Polarring-Galaxie NGC 660

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Bildcredit und Bildrechte: CHART32-Team, BearbeitungJohannes Schedler

Beschreibung: Dieser kosmische Schnappschuss zeigt NGC 660. Sie ist mehr als 40 Millionen Lichtjahre entfernt und schwimmt im Sternbild Fische. Die seltsame Erscheinung von NGC 660 kennzeichnet sie als Polarring-Galaxie. Polarring-Galaxien sind eine seltene Galaxienart mit einer beträchtlichen Population aus Sternen, Gas und Staub, die in Ringen kreisen, welche stark zur Ebene der Galaxienscheibe geneigt sind. Die bizarre Anordnung könnte zufällig entstanden sein, indem eine Scheibengalaxie Materie von einer vorbeiziehenden Galaxie einfing, wobei die eingefangenen Teile schlussendlich in einen rotierenden Ring gezogen wurden. Die gewaltige gravitative Wechselwirkung hätte in diesem Fall zu den Myriaden rötlicher Sternbildungsregionen geführt, die im Ring von NGC 660 verteilt sind. Mithilfe des Polarrings kann auch die Form des sonst unsichtbaren Hofes aus Dunkler Materie erforscht werden, indem man den Gravitationseinfluss der Dunklen Materie auf die Rotation von Ring und Scheibe berechnet. Der Ring um NGC 660 ist breiter als die Scheibe und größer als 50.000 Lichtjahre.

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Die Tulpe und Cygnus X-1

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Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Beschreibung: Diese Teleskopansicht rahmt eine helle Emissionsregion und blickt entlang der Ebene unserer Milchstraße zum nebelreichen Sternbild Schwan (Cygnus). Die rötlich leuchtende Wolke aus interstellarem Gas und Staub wird allgemein Tulpennebel genannt und ist auch im 1959er-Katalog des Astronomen Stewart Sharpless als Sh2-101 zu finden. Etwa 8000 Lichtjahre entfernt und 70 Lichtjahre groß blühen die komplexen, schönen Nebelblüten in der Mitte dieses Kompositbildes. Die Ultraviolettstrahlung junger, energiereicher Sterne am Rand der Cygnus-OB3-Assoziation mit dem O-Stern HDE 227018 ionisiert die Atome und sorgt für die Emissionen des Tulpennebels. HDE 227018 ist der helle Stern nahe der Mitte des Nebels. Das Sichtfeld umrahmt auch den Mikroquasar Cygnus X-1, eine der stärksten Röntgenquellen am Himmel des Planeten Erde. Ihre blassere, gekrümmte Stoßfront, die von den mächtigen Strahlen aus der Akkretionsscheibe eines Schwarzen Lochs getrieben wird, liegt rechts über und hinter den kosmischen Blütenblättern.

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Der Flaschenkürbisnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, MASTBearbeitung: Judy Schmidt

Beschreibung: Schnell expandierende Gaswolken markieren das Ende des Zentralsterns im Flaschenkürbisnebel. Der Kernbrennstoff des einst normalen Sterns ging zur Neige, weshalb die Zentralregionen zu einem Weißen Zwerg schrumpfen. Ein Teil der frei werdenden Energie verursacht, dass die äußere Hülle des Sterns expandiert. In diesem Fall entsteht ein fotogener protoplanetarer Nebel. Wenn das Gas mit Millionen Kilometern pro Stunde das umgebende interstellare Gas rammt, entsteht eine ÜberschallStoßfront, in der ionisierter Wasserstoff und Stickstoff blau leuchten. Dichtes Gas und Staub verbergen den sterbenden Zentralstern. Der Flaschenkürbisnebel, auch bekannt als Faules-Ei-Nebel und OH231.8+4.2, wird sich wahrscheinlich in den nächsten 1000 Jahren in einen vollständigen bipolaren planetarischen Nebel verwandeln. Der hier gezeigte Nebel ist etwa 1,4 Lichtjahre groß und liegt ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Achterdeck des Schiffs (Puppis).

