Iapetus: Saturns bemalter Mond

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.
Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini-Bildgebungsteam

Was ist mit dem Saturnmond Iapetus geschehen?

Weite Regionen dieser befremdlichen Welt sind dunkel wie Kohle, während andere hell wie Schnee sind. Um diesen ungewöhnlich getönten Mond besser zu verstehen, hat die NASA 2007 das robotische Raumschiff Cassini dort hingeschickt. Es umkreiste Saturn und stützte bis auf 2000 kilometers auf ihn zu.

Hier abgebildet ist die stets hinten laufende Seite von Iapetus aus einer Entfernung von ca. 75.000 Kilometern. Ein großer Einschlagskrater im Süden durchmisst 500 Kilometer und erscheint einem älteren Krater von ähnlicher Größe überlagert.

Man sieht wie das dunkle Material mehr und mehr von dem östlichsten Teil von Iapetus bedeckt und dort die Krater und Hochländer gleichermaßen abdunkelt. Eine führende Hypothese ist, dass das dunkle Material überwiegend eine Form von kohlenstoffreichem Boden ist. Sie soll übrig geblieben sein, als relativ warmes, dreckiges Eis sublimierte. Eine ursprüngliche Bedeckung dieses dunklen Materials könnte dann durch die Ablagerung von Trümmerteilen aufgemalt worden sein, die von Meteoriten von anderen Monden freigesetzt wurden.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

Zur Originalseite

Tagesmond trifft den Abendstern

Hinter dramatischen Wolken leuchtet der von Kratern übersäte Sichelmond am blauen Himmel. Oben gleißt ein heller Lichtpunkt. Es ist die Venus, die bald vom Mond verdeckt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo

Die Venus betritt gerade die himmlische Bühne der Erde als strahlender Abendstern. Mit dem Mond, anderen Planeten und hellen Sternen gleißt sie abends im Westen am Himmel. Als die Sonne am 17. Juni unterging, begleitete das himmlische Leuchtfeuer den jungen, schmalen Sichelmond. An einigen Orten sah man, wie der Mond die Venus verdeckte und vor ihr vorbeizog.

In einer Sternwarte in einem Garten südlich von British Columbia in Kanada fand die Bedeckung durch den Mond bei Tage statt. Diese Aufnahme mit Teleskop zeigt das Ereignis am dramatisch bewölkten Himmel. Die Venus verschwand für eine Stunde. Dann tauchte sie am dunklen Rand des Mondes wieder auf.

Zur Originalseite

Supermond versus Mikromond

Der Erdmond wirkt größer, wenn er näher an der Erde ist. Links ist der Mond in Erdnähe (Perigäum), rechts in Erdferne (Apogäum). Beide Bilder wirken sehr plastisch, der kleinere Mond liegt optisch vor dem größeren.
Bildcredit: Soumyadeep Mukherjee

Was ist so mikro an dem blauen Mikromond heute Nacht? Gleich nach Sonnenuntergang geht ein voller Mond auf. Er ist etwas kleiner und dunkler als sonst, weil die der Mond seine voll beleuchtete Phase nahe beim Apogäum erreicht. Dort ist der Mond auf seiner elliptischen Bahn am weitesten von der Erde entfernt.

Der Mikromond ist heute Nacht sogar der kleinste Mond des Jahres. Er verströmt das wenigste Licht und ist am weitesten von der Erde entfernt. Doch es gibt noch einen Grund, warum er bemerkenswert ist. Er ist nämlich auch ein „blauer Mond„. Das bedeutet, dass er der zweite Vollmond im selben Monat ist.

Hier wurde ein Supermond mit einem Mikromond verglichen. Als Supermond erscheint der Vollmond am größten. Beide Vollmonde wurden in Kalkutta in Indien fotografiert, und zwar im Mai und im Dezember 2021. Der nächste Mikromond ist nächsten Monat und der nächste blaue Mond Ende 2028. Doch der nächsten blauen Mikromond kommt erst 2053.

