Drei-Planeten-Fels

Eine Meereslandschaft umgibt einen großen, mit Bäumen bewachsenen Hügel. Um den Hügel herum sind am Nachthimmel drei helle Punkte zu sehen: die Planeten Jupiter und Venus sowie eine Mondsichel.

Bildcredit und Bildrechte: Giovanni Passalacqua; Text: Liz Coelho (Pikes Peak)

In der abnehmenden Dunkelheit vor der Dämmerung balancierte scheinbar ein schräges Dreieck auf einer Felsspitze vor dem südlichen Ende Siziliens. Drei der vier hellsten Objekte, die am irdischen Himmel zu sehen sind, bilden die Ecken des Dreiecks: Jupiter, Venus und der Mond.

Der Mond war eine schmale, abnehmende Sichel, trotzdem war dank des Erdscheins ein Großteil der Scheibe sichtbar. Das Bild entstand am 27. April 2022. Venus (Mitte) und Jupiter (links) waren ungefähr drei Grad voneinander entfernt – sie steuerten auf eine enge Konjunktion zu.

Konjunktionen von Venus und Jupiter treten etwa einmal pro Jahr auf. Man sieht die beiden dann entweder vor Sonnenaufgang im Osten oder nach Sonnenuntergang im Westen. Dieses Bild entstand etwa eine Stunde vor dem Aufgang des hellsten Objekts am Himmel der Erde, nämlich der Sonne.

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Eine verzerrte Sonnenaufgangsfinsternis

Am Horizont eines Meeres ist rechts ein Schiff zu sehen, links geht eine sichelförmige, matte rote Sonne auf, die stark verzerrt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Elias Chasiotis

Habt ihr schon einmal so einen Sonnenaufgang gesehen? 2019 ging die Sonne bei einer partiellen Finsternis scheinbar zweigeteilt auf, nachdem es anfänglich bewölkt war. Der Fotograf meinte, es war der faszinierendste Sonnenaufgang seines Lebens.

Die Sonne war in der Atmosphäre gerötet. Der dunkle Kreis oben ist der Mond – aber die dunkle Kuppe darunter ebenfalls. Denn in der Erdatmosphäre lag eine Schicht ungewöhnlich warmer Luft über dem Meer, die wie eine riesige Linse wirkte. Sie erzeugte ein zweites Bild des Mondes. Bei einem normalen Sonnenaufgang oder -untergang bezeichnet man dieses seltene Phänomen der Atmosphärenoptik als Etruskische Vase.

Das Bild wurde im Dezember 2019 in al-Wakra in Katar fotografiert. Leute auf einem schmalen Pfad auf der Erde, der nach Osten verlief, sahen eine ganze ringförmige Sonnenfinsternis. Dabei bildete die Sonne im Hintergrund einen Feuerring, der den ganzen Mond umgab. Die nächste Sonnenfinsternis ist für Leute mit guter Planung ebenfalls eine ringförmige Sonnenfinsternis. Sie findet nächsten Samstag statt.

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Drei leuchtende Erscheinungen nachts auf Island

Über einem Gewässer leuchten am hinteren Ufer links ein grünes Polarlicht und in der Mitte rotes Gas. Rechts steigen drei Dampfsäulen senkrecht auf.

Bildcredit und Bildrechte: Wioleta Gorecka; Text: Natalia Lewandowska (SUNY Oswego)

Die Sonne ist kein so ruhiger Ort, wie es scheint. Sie verströmt unregelmäßig energiereiche Elektronen und Protonen. Diese bilden den Sonnenwind. Die geladenen Teilchen verformen das Magnetfeld der Erde. Sie ändern die Magnetlinien und prallen auf die Atome in der Erdatmosphäre. So entstehen Polarlichter, zum Beispiel das grüne Licht links im Bild.

Die Erde ist geologisch aktiv und besitzt Vulkane. Der Vulkan Fagradalsfjall auf Island steht nahe der Bildmitte. Er stößt orange leuchtendes heißes Gas aus.

Island ist einer der geologisch aktivsten Orte der Erde. Ganz rechts steht das Geothermie-Kraftwerk Svartsengi. Es erzeugt die berühmte künstliche Blaue Lagune und stößt weiße Gasschwaden aus. Das Kompositbild zeigt drei verschiedene Erscheinungen. Sie sind teils natürlich, teils von Menschen geschaffen.

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Spiralförmiges Polarlicht über Islands Verwerfung

Über einer duklen, düsteren Landschaft mit wilden Wolken wölbt sich ein grünes Polarlicht in Form einer Spirale.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (Starry Earth, TWAN)

Schätzt das Schöne, aber fürchtet das Untier. Schön ist das Polarlicht über uns. Es hat die Form einer großen grünen Spirale zwischen malerischen Wolken. An seiner Seite leuchten der helle Mond und die Sterne im Hintergrund. Das Untier ist eine Woge geladener Teilchen, die das Polarlicht hervorrufen. Eines Tages könnten solche Teilchen der Zivilisation schaden.

Im Jahr 1859 sah man auf der ganzen Welt beachtliche Polarlichter. Damals traf ein Puls geladener Teilchen auf die Magnetosphäre der Erde. Er stammte von einem koronalen Massenauswurf (KMA) nach einer Sonneneruption. Der KMA war so heftig, dass er das Carrington-Ereignis auslöste. Der Angriff der Sonne komprimierte das Erdmagnetfeld so gewaltig, dass er starke Ströme und Funken an Telegrafendrähten induzierte. Das erschreckte viele Telegrafistinnen.

Wenn heute ein Ereignis der Carrington-Klasse die Erde trifft, richtet es vielleicht Schäden an den weltweiten Stromnetzen und der Elektronik an, die ein nie da gewesenes Ausmaß erreichen.