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Der Rosettennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Evangelos Souglakos

Beschreibung: Wäre der Rosettennebel mit einem anderen Namen genauso hübsch? Die langweilige Bezeichnung NGC 2237 im New General Catalog kann die Erscheinung dieses blumigen Emissionsnebels nicht mindern. Im Nebel liegt ein offener Haufen heller junger Sterne mit der Bezeichnung NGC 2244. Diese Sterne entstanden vor etwa vier Millionen Jahren im Nebelmaterial, ihre Sternwinde bilden eine Höhlung im Zentrum des Nebels, die durch eine Staubschicht und heißes Gas isoliert ist. Ultraviolettes Licht der heißen Haufensterne bringt den umgebenden Nebel zum Leuchten. Der Rosettennebel ist etwa 100 Lichtjahre groß, ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt und mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros) sichtbar.

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Wolkenwirbel um Jupiters Süden von Juno

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, SwRI, MSSS; Bearbeitung: Damian Peach

Beschreibung: Juno vollendete kürzlich ihren vierten engen Vorbeiflug an Jupiter. Die Robotersonde Juno verließ 2011 die Erde und erreichte Jupiter letzten Juli. Vor 11 Tagen vollendete sie ihren letzten elliptischen Orbit um den größten Planeten unseres Sonnensystems. Dieses Bild zeigt ein neues, hoch aufgelöstes Bild von Jupiters südlicher Halbkugel, das bei diesem Vorbeiflug entstand – eine faszinierende Darstellung wirbelnder Wolkensysteme. Der Terminator zwischen Tag und Nacht verläuft unten diagonal, also steht die Sonne rechts oben außerhalb des Bildes. Rechts unten ist das große orangefarbene Oval BA sichtbar. Der Ursprung der Details und Farben von Jupiters Wolkenwirbeln ist derzeit unbekannt. Junos Sechs-Jahres-Mission wird den Riesen Jupiter auf neue Art untersuchen und zu ermitteln versuchen, ob Jupiter unter seinen dicken Wolken eine feste Oberfläche hat.

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Komet 45P zieht nahe an der Erde vorbei

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Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Beschreibung: Ein großer Schneeball zog knapp an der Erde vorbei. Er ist als Komet 45P/Honda–Mrkos–Pajdušáková oder kurz 45P bekannt und kam der Erde gestern 10-mal näher, als die Erde je der Sonne kommt. Während seines Vorbeizugs wurde der Komet mit seinem dünnen Ionenschweif und seiner blassen, ausgedehnten Koma fotografiert. Die grüne Farbe stammt großteils von angeregten Kohlenstoffmolekülen. Komet 45P wurde gerade hell genug für das bloße Auge, als er im Dezember der Sonne am nächsten kam. Nun verblasst der Komet, während er zurück in die Nähe der Jupiterbahn zieht, wo er einen Großteil seiner Zeit verbringt. Der kilometergroße Kern aus Eis und Schmutz kehrt 2022 ins innere Sonnensystem zurück.

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Porträt des Sonnensystems

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Bildcredit: Voyager Project, NASA

Beschreibung: Am Valentinstag 1990 blickte die Raumsonde Voyager 1, die damals 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses erste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträt, ein Mosaik aus 60 Bildern, entstand aus einem Blickwinkel 32 Grad über der Ebene der Ekliptik. Die Bilder von Voyagers Weitwinkelkamera streifen links durch das innere Sonnensystem und verbinden dieses nach rechts mit dem Gasriesen Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind durch Buchstaben gekennzeichnet, die Sonne ist der helle Fleck in der Mitte des Bildkreises. Die Bildeinschübe der Planeten stammen von Voyagers Teleobjektivkamera. Im Porträt unsichtbar sind Merkur, welcher der Sonne zu nahe steht, und Mars, der leider im Sonnenlicht verborgen ist, das vom Optiksystem der Kamera gestreut wird. Die Position des kleinen blassen Pluto, der damals der Sonne näher war als Neptun, wurde nicht erfasst.

