Roboter Dragonfly soll über Titan fliegen


Videocredit: NASA, Johns Hopkins U. Applied Physics Lab.

Beschreibung: Wenn Sie über Titan fliegen könnte, was würden Sie sehen? Um das herauszufinden, und um diesen exotischen Saturnmond besser zu erforschen, gab die NASA kürzlich grünes Licht für Dragonfly – diese Mission zu Titan zum Einsatz einer hubschrauberartigen Drohne.

Der Saturnmond Titan ist einer der größten Monde im Sonnensystem und der einzige Mond, von dem wir wissen, dass er eine dichte Atmosphäre und sich verändernde Kohlenwasserstoffseen besitzt. Nach Entwicklung, Bau, Test und Start soll Dragonfly voraussichtlich 2034 Titan erreichen. Diese Animation zeigt, wie Dragonfly bei Titan ankommt und mit seiner Erforschung in der Luft beginnt. Dann landet die Sonde, um eine Radioverbindung zur Erde herzustellen, und startet zu einem weiteren Flug über Titan.

Wir hoffen, dass Dragonfly der Menschheit nicht nur hilft, das Wetter, die Chemie und die wechselnde Landschaft Titans besser zu verstehen, sondern auch ihr Wissen über die Entstehung des Lebens auf unserer jungen Erde erweitert.

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Stereo-Helene

Das Bild zeigt den Saturnmond Helene, der an den Mond Dione gebunden ist. Mit rot-cyanfarbigen Brillen sieht man es dreidimensional.

Bildcredit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA; Stereobild von Roberto Beltramini

Nehmt eure rot-blaue Brille und schwebt neben dem kleinen, eisigen Saturnmond Helene. Der Name ist passend gewählt. Helene ist einer von vier trojanischen Monden, die wir kennen. Trojaner heißen so, weil sie sich bei einem Lagrangepunkt befinden. Ein Lagrangepunkt ist eine gravitationsstabile Position in der Nähe zweier massereicher Körper. In diesem Fall sind das Saturn und der größere Mond Dione.

Helene hat eine unregelmäßige Form. Sie misst etwa 36 x 32 x 30 Kilometer und kreist bei Diones vorderem Lagrangepunkt. Der brüderliche Eismond Polydeuces zieht an Diones hinterem Lagrangepunkt nach.

Die scharfe Stereo-Aglyphe entstand aus zwei Bildern von Cassini. Sie wurden 2011 bei einem nahen Vorbeiflug aufgenommen. Das Bild zeigt einen Teil der Seite von Helene, die zu Saturn gerichtet ist. Sie ist von Kratern und schluchtartigen Strukturen übersät.

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Saturn, Titan, Ringe und Dunst

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Bildcredit: NASA, ESA, JPL, SSI, Cassini Imaging Team

Beschreibung: Das ist keine Sonnenfinsternis. Das Bild zeigt eine belebte Aussicht mit Monden und Ringen bei Saturn. Das große runde Objekt in der Mitte ist Titan, der größte Saturnmond und eines der faszinierendsten Objekte im ganzen Sonnensystem. Der dunkle Fleck in der Mitte ist der feste Hauptteil des Mondes. Der helle Ring, der ihn umgibt, ist Atmosphärendunst über Titan – Gas, das Sonnenlicht zu einer Kamera an Bord der Roboter-Raumsonde Cassini streut. Die Saturnringe durchschneiden waagrecht das Bild, man blickt fast genau auf die Kante. Rechts unter Titan befindet sich Enceladus, ein kleiner Saturnmond.

Da das Bild fast genau in Richtung Sonne aufgenommen wurde, erscheinen die Oberflächen von Titan und Enceladus als Silhouetten, und die Saturnringe wirken wie ein Fotonegativ. Wenn Sie Enceladus wirklich sehr genau betrachten, sehen Sie leichte Hinweise auf Eisstrahlen, die zum unteren Bildrand hinausschießen. Es sind diese Strahlen, die Zukunftspläne für eine Landung auf Enceladus befeuern, um ins Eis zu graben und nach Anzeichen für extraterrestrisches Leben zu suchen.

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Mond bedeckt Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Cory Schmitz

Beschreibung: Manchmal verschwindet Saturn. Er geht zwar nicht fort, wird aber unsichtbar, wenn sich unser Mond davorschiebt. So eine Saturnbedeckung war Ende letzten Monats auf einem kleinen Streifen auf der Erde – von Brasilein bis Sri Lanka – zu beobachten.

Dieses Farbbild ist eine digitale Kombination der schärfsten Bilder, die fotografiert wurden fortlaufender Videos des Ereignisses, aufgenommen in Rot, Grün und Blau. Saturn und der vergleichsweise helle Mond wurden getrennt aufgenommen. Die Aufnahmen entstanden in Südafrika kurz vor der Verfinsterung – und kurz vor Sonnenaufgang. Als Saturn fast zwei Stunden später auf der anderen Seite des Mondes wieder auftauchte, war die Sonne bereits aufgegangen.

Dieses Jahr treten fast monatlich Bedeckungen von Saturn durch den Mond auf, leider sind sie nur für Leute am richtigen Ort bei klarem, dunklem Himmel sichtbar.

