Sonnenfinsternis über den Vereinigten Arabischen Emiraten

Siehe Beschreibung. Ringförmige Sonnenfinsternis hinter einem Kamel in den Vereinigten Arabischen Emiraten; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Joshua Cripps

Beschreibung: Was passiert da hinter dem Kamel? Eine partielle Sonnenfinsternis. Vor ungefähr sechseinhalb Wochen zog der Mond zur Gänze vor der Sonne vorbei, was auf einem schmalen Pfad auf der Erde zu sehen war. Obwohl (sicherlich) viele Kamele auf diesem schmalen Pfad standen, war dieses Kamel das einzige, das sich zwischen der Kamera, dem fernen Mond und der noch weiter entfernten Sonne befand.

Für diese eindrucksvolle Überlagerung war eine gut geplante Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate nötig, aber auch eine sorgfältige Ausrichtung und eine genaue Zeiteinteilung am Tag der Finsternis. Das Ergebnisbild zeigt die aufgehende partiell verfinsterte Sonne. Der Mond wanderte weiter, bis er bei dieser ringförmigen Finsternis – sie wird auch als Feuerring bezeichnet – vollständig von der Sonne umgeben war. Nach vorne gestreutes Sonnenlicht, bei dem quantenmechanische Beugung überwiegt, verleiht dem Kamelhaar und dem Seilfransen ein ungewöhnliches Leuchten.

Die nächste Sonnenfinsternis ist ebenfalls eine ringförmige Finsternis und findet kommenden Juni statt.

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Perspektiven einer Mondfinsternis

Siehe Beschreibung. Mondparallaxe, veranschaulicht mit Bildern, die während einer Mondfinsternis an verschiedenen Orten fotografiert wurden; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: F. Pichardo, G. Hogan, P. Horálek, F. Hemmerich, S. Schraebler, L. Hašpl, R. Eder; Bearbeitung und Bildrechte: Matipon Tangmatitham; Text: Matipon Tangmatitham (NARIT)

Beschreibung: Sehen wir alle denselben Mond? Ja, aber wir sehen ihn verschieden. Ein Unterschied ist der scheinbare Ort des Mondes vor den Sternen im Hintergrund – ein Effekt, der als Parallaxe bezeichnet wird. Wir Menschen nützen die Parallaxe zwischen unseren Augen, um die Tiefe zu beurteilen. Um jedoch die Mondparallaxe zu schätzen, brauchen wir Augen, die viel weiter – Hunderte oder Tausende Kilometer – voneinander entfernt sind.

Ein weiterer Unterschied ist, dass Beobachter auf der ganzen Welt eine leicht abweichende Vorderseite unseres kugelförmigen Mondes sehen – ähnlich dem Effekt der Libration.

Das oben gezeigte Bild ist ein Komposit aus vielen Ansichten auf der ganzen Erde der totalen Mondfinsternis vom 21. Januar 2019, die bei APOD eingereicht wurden. Die Bilder wurden am gleichen Sternenhintergrund ausgerichtet, um beide Effekte zu veranschaulichen. Die exakte Gleichzeitigkeit dieser Aufnahmen wurde durch einen zufälligen Meteoriteneinschlag während der Mondfinsternis auf dem Mond möglich, er ist mit L1-21J beschriftet und garantiert, dass all diese eingesendeten Bilder im selben Sekundenbruchteil fotografiert wurden.

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In den Schatten

Siehe Beschreibung. Der Mond taucht in den dunklen Kernschatten der Erde; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Laszlo Francsics

Beschreibung: Am 21. Januar 2019 sahen Mondbeobachter auf dem Planeten Erde eine totale Mondfinsternis. Dieses Komposit aus 35 Einzelbildern folgte in dieser Nacht dem Mond, als er in den dunklen Kernschatten der Erde tauchte.

