Alle Finsternisse von 2017

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Auf diesen vier Bildfeldern sind alle Mond- und Sonnenfinsternisse 2017 vom Planeten Erde aus gesehen im gleichen Maßstab abgebildet. Ein abenteuerlustiger Finsternisjäger verfolgte das Himmelsschattenspiel in vier verschiedenen Ländern.

Der Anpfiff der Finsternissaison links oben – der Vollmond im Februar – wurde in der Tschechischen Republik fotografiert. Die zarte Schattierung der Halbschattenmondfinsternis stammt vom helleren äußeren Erdschatten. Ende desselben Monats war rechts oben der Neumond von einem Feuerring umgeben, der in Argentinien nahe dem Mittelpunkt der plakativen ringförmigen Sonnenfinsternis auf Film fotografiert wurde. Das Augustfinsternispaar darunter zeigt links den dunklen Kernschatten der Erde bei einer partiellen Finsternis in Deutschland und rechts die lebhafte Sonnenkorona, die im Westen der USA eine völlig verfinsterte Sonne umgibt.

Die Nummern der Saroszyklen (Finsterniszyklen) aller Finsternisse 2017 sind in den Bildfeldern links unten notiert.

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Hybride Sonnenfinsternis über Kenia

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Bildcredit und Bildrechte: Eugen Kamenew (Kamenew Photography)

Beschreibung: Die Jagd nach Sonnenfinsternissen kann Sie an die spannendsten Orte führen und mit interessanten Menschen in Kontakt bringen. Fast. Die Jagd nach dieser Finsternis brachte beispielsweise diesen Astrofotografen 2013 nach Kenia. Sein Kontakt, ein Mitglied der Massai, sollte ihn vom Flughafen abholen, ihm den Süden Kenias zeigen, und er stimmte sogar zu, in traditioneller Kriegertracht auf einem Hügel zu posieren, als die hoffentlich eindrucksvolle Finsternis weit im Hintergrund unterging. Leider starb diese Kontaktperson unerwartet eine Woche vor der Ankunft des Astrofotografen, daher konnte er nicht auf dem Foto posieren, noch wusste er, dass das Ergebnis einen internationalen Preis für Astrofotografie gewann. Es wurde 2013 in Kenia fotografiert, der Mond bedeckt bei der hybriden Finsternis einen Großteil der Sonne. Diese seltene Art Sonnenfinsternis erscheint an manchen Orten der Erde total und an anderen ringförmig. Während des ringförmigen Teils der Finsternis war der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne abzudecken. Nächsten Monat kreuzt eine totale Sonnenfinsternis die USA.

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Ringförmige Finsternis nach Sonnenaufgang

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Bildcredit und Bildrechte: Vincent Bouchama

Beschreibung: Im Norden Patagoniens war der Morgenhimmel am Sonntag, 26. Februar klar und blau. Diese ausladende Kompositszene mit Blick über Valle Hermoso in Facundo (Chubut, Argentinien) folgt der Sonne nach Sonnenaufgang und zeigt eine ringförmige Sonnenfinsternis.

Es entstand aus einer Serie an Aufnahmen mit Drei-Minuten-Intervallen und zeigt die erste Sonnenfinsternis des Jahres, die deutlich über dem fernen östlichen Horizont beginnt. Eine Aufnahme etwa zur Finsternismitte zeigt den erwarteten Feuerkranz – die Silhouette des Neumondes, der etwas zu klein ist, um die helle Sonne abzudecken. An diesem Ort auf dem Planeten Erde dauerte die ringförmige Phase der Finsternis kurze 45 Sekunden.

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Eine Sonnenfinsternis mit Perlenschnur-Feuerkranz

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Bedingfield

Beschreibung: Welche Art Finsternis ist das? Am Sonntag bedeckte der Mond bei einer partiellen Sonnenfinsternis Teile der Sonne. Das war in einigen Regionen auf der Südhalbkugel der Erde zu sehen. In manchen Gegenden war das Ergebnis eine seltene Art partieller Finsternis, die man als ringförmige Finsternis bezeichnet. Dort strömte Sonnenlicht um den Rand des Mondes, weil der Mond zu weit von der Erde entfernt war, um die ganze Sonne zu bedecken, und bildete einen „Feuerkranz“ .

Manchmal war das Ergebnis die seltene Art einer ringförmigen Finsternis, bei der ein Mondrand fast genau in einer Linie mit einem Sonnenrand liegt und Sonnenlicht durch flache Mondregionen strömen. Dieser doppelt seltene Effekt wird als „Bailysche Perlen“ oder „Diamantring“ bezeichnet und wurde am Sonntag auf diesem Bild aus Chubut in Argentinen (Südamerika) fotografiert.

Diesen Sommer zieht eine totale Sonnen finsternis über Nordamerika.

