Bedeckung in der Dämmerung

Hinter blattlosen Büschen oder Bäumen leuchtet in der Dämmerung ein sehr schmaler junger Sichelmond.

Bildcredit und Bildrechte: Doug Zubenel (TWAN)

Beschreibung: Die dünne Mondsichel ist einen Tag alt. Sie leuchtete am 6. Dezember nach Sonnenuntergang im Westen. Der Mond bedeckte auch den Mars oder zog vor ihm vorbei. Doch nur wenige Sternfreundinnen* konnten den Schlussakt dieser Bedeckung durch den Mond in der Dämmerung sehen. Dazu brauchte man einen guten Beobachtungsplatz auf einem Pfad, der über Nordamerika führte.

Diese Aufnahme entstand mit Teleobjektiv. Sie zeigt den Mars als Lichtpunkt, kurz nachdem er hinter dem sonnenbeleuchteten Rand des Sichelmondes aufgetaucht war. Der tolle Himmelsanblick wurde in De Soto im US-amerikanischen Bundesstaat Kansas fotografiert. Natürlich wird die totale Mondfinsternis diesen Monat von viel mehr Mondschwärmer*innen beobachtet werden. Sie findet in der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember statt.

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Mondaufgang im Schatten des Mauna Kea

Über ein Wolkenmeer fällt der Schatten eines Vulkangipfels. Unten im Vordergrund sind dunkle Felsen. Über dem Schatten des Gipfels leuchtet der Himmel orangefarben bis hellblau. Unter der Schattenspitze geht der Mond auf.

Credit und Bildrechte: Michael Connelley (U. Hawaii)

Beschreibung: Wie kann der Mond durch einen Berg hindurch aufgehen? Kann er nicht – was hier fotografiert wurde, ist ein Mondaufgang, der durch den Schatten eines großen Vulkans zu sehen ist. Der Vulkan ist der Mauna Kea auf Hawaii in den USA, wo häufig spektakuläre Fotos gemacht werden, seit er der führende Beobachtungsort auf dem Planeten Erde ist.

Die Sonne ging soeben auf der anderen Seite hinter der Kamera unter. Außerdem hat der Mond seine volle Phase schon hinter sich. In seiner vollen Phase würde er – vielleicht sogar verdunkeltexakt beim Gipfel des Schattens aufgehen. Die Brechung des Mondlichtes durch die Erdatmosphäre lässt den Mond leicht oval erscheinen.

Im Vordergrund sind Aschekegel früherer Vulkanausbrüche zu sehen. Die Wolkenoberseiten unter dem Gipfel des Mauna Kea sind ungewöhnlich flach, das lässt auf ein rasches Sinken der Luftfeuchtigkeit schließen, daher ist die Luft häufig ungewöhnlich trocken – eine weitere Eigenschaft dieser Sternbeobachtungsstätte.

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Sonnenuntergang bei der Spiral-Mole

Am violett beleuchteten Boden zeichnet sich eine riesige Spirale aus Steinen ab, dahinter leuchtet ein gelb-orangefarbenes Licht über dem Horizont und geht in einen dunkelvioletten Himmel über.

Bildcredit und Bildrechte: Arne Erisoty

Beschreibung: In der abnehmenden Dämmerung am Ende eines Augusttages erschienen einen Augenblick lang breite, dunkle Bänder am Himmel. Sie waren bei Robert Smithsons Spiral-Mole an der östlichen Küste des Großen Salzsees in Utah zu sehen. Die dunklen Spuren wurden von Strahlen aus Sonnenlicht markiert, man kennt sie als Dämmerungsstrahlen.

Eigentlich sind es die Schatten von Wolken am fernen, westlichen Horizont, die auftreten, wenn die untergehende Sonne hinter ihnen aus der Sicht verschwunden ist. Die Wolkenschatten verlaufen parallel, aber wegen der Perspektive laufen sie scheinbar in der Ferne zusammen.

Smithsons berühmtester Erdwall ist an der salzverkrusteten Seeoberfläche aufgewickelt. Er bildet einen dramatischen Kontrast zu den zusammenlaufenden Linien. Die Spiral-Mole wurde 1970 errichtet, als der Wasserspiegel ungewöhnlich niedrig war. Er wurde innerhalb weniger Jahren überschwemmt, als der Spiegel anstieg. Nun liegt die Spirale wieder knapp über dem Wasser. Einen großen Zeitraum ihres Bestehens war sie im salzigen See versenkt.

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Gegendämmerungsstrahlen über Colorado

Hinter grünen Wiesen mit Kühen steigen am Horizont helle Strahlenbüschel auf.

Credit und Bildrechte: John Britton

Beschreibung: Was passiert hinter dem Horizont? Obwohl die Szenerie irgendwie übernatürlich wirkt, ist es nichts Ungewöhnlicheres als ein Sonnenuntergang und einige gut platzierte Wolken. Hier sind Gegendämmerungsstrahlen zu sehen.

Schaut einmal Abbildungen gewöhnlicher Strahlenbüschel an, um das Phänomen zu verstehen. Strahlenbüschel sind immer dann zu sehen, wenn Sonnenlicht durch Wolkenfetzen dringt. Obwohl Sonnenlicht in geraden Linien verläuft, entsprechen die Projektionen dieser Linien an den kugelförmigen Himmel Großkreisen. Daher laufen die Strahlenbüschel der unter- oder aufgehenden Sonne scheinbar auf der gegenüberliegenden Seite des Himmels zusammen.

