Zodiakallicht und Mars über einer alten Scheune

Zodiakallicht umhüllt am Abend Mars und die Plejaden über einer alten Scheune in Illinois.

Bildcredit und Bildrechte: Joshua Rhoades

Am 7. März stieg nach Sonnenuntergang noch ein zartes Lichtband über den westlichen Horizont. Das Leuchten wurde auf dieser ruhigen, ländlichen Landschaft mit Himmel in Illinois bei einem alten Bauernhof fotografiert. Es ist Zodiakallicht, das im Frühling auf der Nordhalbkugel der Erde nach Sonnenuntergang markant im Westen leuchtet.

An diesem klaren Abend umhüllte das Band aus Zodiakallicht scheinbar den hellen, gelblichen Mars und den Sternhaufen der Plejaden. Die enge Begegnung steht am sternklaren Himmel über dem Dach der alten Scheune.

Zodiakallicht stammt von der Sonne. Es wird an Staubteilchen gestreut, die sich im All zwischen den Planeten befinden. Sie kreisen in der Nähe der ekliptischen Ebene im Sonnensystem. Alle Planeten im Sonnensystem wandern ungefähr in der Ebene der Ekliptik und in dem Band aus Zodiakallicht.

Vielleicht gibt es zwischen dem Zodiakallicht und dem Planeten Mars eine tiefere Verbindung. Die Raumsonde Juno beobachtete auf ihrer Reise von der Erde zu Jupiter zufällig interplanetaren Staub. Eine aktuelle Analyse dieses Staubs zeigt, dass der Mars wahrscheinlich die Quelle für den Staub ist, aus dem das Zodiakallicht besteht.

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Perseverance 360: Ungewöhnliche Steine und die Suche nach Leben auf dem Mars


Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, ASU, MSSS

Beschreibung: Ist das ein Fossil? Wenn man aktuelle Bilder vom Mars betrachtet, die der neue Rover Perseverance aufgenommen hat, wirkt es ein bisschen wie eine Schnitzeljagd. Wer als erste Person einen versteinerten Knochen, den Felsabdruck einer urzeitlichen Pflanze oder einen eindeutigen Hinweis erkennt, dass es auf dem Mars einst Leben gab, hat gute Chancen, berühmt zu werden.

Nun ist es zwar theoretisch möglich, dass man etwas so Spektakuläres wie ein Skelett findet, doch die meisten Exobiolog:innen gehen davon aus, dass es viel wahrscheinlicher ist, mit den chemischen Analysegeräten von Perseverance biochemische Überreste urzeitlicher einzelliger Mikroorganismen zu finden. Ein Hauptgrund ist, dass mehrzellige Organismen für ihre Entwicklung mehr Sauerstoff benötigt hätten als auf dem Mars jemals vorhanden war.

Das heißt, Genaues weiß man nicht. Zögert daher nicht, jedes Bild von Perseverance, das euch interessiert, digital zu vergrößern – auch dieses vergrößerbare 360-Grad-Bild mit Gestein und Kraterwall, die den Landeplatz von Perseverance im Krater Jezero umgeben.

Obwohl Forschende der NASA die Bilder von Perseverance auch selbst untersuchen: Wenn ihr etwas wirklich Ungewöhnliches seht, veröffentlicht das bitte auf Social-Media-Kanälen. Sollte sich herausstellt, dass eure Sichtung in wissenschaftlicher Hinsicht besonders interessant ist, wird die NASA sicherlich davon erfahren.

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Perseverance dreht eine Runde

Der Rover Perseverance zeigt die Spuren seiner ersten Ausfahrt am 4. März 2021 im Krater Jezero auf dem Planeten Mars.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Mars 2020

Beschreibung: Nach seiner Ankunft im Krater Jezero auf dem Mars drehte Perseverance am 4. März eine Runde. Dieses scharfe Bild der Navigationskamera am fahrzeuggroßen Rover zeigt die Spuren, die seine Räder auf dem Marsboden hinterlassen haben.