Die Bilder wurden in Abständen von 3 Minuten fotografiert und verschmelzen beinahe zu einer fortlaufenden Bildfläche, welche die dunklen Farben im Schatten und die nördliche Krümmung des Schattenrandes zeigt. Sonnenlicht wird von der Erde in den Schatten gestreut, daher leuchtet die Mondoberfläche während der Totalität (links) rötlich.

Nahe am Rand des Kernschattens hat der verfinsterte Mond einen deutlichen Blauton. Das verfinsterte Mondlicht wird blau, wenn Sonnenstrahlen durch die obere Stratosphäre der Erdatmosphäre dringen und von Ozon gefärbt werden, welche rotes Licht streut und blaues durchlässt.

Am 26. Mai 2021 zieht der Mond das nächste Mal in den Kernschatten der Erde.

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Eine Beinahe-Mondfinsternis

Siehe Beschreibung. Der Vollmond taucht bei einer Halbschattenmondfinsternis in die Penumbra der Erde; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Gyorgy Soponyai

Beschreibung: Diese zusammengesetzte Bildserie vom 10. Januar folgt dem Mond – dem ersten Vollmond 2020 – am ungarischen Himmel. In der Mitte der Bildfolge zieht die Mondscheibe durch eine Mondfinsternis. Sie wirkt dort nur ein klein wenig dunkler, während sie den hellen äußeren Erdschatten – die Penumbra des Planeten Erde – passiert. Während dieser Halbschattenmondfinsternis tauchte der Mond beinahe in den nördlichen Rand des dunklen Zentralschattens der Erde – die Umbra. Diese Halbschatten-Mondfinsternis war zart und kaum zu sehen. Es war die erste von vier Mondfinsternissen 2020 – allesamt Halbschattenfinsternisse.

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Eine Wüstenfinsternis

Siehe Beschreibung. Ringförmige Sonnenfinsternis in der Sandwüste Rub al-Chali in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Maxime Daviron

Beschreibung: Eine Wüste erschien als guter Ort, um eine ringförmige Finsternis zu sehen. In einer Wüste sollte es relativ wenig undurchsichtige Wolken und Bäume geben. Daher reiste Ende letzten Dezember eine Gruppe Fotografinnen und Fotografen in die Vereinigten Arabischen Emirate und die Rub al-Chali – die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt -, um klare Bilder einer vorüberziehenden ungewöhnlichen Finsternis zu fotografieren.

Eine Feuerringfinsternis ist eine ringförmige Sonnenfinsternis, die auftritt, wenn der Mond auf seiner elliptischen Bahn um die Erde weit genug entfernt ist, sodass sein Winkeldurchmesser zu klein ist, um die ganze Sonne zu bedecken. Während des Maximums einer ringförmigen Finsternis ist rund um den Rand des Mondes der Rand der Sonne zu sehen, sodass der Mond als dunkler Fleck erscheint, der einen Großteil der Sonne bedeckt – aber nicht alles.

Diese spezielle Finsternis, das wussten sie, würde kurz nach Sonnenaufgang den Höhepunkt erreichen. Nachdem sie einen so trockenen, öden Ort ausgesucht hatten, stellte sich heraus, dass einige der interessantesten Finsternisbilder jene mit einem Baum im Vordergrund waren, weil dieser – zusammen mit den Sanddünen – dem surrealen Hintergrund ein Gegengewicht aus Normalität, Maßstab und Struktur verlieh.

Erforsche das Universum: APOD-Zufallsgenerator
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Eine verzerrte Finsternis bei Sonnenaufgang

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Bildcredit und Bildrechte: Elias Chasiotis

Beschreibung: Haben Sie schon einmal so einen Sonnenaufgang gesehen? Nach anfänglicher Bewölkung schien die Sonne bei einer partiellen Finsternis zweigeteilt aufzugehen, sodass der Fotograf diesen Sonnenaufgang als den atemberaubendsten seines Lebens beschrieb.