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Melotte 15 im Herz

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Cooper

Beschreibung: Kosmische Wolken bilden fantastische Formen in den Zentralregionen des Emissionsnebels IC 1805. Geformt werden die Wolken von Sternwinden und der Strahlung heißer massereicher Sterne im neu entstandenen Sternhaufen des Nebels, Melotte 15. Die etwa 1,5 Millionen Jahre jungen Haufensterne sind über diese farbenprächtige Himmelslandschaft verteilt, zusammen mit den Silhouetten dunkler Staubwolken vor leuchtendem atomarem Gas. Die Ansicht, ein Komposit aus Schmalband- und Breitband-Teleskopbildern, zeigt ungefähr 15 Lichtjahre und enthält Emissionen von ionisierten Wasserstoff-, Schwefel- und Sauerstoffatomen, die in grünen, roten und blauen Farbtönen der bekannten Hubble-Palette kartiert sind. Weitwinkelbilder zeigen, dass der einfachere Umriss von IC 1805 zu seinem beliebten Namen führte – Herznebel. IC 1805 ist ungefähr 7500 Lichtjahre entfernt im stolzen Sternbild Kassiopeia.

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Sichel-Enceladus

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Auf diesem Bild der Raumsonde Cassini mit Blick aus dem Schatten posiert die Halbkugel des reizenden inneren Mondes Enceladus, die Saturn zugewandt ist. In der dramatischen Szene vom letzten November ist Norden oben, Cassinis Kamera war fast sonnenwärts gerichtet und etwa 130.000 Kilometer von der hellen Sichel des Mondes entfernt. Die ferne Welt reflektiert mehr als 90 Prozent des Sonnenlichts, das sie erhält, weil ihre Oberfläche etwa das gleiche Reflexionsvermögen wie frischer Schnee besitzt. Enceladus, ein überraschend aktiver Mond, hat einen Durchmesser von etwa 500 Kilometern. Die Daten, die während Cassinis jahrelangen Vorbeiflügen gesammelt wurden, bei denen die Bilder entstanden, zeigen auffallende Südpolgeysire und einen möglichen globalen Ozean aus flüssigem Wasser unter einer Eiskruste.

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Der Schmetterlingsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA
Überarbeitung und Bildrechte: Jesús M.Vargas und Maritxu Poyal

Beschreibung: Die hellen Haufen und Nebel am Nachthimmel des Planeten Erde sind oft nach Blumen oder Insekten benannt. Obwohl seine Flügelspanne mehr als 3 Lichtjahre abdeckt, ist NGC 6302 keine Ausnahme. Mit einer geschätzten Oberflächentemperatur von etwa 250.000 Grad Celsius wurde der sterbende Zentralstern dieses speziellen planetarischen Nebels besonders heiß, er leuchtet hell im Ultraviolettlicht, ist aber durch einen dichten Staubwulst vor direkter Sicht verborgen. Diese scharfe Nahaufnahme des Nebels dieses sterbenden Sterns wurde vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen und wird hier in neu bearbeiteten Farben präsentiert. Der Staubwulst, der den Zentralstern umgibt, schneidet durch eine helle Höhlung aus ionisiertem Gas. Er liegt nahe der Mitte dieser Ansicht, die Kante liegt fast genau in der Sichtlinie. In der kosmischen Staubhülle des heißen Sterns wurde molekularer Wasserstoff entdeckt. NGC 6302 liegt etwa 4000 Lichtjahre entfernt im arachnologisch korrekten Sternbild Skorpion (Scorpius).

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NGC 6357: Der Hummernebel

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Bildcredit: ESO, VLT Survey Telescope

Beschreibung: Warum bildet der Hummernebel einige der massereichsten Sterne, die wir kennen? Das ist nicht bekannt. Der Hummernebel links unten nahe dem augenfälligeren Katzenpfotennebel rechts oben ist als NGC 6357 katalogisiert und enthält den offenen Sternhaufen Pismis 24, wo sich diese gewaltigen hellen blauen Sterne befinden. Das allgemeine rote Leuchten nahe der inneren Sternbildungsregion stammt von den Emissionen ionisierten Wasserstoffs.

Der hier gezeigte umgebende Nebel ist ein komplexer Wandteppich aus Gas, dunklem Staub, gerade entstehenden Sternen und neuen Sternen. Die komplexen Muster entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen interstellaren Winden, Strahlungsdruck, Magnetfeldern und Gravitation. Die vergrößerbare Vollversion dieses Bildes enthält etwa zwei Milliarden Bildpunkte, somit ist es eines der größten Weltraumbilder, die je veröffentlicht wurden.

NGC 6357 ist etwa 400 Lichtjahre groß und liegt ungefähr 8000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion.

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