Vorstoß in den Orbit

Das Bild zeigt eine Abgasschwade, die nach dem Start der Raumfähre Endeavour noch in der Luft hängt. Über den Wolken leutet es hell von den Triebwerken der Raumfähre.

Credit und Bildrechte: James N. Brown

Vögel fliegen nicht so hoch und Flugzeuge nicht so schnell. Die Freiheitsstatue wiegt weniger. Keine andere Spezies als die menschliche versteht, was hier passiert, doch vor nur einem Jahrtausend hätten auch es Menschen nicht verstanden.

Der Start einer Rakete ins All ist ein eindrucksvolles Ereignis, das sich nur schwer beschreiben lässt. Diese Abgasschwade stammt vom Nachtstart der Raumfähre Endeavour letzte Woche zur Internationalen Raumstation. Das eindrucksvolle Leuchten über den Wolken stammt von den Raketentriebwerken der Endeavour.

Das zwei Millionen Kilogramm schwere Raketenschiff startete aus dem Stand und umrundete die Erde, wo die Außenluft zu dünn zum Atmen und die Schwerkraft an Bord kaum spürbar ist. Heutzutage starten etwa einmal pro Woche irgendwo auf der Welt Raketen ins All.

Zur Originalseite

Endeavour bei Nacht

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: NASA, Jerry Cannon, Rusty Backer

Beschreibung: Mit einem Start in der Nacht begann die Raumfähre Endeavour in den frühen Morgenstunden des 11. März ihre jüngste Reise in den Orbit. Auf diesem fantastischen Bild des Starts beleuchten Endeavours drei Haupttriebwerke und die seitlichen Feststoffbooster das Heck des Orbiters und den riesigen orangefarbenen externen Treibstofftank.

Endeavour startete auf Startrampe 39A am Kennedy-Raumfahrtzentrum zur Mission STS-123, um eine Besatzung von sieben Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) zu bringen. Die Nutzlast enthielt den ersten Teil des Kibo-Labors der Japan Aerospace Exploration Agency und das zweiarmige Robotsystem der kanadischen Weltraumagentur. Die Astronauten führen eine Serie von Außenbordmanövern durch, um die neuen Anlagen während der 16-Tage-Mission zu installieren – der bisher längsten Shuttlemission zur ISS.

Zur Originalseite

Die Raumstation ISS in Stereo

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit: STS-122, NASA – Anaglyphenbild: Patrick Vantuyne

Nehmt eure rot-blaue Brille und schwebt über der Internationalen Raumstation ISS. Sie ist der größte künstliche Mond der Erde. Diese 3D-Ansicht entstand aus Teilen zweier Einzelbilder (S122-E-009880, S122-E-009893) und einem zusätzlichen Hintergrundbild, das entstand, als die Raumfähre Atlantis am 18. Februar von der ISS abdockte. Atlantis und die ISS reisten gemeinsam mit mehr als 7500 Metern pro Sekunde in einer Höhe von etwa 350 Kilometern. Das leuchtende, 7 Meter lange Modul, das aus dem rechten unteren Ende der Station ragt, ist das Columbus-Labor der ESA, das von der Atlantis angeliefert und von Astronauten bei Außenbordmanövern installiert worden war. Nach einer erfolgreichen 13-Tage-Mission zur ISS landete die Atlantis am Mittwoch im Kennedy Space Center.

Zur Originalseite

Astronaut im Orbit spiegelt die Erde

Im Helm eines Raumanzugs spiegeln sich die ISS, die Erde, die Arme des Astronauten Clay Anderson von der Expedition 15 und die Kamera, mit der er das Foto machte.

Credit: Clayton C. Anderson, Besatzung Expedition 15, NASA

Selbstporträts von Leuten im All sind manchmal recht interessant. Dieses Bild zeigt – von außen nach innen – den verspiegelten Helm eines Raumanzuges, die Module der Internationalen Raumstation ISS, in der Mitte die Erde, dann die Arme des Astronauten Clay Anderson von der Expedition 15 und innen die Digitalkamera für den Schnappschuss.