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Der Hügel, der Mond und Saturn

Auf einem Hügel stehen zwei Gestalten neben einer Kamera auf Stativ. Hügel und Gestalten sind eine dunkle Silhouette. Rechts leuchtet der Sichelmond über dem Planeten Saturn am dunkelblauen Himmel in der Abenddämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Letzten Sonntag war der Mond noch jung. Seine Sichel, die von der Sonne beleuchtet war, hing im Westen tief am Horizont, als die Sonne unterging. Der Mond war von der Erde beleuchtet, und der helle Planet Saturn begleitete ihn am Abendhimmel. Die schöne Konjunktion war auf dem ganzen Planeten zu sehen.

An diesem klaren Abend standen auf einem Hügel in der Nähe der ungarischen Stadt Veszprém Mutter, Tochter, der helle Planet und der junge Mond. Sie alle wurden auf dieser ruhigen nächtlichen Landschaft mit Teleobjektiv fotografiert. Manchen altert der Mond zu schnell. Heute schon bildet der sonnenbeleuchtete Teil eine Halbmondphase.

Dieses Wochenende können wir uns eine schöne Zeit mit Mond und Sternen machen. Wir erwarten den jährlichen Staubregen eines Kometen, der als Meteorstrom der Leoniden bekannt ist.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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55 Nächte mit Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Beschreibung: In 55 aufeinanderfolgenden Nächten, vom 1. Juli bis zum 24. August 2018, war diesen Sommer der mediterrane Himmel zumindest teilweise klar. Eine Aufnahme von jeder Nacht wurde in dieses zusammengesetzte Teleskopbild integriert, um dem hellen Planeten Saturn zu folgen, als er über den prachtvollen Abendhimmel wanderte. Im August wurde die jahreszeitliche, scheinbar rückläufige Bewegung des äußeren Planeten langsamer und verlief vor dem sternklaren Hintergrund nach rechts. Das führte ihn nahe an die Sichtlinie zur zentralen Milchstraße heran, mit dem schönen Lagunennebel (M8) und dem Trifidnebel (M20).

Natürlich war auch Saturns größter Mond Titan mit dabei. Titan umrundet den Gasriesen auf einer 16-tägigen Bahn, seine daraus resultierende wellenartige Bewegung ist leichter erkennbar, wenn der fast zu helle Saturn digital aus der Szene entfernt wird.

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Mont Blanc, Meteor und Milchstraße

Über dem Mont Blanc leuchtet ein Sternenhimmel, der teilweise von orange beleuchteten Wolken verdeckt ist. Links neben der Milchstraße leuchtet Saturn, rechts Antares. Neben der Milchstraße blitzt ein grünlicher Perseïd auf.
Bildcredit und Bildrechte: Adrien Mauduit

Mitten in dieser stimmungsvollen Landschaft unter dem Nachthimmel steht der Mont Blanc, von Schnee bedeckt. Der Fotograf stand mit Blick nach Süden zu Europas höchstem Gipfel in den südlichen Schweizer Alpen. Dort vernebelten hohe, dünne Wolken den Himmel. Doch die Aufnahme, die 13 Sekunden belichtet wurde, zeigt die blassen Sternenfelder und die dunklen Teilungen der Milchstraße über dem berühmten weißen Berg.

Links leuchtet der helle Planet Saturn und rechts Antares, der Alphastern im Skorpion. Beide Lichter sind durch den Dunst aufgebläht. Sie leuchten hinter den Wolken und flankieren die zentrale Wölbung der Galaxis. Die Szene im Hochland entstand in der Nacht von 12. auf 13. August. Daher zieht neben der galaktischen Ebene auch ein Meteor der Perseïden seine grüne Spur.

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Saturns Sechseck beim Nordpol

Die Figur ist so regelmäßig, dass es unglaublich scheint, dass sie natürlichen Ursprungs ist. Das berühmte Sechseck um Saturns Nordpol wurde in den 1980er-Jahren von den Voyager-Sonden entdeckt und wird seither durchgehend beobachtet. Das Sechseck füllt beinahe das Bild, das blau und magenta gefärbt ist. In der Mitte ist ein Strudel.
Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Hampton University

Diese faszinierende sechseckige Strahlströmung ist das berühmte Sechseck um Saturns Nordpol. Das farbige Bild in Falschfarben stammt aus einem Video. Es reicht bis 70 Grad nördlicher Breite und zeigt das Sechseck in voller Pracht. Das Bild wurde aus Daten in infrarotem, sichtbarem und ultraviolettem Licht berechnet. Diese Daten wurden Ende 2012 von der Raumsonde Cassini im Saturn-Orbit aufgenommen.

Die seltsame Struktur ist etwa 30.000 Kilometer groß und an die Rotation des Planeten gebunden. Sie ist auch sehr langlebig. Erstmals entdeckt man es in den 1980er Jahren auf Bildern vom Vorbeiflug der Voyager-Sonden, die das Sonnensystem verlassen. In seiner Mitte liegt der Orkan beim Nordpol des beringten Gasriesen.

Eine neue Langzeitstudie von Cassini-Daten zeigte einen auffälligen Wirbel in größerer Höhe. Er entstand, als auf der Nordhalbkugel des Planeten der Sommer begann. Außerdem passt er exakt zum Umriss des Sechsecks am Nordpol. Es scheint, als würde es Hunderte Kilometer über diesen tieferen Oberflächen der Wolken in Saturns Stratosphäre liegen.

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