Schärferer Blick auf einen verschleierten Riesen

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Credit: ESO, F.Marchis, M.Wong (UC Berkeley); E.Marchetti, P.Amico, S.Tordo (ESO)

Beschreibung: Diese dramatische Ansicht von Jupiter wird als das schärfste Bild des gesamten Gasplaneten beworben, das je vom Boden aus gemacht wurde. Das Bild wurde mithilfe eines als MAD (Multi-conjugate Adaptive optics Demonstrator) bekannten Prototypen-Instruments gemacht, das an einer der Einheiten mit 8 Metern Durchmesser des Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile installiert ist. Das Instrument MAD, das im Infrarot-Wellenlängenbereich arbeitet, gleicht atmosphärische Unschärfe – der Fluch erdgebundener Teleskope – aus, indem es sich an mehreren Leitsternen orientiert und verformbare Spiegel verwendet, was die Lichtablenkung durch Turbulenzen in der Erdatmosphäre erkennt und korrigiert. Wasserstoff und Methan tief in Jupiters dichter Atmosphäre absorbiert Licht im Infrarotwellenlängenbereich. Daher zeigt diese schärfere Ansicht Infrarot-Sonnenlicht, das von dem hoch liegenden Nebel des Riesenplaneten, der in der Äquatorregion und nahe den Polen vorherrscht, reflektiert wird. Dies enthüllt Strukturen mit nur 300 Kilometern Durchmesser. Diese viel versprechende Technik kann auch dafür verwendet werden, um andere ausgedehnte Objekte wie Sternhaufen und Nebel abzubilden.

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