Am Sonnengegenpunkt, der 180 Grad von der Sonne entfernt ist, werden sie als Gegendämmerungsstrahlen bezeichnet. Oben ist eine besonders sehenswerte Szenerie mit Gegendämmerungsstrahlen abgebildet. Sie wurde 2001 kurz hinter Boulder im US-amerikanischen Colorado von einem fahrenden Auto aus fotografiert.

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Venus kurz nach Sonnenuntergang

Am kristallklaren Himmel nach Sonnenuntergang leuchtet die Venus. Im Vordergrund ist die Silhouette einer Landschaft, links sind die Lichter einer Siedlung zu sehen.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Ist das die Venus oder ein Flugzeug? Himmelsbeobachtende überlegen oft, ob der helle Punkt am Horizont der Planet Venus ist. Meist verrät sich ein Flugzeug, indem es sich nach wenigen Augenblicken deutlich bewegt. Die Venus geht nur langsam mit der Erddrehung unter. Doch das Erkennen wäre leichter, wenn die Venus ihre Position nicht jede Nacht ändern würde.

Oben wurde die Venus in den Jahren 2006 und 2007 an 44 verschiedenen Abenden über den Bolubergen in der Türkei fotografiert, als der Schwesterplanet der Erde exklusiv am Abendhimmel leuchtete. Der durchschnittliche zeitliche Abstand zwischen den Bildern betrug fünf Tage, und die Bilder wurden immer dann aufgenommen, wenn die Sonne etwa sieben Grad unter dem Horizont stand.

Der helle Punkt, der diesen Monat am Abendhimmel im Westen steht, ist vielleicht weder die Venus noch ein Flugzeug, sondern der Planet Mars.

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Dämmerungsstrahlen über dem Michigansee

Über dem Horizont steigen orangerote Strahlen büschenförmig auf. Im Vordergrund ist ein Gewässer und dahinter ist ein Leuchtturm.

Credit und Bildrechte: Kurt Voigts

Beschreibung: Wie entstehen solche Strahlen? Letzten Monat wurden spektakuläre dunkle Himmelsstrahlen in Pentwater in Michigan (USA) mit Blick nach Westen über den Michigansee fotografiert. Die Ursache ist überraschend vertraut: es sind Schatten. Wolken am Horizont können Sonnenlicht abdecken, sodass es nicht von der Luft reflektiert wird. Dadurch erscheinen einige Bereiche, die von der Sonne ausgehen, ungewöhnlich dunkel.

Wolkenschatten kann man sich als Gegenstück zu Dämmerungsstrahlen vorstellen, die man häufiger sieht, die ebenfalls oben zu sehen sind. Bei Dämmerungsstrahlen strömt Sonnenlicht durch Wolkenlöcher. Manchmal sind auf der Seite, die der Sonne gegenüber liegt, Gegendämmerungsstrahlen zu sehen.

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Regenbogen bei Sonnenuntergang

Im Panorama geht rechts die Sonne unter, links ist am Wolkehhimmel ein Regenbogen zu sehen.

Credit und Bildrechte: Bernd Thinius (Inastars Observatorium Potsdam)

Beschreibung: Wo steht die Sonne, wenn ihr einen Regenbogen seht? Natürlich hinter euch. Deses Panorama wurde am 28. Juli fotografiert, es zeigt einen Regenbogen Seite an Seite mit der Sonne (rechts). Die bewölkte Ansicht des Sonnenuntergangs zeigt die ganzen 360 Grad um den Horizont.

Das Panorama entstand aus 20 Einzelbildern, die an einem Observatorium am Stadtrand der deutschen Stadt Potsdam fotografiert wurden. Der Regenbogen selbst entsteht durch Sonnenlicht, das im Inneren der Regentropfen in Gegenrichtung der Sonne zum Beobachter zurückreflektiert wird.

Wenn Sonnenlicht in die Tropfen fällt und dabei von Luft in Wasser und wieder zurück in die Luft gelangt, werden längere Wellenlängen (rötere Farben) weniger stark gebrochen oder gebeugt als kürzere Wellenlängen (blauere Farben). Dadurch wird das Sonnenlicht in die Regenbogenfarben aufgeteilt.

Das scharfe Bild zeigt außer dem vollständigen, prächtigen Primärregenbogen auch zartere Effekte. Ihr seht einen teilweisen schwächeren Sekundärregenbogen links über dem Primärregenbogen und zarte Bögen knapp innerhalb des Primärregenbogens, die als Interferenzregenbögen bezeichnet werden.

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Finsternis-Schattenkegel über Patagonien

Über der dunklen Erde leuchtet am Horizont die Korona um den Mond, links und rechts ist der Horizont hell, in der Mitte ist der Schatten der Erde am blauen Himmel erkennbar.

Credit und Bildrechte: Daniel Fischer (Cosmic Mirror)

Beschreibung: Manchmal ist bei einer totalen Sonnenfinsternis ein seltsamer düsterer Schatten zu sehen, der bis in die Ferne reicht. Dieser Schatten wird als Schattenkegel bezeichnet und ist dann sichtbar, weil die Erdatmosphäre nicht ganz transparent ist, sondern das Sonnenlicht streut und daher tagsüber blau erscheint. Schattenkegel sind besonders dramatisch, wenn eine Finsternis nahe am Horizont steht, weil durch die Geometrie ein langer Korridor aus abgeschatteter Luft entsteht.

Oben seht ihr einen Schattenkegel, der letzten Monat bei Sonnenuntergang bei einer totalen Sonnenfinsternis im argentinischen Patagonien fotografiert wurde. Die verfinsterte Sonne leuchtet wegen des Lichtes der Korona, die sie umgibt, immer noch hell um den Mondrand herum. Wenige Minuten später begann der Mond, sich von der Sonne zu entfernen, während beide hinter den in fernen Anden untergingen.

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