Marius Hills und ein Loch im Mond

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Bildcredit: NASA, Lunar Orbiter 2; Einschub: Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Können Menschen unter der Mondoberfläche leben? Diese faszinierende Möglichkeit fand 2009 Zuspruch, als die japanische Raumsonde SELENE in der Mondumlaufbahn ein seltsames Loch unter der Marius-Hügelregion auf dem Mond abbildete, das möglicherweise eine Luke in eine Lavahöhle unter der Oberfläche ist.

Nachfolgende Beobachtungen mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der NASA zeigten, dass sich das Marius Hills Hole (MHH) visuell fast 100 Meter unter der Oberfläche ausdehnt und mehrere Hundert Meter breit ist. Aktuelle Radardaten von SELENE, die den Boden durchdringen, wurden neu ausgewertet und zeigen eine Reihe verblüffender Zweitechos – Hinweise, dass die ausgedehnten Lavaröhren unter den Mariushügeln kilometerweit hinabreichen könnten und groß genug sein könnten, um ganze Städte zu beherbergen.

Solche Röhren könnten eine künftige Mondkolonie vor großen Temperaturschwankungen, Einschlägen von Mikrometeoriten und der schädlichen Sonnenstrahlung schützen. Man könnte solche Lavaröhren im Boden sogar verschließen, um sie mit atembarer Luft zu füllen. Diese Lavahöhlen entstanden wahrscheinlich vor Milliarden Jahren durch aktive Mondvulkane.

Dieses Bild der Oberfläche der Marius-Hügelregion wurde in den 1960er Jahren von der NASA-Mission Lunar Orbiter 2 fotografiert, der Bildeinschub des MHH stammt vom LRO der NASA, der noch in Betrieb ist. Mehrere Lavakuppeln sind zu sehen, der Krater Marius befindet sich rechts oben.

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Raumsonde Kaguya stürzt auf den Mond


Credit und Bildrechte: SELENE-Team, JAXA, NHK

Beschreibung: Die japanische Raumsonde Kaguya stürzte letzte Woche wie geplant auf den Mond. Die Raumsonde mit dem offiziellen Namen Selenological and Engineering Explorer (SELENE) bekam den Spitznamen Kaguya nach der Prinzessin in der Geschichte vom Bambusschneider. Oben ist ein Film zu sehen, der von Kaguya während des letzten Umlaufes der zwanzig Monate dauernden Mondmission aufgenommen wurde. Einsames, hügeliges und von Kratern übersätes Gelände zieht unterhalb vorbei, wärhend die Raumsonde kaum ein paar Gipfel ausmacht. Am Ende des Filmes verschwindet die Raumsonde in der Dunkelheit nahe dem Krater Gill. Die robotische SELENE trug dreizehn wissenschaftliche Instrumente und zwei HDTV-Kameras. Die bahnbrechende* Mission sammelte Daten der Mondtopologie und -zusamensetzung, die dazu dienen den Ursprung und die Geschichte des einzigeartigen alten Begleiters zu verstehen. Daten und Bilder von Kayuga und dem kürzlich gestarteten Lunar Reconnaissance Orbiter können dazu verwendet werden gute Landeplätze für künftige Astronauten, die den Mond erforschen auszuwählen.

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Kaguya beobachtet einen Erdaufgang im Mondorbit

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Credit und Bildrechte: SELENE-Team, JAXA, NHK

Beschreibung: Wie sieht die Erde vom Mond aus betrachtet aus? Eine neue Version dieser Perspektive des Raumfahrtzeitalters wurde kürzlich von der robotischen Sonde Kaguya im Mondorbit aufgenommen. Diese Wissenschaftsmission des Selenological and Engineering Explorer (SELENE) mit dem Spitznamen Kaguya, der vor zwei Monaten in Japan gestartet wurde, soll den Ursprung und die Entwicklung des Mondes untersuchen. Im letzten Monat erreichte Kaguya die Mondumlaufbahn und begann Daten und Bilder zu übermitteln. Dieses Bildfeld stammt von der HDTV-Kamera an Bord von Kaguya. Ein Astronaut, der auf der Mondoberfläche steht, würde niemals einen Erdaufgang beobachten können, da der Mond der Erde immer die gleiche Seite zuwendet. Sowohl dieser als auch der berühmte Erdaufgang, der vor 40 Jahren von der Besatzung von Apollo 8 aufgenommen wurde, geschieht nur für Beobachter in der Mondumlaufbahn.

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