Der dunkle Kreis am oberen Rand der von der Atmosphäre geröteten Sonne ist der Mond – aber auch der dunkle Berg darunter, weil in der Erdatmosphäre entlang der Sichtlinie eine Inversionsschicht aus ungewöhnlich warmer Luft lag, die wie eine gewaltige Linse wirkte und ein zweites Bild erzeugte. Bei einem gewöhnlichen Sonnen-Auf- oder Untergang ist dieses seltene Phänomen der Atmosphärenoptik als Effekt der etruskischen Vase bekannt.

Dieses Bild wurde vor zwei Tagen in al-Wakra (Katar) fotografiert. Einige Beobachter sahen östlich davon auf einem schmalen Pfad der Erde eine vollständige ringförmige Sonnenfinsternis – dabei ist der Mond zur Gänze von der dahinter stehenden Sonne umgeben, sodass sie einen Feuerring bildet. Die nächste Sonnenfinsternis, auch eine ringförmige Finsternis, findet im Juni 2020 statt.

Interessante an APOD geschickte Bilder: die partielle Sonnenfinsternis vom Dezember 2019
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Reflektierter Ablauf einer partiellen Sonnenfinsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Majid Ghohroodi

Beschreibung: Was ist mit der Sonne passiert? Wenn Sie gestern zur rechten Zeit am richtigen Ort waren, konnten Sie sehen, wie die Sonne teilweise vom Mond verfinstert aufging. Dieses Bild ist eine Folge von sechs Aufnahmen, es zeigt den ungewöhnlichen Anblick auf dramatische Weise nicht nur direkt, sondern auch als Reflexion im Salzsee Hoz-e Soltan im Iran.

Die fast weiße Sonne erscheint am Horizont matter und röter, weil die Erdatmosphäre blaues Licht stärker streut. Die gestrige partielle Sonnenfinsternis war über einem Großteil von Asien und Australien am Himmel zu beobachten. Wer sich jedoch bei ausreichend klarem Himmel auf einem schmalen Pfad der Erdoberfläche befand, kam in den Genuss einer vollständigen ringförmigen Sonnenfinsternis, bei welcher der Mond vollständig von der Sonne umgeben ist, was als Feuerring bezeichnet wird.

Die nächste ringförmige Sonnenfinsternis findet im Juni 2020 statt.

Sehenswerte Bilder, die an APOD geschickt wurden: Die partielle Sonnenfinsternis vom Dezember 2019
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Ringförmige Sonnenfinsternis über New Mexico

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Bildcredit und Bildrechte: Colleen Pinski

Beschreibung: Was tut diese Person? 2012 war eine ringförmige Sonnenfinsternis auf einem schmalen Pfad sichtbar, der den nördlichen Pazifik und mehrere westliche US-Staaten kreuzte.

Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne zu bedecken, sodass die Sonne als Feuerring über den Mondrand hinausragte. Um dieses ungewöhnliche Sonnenereignis zu fotografieren, fuhr ein fleißiger Fotograf von Arizona nach New Mexico und suchte die beste Aussicht. Nachdem er seine Ausrüstung aufgebaut hatte und die verfinsterte Sonne gerade über einem etwa 0,5 Kilometer entfernten Bergrücken unterging, marschierte eine Person unwissentlich genau ins Bild.

Der Fotograf war zwar dankbar für das unerwartete persönliche Element, erfuhr aber nie die Identität des Eindringlings, dessen Silhouette zu sehen ist. Es sieht aus, als hielte die Person ein rundes Gerät, das ihr einen gefahrlosen Blick auf die Finsternis gewährte. Das Bild wurde am 20. Mai 2012 um 19:36 Ortszeit bei Sonnenuntergang in einem Park in der Nähe von Albuquerque in New Mexico (USA) fotografiert.

Morgen ist wieder eine ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten, diesmal auf einem schmalen Pfad, der in Saudi Arabien beginnt und über Südindien, Singapur und Guam verläuft. Fast ganz Asien kann somit morgen bei klarem Himmel zumindest eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.