Zur Originalseite

Der Mond geht hinter dem Vulkan Teide unter

Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Piano della Moon (Dan Silva)

Diese Menschen sind nicht in Gefahr. Was hier von links oben kommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna sieht hier so groß aus, weil ihr sie durch ein Teleobjektiv seht. Die Erde verursacht den Großteil der Bewegung. Weil sie sich dreht, verschwindet der Mond langsam hinter dem Berg Teide, einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln. Diese gehören zu Spanien und liegen vor der Nordwestküste Afrikas.

Die Menschen im Film sind 16 Kilometer entfernt. Viele blicken zur Kamera, weil hinter dem Fotografen die Sonne aufgeht. Es ist kein Zufall, dass der Vollmond genau dann aufgeht, wenn die Sonne untergeht. Das liegt daran, dass die Sonne am Himmel stets gegenüber dem Vollmond steht. Dieses Video entstand 2018 während eines Vollmonds im Frühling. Im Englischen trägt dieser die Bezeichnung „Milk Moon“ (Milchmond). Das Video ist kein Zeitraffer. Der Mond ging wirklich so schnell unter.

Zur Originalseite

Die Messier-Krater in Stereo

Zwei Krater sind auf einem Ausschnitt der Mondoberfläche dargestellt. Sie liegen waagrecht nebeneinander und sind Cyan und Magenta gefärbt, sodass man sie mit 3D-Brillen betrachten kann.
Bildcredit: Apollo 11, NASA; Rechte am Stereobild: Patrick Vantuyne

Viele helle Nebel und Sternhaufen am Nachthimmel listete der Astronom Charles Messier in seinem berühmten Katalog. Aber auch zwei große und beeindruckende Krater tragen seinen Namen. Sie sind markante Strukturen im sonst flachen Mare Fecunditatis (Meer der Fruchtbarkeit). Der linke Krater ist Messier, er ist 15 mal 8 Kilometer groß. Messier A ist rechts und misst 16 mal 11 Kilometer.

Die leicht längliche Form wurde durch einen Einschlag im flachen Winkel verursacht. Dieser Einschlag verursachte auch zwei helle Spuren aus Auswurfmaterial, welche sich über die Mondoberfläche (rechts vom Bild) erstrecken. Das Bild soll mit 3D Brillen (rot-blau, wobei rot am linken Auge sein soll) betrachtet werden. Es entstand aus hochaufgelösten Scans zweier Bilder (AS11-42-6304 und AS11-42-6305) die während der Apollo 11 Mission zum Mond aufgenommen wurden.

Zur Originalseite

Die ISS gleitet über den Mond

Über dem zu drei Vierteln beleuchteten Mond schwebt die Internationale Raumstation ISS. Auf dem Mond treten Krater und dunkle Lavabecken sehr markant hervor. Rechts sind sie von langen hellen Strahlen überzogen.
Bildcredit und Bildrechte: Sébastien Borie; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Nein, hier landet kein UFO auf dem Mond! Das Foto zeigt die Internationale Raumstation (ISS), kurz bevor sie vor dem Mond vorüberzieht. Die ISS umrundet die Erde in einem niedrigen Orbit 1 und saust alle 90 Minuten einmal um die ganze Welt. Seit 25 Jahren umrundet sie 16 Mal am Tag unsere Heimat. In dieser Zeit hat sie schon viele Fotos mit bekannten Himmelsobjekten verschönert, z. B. von Venus, Mars, Saturn und der Sonne.

Forschende aus 100 Nationen führten schon über 1000 Experimente auf der ISS durch. Eines der ersten Experimente untersuchte das Wachstum von Eiweißkristallen. Das brachte Fortschritte in der medizinischen Forschung mit sich. Die Leute auf der ISS untersuchen das Wachstum von Pflanzen, die Aufbereitung von Wasser, Gesundheit und vieles mehr. Das unterstützt auch die Missionen Artemis. Dank all dieser Forschung reisen Menschen nun weiter als je zuvor ins All!

