MyCn18: Sanduhr und planetarischer Nebel

Von einem grünen Auge in der Mitte gehen nach links und rechts rote ringförmige Nebel aus.

Bildcredit: R. Sahai and J. Trauger (JPL), WFPC2, HST, NASA

Beschreibung: Dem Zentralstern dieses sanduhrförmigen planetarischen Nebels läuft der Sand der Zeit aus. In dieser kurzen, spannenden Schlussphase in der Entwicklung eines sonnenähnlichen Sterns werden die äußeren Hüllen abgestoßen. Sie findet statt, wenn der Kernbrennstoff zur Neige geht. Sein Kern wird ein abkühlender, verblassender Weißer Zwerg.

1995 erstellten Forschende mit dem Weltraumteleskop Hubble (HST) eine Bildserie des planetarischen Nebels, darunter diese Aufnahme. Zarte Ringe aus farbigem leuchtendem Gas bilden die dünnen Wände der Sanduhr. Das Licht von Stickstoff wurde rot gefärbt, Wasserstoff grün und Sauerstoff blau.

Die beispiellose Schärfe der HST-Bilder zeigt überraschende Details des Prozesses, bei dem der Nebel ausgeworfen wird. Das soll helfen, die ungelösten Rätsel der komplexen Formen und Symmetrien planetarischer Nebel zu lösen.

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NGC 2440: Kokon eines neuen Weißen Zwergs

Im Bild leuchtet ein weißlicher Nebel, der an die Iris in einem Auge erinnert. In der Mitte leuchtet ein einzelner rötlich umrandeter Stern.

Credit: H. Bond (STScI), R. Ciardullo (PSU), WFPC2, HST, NASA

Beschreibung: Wie ein Schmetterling beginnt ein weißer Zwergstern sein Leben, indem er einen Kokon abstreift, der sein früheres Selbst begrenzte. In dieser Analogie wäre die Sonne eine Raupe, und die abgestoßene Hülle aus Gas wird zur schönsten von allen! Dieser Kokon, der planetarische Nebel mit der Bezeichnung NGC 2440, enthält einen der heißesten weißen Zwergsterne, die wir kennen. Der weiße Zwerg ist der helle Punkt nahe der Bildmitte. Vielleicht wird auch unsere Sonne zu einem Weißen Zwergschmetterling, nicht aber im Lauf der nächsten 5 Milliarden Jahre. Dieses Falschfarbenbild wurde von Forrest Hamilton nachbearbeitet.

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Der Medusanebel

Leuchtende rötliche Fasern bilden eine mondförmige Form. Blasse Fasern darüber ergänzen die Sichel zu einem ganzen Mond. Der planetarische Nebel im Sternbild Zwillinge heißt Medusanebel.

Credit und Bildrechte: Don Goldman

Fein gesponnene Fasern aus leuchtendem Gas erinnern an den populären Namen dieses Nebels. Er heißt Medusanebel. Diese Medusa ist auch als Abell 21 bekannt. Sie ist ein alter planetarischer Nebel und leuchtet an die 1500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Zwillinge. Wie der mythologische Namensvetter erlebt der Nebel eine dramatische Transformation.

Die Phase der planetarischen Nebel ist ein Endstadium in der Entwicklung von Sternen mit niedriger Masse. Dazu zählt auch die Sonne. Dabei verwandeln sie sich von einem Roten Riesen in einen heißen weißen Zwerg. Bei diesem Prozess stoßen sie ihre äußeren Hüllen ab. Die Ultraviolettstrahlung des heißen Sterns liefert die Energie für das Leuchten im Nebel.

Das detailreiche Farbbild zeigt den heißen Zentralstern der Medusa. Es ist der kleine blaue Stern in der oberen Hälfte der hellen Form, die an eine Mondsichel erinnert. Blassere Fasern breiten sich links über der sichelförmigen Region aus. Der Medusanebel ist wahrscheinlich breiter als vier Lichtjahre.

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