Vollmond im Erdschatten

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Bildcredit und Bildrechte: Rolf Olsen

Beschreibung: Letzte Woche tauchte der Vollmond vollständig – wenn auch nur kurz – in den dunklen Kernschatten der Erde. Die totale Phase der Mondfinsternis am 4. April 2015 dauerte weniger als 5 Minuten, es war die kürzeste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts. Tatsächlich blieb der Norden des Mondes, der knapp unter dem nördlichen Rand des Kernschattens der Erde dahinglitt, relativ hell, während sich über den Rest der erdzugewandten Mondhälfte eine schöne Palette blauer und roter Farbtöne ergoss. Das gerötete Licht im Schatten, das die Mondoberfläche erreicht, wird durch die tiefer liegende Atmosphäre gefiltert. Vom Mond aus gesehen stammt es von allen Sonnenauf- und -untergängen am Rand der Erdsilhouette. Auch das bläulichere Licht am Rand des Schattens wird durch die Erdatmosphäre gefiltert, allerdings dringen hier die Sonnenstrahlen durch hoch in der Stratosphäre liegende Schichten. Dieses Licht wird vom Ozon gefärbt, das rotes Licht absorbiert und für blaue Farbtöne durchlässig ist. Auf dieser scharfen Teleskopansicht der Totalität von Auckland in Neuseeland auf dem Planeten Erde ist der Nordpol des Mondes zum oberen Bildrand gedreht.

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