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Finsternis bei Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Beschreibung: Die Septemberfinsternis der Sonne ist auf diesem Zeitrafferkomposit in 68 Bildern dokumentiert. Ab 13 Uhr Ortszeit zeigt ein Bild pro 4 Minuten den Verlaufdes Neumondes über die Sonnenscheibe. Die Aufnahmeserie wurde nahe der Zentrallinie des schmalen Finsternispfades fotografiert und endet mit einem goldenen Sonnenuntergang. Im Vordergrund säumen austarierte Steinmännchen einen Strand auf der Südseite der Insel La Réunion im Indischen Ozean in der Nähe des Dorfes Etang-Salé. Natürlich macht die fast gleiche scheinbare Größe eine Verfinsterung der Sonne durch den Mond auf dem Planeten Erde besonders dramatisch. Während der ringförmigen Finsternis ist die Silhouette des Mondes klein genug, um die Sonnenscheibe bei Finsternismaximum als schmalen Feuerring zu zeigen.

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Finsternis auf La Réunion

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Bildcredit und Bildrechte: Stephane Moser

Beschreibung: Der dunkle Schatten des Neumondes kreuzte am 1. September den Planeten Erde. Die Silhouette des Mondes bedeckte die Sonne jedoch nicht ganz, sodass eine ringförmige Sonnenfinsternis zu beobachten war. Der schmale Totalitätspfad war bei Finsternismaximum etwa 100 Kilometer breit. Er begann im Südatlantik, zog nach Osten über Afrika und endete im Indischen Ozean. Finsternisbeobachter warteten auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean und genossen eine Aussicht knapp nördlich der Zentrallinie der Finsternis, die ringförmige Phase dauerte wenige Minuten oder weniger. Wolken dräuen der fast verfinsterten Sonne, erzeugten jedoch auf diesem Weitwinkel- und Teleobjektiv-Komposit einen dramatischen Himmel eine partielle Phase von der Nordseite der 50 Kilometer großen Insel.

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Ringförmige Sonnenfinsternis über New Mexico

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Bildcredit und Bildrechte: Colleen Pinski

Beschreibung: Was macht diese Person? 2012 war auf einem schmalen Pfad, der den nördlichen Pazifik und mehrere US-Bundesstaaten kreuzte, eine ringförmige Sonnenfinsternis sichtbar. Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis ist der Mond zu weit von der Erde entfernt, um die ganze Sonne abzudecken, weshalb die Sonne als Feuerring über den Mondrand hinausragt. Um dieses ungewöhnliche Sonnenereignis zu fotografieren, fuhr ein fleißiger Fotograf von Arizona bis New Mexico, um die richtige Aussicht zu finden. Nach der der Einrichtung, gerade als die verfinsterte Sonne über einem etwa 2,5 Kilometer entfernten Kamm unterging, spazierte eine Person unwissentlich ins Bild. Der Fotograf war zwar dankbar für das unerwartete menschliche Element, erfuhr jedoch nie die Identität des silhouettenhaften Eindringlings. Es ist wahrscheinlich, dass die Person ein ringförmiges Gerät hält, das ihr die Sicht auf die Sonnenfinsternis ermöglichte. Das Bild wurde am 20. Mai 2012 bei Sonnenuntergang um 19:36 Uhr Ortszeit in einem Park bei Albuquerque in New Mexico (USA) fotografiert. Morgen ist wieder eine ringförmige Sonnenfinsternis zu sehen, diesmal auf einem Pfad, der Afrika und Madagaskar kreuzt.

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Partielle Sonnenfinsternis über Texas

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Bildcredit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College) und Linda Westlake

Beschreibung: Es war ein typischer Sonnenuntergang in Texas, wenn man davon absieht, dass ein Großteil der Sonne fehlte. Der Verbleib des fehlenden Sonnenstücks war kein Geheimnis – es lag hinter dem Mond. Hier ist eines der interessanteren Bilder dargestellt, die von einer partiellen Sonnenfinsternis im Jahr 2012 fotografiert wurden, es zeigt eine temporäre Sichelsonne, die am rötlichen Himmel hinter Gestrüpp und einer Windmühle unterging. Das Bild wurde etwa 30 Kilometer westlich von Sundown in Texas (USA) fotografiert, kurz nach Ende des Feuerring-Effekts, als der Mond vom Zentrum der Sonne fortwanderte. Heute ist auf der Erde wieder eine partielle Sonnen finsternis zu beobachten. Zum Leidwesen für Einwohner von Texas sieht man die heutige Finsternis nur im Süden Afrikas und in der Antarktis.