Diese erste Fahrt war eine Vorbereitung für den Betrieb auf der Oberfläche des Roten Planeten, sie dauerte etwa 33 Minuten. Auf seiner kurzen, erfolgreichen Testfahrt bewegte sich Perseverance vier Meter vorwärts, machte eine 150-Grad-Wende, setzte 2,5 Meter zurück und belegt nun einen anderen Parkplatz an seinem neu benannten Landeort Octavia E. Butler.

Die Strecke, die der Rover bei seiner ersten Ausfahrt zurücklegte, betrug nur etwa 6,5 Meter. In Zukunft sind regelmäßige, mindestens 200 Meter lange Pendelfahrten geplant.

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Ein bisschen wie Mars

Dieser kleine Planet befindet sich auf der Erde, am Himmel leuchten die Milchstraße, die Magellanschen Wolken, das Sternbild Orion und der Planet Mars.

Bildcredit und Bildrechte: Robert Barsa

Beschreibung: Die Oberfläche dieses Planeten sieht ein bisschen wie der Mars aus, doch es ist der Planet Erde. Das 360-Grad-Mosaik, das digital zu einer Kleiner-Planet-Projektion zusammengefügt wurde, entstand in der Nähe von San Pedro in der chilenischen Atacamawüste. Die Teleskope in den Kuppeln am Horizont nützen die berühmten klaren, dunklen Nächte der Region.

Die Aufnahmen stammen von Anfang Dezember. Die prächtige Milchstraße wölbt sich fast 180 Grad um den Horizont des kleinen Planeten. Orion leuchtet markant am Südhimmel. Das vertraute Sternbild steht für Beobachter*innen auf der Nordhalbkugel auf dem Kopf. Orion liegt in dieser südlichen Dezembernacht fast gegenüber der Großen und der Kleinen Magellanschen Wolke. Doch das hellste gelbliche Himmelslicht über diesem kleinen Planeten ist der Rote Planet.

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Mars im Stier

Mars zieht am Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier vorbei, links unten leuchten Aldebaran und die Hyaden, oben der Kaliforniennebel.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horalek / Institut für Physik in Opava

Beschreibung: Heute Abend könnt ihr den Mars am Abendhimmel sehen. Dort ist derzeit der Rover Perseverance stationiert. Der Rote Planet wandert am Himmel derzeit durch das Sternbild Stier und zieht nahe am Sternhaufen der Plejaden vorbei, benannt nach den sieben Schwestern.

Diese detailreiche Weitwinkelansicht der Region zeigt Mars am 3. März bei seiner fast engsten Annäherung an die Plejaden. Mars ist das helle, gelbliche Himmelslicht unten in der Mitte, er ist nur etwa 3 Grad vom hübschen blauen Sternhaufen entfernt.

Aldebaran, der Alphastern im Stier, wetteifert in Farbe und Helligkeit mit dem Mars. Der rote Riesenstern befindet sich links unten, er ist ein Vordergrundstern in der Sichtlinie zum weiter entfernten Sternhaufen der Hyaden. Die dunklen, staubigen Nebel sind für das bloße Auge zu blass, sie liegen am Rand der massereichen Perseus-Molekülwolke. Rechts oben seht ihr das markante rötliche Leuchten von NGC 1499, dem Kaliforniennebel.

Umfrage zu Ästhetik und Astronomie (englisch): Vertonungen
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Ingenuity: Mini-Helikopter auf dem Mars

Der Helikopter Ginny ist so klein wie ein Toaster. Sie besitzt vier lange Beine und zwei noch längere Rotoren (1,2 Meter).