Dieses Bild entstand bei der Mission der Raumfähre Endeavour letzten August. Dabei wurde die Raumstation ausgebaut. Die starke Krümmung der kugelförmigen Erde, die man in der Reflexion des Visiers sieht, zeigt nicht die tatsächliche Krümmung. Sie ist ein Artefakt, das durch die Krümmung des Helmes entsteht. Wenn man den Horizont der Erde aus der Höhe der ISS betrachtet, erscheint nur sanft gekrümmt. Die ISS ist nur ungefähr 400 Kilometer von der Erde entfernt.

Nächsten Monat ist wieder eine Mission eines Spaceshuttles zur Raumstation geplant. Dabei wird das Wissenschaftslabor Columbus installiert.

Zur Originalseite

Raumstation über dem Ionischen Meer

Hinter der Internationalen Raumstation ISS ist die Erde. Von links ragt der Stiefel von Italien ins Bild, über dem Mittelmeer verläuft die Küste von Griechenland und Albanien. Oben ragt die Rückenflosse der Raumfähre Endeavour ins Bild.

Credit: Besatzung der Mission STS-118, NASA

Letzten August fotografierte die Besatzung der Raumfähre Endeavour dieses Bild. Es zeigt die Internationalen Raumstation ISS vor dem Planeten Erde. Auf dieser Reise zur ISS brachte die Raumfähre lebenswichtige Güter zur Station. Dazu wurde die ISS repariert und erweitert.

Nach der Primärmission machte die Besatzung im Raumfahrzeug eine Tour um die Station. Bei dieser Inspektion entstand das Bild der ISS. Dahinter ist das Ionische Meer, links der Stiefel von Italien. Die westliche Küstenlinie von Griechenland und Albanien verläuft über dem Meer. Die Rückenflosse der Raumfähre, die kopfüber fliegt, ragt oben ins Bild.

Nach der Mission besuchte die Raumfähre Discovery die ISS im Oktober. Die nächste Shuttlemission zur ISS ist für nächste Woche geplant.

Zur Originalseite

Die gleiche Nacht

Oben ragt die Erde ins Bild, unten ist die Raumfähre Endeavour. Links gleißt die Sonne.

Credit: Besatzung STS-68, NASA

Heute um 9:50 UT kreuzt die Sonne den Äquator am Sternenhimmel und zieht nach Süden. Dieses astronomische Ereignis wird Äquinoktium genannt. Es markiert auf der Nordhalbkugel den ersten Herbsttag. Im Süden beginnt der Frühling.

Äquinoktium bedeutet gleiche Nacht. Wenn die Sonne am Himmelsäquator steht, sehen die Bewohner der Erde ziemlich genau 12 Stunden Tageslicht und 12 Stunden Dunkelheit. Danach werden auf der Südhalbkugel die Tage länger und die Sonne am Himmel steigt höher, während der Sommer kommt.

Ein paar Wochen nach dem September-Äquinoktium 1994 nahm die Besatzung der Raumfähre Endeavour dieses Bild auf. Die Sonne steht unter den Rand der Erde. Gleißendes Sonnenlicht beleuchtet die Heckflosse der Endeavour (sie zeigt zur Erde) und die Radarausrüstung in der Ladebucht.

Zur Originalseite

Frei fliegen im Weltall

Über der Erde schwebt ein Astronaut in großer Entfernung frei im Weltall. Es ist der Astronaut Bruce McCandless II, der eine Manned Maneuvering Unit steuert.

Credit: STS-41B, NASA

Bruce McCandless II war etwa 100 Meter vom Laderaum der Raumfähre Challenger entfernt. Er war weiter draußen als je ein Mensch zuvor. Der Astronaut McCandless schwebte in einer Manned Maneuvering Unit1 frei im All. McCandless und sein Kollege Robert Stewart waren die ersten, die einen solchen ungebundenen Außenbordeinsatz erlebten. Es war bei der Mission 41-B im Jahr 1984.

Die MMU arbeitete mit Stickstoff-Schubdüsen. Sie wurde verwendet, um Satelliten auszusetzen oder zu bergen. Mit einer Masse von mehr als 140 Kilogramm ist eine MMU auf der Erde sehr schwer. Doch im Orbit ist sie – wie auch alles andere – schwerelos. Später wurde die MMU durch die „SAFER backpack propulsion unit“ (SAFER-Rucksack-Antriebseinheit) ersetzt.

Zur Originalseite

  1. Besatzte manövrierfähige Einheit, MMU) ↩︎