Findet ihr das außerirdische Labor der NASA am Himmel?

Zur Originalseite

  1. Low Earth Orbit, LEO ↩︎

Die Erde geht unter

Über dem Horizont des dunklen Mondes, der von Kratern bedeckt ist, steht die Erde als breite Sichel. Man erkennt weiße Wolken und blaue Meere.
Bildcredit: NASA; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

„Ihr alle da unten auf der Erde und außen herum, wir lieben euch. Grüße vom Mond! Wir sehen euch auf der anderen Seite“, sendete Victor Glover, Pilot von Artemis II, am 6. April um 11:45 UTC. Dann verschwanden 8,3 Milliarden minus vier Leute und eine Erde hinter dem Horizont des Mondes.

Die Orion-Raumkapsel Integrity reiste bei ihrem Vorbeiflug am Mond hinter den Trabanten der Erde. Das dauerte sieben Stunden. Integrity entfernte sich dabei 406.771 km von der Erde. Noch nie zuvor ist jemand so weit gereist. Die Besatzung kartierte Regionen auf der Rückseite des Mondes, die noch nie so zu sehen waren. Es gibt dort auffallend weniger vulkanische Aktivität als auf der vorderen Seite, die zur Erde zeigt.

Nun gibt es neue Beobachtungen der Krater mit ihren Gipfeln und Böden, Terrassen und Ringen, die auf der Oberfläche des Mondes erhalten geblieben sind. Das hilft vielleicht, die Geschichte der Einschläge im Sonnensystem zusammenzustückeln. Zu diesen Gebieten gehört das Mare Orientale. Es ist das am besten erhaltene Becken auf dem Mond, die in einer Zeit heftiger Kollisionen mit Asteroiden entstanden sind. Man nennt diese Periode spätes schweres Bombardement. Auch zwei neue Krater wurden entdeckt.

Als die Erde über dem Horizont des Mondes wieder aufging, leitete Integrity die Heimkehr ein. Christina Koch ist Missions-Spezialistin von Artemis II. Sie fasste diese bedeutende Mission der Menschheit mit starken Worten zusammen: „… Wir entscheiden uns immer für die Erde. Wir wählen immer einander.“

Zur Originalseite

Titania, Uranus‘ größter Mond

Der Uranus-Mond Titania ist etwas mehr als halb beleuchtet. Am Terminator ist oben ein großer Krater mit Zentralberg, der von kleineren Kratern übersät ist. In der Mitte ist eine tiefe, gefurchte Schlucht. Die ganze Oberfläche ist voller Krater und mit hellen Flächen bedeckt.
Bildcredit: NASA, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: zelario12

Titanias zerklüftete Landschaft ist eine Mischung aus Schluchten, Klippen und Kratern. Dieses Bild nahm die interplanetare Roboter-Raumsonde Voyager 2 der NASA auf, als sie 1986 am größten Mond von Uranus vorbeiflog. Die Gräben auf Titania ähneln denen von Ariel, einem weiteren Uranusmond. Sie deutet auf hin, dass es auf der Oberfläche von Titania in der Vergangenheit Phasen mit gewaltigen Veränderungen gab. Wahrscheinlich spielte Wasser, das fror und sich ausdehnte, eine wichtige Rolle.

Titania ist zwar der größte Mond von Uranus, aber nur halb so groß wie Triton, Neptuns größter Mond. Triton ist wiederum nur etwa halb so groß wie der Erdmond.

1787 entdeckte William Herschel den Mond Titania. Vereinfacht kann man den Mond als großen, schmutzigen Eisball beschreiben. Er besteht zur Hälfte aus Wassereis und zur Hälfte aus Gestein. Jüngste Spekulationen besagen, dass ein Teil des Eises unter der Oberfläche zu Ozeanen geschmolzen ist. Als Grund vermutet man radioaktive Erwärmung.

Zur Originalseite