Illustrationscredit: NASA, JPL-Caltech, Mars 2020 – Perseverance

Beschreibung: Was wäre, wenn ihr auf dem Mars herumfliegen könntet? Die NASA hat letzten Monat wohl genau diese Fähigkeit erworben, und zwar mit der Landung des Rovers Perseverance und dessen kleinem, flugfähigem Begleiter mit der Bezeichnung Ingenuity und dem Spitznamen Ginny.

Der Helikopter Ginny ist so klein wie ein Toaster. Sie besitzt vier lange Beine und zwei noch längere Rotoren (1,2 Meter), und sie ist die erste ihrer Art – noch nie gab es irgendetwas Vergleichbares. Nach dem Abladen – voraussichtlich im April – geht der fahrzeuggroße Perseverance („Percy“) auf Abstand, um Ginny Platz zu machen, damit sie ihren neuartigen ersten Flug wagen kann.

Diese künstlerische Darstellung zeigt Ginnys lange Rotoren, die ihr den nötigen Hub verschaffen, um in der dünnen Marsatmosphäre fliegen und das Gebiet um Perseverance zu erkunden. Ingenuity fliegt zwar selbst nicht sehr weit, doch sie ist der Prototyp für alle künftigen flugfähigen Roboter im Sonnensystem, die vielleicht über große Strecken fliegen werden – nicht nur auf dem Mars, sondern auch auf Titan.

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Mars Reconnaissance Orbiter zeigt Perseverance‘ Landeplatz

Die Positionen von Abstiegsstufe, Hitzeschild, Fallschirm und Rückwand der Mission 2020 sind auf einem Bild aus dem Orbit markiert.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/MSSS

Beschreibung: Einen Tag nach der dramatischen Ankunft von Perseverance auf der Marsoberfläche wurde auf dieser hoch aufgelösten Ansicht des Mars Reconnaissance Orbiters sein Landeplatz ermittelt. Die Aufnahme des Orbiters zeigt auch die Positionen der Abstiegsstufe, des Hitzeschildes, des Fallschirms und der rückwärtigen Hülle der Mission Mars 2020, die Perseverance zur Marsoberfläche brachte.

Jedes beschriftete Kästchen ist am Boden des Kraters Jezero 200 Meter breit. Perseverance befindet sich in der Mitte des Musters, das die Raketenabgase zeichneten, als die Abstiegsstufe den Rover schwebend zur Oberfläche absenkte. Nach dem Himmelskranmanöver flog die Abstiegsstufe davon und stürzte in sicherer Entfernung zum Rover ab, ihr Ruheplatz ist mit einem dunklen, V-förmigen Trümmermuster markiert. Auch die Positionen von Hitzeschild, Fallschirm und Rückwand, die nach der Abtrennung im Landeablauf in der Nähe zur Oberfläche fielen, sind auf dem hochaufgelösten Bild aus dem Marsorbit markiert.

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Mars Perseverance Sol 3

360-Grad-Panorama des Marsrovers Perseverance vom Boden des Kraters Jezero.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS, ASU

Beschreibung: Dieses 360-Grad-Panorama vom Boden des Kraters Jezero auf dem Mars wurde auf dem Planeten Erde aus 142 Einzelbildern zusammengesetzt. Die hochaufgelösten Farbbilder wurden mit der zoom-fähigen Mastcam-Z des Rovers Perseverance am Missions-Sol 3 aufgenommen, auch bekannt als 21. Februar 2021.

Im Vordergrund dieser Ansicht von Mastcam-Z befindet sich das Deck des fahrzeuggroßen Rovers. Die breiten, hellen Flecken im Marsboden gleich dahinter wurden bei der dramatischen Ankunft des Rovers am 18. Februar von den Raketentriebwerken der Abstiegsstufe leer gefegt. In der Ferne erhebt sich der Rand des 45 Kilometer großen Kraters Jezero.

Während der nächsten Sols erforscht Perseverance das urzeitliche See-Delta-System im Krater, sucht nach Anzeichen früheren mikroskopischen Lebens und sammelt Proben, die vielleicht später zur Erde gebracht werden.

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