Titan: Mond über Saturn

Die Raumsonde Cassini zeigt den Saturnmond Titan vor dem Gasriesenplaneten Saturn mit der dunklen, von Dünen bedeckten Region Shangri-La.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Institut für Weltraumwissenschaften

Wie der Erdmond ist auch Saturns größter Mond Titan in einer gebundenen Rotation gefangen. Dieses Mosaik entstand aus Bildern der Raumsonde Cassini vom Mai 2012. Es zeigt die Seite von Titan, die immer vom beringten Gasriesen fortgerichtet ist.

Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem mit einer dichten Atmosphäre. Außerdem ist er die einzige Welt im Sonnensystem außer der Erde mit stehenden Gewässern auf der Oberfläche und einem erdähnlichen Zyklus mit flüssigem Regen und Verdunstung.

Auf dieser Cassini-Ansicht des 5000 Kilometer großen Mondes über Saturns Ringen und Wolkenoberflächen seht ihr die hoch gelegenen Schichten aus atmosphärischem Dunst. Nahe der Mitte liegt die dunkle, von Dünen bedeckte Region, die als Shangri-La bekannt ist. Die von Cassini abgesetzte Sonde Huygens befindet sich nach ihrer fernsten Landung einer Raumsonde von der Erde links unter der Mitte.

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Detailreicher Himmel hinter einem verfinsterten Mond

Totale Mondfinsternis beim Zentralband der Milchstraße und den Wolken von Rho Ophiuchi.

Bildcredit und Bildrechte: Andrei Ionut Dascalu

Der Plan war, einen malerischen Teil des Himmels mit einem außergewöhnlichen Gast zu fotografieren. Das Ergebnis enthielt einen Bonus — einen weiteren ungewöhnlichen Gast.

Zu den schönen Details im Hintergrund zählt links das Zentralband unserer Milchstraße und die farbenprächtigen Wolken von Rho Ophiuchi in der Bildmitte. Der ungewöhnliche Gast, ein verdunkelter rötlicher Mond auf der rechten Seite, wurde erwartet, da das Bild während der totalen Mondfinsternis letzte Woche aufgenommen wurde. Die zeitliche Planung musste stimmen, weil der Mond sowohl vor als auch nach der Finsternis so hell geleuchtet hätte, dass er den Hintergrund überstrahlt hätte.

Der unerwartete Gast war der helle Meteor in der Bildmitte. Die flüchtige Meteorspur fand sich auf nur einem der zehn aufeinanderfolgenden Detailbilder, die auf der spanischen Kanareninsel La Palma fotografiert wurden. Das Bild des verfinsterten Mondes entstand unmittelbar danach am selben Ort mit derselben Kamera.

Die nächste totale Mondfinsternis findet — ebenfalls ziemlich erwartet — Anfang November statt.

Interessante APOD-Einreichungen: Totale Mondfinsternis im Mai 2022
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Ein Blick aus dem Schatten der Erde

Mondfinsternis und die Internationale Raumstation ISS bei der Dune du Pilat in Frankreich

Bildcredit und Bildrechte: Maxime Oudoux

Diese friedliche Sand- und Himmelslandschaft zeigt die Dune du Pilat an der französischen Küste, die in den frühen Morgenstunden des 16. Mai noch im Erdschatten lag. An diesem Tag bedeckte der dunkle Kernschatten unseres Planeten, der weit ins All hinaus reicht, den Mond.

An diesem Ort begann die totale Phase einer Mondfinsternis kurz vor Monduntergang. Doch die Internationale Raumstation, der größte künstliche Mond der Erde, glänzte noch im Sonnenlicht, als sie vom westlichen Horizont in einer Höhe von mehr als 400 Kilometern den Himmel kreuzte und einen hellen, flachen Bogen über den Himmel zog.

Die einfach aufgebaute, gut geplante Panoramaszene wurde in einem Zeitraum von fünf Minuten als Serie aufeinanderfolgender Bilder fotografiert.

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Eine digitale Mondfinsternis

Mondfinsternis in Zentralflorida, fotografiert als Bildserie

Bildcredit und Bildrechte: Michael Cain

Diese Bildserie entstand in der Nacht von 15. auf 16. Mai. Sie zeigt den Vollmond bei einer totalen Mondfinsternis, als er am wolkenlosen Himmel über Baumkronen in Zentralflorida einen Bogen zog. Alle 5 Minuten fotografierte eine Digitalkamera ein Foto.

Diese Bilder zeigen den Fortschritt der Finsternis im Zeitraum von drei Stunden. Die helle Mondscheibe wird dunkel und rot, während sie durch den Schatten des Planeten Erde gleitet. Zählt man die mittleren Bilder der Serie, ergibt sich für die Phase der totalen Finsternis eine Dauer von ungefähr 90 Minuten.

Um 270 v. Chr. schätzte der griechische Astronom Aristarch die Dauer von totalen Mondfinsternissen, allerdings ohne den Vorteil digitaler Uhren und Kameras. Doch er entwickelte mithilfe der Geometrie eine einfache und beeindruckend genaue Methode, um von der Finsternisdauer die Entfernung des Mondes in Erdradien abzuleiten.

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Ein Juwel am Blumenmond

Blumenmond mit Juwel - am Vollmond der Mondfinsternis leuchtet noch ein Stückchen in der Sonne im Halbschatten der Erde.

Bildcredit und Bildrechte: Tomas Slovinsky

Ein bewölkter Himmel plagte am Sonntag einige Himmelsbeobachtende, als der Blumenvollmond im Mai bei einer totalen Mondfinsternis durch den Erdschatten glitt. Doch dieser Schnappschuss mit Teleobjektiv vom Himmel über der chilenischen Atacamawüste zeigt das atemberaubende Schauspiel.

