Großer Refraktor und Mondfinsternis

Die Mondfinsternis vom 19. November 2021 und die Plejaden am Lick Observatorium.

Bildcredit und Bildrechte: Laurie Hatch

Beschreibung: Die Regenwolken zogen ab, und am 19. November öffnete sich die Kuppel des großen 36-Zoll-Refraktors am Lick Observatorium. Das historische Teleskop wurde auf den teilweise verfinsterten Mond gerichtet. Um die Nachtsicht zu erhalten, sind Teleskopsteuerung, Koordinatenskalen und der 17 Meter lange Refraktortubus schwach rot beleuchtet, wie dieses Bild mit hohem Dynamikumfang zeigt.

Hinter dem perspektivisch verkürzten Tubus und dem Kuppelspalt bildete sich um den heller werdenden Mond nach der fast totalen Finsternisphase in den abziehenden Wolken ein farbenprächtiger Hof. Der Anblick des aufklarenden Himmels durch die offene Kuppel oben zeigt auch den Sternhaufen der Plejaden, die etwa fünf Grad vom Mond und dem Erdschatten entfernt sind.

Interessante APOD-Einreichungen: Mondfinsternis vom 19. November 2021
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Ein Feuerregenbogen über West Virginia

Feuerregenbogen oder Zirkumhorizontalbogen über dem North Fork Mountain in West Virginia.

Bildcredit: Christa Harbig

Beschreibung: Was ist mit dieser Wolke los? Eiskristalle in einer fernen Federwolke verhalten sich wie kleine schwebende Prismen. Parallel zum Horizont verläuft ein Zirkumhorizontalbogen.

Wegen ihrer flammenartigen Erscheinung werden Zirkumhorizontalbögen inoffiziell als Feuerregenbogen bezeichnet. Damit ein Zirkumhorizontalbogen zu sehen ist, muss die Sonne mindestens 58 Grad hoch am Himmel stehen und darunter Zirruswolken vorhanden sein – in diesem Fall vom Typ Cirrus fibratus.

Die vielen flachen, sechseckigen Eiskristalle, aus denen die Federwolke besteht, müssen waagrecht ausgerichtet sein, um Sonnenlicht möglichst gleichförmig – also auf eine kollektiv ähnliche Art und Weise – zu brechen. Daher sind Zirkumhorizontalbögen eher selten zu sehen.

Dieser Feuerregenbogen wurde zu Beginn dieses Monats in der Nähe von North Fork Mountain in West Virginia (USA) fotografiert.

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Kreisrunder Sonnenhalo

Dieses Smartphone-Foto mit 22-Grad-Halo wurde am 29. Mai in Italien in der Nähe von Rom fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Vincenzo Mirabella

Beschreibung: Möchtet ihr einen Ring um die Sonne sehen? Das ist am Tageshimmel auf der ganzen Welt ziemlich einfach. Kreisförmige 22-Grad-Halos entstehen durch zufällig ausgerichtete Eiskristalle in dünnen hohen Zirruswolken und sind viel häufiger zu sehen als Regenbögen.

Dieses Smartphone-Foto wurde am 29. Mai in Italien in der Nähe von Rom fotografiert. Wenn man die Sonne sorgfältig abdeckt, zum Beispiel mit einer Fingerspitze, reicht das in der Regel aus, um einen typischen Haloring zu zeigen. Der charakteristische Winkelradius eines Halos entspricht ungefähr der Breite eurer Hand vom Daumen zum kleinen Finger am Ende eures ausgestreckten Arms.

Möchtet ihr eine Feuerring-Finsternis sehen? Das ist schon schwieriger. Die spektakuläre Ringphase der heutigen Sonnenfinsternis (10. Juni), die als Feuerring bezeichnet wird, ist nur kurz auf dem schmalen Schattenpfad des Mondes sichtbar, der über Teile des Nordens von Kanada zieht, dann weiter über Grönland, die Arktis und Ostrussland. Die Sonnenfinsternis ist jedoch in einer breiteren Region partiell zu sehen, etwa in Nordasien, Europa und Teilen der USA.

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Sonnensäule mit oberem Berührungsbogen

Sonnensäule mit oberem Berührungsbogen in Providence in Rhode Island (USA).

Bildcredit und Bildrechte: Mike Cohea

Beschreibung: Das war keine typische Sonnensäule. Vor zwei Wochen, kurz nach Sonnenaufgang, staunte ein Fotograf in Providence in Rhode Island (USA) nicht schlecht, als er beim Fenster hinaussah. Die Überraschung war eine Sonnensäule, die oben aufgefächert war.