Dieses Polarlicht wurde 2016 über dem Þingvallavatn auf Island fotografiert. Dieser See füllt teilweise eine Verwerfung. Sie trennt die großen tektonischen Kontinentalplatten von Eurasien und Nordamerika.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator

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Polarlicht über isländischem Wasserfall

Über einem Wasserfall leuchtet ein grünes Polarlicht,im Hintergrund steht über dem Horizont der Mond.

Bildcredit und Bildrechte: Cari Letelier

Es schien, als wäre der Himmel explodiert. Die ursprüngliche Idee war, ein Polarlicht über einem Wasserfall zu fotografieren. Doch nach stundenlangem Warten unter den dichten Wolken schwand die Hoffnung. Einige gingen fort.

Dann verzogen sich plötzlich die Wolken. Auf einmal waren die Teilchen eines großen magnetischen Sonnensturms zu sehen, die mit voller Wucht auf die obere Erdatmosphäre trafen. Der Nachthimmel füllte sich mit Farben und der Bewegung eines lebhaften Polarlichts. Mit Mühe wurde die Kamera im starken irdischen Wind stabilisiert. So entstanden 34 Aufnahmen, aus denen dieses Bild kombiniert wurde.

Das Ergebnisbild zeigt den fotogenen Wasserfall Goðafoss im Norden von Island Ende Februar vor einem sehr aktiven Polarlicht. Die Explosion auf der Sonnenoberfläche, bei der die energiereichen Teilchen ausgestoßen wurden, fand einige Tage zuvor statt.

Unsere Sonne zeigt eine beeindruckende Oberflächenaktivität, da sie sich einem Sonnenmaximum nähert. Das lässt hoffen, dass in den nächsten Jahren noch eindrucksvollere Polarlichter am Nord- und Südhimmel der Erde auftreten.

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Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang über der Ostsee

Über einem stillen Ufer an der Ostsee leuchten Polarlichter. Beschreibung im Text.

Bildcredit und Bildrechte: Bernd Pröschold (TWAN)

Diese ruhige Ansicht der schwedischen Küste blickt über die Ostsee und komprimiert die Zeit. Sie zeigt den Ablauf einer Nacht auf einem einzigen Foto. Die kreative Meeres- und Himmelslandschaft wird von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang von Mondlicht beleuchtet. Flüchtige Wolken, Fixsterne und fließende Polarlichter hinterlassen ihre Spuren am Himmel des Planeten Erde.

Für dieses Zeitrafferbild wurden in der Nacht des Junivollmondes zwischen 19:04 – 6:35 Uhr Ortszeit 3296 Videobilder aufgenommen. Die Zeit verstreicht von links nach rechts. Für jeden Zeitpunkt wurde eine einzelne Pixelspalte aus dem zeitlich entsprechenden Einzelbild des Ablaufs verwendet und in das digitale, 3296 Pixel breite Ergebnisbild eingefügt.

Herzlichen Glückwunsch APOD

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Monde queren Jupiter

Bildcredit: NASA; ESA, JPL, Cassini-Bildgebungsteam, SSI; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Jupiters Monde kreisen um Jupiter. Dieses Video zeigt, wie Europa und Io, zwei von Jupiters größten Monden, über den großen Roten Fleck des Riesenplaneten ziehen. Der Rote Fleck ist das größte Sturmsystem im Sonnensystem, das wir kennen. Das Video entstand aus Bildern der Roboter-Raumsonde Cassini, die sie 2002 auf ihrem Weg zu Saturn beim Vorbeiflug an Jupiter aufnahm.

Die beiden Monde im Video sind der vulkanische Io, der weiter entfernt ist, und die eisige Europa. Im Zeitraffervideo zieht Europa scheinbar an Io vorbei. Das ist seltsam, weil Io näher an Jupiter dran ist und sich schneller bewegt. Die Erklärung dafür ist, dass sich der Blickwinkel der Kamera durch die Bewegung der schnellen Raumsonde Cassini deutlich verändert.

Jupiter wird derzeit von der robotischen NASARaumsonde Juno besucht, und der Jupiter Icy Moons Explorer (JUICE, Jupiters Eismond-Erkunder) der ESA startete im April und ist auf dem Weg.

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Milchstraße über einem türkisfarbenen Paradies

Das Bild zeigt eine Küstenlinie mit blau leuchtendem Plankton. In der Ferne stehen Bäume. Darüber befindet sich ein Sternenhimmel mit roten Nebeln und dem zentralen Band unserer Milchstraßengalaxie.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek / Institut für Physik in Opava

Was leuchte hier? Die Frage ist: im Meer oder am Himmel? Das ungewöhnliche blaue Leuchten im Meer ist Biolumineszenz. Genauer gesagt stammt das Leuchten von Noctiluca scintillans, das ist einzelliges Plankton, das vom Plätschern der Wellen stimuliert wird. Durch das Licht erschreckt und beleuchtet das Plankton Fressfeinde. Auf einer Insel der Malediven war dieses Schauspiel Mitte Februar so intensiv, dass der Astrofotograf es als türkises Paradies bezeichnete.

Am Himmel leuchten die vertrauteren Sterne und Nebel. Das weiße Band, das von künstlich beleuchteten grünen Pflanzen aufsteigt, stammt von Milliarden Sternen in der zentralen Scheibe unserer Milchstraße. Links seht ihr den Sternhaufen Omega Centauri und in der Mitte die berühmte Sterngruppe Kreuz des Südens. Zu den rot leuchtenden Nebeln zählen der helle Carinanebel neben der Mitte und der ausgedehnte Gum-Nebel rechts oben.

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