Galaxy Wars: M81 versus M82

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Rainer Zmaritsch und Amexander Goss

Beschreibung: Links, umgeben von blauen Spiralarmen, ist die Spiralgalaxie M81. Rechts, von roten Staub- und Gaswolken markiert, ist die irreguläre Galaxie M82. Diese beeindruckende Ansicht zeigt die beiden Mammutgalaxien, die in einen gravitativen Nahkampf verwickelt sind, der schon Milliarden von Jahren andauert. Die Gravitation jeder Galaxie beeinflusst die andere während jeder Hundert-Millionen-Jahre-Passage auf dramatische Art und Weise. Beim letzten Durchgang rief die Gravitation von M82 wahrscheinlich die Dichtewellen hervor, die sich rund um M81 kräuseln, woraus die Fülle an Spiralarmen in M81 resultiert. Doch M81 ließ M82 mit gewaltigen Sternbildungsregionen und kollidierenden Gaswolken zurück, die so energiereich sind, dass die Galaxie im Röntgenlicht leuchtet. In wenigen Milliarden Jahren wird nur eine Galaxie übrig bleiben.

Zur Originalseite

Saturn und Titan von Cassini

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die Raumsonde Cassini nimmt weiterhin spektakuläre Ansichten von Saturn und seinen Monden auf. Nach ihrem Start von der Erde im Jahr 1997 trat die robotische Sonde Cassini 2004 in den Orbit um Saturn ein und revolutionierte vieles von dem Wissen der Menschheit über den Ringplaneten, seine ausgedehnten und komplexen Ringe und viele alte und angeschlagene Monde. Schon bald nachdem sie Saturn erreicht hatte, entließ Cassini die Sonde Huygens, welche auf Titan, Saturns größtem Mond landete und beispiellose Bilder von unterhalb Titans undurchdringlicher Wolkendecke zurückschickte. Aktuelle Radarbilder Titans von Cassini zeigen flache Regionen, die wahrscheinlich Seen aus flüssigem Methan sind, was auf ein komplexes Wettersystem schließen lässt, in dem es möglicherweise benzinähnliche Chemikalien regnet. Oben abgebildet ist der prächteige Saturn mit dem rätselhaften Titan, kürzlich in Echtfarben von Cassini aufgenommen.

Zur Originalseite

Molekülwolke Barnard 68

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: FORS Team, 8,2-Meter-VLT Antu, ESO

Beschreibung: Wohin sind all die Sterne verschwunden? Was man früher für ein Loch im Himmel hielt, ist nunmehr unter Astronomen als dunkle Molekülolke bekannt. Eine hohe Konzentration aus Staub und molekularem Gas absorbiert praktisch das gesamte sichtbare Licht, das von den dahinter liegenden Sternen ausgestrahlt wird. Die unheimlich dunkle Umgebung sorgt dafür, dass die inneren Bereiche von Molekülwolken zu den kältesten und isoliertesten Orten im Universum zählen. Einer der bemerkenswertesten dieser dunklen Absorptionsnebel ist eine Wolke im Sternbild Ophiuchus, bekannt als Barnard 68, oben abgebildet. Dass im Zentrum keine Sterne zu sehen sind, lässt darauf schließen, dass Barnard 68 relativ nahe liegt; den Messungen zufolge ist er etwa 500 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von einem halben Lichtjahr. Wie sich Molekülwolken wie Barnard 68 bilden, ist nicht genau bekannt, doch man weiß, dass diese Wolken selbst wahrscheinliche Orte für Sternbildung sind. Im Infrarotlicht kann man durch die Wolke hindurchblicken.

Zur Originalseite

Katzenauge von Hubble remixed

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Vicent Peris (OAUV / PTeam), MAST, STScI, AURA, NASA

Beschreibung: Der faszinierende Katzenaugen-Nebel (NGC 6543), der durch den Weltraum blickt, ist dreitausend Lichtjahre von der Erde entfernt. Er ist einer der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel, misst mehr als ein halbes Lichtjahr im Durchmesser und stellt eine letzte, kurze und dennoch glorreiche Phase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns dar. Der sterbende Zentralstern dieses Nebels könnte das einfache, äußere Muster von staubhaltigen konzentrischen Hüllen erzeugt haben, indem er seine äußeren Hüllen in einer Serie von regelmäßigen Sternbeben abgeworfen hat. Doch die Bildung der schönen, komplexeren inneren Strukturen kann noch nicht genau erklärt werden. Hier wurden Archiv-Bilddaten des Hubble-Weltraumteleskops neu aufbereitet, um ein neues Bild des kosmischen Katzenauges zu kreieren. Verglichen mit gut bekannten Hubble-Bildern soll diese alternative Ausarbeitung die Sichtbarkeit von Details in den hellen und dunklen Bereichen des Nebels schärfen und verbessern und verwendet dafür eine umfangreichere Farbpalette. Mit einem tiefen Blick in das Katzenauge könnten Astronomen auch das Schicksal unserer Sonne erkennen, die ihre Entwicklung als planetarischer Nebel in etwa 5 Milliarden Jahren beginnen wird.