Sonnensäulen sind einzelne Lichtsäulen, die von der Sonne aufsteigen. Man sieht sie nur selten. Sie entstehen, wenn Sonnenlicht von taumelnden, sechseckigen Eisscheibchen reflektiert wird, die in der Erdatmosphäre hinabfallen. Unabhängig davon entstehen obere Berührungsbögen durch Sonnenlicht, das von fallenden sechsseitigen Eisprismen gebrochen wird.

Eine mit einem oberen Berührungsbogen verbundene Sonnensäule ist außergewöhnlich, und es war einiges an Untersuchung nötig, um herauszufinden, was da vor sich geht. Eine führende Theorie besagt, dass diese Sonnensäule – auf komplexe, unübliche Weise – ebenfalls durch fallende Eisprismen entstand.

Nur wenige würden glauben, dass dieses seltene Phänomen tatsächlich stattgefunden hat, wenn nicht der geistesgegenwärtige Fotograf eine Kamera an seinem Mobiltelefon zur Hand gehabt hätte.

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Mondhalo über verschneiten Bäumen

Dieser vollständige Mondhalo mit verschneiten Bäumen und Kaninchenspuren wurde letzte Woche in Östersund in Schweden fotografiert.

Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Habt ihr schon einmal einen Halo um den Mond gesehen? Dieses häufige Schauspiel tritt auf, wenn hohe, dünne Wolken mit Millionen winziger Eiskristalle einen Großteil des Himmels bedecken.

Jeder Eiskristall verhält sich wie eine winzige Linse. Die meisten der Kristalle haben eine ähnliche längliche sechsseitige Form, daher wird Licht, das in eine Kristallfläche eintritt und durch die gegenüberliegende Fläche austritt, in einem Winkel von 22 Grad gebrochen. Das entspricht dem Radius des Mondhalos. Tagsüber seht ihr manchmal einen ähnlichen Sonnenhalo. Wie die Eiskristalle in den Wolken entstehen, wird weiterhin erforscht.

Dieses Bild zeigt einen vollständigen Mondhalo über verschneiten Bäumen und Kaninchenspuren. Es wurde letzte Woche in Östersund in Schweden fotografiert.

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Mondkorona, Halo und Bögen über Manitoba

Mond mit Korona, 22-Grad-Halo und Bögen über Manitoba in Kanada; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Brent Mckean

Beschreibung: Kämen Sie pünktlich zur Arbeit, wenn der Mond so aussehen würde? Als sich der Fotograf auf den Weg zur Arbeit machte, wandelten Brechung, Reflexion und sogar Beugung des Mondlichtes durch Millionen fallende Eiskristalle das vertraute Bild unseres Mondes in eine Menagerie überirdischer Halos und Bögen.

Diese Szenerie entstand aus drei kombinierten Aufnahmen, die vor zwei Wochen an einem kalten Wintermorgen in Manitoba (Kanada) fotografiert wurden. Die farbenprächtigen Ringe sind eine Korona, die durch Quantenbeugung an kleinen Eiskristallen oder Wassertröpfchen in der Nähe der Mondrichtung entstanden.

Außen herum verlief ein 22-Grad-Halo, der durch Brechung des Mondlichtes in sechsseitigen zylindrischen Eiskristallen hervorgerufen wurde. An dessen Seiten leuchten Nebenmonde, die durch Lichtbrechung in dünnen, flachen, sechsseitigen Eisplättchen entstanden, während diese zu Boden flatterten. Am oberen und unteren Ende des 22-Grad-Halos befinden sich die obern und unteren Tangentenbögen, bei denen Mondlicht durch fast waagrechte sechseckige Eiszylinder gebrochen wurde.

Nach wenigen Minuten war auf einem Feld neben dem Weg zur Arbeit der Anblick von Halo und Bögen verschwunden, und der Himmel sah wieder aus wie immer – bis auf einen einzelnen blassen Nebenmond.

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Außergewöhnliche Sonnenhalos

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Bildcredit und Bildrechte: Magnus Edback

Beschreibung: Willkommen zur Dezember-Sonnenwende, dem ersten Tag des Winters auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde und des Sommers im Süden. Betrachten Sie zur Feier des Tages diese außergewöhnliche Schau schöner Eishalos um die Sonne!

Einfache Eishalos sind häufiger als Regenbögen – wenn Sie Ihre Augen vor direktem Sonnenlicht abschatten können, sind sie leicht erkennbar. Extrem selten sieht man jedoch Halos, die auch nur annähernd so komplex sind wie in dieser faszinierenden Szenerie. Das Bild wurde an einem 14. Dezember in der Nähe von Utendal in Schweden in der Mittagspause fotografiert, es zeigt ein relativ häufiges 22-Grad-Halo, Nebensonnen (Parhelia) und Sonnensäulen.