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Merkur und die ruhige Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: John Chumack

Beschreibung: Am 11. November 2019 war die Sonne großteils ruhig, sie verzeichnete ein Minimum in ihrem 11-jährigen Aktivitätszyklus. Der einzige sichtbare Fleck war eigentlich ein Planet, nämlich Merkur, der fünfeinhalb Stunden lang gemächlich vor der ruhigen Sonnenscheibe vorbeizog.

Die Silhouette des innersten Planeten im Sonnensystem maß etwa 1/200stel des scheinbaren Sonnendurchmessers, sie befindet sich auf diesem scharfen, vollständigen Schnappschuss der Sonne fast in der Mitte. Das Bild wurde mit einem H-alpha-Filter und einem sicheren Sonnenteleskop aufgenommen. Es zeigt auch Protuberanzen am Sonnenrand – leuchtendes Plasma, das in gebogenen Magnetfeldern gefangen ist.

Natürlich können – von der Erde aus gesehen – nur die inneren Planeten Merkur und Venus vor der Sonne vorbeiziehen und als Silhouette erscheinen. Dieser Merkurtransit folgte auf den Transit von 2016, es war der 4. von 14 Transiten vor der Sonnenscheibe im 21. Jahrhundert. Der nächste Merkurtransit findet am 13. November 2032 statt.

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Merkurs Silhouette

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Wise

Beschreibung: Der kleine dunkle runde Fleck auf dieser Nahaufnahme der Sonne ist der Planet Merkur. Dieses hochaufgelöste Teleskopbild wurde aus 61 scharfen, kolorierten Video-Einzelbildern kombiniert – es ist eine turbulente Anordnung von Konvektionszellen in der Photosphäre, welche die helle Sonnenoberfläche bedecken.

Doch Merkurs regelmäßigere Silhouette fällt auf. Natürlich können – vom Planeten Erde aus betrachtet – nur die inneren Planeten Merkur und Venus vor der Sonne vorbeiziehen und als Silhouette sichtbar sein. Beim Merkurtransit am 11. November 2019 maß die Silhouette des innersten Planeten nur 1/200stel des Sonnendurchmessers. Daher war es sogar bei klarem Tageshimmel schwierig, ihn ohne die Hilfe eines sicheren Sonnenteleskops zu sehen.

Dieser Merkurtransit, der auf den Transit von 2016 folgte, war der 4. von insgesamt 14 Transiten vor der Sonne im 21. Jahrhundert. Der nächste Merkurtransit findet am 13. November 2032 statt.

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Ein Merkur-Transit-Ablauf

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Bildcredit und Bildrechte: Dominique Dierick

Beschreibung: Morgen Montag kreuzt Merkur – von der Erde aus gesehen – die Vorderseite der Sonne. Das Ereignis wird als Transit bezeichnet. Zum letzten Mal geschah das 2016. Weil die Ebene der Merkurbahn nicht exakt in der gleichen Ebene wie die Erdbahn liegt, zieht Merkur für gewöhnlich scheinbar über oder unter der Sonne durch.

Dieser Zeitrafferablauf wurde über ein Einzelbild gelegt. Er wurde auf einem Balkon in Belgien fotografiert und zeigt den ganzen Transit vom 7. Mai 2003. Diese Sonnenüberquerung dauerte länger als fünf Stunden, sodass die oben gezeigten 23 Bilder in Zeitabständen von ungefähr  15 Minuten fotografiert wurden. Der Nordpol der Sonne, die Erdbahn und die Merkurbahn liegen, obwohl sie unterschiedlich sind, links im oberen Teil des Bildes. In der Mitte und ganz rechts sind Sonnenflecken zu sehen. Der nächste Merkurtransit nach Montag findet 2032 statt.

Science-Fiction in Wien: 2-teilige Exkursion 21. und 28. November – 2. Termin mit dem Kabarettisten und Perry-Rhodan-Autor Leo Lukas!

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