Durch dünne, hohe Zirruswolken seht ihr den letzten Splitter der sonnenbeleuchteten Sichel kurz vor Beginn der Totalität, er funkelt wie ein verschwommenes Juwel auf der großteils beschatteten Mondscheibe.

Der Vollmond war nahe am Perigäum, das ist der erdnächste Punkt seiner elliptischen Bahn. Während der 90-minütigen totalen Finsternisphase wanderte er fast mitten durch den dunklen Kernschatten der Erde. Dieser war zart von Sonnenlicht beleuchtet, das in der Atmosphäre gestreut wurde. Dieses Licht verlieh dem verfinsterten Mond seine rötliche Erscheinung und die sehr dramatische, aber gängige Bezeichnung Blutmond.

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Die Farben des Mondes

Von der Erde aus gesehen erhält der Mond viele verschiedene Farben, die in der Atmosphäre entstehen. Eine Astrofotografin sammelte Bilder des Vollmondes in ganz Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Welche Farbe hat der Mond? Das hängt von der Nacht ab. Außerhalb der Erdatmosphäre erscheint der dunkle Mond, der durch reflektiertes Sonnenlicht leuchtet, in einem prächtigen, bräunlichen Grau. Doch innerhalb der Erdatmosphäre kann der Mond ganz unterschiedlich aussehen.

Dieses Bild betont eine Sammlung an scheinbaren Farben des Vollmondes, die eine Astrofotografin im Laufe von 10 Jahren an unterschiedlichen Orten in Italien fotografierte. Rot oder Gelb bedeutet normalerweise, dass der Mond in der Nähe des Horizonts steht. Dort wurde ein Teil des blauen Lichts gestreut, weil das Licht einen langen Weg durch die Erdatmosphäre, die manchmal feinen Staub enthält, zurücklegen muss.

Ein blau gefärbter Mond ist seltener und kann einen Mond zeigen, der durch eine Luftschicht mit größeren Staubteilchen zu sehen ist. Was den Mond violett gefärbt hat, ist unklar – möglicherweise eine Kombination aus mehreren Effekten. Das letzte Bild zeigt die totale Mondfinsternis vom Juli 2018, als der Mond im Erdschatten in mattem Rot leuchtete. Dabei wurde das Licht in der Luft um die Erde gebrochen.

Heute gibt es nicht nur einen weiteren Vollmond, sondern auch eine totale Mondfinsternis, die in Nord- und Südamerika zu beobachten ist – dieses Ereignis könnte zu einigen unerwarteten Mondfarben führen.

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Eishalos im Mondschein

Vollmond mit komplexen Halos, Nebenmonden und Bögen über Alberta in Kanada.

Bildcredit und Bildrechte: Alan Dyer, Amazingsky.com, TWAN

Ein fast voller Mond brachte am 15. April in einer nördlichen Frühlingsnacht diese leuchtende Erscheinung nach Alberta in Kanada. In dieser Nacht wurde das helle Mondlicht von sechseckigen Eiskristallen in hohen Wolken gebrochen und reflektiert, dabei entstanden komplexe Halos und Bögen, wie man sie sonst nur am Tageshimmel bei Sonnenlicht sieht.

Die Farben der Bögen und Nebenmonde waren mit bloßem Auge gerade noch sichtbar. Diese mondbeleuchtete Weitwinkel-Himmelslandschaft wurde aus Aufnahmen mit Belichtungszeiten von 30 Sekunden bis 1/20 Sekunden erstellt. Der Große Wagen befindet sich am oberen Bildrand knapp über einem lächelnden, regenbogenfarbigen Zirkumzenitalbogen. Der Mond leuchtet mitten in seinem häufig beobachteten 22-Grad-Halo, daneben funkeln Arkturus (links) und Regulus (rechts).

Auch am 15. Mai wird das helle Licht des Vollmondes am Nachthimmel der Erde leuchten. Doch der morgige Vollmond ist eine Weile gedämpft, weil er bei einer totalen Mondfinsternis durch den Erdschatten gleitet.

Europa: Beginn der totalen Mondfinsternis vom 15.-16. Mai
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Feuerfall im Mondschein

Horsetail Feuerall im Mondlicht bei El Catitan im Yosemite-Nationalpark in den USA

Bildcredit und Bildrechte: Tara Mostofi

An manchen Tagen im Februar sieht man im Yosemite-Nationalpark bei Sonnenuntergang einen flüchtigen Feuerfall, wenn Wasser fließt, das Wetter mitspielt und die Richtung zur untergehenden Sonne genau passt. Der Horsetail Fall tritt im Park zu bestimmten Jahreszeiten auf. Er wird oft an Aussichtspunkten unter dem Denkmal fotografiert, wenn er vor dem Schatten der El Capitans steilen Wänden isoliert leuchtet. Dann wird der Wasserfall noch von rötlichen Sonnenstrahlen beleuchtet und nimmt kurz dramatisches, feuriges Aussehen an.

Doch ein Horsetail-Feuerfall kann auch im Mondlicht fotografiert werden. Bei Mondlicht ist der Feuerfalleffekt noch schwerer zu erkennen, wenn ein heller Mond in der passenden Richtung am westlichen Horizont untergeht. Bei diesem gut geplanten Bild eines flüchtigen Horsetail-Feuerfalls, beleuchtet von einem hellen Dreiviertelmond, der in den frühen Morgenstunden des 15. April unterging, war der Himmel klar genug.

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