Sterne und Gas des rennenden Huhnes

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Bildocredit und Bildrechte: Andrew Campbell

Beschreibung: Manche sehen hier ein riesiges Huhn, das über den Himmel läuft. Andere erkennen einen Gasnebel, in dem Sternbildung stattfindet. Das laufende Huhn ist als IC 2944 katalogisiert, etwa 100 Lichtjahre groß und ungefähr 6000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Zentaur (Centaurus). Dieses Bild ist in wissenschaftlich zugewiesenen Farben dargestellt und wurde kürzlich während einer 11-Stunden-Belichtung in einem Hinterhof in Melbourne (Australien) fotografiert. Zwei Sternhaufen sind zu sehen: Ganz links der Perlenhaufen und eingebettet in das leuchtende Gas des Nebels Collinder 249. Mehrere dunkle Molekülwolken mit klaren Formen sind zwar hier schwer erkennbar, aber im Inneren des Nebels zu finden.

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Animation der Galaxienentwicklung


Videocredit: Donna Cox (AVL NCSA/U. Illinois) et al, GSFC der NASA, AVL, NCSA

Beschreibung: Wie entwickelte sich das Universum aus einem so gleichmäßigen Beginn? Um das zu verstehen, erstellten Quantenkosmologen und die NASA rechnerisch dieses Zeitraffer-Animationsvideo – eine Computersimulation von einem Teil des Universums. Die Simulation von 100 Millionen Lichtjahren beginnt etwa 20 Millionen Jahre nach dem Urknall und läuft bis in die Gegenwart. Nach einem glatten Beginn verwandeln sich Materieklumpen durch die Gravitation in Galaxien, die sofort anfangen, sich zueinander zu bewegen. Bald kondensieren viele von ihnen zu langen Fasern, während andere gewaltsam zu einem großen, heißen Galaxienhaufen verschmelzen. Die Untersuchung möglicher Eigenschaften des Universums durch Simulationen wie diese hilft bei der Konstruktionsentwicklung des James-Webb-Weltraumteleskops, dessen Start derzeit für Ende 2018 geplant ist.

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Valles Marineris: Die große Schlucht auf dem Mars

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Bildcredit: Viking-Projekt, USGS, NASA

Beschreibung: In den nächsten Tagen sieht Mars am Himmel der Erde gut aus – aber nicht so gut. Für diese beeindruckende Ansicht musste ein Raumschiff den Roten Planeten besuchen. Durch die Bildmitte verläuft eine der größten Schluchten im Sonnensystem. Das große Valles Marineris genannte Tal ist mehr als 3000 Kilometer lang (ungefähr so weit wie von Wien bis Tromsø*), ganze 600 Kilometer breit (etwa die Entfernung von Wien bis Zürich*) und immerhin 8 Kilometer tief (fast so tief wie die höchsten Berge der Welt*). Zum Vergleich: Die große Schlucht der Erde in Arizona (USA) ist 800 Kilometer lang, 30 Kilometer breit und 1,8 Kilometer tief. Der Ursprung des Valles Marineris ist unbekannt, doch eine glaubhafte These besagt, dass sie vor Milliarden Jahren als Riss begann, als der Planet abkühlte. Mehrere geologische Prozesse wurden in der Schlucht entdeckt. Dieses Mosaik entstand aus mehr als 100 Bildern des Mars, die in den 1970er Jahren von den Viking-Sonden fotografiert wurden. Morgen erreichen Mars und Erde die größte Annäherung innerhalb von 11 Jahren, weshalb der Rote Planet nach Sonnenuntergang ziemlich markant im Südosten steht.
*) Anm. d. Übersetzerin

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Das Katzenauge – weit mit vielen Details

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Bildcredit und Bildrechte: Josh Smith

Beschreibung: Der Katzenaugennebel (NGC 6543) ist einer der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel. Seine besser bekannten Umrisse sind auf dieser eindrucksvollen Weitwinkelansicht in der helleren Zentralregion des Nebels zu sehen. Doch das Kompositbild kombiniert viele Kurz- und Langzeitbelichtungen, um auch einen extrem blassen äußeren Halo sichtbar zu machen. Der zarte äußere Halo ist ungefähr 3000 Lichtjahre entfernt und mehr als 5 Lichtjahre groß. Planetarische Nebel werden seit Langem für die Schlussphase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns gehalten. Doch in jüngerer Zeit wurden bei manchen planetarischen Nebeln Halos wie dieser entdeckt, die wahrscheinlich aus Materie entstanden sind, die während früherer Abschnitte der Sternentwicklung abgestoßen wurde. Die Phase des planetarischen Nebels dauert etwa 10.000 Jahre, das Alter der äußeren faserartigen Teile dieses Halos schätzen Astronomen auf 50.000 bis 90.000 Jahre. Links und etwa 50 Millionen Lichtjahre hinter dem wachsamen planetarischen Nebel liegt die Spiralgalaxie NGC 6552.