In der weitläufigen Anordnung seltener Halos wurden auch zuvor unbekannte Strukturen entdeckt. All diese Muster entstehen, wenn Sonnenlicht (oder Mondlicht) an sechsseitigen Wassereiskristallen in der Erdatmosphäre reflektiert und gebrochen wird. In diesem Fall stammen wahrscheinlich neben den atmosphärischen Eiskristallen einige von einer lokalen Quelle, nämlich den Schneekanonen des nahen Skizentrums.

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Lichtsäulen über Whitefish Bay

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Bildcredit und Bildrechte: Vincent Brady

Beschreibung: Was passiert hier am Himmel? Ungewöhnliche Lichter schwebten letzte Woche scheinbar über der Whitefish Bay am östlichen Rand des Oberen Sees zwischen den USA und Kanada.

Der Astrofotograf aus Michigan war nicht sicher, welchen Ursprung die Lichter hatten, daher wechselte er das Kameraobjektiv – von Fischauge auf Teleobjektiv. Bald merkte er, dass er Lichtsäulen sah: senkrechte Linien aus Licht über Lichtquelle am Boden, die von fallenden Eiskristallen reflektiert werden.

Da die Bodentemperatur über dem Gefrierpunkt lag, schmolzen die flachen Kristalle wahrscheinlich, als sie sich dem Boden näherten. So entstand das untere Ende der senkrechten Lichtsäulen. Die roten Bodenlichter stammten von Windturbinen auf der Ile Parisienne, einer kanadischen Insel, die hinter der Bucht zu sehen ist.

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Eishalos bei Yellowknife

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Bedingfield

Beschreibung: Sie haben vielleicht schon einmal einen Kreis um die Sonne gesehen. Eishalos, zum Beispiel ein 22-Grad-Ring, sind häufiger als Regenbögen und leicht erkennbar, wenn man die Augen vor Sonnenlicht schützt. Doch so eine Vielfalt an Eishalos mit Nebensonnen, Tangenten-, Infralateral- und Parrybögen, die sich alle auf diesem Schnappschuss vom Planeten Erde befinden, ist selten zu beobachten.

Das Bild wurde rasch fotografiert, und zwar am späten Morgen des 4. September in Yellowknife (Nordwest-Territorien in Kanada). Die schönen Muster entstehen, wenn Sonnenlicht (oder Mondlicht) von sechsseitigen Eiskristallen in der Erdatmosphäre reflektiert und gebrochen wird. Wahrscheinlich sehen die atmosphärischen Eishalos am Himmel anderer Welten anders aus.

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Eine Sonnensäule über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Thorleif Rødland

Beschreibung: Haben Sie schon mal eine Sonnensäule gesehen? Wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht, können fallende Eiskristalle Sonnenlicht reflektieren und ungewöhnliche Lichtsäulen bilden. Eis formt manchmal flache, sechsseitige Kristalle aus, wenn es aus Wolken in großer Höhe fällt.

Durch den Luftwiderstand kommen diese Kristalle, wenn sie zu Boden flattern, einen Großteil der Zeit fast waagrecht zu liegen. Sonnenlicht, das an den gut ausgerichteten Kristallen reflektiert wird, bildet den Sonnensäuleneffekt. Auf diesem Bild von letzter Woche reflektiert eine Sonnensäule Licht von der Sonne, die über dem Fensfjord in Norwegen untergeht.

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Mondhalo über Steinkreis

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Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace Photography

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Halo um den Mond gesehen? Das ist recht häufig zu beobachten, wenn hohe dünne Wolken mit Millionen winziger Eiskristalle einen großen Teil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall verhält sich wie eine Miniaturlinse.

Da die meisten Kristalle eine ähnliche längliche sechseckige Form haben, wird das Licht, das in eine Kristallfläche eintritt und durch die gegenüberliegende Fläche austritt, um 22 Grad abgelenkt, was dem Radius des Mondhalos entspricht. Ein ähnlicher Sonnenhalo kann tagsüber sichtbar sein. Wie Eiskristalle in Wolken entstehen, wird noch untersucht.

Auf diesem Bild wird der Eiskreis am Himmel von einem Steinkreis am Boden gespiegelt. Der Wackelstein wurde vor etwas mehr als einem Monat in Pontypridd Common (Wales, Großbritannien) fotografiert und stammt aus der letzten Eiszeit, während die umliegenden Steine im Kreisen erst im 19. Jahrhundert platziert wurden.

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