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Südliche ringförmige Finsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Cameron McCarty, Matthew Bartow, Michael Johnson – MWV Observatory, Coca-Cola Space Science Center, Columbus State University Eclipse Team

Beschreibung: Es ist Finsternissaison, und am 29. April, zirka 06:00 Weltzeit, berührt der Schatten des Neumondes den Planeten Erde, wenn auch nur knapp. Wenn Sie sich jedoch auf dem Kontinent Antarktis in einem Bereich von wenigen Hundert Kilometern bei 79 Grad 38,7 Minuten südlicher Breite und 131 Grad 15,6 Minuten östlicher Länge befinden, können Sie eine ringförmige Sonnenfinsternis beobachten, bei der die Sonne knapp über dem Horizont steht. Weil der Mond sich dem Apogäum nähert – das ist der erdfernste Punkt der elliptischen Mondbahn -, ist seine scheinbare Größe zu klein, um die Sonnenscheibe vollständig zu bedecken. Die ringförmige Phase dieser seltenen dezentrierten Finsternis dauert höchstens 49 Sekunden. Während des Maximums könnte sie ähnlich wie dieses „Feuerring“-Bild der ringförmigen Sonnenfinsternis letzten Mai aussehen, die von einem Internet-Übertragungsteam dokumentiert wurde, das in der Nähe von Coen in Australien stationiert war. Ansonsten ist in weiten Teilen der Südhalbkugel eine partielle Finsternis zu sehen, bei der der Mond zumindest einen Teil der Sonne bedeckt, unter anderem am Nachmittag in Australien.

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Eine seltene hybride Sonnenfinsternis

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Bildcredit und Bildrechte: Links: Fred Espenak – Rechts: Stephan Heinsius

Beschreibung: Ein spektakuläres geozentrisches Himmelsereignis des Jahres 2005 war eine der seltenen hybriden Sonnenfinsternisse – zu sehen war eine totale oder eine ringförmige Finsternis, je nach Beobachtungsposition. Für Fred Espenak, der sich an Bord eines sanft schwankenden Schiffes auf der Zentrallinie des Schattenpfades des Mondes etwa 2200 Kilometer westlich der Galapagosinseln befand, war die Finsternis total, und die Mondsilhouette bedeckte die helle Sonnenscheibe wenige kurze Augenblicke lang exakt. Seine Kamera fotografierte ein Bild der Totalität, das die ausgedehnte Sonnenkorona und Protuberanzen zeigt, die sich über den Sonnenrand erheben. Doch für Stephan Heinsius, der nahe dem Ende des Schattenpfades am Flugplatz von Penonomé (Panama) beobachtete, war der scheinbare Monddurchmesser klein genug für eine ringförmige Finsternis, bei der der vollständige Kranz der hellen Sonnenscheibe als dramatischer Feuerring zu sehen war. Bilder von beiden Beobachtungsorten sind oben im Vergleich zu sehen. Wie selten ist so eine hybride Finsternis? Berechnungen zeigen, dass im 21. Jahrhundert nur 3,1 Prozent (7 von 224) aller Sonnenfinsternisse hybrid sind, während etwa fünf Prozent aller Sonnenfinsternisse im Zeitraum von 2000 v. Chr. bis 3000 n. Chr. hybrid sind. Die heute beobachtbare hybride Sonnenfinsternis ist hauptsächlich außerhalb des Schattenpfades im Nordosten Amerikas und in Afrika als kurze partielle Finsternis zu sehen, auf dem Schattenpfad ist sie jedoch nur die ersten 15 Sekunden lang eine ringförmige Finsternis.

Vielleicht das APOD von morgen? Teilen Sie Ihre besten Finsternisbilder!
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Ringförmige Finsternis auf Kap York

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Bildcredit und Bildrechte: Cameron McCarty, Matthew Bartow, Michael Johnson – MWV Observatory, Coca-Cola Space Science Center, Columbus State University Eclipse Team

Beschreibung: Diese Woche fiel der Schatten des Neumondes auf den Planeten Erde, kreuzte Kap York in Queensland in Nordaustralien … zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten. Am Morgen des 10. Mai war die scheinbare Größe des Mondes jedoch zu klein, um die Sonne vollständig zu bedecken, und enthüllte entlang des Zentralpfades der ringförmigen Sonnenfinsternis einen „Feuerring“. Fast am Höhepunkt der Finsternis hielt ein Webcast-Team in Coen in Australien diesen Teleskop-Schnappschuss der ringförmigen Phase fest. Auf dem dramatischen Bild, das mit einem H-Alpha-Filter fotografiert wurde, befindet sich die Silhouette des Mondes knapp innerhalb der Sonnenscheibe, und der Rand der aktiven Sonne ist von Protuberanzen gesäumt. Doch nach zwei Sonnenfinsternissen in Folge wird Nordaustralien die nächste und letzte Sonnenfinsternis 2013 verpassen. Im November zieht eine seltene Hybridfinsternis über den Nordatlantik und Äquatorialafrika.

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