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Der prächtige Carinanebel

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Bildcredit und Bildrechte: Peter Ward (Barden Ridge Observatory)

Beschreibung: Der große Carinanebel, auch bekannt als NGC 3372, ist ein Juwel am Südhimmel und mehr als 300 Lichtjahre groß – eine der größten Sternbildungsregionen in unserer Galaxis. Wie der kleinere, nördlichere große Orionnebel ist der Carinanebel mit bloßem Auge leicht sichtbar, obwohl er mit einer Entfernung von 7500 Lichtjahren etwa 5-mal weiter entfernt ist. Diese prächtige Teleskop-Nahaufnahme zeigt beachtenswerte Details der zentralen leuchtenden Fasern aus interstellarem Gas und undurchsichtigen kosmischen Staubwolken in der Region. Das Sichtfeld ist größer als 50 Lichtjahre. Der Carinanebel enthält junge, extrem massereiche Sterne, darunter die Sterne des offenen Sternhaufens Trumpler 14 (rechts unten) sowie den immer noch rätselhaften veränderlichen Stern Eta Carinae mit weit über 100 Sonnenmassen. Eta Carinae ist der hellste hier sichtbare Stern über dem staubigen Schlüssellochnebel (NGC 3324). Während Eta Carinae vielleicht an der Kippe zu einer Supernovaexplosion steht, lassen Röntgenbilder vermuten, dass der große Carinanebel eine wahre Supernovafabrik war.

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IC 5067 im Pelikannebel

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Bildcredit und Bildrechte: DatenSubaru-Teleskop (NAOJ), R. Colombari, BearbeitungRoberto Colombari

Beschreibung: Der markante Emissionsgrat auf dieser scharfen, farbigen Himmelslandschaft ist als IC 5067 katalogisiert. Der Grat ist Teil eines größeren Emissionsnebels mit einer unverwechselbaren Form, die allgemein Pelikannebel genannt wird, er ist etwa 10 Lichtjahre groß und zeichnet die Kurve von Kopf und Hals des kosmischen Pelikans. Auf dieser Falschfarbenansicht wurde das vorherrschende Leuchten der schmalen Emissionslinien der Atome im Nebel in eine Farbpalette übersetzt, die durch Bilder des Weltraumteleskops Hubble von Sternbildungsregionen bekannt wurde. Die fantastischen dunklen Formen in dem 1/2 Grad großen Feld sind Wolken aus kühlem Gas und Staub, die von den Winden und der Strahlung der heißen, massereichen Sterne geformt werden. Nahaufnahmen einiger dieser geformten Wolken weisen klare Anzeichen neu entstehender Sterne auf. Der als IC 5070 katalogisierte Pelikannebel ist etwa 2000 Lichtjahre entfernt. Um ihn zu finden, blicken Sie vom hellen Stern Deneb im hoch fliegenden Sternbild Schwan Richtung Nordosten.

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NGC 5078 und Freunde

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Bildcredit und Bildrechte: Dietmar Hager, Eric Benson

Beschreibung: Dieses scharfe Teleskopsichtfeld zeigt zwei helle Galaxien. Die Balkenspirale NGC 5101 (rechts oben) und das fast von der Seite sichtbare System NGC 5078 sind am Himmel etwa 0,5 Grad oder eine Vollmondbreite voneinander entfernt. Beide liegen im gewundenen Sternbild Wasserschlange, sie sind geschätzte 90 Millionen Lichtjahre entfernt und ähnlich groß wie unsere Milchstraße. Wenn tatsächlich beide gleich weit entfernt sind, beträgt die Entfernung zwischen ihnen nur etwa 800.000 Lichtjahre, das ist um einiges weniger als der halbe Abstand zwischen der Milchstraße und der Andromedagalaxie. Es gibt Wechselwirkungen zwischen NGC 5078 und einer kleineren, als IC 879 katalogisierten Begleitgalaxie, die links neben dem großen hellen Kern der Galaxie zu sehen ist. Noch weiter entfernte Hintergrundgalaxien sind über das farbige Bildfeld verstreut. Manche sind sogar durch die von oben sichtbare Scheibe NGC 5101 sichtbar. Doch die markanten gezackten Sterne liegen im Vordergrund weit innerhalb unserer Milchstraße.