Zur Originalseite

Wo ist HD 189733?

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Bild-Credit: NASA, ESA, A. Fujii, and Z. Levay (STScI)

Beschreibung: Der Stern, der als HD 189733 katalogisiert ist, ist läppische 63 Lichtjahre entfernt. Er befindet sich auf diesem detailreichen Weitwinkel-Bild des Himmels mit dem nördlichen Sternbild Schwan (Cygnus) im Zentrum. Wenn man die vielen hellen Sterne, Nebel und Sternhaufen in dieser Region, die Sternguckern vertrauter sind, berücksichtigt, mag HD189733 nicht besonders auffällig erscheinen, doch man weiß von ihm, dass er mindestens einen heißen Planeten von etwa der Größe Jupiters besitzt, der ihn in sehr geringem Abstand mit einer eindrucksvoll kurzen Umlaufzeit von 2,2 Tagen umkreist. Da der Planet den Stern regelmäßig verdunkelt, können Astronomen das Sternenlicht, das direkt durch die Atmosphäre des Planeten dringt, analysieren und so die Moleküle mittels Spektroskopie bestimmen. Nach der Entdeckung von Wasserdampf in der Atmosphäre des Planeten berichten Astronomen nun, dass Daten des Hubble-Weltraumteleskops auch die chemische Signatur von Methan (CH4) anzeigen. Das hochinteressante Ergebnis ist der erste Nachweis eines organischen Moleküls auf einem Planeten, der einen fremden Stern umkreist. Obwohl der Planet von HD 189733 wahrscheinlich zu heiß und zu unwirtlich für Leben ist, ist diese Arbeit ein Schritt zur Bestimmung der Beschaffenheit und der Chemie auf anderen extrasolaren Planeten, auf denen Leben vorkommen könnte.

Zur Originalseite

Sonnenuntergang: Planet Erde

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Besatzung Expedition 15, NASA

Beschreibung: Heute passiert die Sonne um 0548 Universalzeit den himmlischen Äquator Richtung Norden. Dieses geozentrische astronomische Ereignis, als Äquinoktium bekannt, markiert den ersten Tag des Frühlings auf der Nordhalbkugel und den Herbst im Süden. Äquiniktium bedeutet gleiche Nacht; wenn die Sonne am Himmelsäquator steht, erleben Erdbewohner fast genau 12 Stunden Tageslicht und 12 Stunden Dunkelheit. Für jene im Norden werden die Tage länger, während die Sonne am Himmel höher wandert und der Sommer kommt. Um die Tag- und Nachtgleiche zu feiern, betrachten Sie diese farbenprächtige Ansicht der untergehenden Sonne. Auf dieser Aufnahme vom letzten Juni von der Internationalen Raumstation aus lugt der Rand der Sonne immer noch über den fernen Horizont, wie man ihn vom Erdorbit aus sieht. Wolken erscheinen als Silhouetten, während das Sonnenlicht vom Staub in der dichteren, tiefer liegenden Atmosphäre gerötet wird. Moleküle in der dünneren oberen Atmosphäre steuen vorzugsweise blaues Licht.

Zur Originalseite

Merkur, farbverstärkt

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Beschreibung: Die Farben Merkurs sind dezent, aber schön. Auf den ersten Blick erscheint der innerste Planet unseres Sonnensystems einfach nur schwarz-weiß, doch Bilder, die Infrarot-Farben einschließen, die normalerweise jenseits des menschlichen Wahrnehmungsvermögens liegen, zeigen eine Welt voller Details. Ein solches Bild, oben zu sehen, wurde von der robotischen Raumsonde MESSENGER aufgenommen, die Mitte Januar ein Swing-By-Manöver an Merkur durchführte. Hier gewinnt diese heiße Welt, allgemein gesagt, ein klein wenig mehr Brauntöne. Viele Krater, die über anderen Kratern erscheinen – und daher mit Sicherheit später gebildet wurden – erscheinen hier hell mit hellen Strahlen mit einem leicht bläulichen Farbstich, was darauf schließen lässt, dass der Untergrund, der beim Impakt nach außen drang, farblich hell war. Manche Krater wie etwa einige im riesigen Caloris-Becken, das oben rechts zu sehen ist, erscheinen unerwarteter Weise von einem dunklen Material umgeben, dessen Eigenschaften nun untersucht wird. MESSENGER gleitet weiterhin durch das innere Sonnensystem und wird Merkur erneut im Oktober und nächsten September passieren, ehe er 2011 in den Orbit dieser einsamen Welt einschwenkt.

