Saturn über dem italienischen Dorf Pieve di Cadore und dem Sfornioi, der zur Bosconerogruppe gehört.

Bildcredit und Bildrechte: Alessandra Masi

Beschreibung: Warum wirkt ein wolkiger Mond manchmal farbig? Der Effekt wird als Mondkorona bezeichnet und entsteht durch die quantenmechanische Beugung des Lichts an einzelnen, etwa einheitlich großen Wassertröpfchen in einer dazwischen liegenden, aber großteils transparenten Wolke. Da Licht unterschiedlicher Farben aus unterschiedlichen Wellenlängen besteht, wird jede Farbe anders gebeugt.

Mondkoronen gehören zu den wenigen quantenmechanischen Farbeffekten, die mit bloßem Auge leicht erkennbar sind. Manchmal sind auch Sonnenkoronen sichtbar.

Dieses Kompositbild wurde ein paar Tage vor der engen großen Konjunktion von Saturn und Jupiter im letzten Monat fotografiert. Hinter dem italienischen Dorf Pieve di Cadore seht ihr den Sfornioi, der zur Bosconerogruppe gehört.

Neu! APOD ist jetzt auf Taiwanesisch von der National Central University verfügbar.
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Bögen am arktischen Himmel

Der Nachthimmel über Lofoten in Norwegen mit Milchstraße, Polarlicht, Mars, Andromedagalaxie und dem Großen Wagen.

Bildcredit und Bildrechte: Giulio Cobianchi

Beschreibung: Was sind diese beiden riesigen Bögen am Himmel? Der vielleicht Bekanntere links ist das zentrale Band unserer Milchstraße. Diese prächtige Scheibe aus Sternen und Nebeln umfasst anscheinend einen Großteil des südlichen Himmels. Unter dem Sternenbogen seht ihr den rost-orangefarbenen Planeten Mars und die ausgedehnte Andromedagalaxie.

Für wenige Minuten tauchte in dieser kalten arktischen Nacht rechts ein zweiter riesiger Bogen auf, der einen Teil des Nordhimmels umschloss: ein Polarlicht. Nordlichter sind viel näher als die Sterne, sie bestehen aus leuchtender Luft hoch in der Erdatmosphäre. Außerhalb des grünen Polarlichtbogens seht ihr eine Sternengruppe, die im Volksmund als Großer Wagen bekannt ist.

Dieses digitale Komposit aus 18 Bildern wurde Mitte Dezember über Lofoten in Norwegen fotografiert.

APOD-Jahresrückblick (2020): RJNs Nachthimmels-Netzwerk-Vorlesung
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Ein Phoenix-Polarlicht über Island

Polarlicht in Form eines leuchtenden Phoenix über dem Helgafell beim Kaldá ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík.

Bildcredit und Bildrechte: Hallgrimur P. Helgason; Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Alle anderen Polarlichtbeobachter waren schon zu Hause. In der ruhigen Septembernacht in Island waren um 3:30 Uhr die Polarlichter großteils abgeklungen. Plötzlich strömte ein unerwarteter neuer Teilchenschauer aus dem Weltraum herein und brachte die Erdatmosphäre noch einmal zum Leuchten. Diesmal wurde die Nacht von einer erstaunlich pareidolischen Form erhellt, die an einen gewaltigen Phoenix erinnerte.

Die Kamera-Ausrüstung stand bereit, rasch wurden zwei Himmelsbilder fotografiert und gleich noch ein drittes mit Landschaft. Der Berg im Hintergrund ist Helgafell, der kleine Fluss im Vordergrund ist der Kaldá, beide liegen ungefähr 30 Kilometer nördlich von Islands Hauptstadt Reykjavík. Erfahrene Himmelsbeobachterinnen erkennen sicherlich das Sternbild Orion links über dem Berg, und in der Bildmitte seht ihr den Sternhaufen der Plejaden.

Dieses Polarlicht aus dem Jahr 2016 dauerte nur eine Minute und war bald darauf für immer verschwunden. Vielleicht wäre es als fantastische Fabel abgetan worden, wäre es nicht auf diesem digital kombinierten Bildmosaik dokumentiert worden.

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Spur des Heimkehrers

Diese Nachthimmelsansicht in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei zeigt eine helle Feuerspur zwischen den Zwillingssternen Kastor und Pollux.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoxiao Wang

Beschreibung: Die vertrauten Sterne einer nördlichen Winternacht leuchten auf dieser Nachthimmelsansicht, die in der Nähe von Zhangye in der chinesischen Provinz Gansu an der Grenze zur Inneren Mongolei fotografiert wurde. In den frühen Morgenstunden des 17. Dezembers stand Orion in der Mitte dieser Einzelaufnahme.

Über den Himmel blitzte eine Feuerkugel, sie leuchtete fast so hell wie der gelbliche Mars auf der rechten Seite. Die Feuerkugel teilt Geminis helle Zwillinge Kastor und Pollux am oberen Bildrand. Die Spur und der Zeitpunkt stimmen überein mit einem zweiten sprunghaften Eintritt in die Atmosphäre, nämlich dem der Rückkehrkapsel der Mission Chang’e 5.

Die Rückkehrkapsel wurde nach der Landung in der Inneren Mongolei auf dem Planeten Erde erfolgreich geborgen, mit etwa 2 Kilogramm Mondmaterial an Bord. Die Mondprobe enthält vermutlich relativ junges Material. Es wurde in der Region um Mons Rümker im Oceanus Procellarum (Meer der Stürme) gesammelt.

Die chinesische Mission Chang’e 5 startete am 23. November (Weltzeit), sie ist die erste Mission zur Rückführung von Mondproben seit der sowjetischen Mission Luna 24 im Jahr 1976.

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Nördliche Winternacht

Orion mit Betelgeuse und der Stier mit dem Riesenstern Aldebaran in den Hyaden leuchten auf dieser nördlichen Nachthimmelslandschaft.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block

Beschreibung: Orion geht an nördlichen Winterabenden anscheinend immer seitlich auf. Diese vertrauten Sterne im Sternbild des Jägers leuchten auf dieser farbenprächtigen Nachtlandschaft über den Bäumen.

Der große Nebel im Orion ist ganz und gar kein Stern, aber ihr seht ihn mit bloßem Auge. Er leuchtet unter Orions Gürtelsternen. Die Kameraaufnahme zeigt das zarte rosarote Leuchten des Sternentstehungsgebietes.

Beteigeuze, der Riesenstern an Orions Schulter, hat die Farbe warmer, gemütlicher irdischer Lichter, wie auch Aldebaran, ein weiterer bekannter Sternenriese. Aldebaran ist der Alphastern im Sternbild Stier (Taurus), er verankert die erkennbare V-Form, die vom Sternhaufen der Hyaden gezeichnet wird, im oberen Teil des sternklaren Bildes.

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