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Milchstraße über den Spanischen Gipfeln

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Das ist kein Gewitter, der Blitz schlug nicht zwischen diesen Bergen ein. Der diagonale Streifen ist das Zentralband unserer Milchstraße, und die Zwillingsgipfel werden als Spanische Gipfel bezeichnet, liegen aber in Colorado in den USA. Obwohl die spanischen Gipfel aus leicht unterschiedlichen Gesteinsarten bestehen, sind beide etwa 25 Millionen Jahre alt. Diese heitere, fast geistvolle Bildkomposition wurde sorgfältig durch Kombination einer Serie an Bildern erstellt, die alle zu Beginn des letzten Monats in derselben Nacht am gleichen Ort fotografiert wurden. In der ersten Aufnahmeserie wurde der Himmelshintergrund aufgebaut, sodass die Staubbahnen und die große, farbige Region um den Stern Rho Ophiuchi in der Milchstraße rechts neben der Mitte detailreich hervortreten. Ein Himmelsbild wurde mit einem Nebelfilter fotografiert, sodass hellere Sterne größer und markanter erscheinen. Als Zugabe sind die Planeten Mars und Saturn über den Gipfeln platziert und bilden mit dem hellen Stern Antares ein orangefarbenes Dreieck. Später in dieser Nacht warf der Mond, nachdem er aufgegangen war, ein natürliches Licht auf die schneebedeckten Berggipfel.

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In einem Daya-Bay-Antineutrinodetektor

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Bildcredit und Bildrechte: DOE, Berkeley LabRoy Kaltschmidt, Fotograf

Beschreibung: Warum gibt es im Universum mehr Materie als Antimaterie? Um diesen Aspekt der Teilchenphysik besser zu verstehen, starteten Energieministerien in China und in den USA das Daya-Bay-Neutrinoexperiment. Unter dickem Gestein beobachten etwa 50 Kilometer nordöstlich von Hongkong in China acht Daya-Bay-Detektoren Antineutrinos, die von sechs nahen Kernreaktoren ausgesandt werden. Hier ist zu sehen, wie eine Kamera in einen der Daya-Bay-Detektoren blickt und Photonensensoren abbildet, die das zarte Licht aufnehmen, das die Antineutrinos erzeugen, wenn sie mit Flüssigkeiten im Detektor wechselwirken. Erste Ergebnisse lassen auf einen unerwartet hohen Anteil einer Antineutrinoart schließen, die sich in andere verwandeln; wenn dieser Anteil bestätigt wird, könnte das bedeuten, dass es eine zuvor unentdeckte Neutrinoart gibt, was das Verständnis der Menschheit der grundlegenden Teilchenwechselwirkungen in den ersten Sekunden nach dem Ur knall beeinflussen würde.

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LL Orionis: Wenn kosmische Winde kollidieren

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Bildcredit: Hubble Heritage Team (AURA / STScI), C. R. O’Dell (Vanderbilt U.), NASA

Beschreibung: Wie entstand dieser schöne Bogen im Weltraum? Dieses gewölbte, anmutige Gebilde ist eine zirka ein halbes Lichtjahr große Kopfwelle, die entsteht, wo der Wind des jungen Sterns LL Orionis mit dem Orionnebelfluss kollidiert. In Orions Sternkrippe treibt der veränderliche Stern LL Orionis, der sich noch in seinen Entstehungsjahren befindet und einen Sternenwind erzeugt, der energiereicher ist als der Wind unserer Sonne, die im mittleren Alter ist. Wenn der schnelle Sternenwind auf langsames Gas trifft, entsteht eine Stoßfront, ähnlich der Bugwelle eines Bootes, das durch Wasser fährt, oder eines Flugzeugs, das mit Überschallgeschwindigkeit fliegt. Das langsamere Gas strömt vom heißen Zentralsternhaufen des Orionnebels aus – dem Trapezium, das rechts unten außerhalb des Bildes liegt. Die um LL Ori gehüllte Stoßfront hat dreidimensional gesehen die Form einer Schale, die am hellsten erscheint, wenn man am „unteren Rand“ entlangblickt. Die komplexe Sternkrippe im Orion weist eine Vielzahl ähnlicher fließender Formen auf, die mit Sternbildung einhergehen, darunter die Kopfwelle um einen blassen Stern rechts oben. Dieses Farbkompositbild ist Teil eines Mosaiks, das den großen Nebel im Orion zeigt, es wurde 1995 mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert.

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Milchstraße und Planeten fast in Opposition

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Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Auf dieser Nachthimmelslandschaft von Anfang Mai scheint eine Bergstraße bei Bursa in der Türkei zu den hellen Planeten Mars und Saturn sowie zum Zentrum der Milchstraße zu führen, in eine Richtung, die am Himmel des Planeten Erde fast gegenüber der Sonne liegt. Mars, das hellste Himmelslicht der Szene, erreicht seine Opposition heute, Saturn Anfang Juni. Beide bleiben in den nächsten Wochen fast gegenüber der Sonne, sind die ganze Nacht sichtbar und in Erdnähe, daher ist die Zeit günstig für gute Teleskopbeobachtung. Rechts neben der Zentralwölbung der Milchstraße bilden Mars und Saturn mit dem roten Riesenstern Antares ein enges Himmelsdreieck. Doch heute Nacht ist auch der Mond in Opposition. Der Vollmond steht gut sichtbar in der Nähe der hellen Planeten Mars und Saturn, sein Licht wäscht jedoch das zartere Sternenlicht der zentralen Milchstraße aus, sogar am dunklen Gebirgshimmel.

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