Arthur C. Clarke 1917-2008
Zur Originalseite

M78 und reflektierende Staubwolken im Orion

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Ein unheimlicher blauer Schimmer und unheilvolle Säulen von dunklem Staub betonen M78 und andere helle Reflexionsnebel im Sternbild Orion. Der dunkle faserartige Staub absorbiert nicht nur Licht, sondern reflektiert auch das Licht einiger heller blauer Sterne, die sich vor kurzer Zeit in diesem Nebel gebildet haben. Der berühmtere der beiden Reflexionsnebel auf dem Bild oben ist M78 (oben rechts), wohingegen NGC 2071 links weiter unten zu sehen ist. Die gleiche Art von Streuung, die den Taghimmel färbt, sorgt auch hier für die blaue Farbe. M78 misst etwa fünf Lichtjahre im Durchmesser und ist schon mit einem kleinen Teleskop zu sehen. Wir sehen M78 so, wir er vor 1600 Jahren zu sehen war, einfach weil das die Zeit ist, die Licht braucht, um von dort zu uns zu gelangen. M78 gehört zu dem gößeren Orion-Molekularwolken-Komplex, der auch den Großen Nebel im Orion und den Pferdekopfnebel enthält.

Zur Originalseite

Dreißigtausend Kilometer über Enceladus

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie sieht die Oberfläche des Eis speienden Mondes Enceladus aus? Um das herauszufinden wurde die robotische Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, ausgeschickt, um an dem kryovulkanischen Mond vorbei und sogar durch eine der Eisschwaden von Enceladus zu fliegen. Cassini näherte sich während dieser bisher engsten Begegnung auf etwa 52 Kilometer an. Das obige unkomprimierte Bild wurde vom Norden her aufgenommen, aus einer Entfernung von etwa 30.000 Kilometern. Zu sehen sind mindestens zwei Arten von Terrain: Die erste Art enthält mehr Krater als die Umgebung des Südpols von Enceladus. Die andere Art von Terrain enthält nur wenige Krater, jedoch viele Grate und Rillen, die durch tektonische Aktivität, welche die Oberfläche verändert, entstanden sein könnten. Exogeologen brüten derzteit über diesem und anderen Bildern von Cassini vom Vorbeiflug letzten Mittwoch, um die Patchwork-Struktur des Mondes, seine ungewöhnlichen Eisgeysire und die Möglichkeit Leben zu tragen besser erklären zu können. Cassini soll noch mindestens neun Vorbeiflüge an Enceladus durchführen, einschließlich einer sogar noch näheren Passage von nur 25 Kilometern im kommenden Oktober.

Zur Originalseite

Vorstoß in den Orbit

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: James N. Brown

Beschreibung: Vögel fliegen nicht so hoch und Flugzeuge nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Keine andere Spezies als die menschliche kann verstehen, was hier vor sich geht, und sogar Menschen hätten es vor nur einem Jahrtausend nicht verstanden. Der Start einer Rakete in den Weltraum ist ein erklärungsbedürftiges und Ehrfurcht gebietendes Ereignis. Die hier abgebildete Abgas-Säule stammt vom Spaceshuttle Endeavour nach dem Nachtstart letzte Woche zum Besuch der Internationalen Raumstation. Die Raketentriebwerke der Endeavour erzeugen den pathetischen Glanz von oberhalb der Wolken. Das zwei Millionen Kilogramm schwere Raketenschiff startete aus dem Stand, um die Erde zu umkreisen, wo die Außenluft zu dünn zum Atmen ist, und wo kaum messbare bordeigene Gravitation vorherrscht. Raketen, die in den Weltraum fliegen, werden nunmehr etwa einmal pro Woche irgendwo auf der Welt gestartet.

Zur Originalseite

Mond über Byzanz

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: In der Nähe der Sonne versteckt ist eine schmale Mondsichel ein schwieriger, aber lohnender Anblick. Sehen (scrollen) Sie nach rechts, und Sie können auf diesem Zwielicht-Panorama über dem Bosporus und entlang der Silhouette des historischen Zentrums von Istanbul einen erkennen. Auf diesem Bild vom 8. März ist der Mond lediglich 22 Stunden jung. Ein dünner, gekrümmter Rand der beleuchteten Oberfläche des Mondes ist gerade eben über dem westlichen Himmel bei Sonnenuntergang über den Mauern des Topkapi-Palastes zu sehen. Der Palast wurde unter der Herrschaft des osmanischen Sultans Mehmed II erbaut. Dieser war der Eroberer der Stadt im 15. Jahrhundert, welche damals Konstantinopel, die Hauptstadt des Byzantinischen Reiches, war. Der hell erleuchtete Kuppelbau unmittelbar links des Palastes ist die Ayasofya (Hagia Sophia), ein berühmtes Beispiel byzantinischer Architektur und nunmehr ein Museum. Noch weiter links ist die Sultan-Ahmed-Moschee.

Zur Originalseite