Mond bedeckt Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Cory Schmitz

Beschreibung: Manchmal verschwindet Saturn. Er geht zwar nicht fort, wird aber unsichtbar, wenn sich unser Mond davorschiebt. So eine Saturnbedeckung war Ende letzten Monats auf einem kleinen Streifen auf der Erde – von Brasilein bis Sri Lanka – zu beobachten.

Dieses Farbbild ist eine digitale Kombination der schärfsten Bilder, die fotografiert wurden fortlaufender Videos des Ereignisses, aufgenommen in Rot, Grün und Blau. Saturn und der vergleichsweise helle Mond wurden getrennt aufgenommen. Die Aufnahmen entstanden in Südafrika kurz vor der Verfinsterung – und kurz vor Sonnenaufgang. Als Saturn fast zwei Stunden später auf der anderen Seite des Mondes wieder auftauchte, war die Sonne bereits aufgegangen.

Dieses Jahr treten fast monatlich Bedeckungen von Saturn durch den Mond auf, leider sind sie nur für Leute am richtigen Ort bei klarem, dunklem Himmel sichtbar.

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Der Hügel, der Mond und Saturn

Auf einem Hügel stehen zwei Gestalten neben einer Kamera auf Stativ. Hügel und Gestalten sind eine dunkle Silhouette. Rechts leuchtet der Sichelmond über dem Planeten Saturn am dunkelblauen Himmel in der Abenddämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Letzten Sonntag war der Mond noch jung. Seine Sichel, die von der Sonne beleuchtet war, hing im Westen tief am Horizont, als die Sonne unterging. Der Mond war von der Erde beleuchtet, und der helle Planet Saturn begleitete ihn am Abendhimmel. Die schöne Konjunktion war auf dem ganzen Planeten zu sehen.

An diesem klaren Abend standen auf einem Hügel in der Nähe der ungarischen Stadt Veszprém Mutter, Tochter, der helle Planet und der junge Mond. Sie alle wurden auf dieser ruhigen nächtlichen Landschaft mit Teleobjektiv fotografiert. Manchen altert der Mond zu schnell. Heute schon bildet der sonnenbeleuchtete Teil eine Halbmondphase.

Dieses Wochenende können wir uns eine schöne Zeit mit Mond und Sternen machen. Wir erwarten den jährlichen Staubregen eines Kometen, der als Meteorstrom der Leoniden bekannt ist.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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55 Nächte mit Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN)

Beschreibung: In 55 aufeinanderfolgenden Nächten, vom 1. Juli bis zum 24. August 2018, war diesen Sommer der mediterrane Himmel zumindest teilweise klar. Eine Aufnahme von jeder Nacht wurde in dieses zusammengesetzte Teleskopbild integriert, um dem hellen Planeten Saturn zu folgen, als er über den prachtvollen Abendhimmel wanderte. Im August wurde die jahreszeitliche, scheinbar rückläufige Bewegung des äußeren Planeten langsamer und verlief vor dem sternklaren Hintergrund nach rechts. Das führte ihn nahe an die Sichtlinie zur zentralen Milchstraße heran, mit dem schönen Lagunennebel (M8) und dem Trifidnebel (M20).

Natürlich war auch Saturns größter Mond Titan mit dabei. Titan umrundet den Gasriesen auf einer 16-tägigen Bahn, seine daraus resultierende wellenartige Bewegung ist leichter erkennbar, wenn der fast zu helle Saturn digital aus der Szene entfernt wird.

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Mont Blanc, Meteor und Milchstraße

Über dem Mont Blanc leuchtet ein Sternenhimmel, der teilweise von orange beleuchteten Wolken verdeckt ist. Links neben der Milchstraße leuchtet Saturn, rechts Antares. Neben der Milchstraße blitzt ein grünlicher Perseïd auf.
Bildcredit und Bildrechte: Adrien Mauduit

Mitten in dieser stimmungsvollen Landschaft unter dem Nachthimmel steht der Mont Blanc, von Schnee bedeckt. Der Fotograf stand mit Blick nach Süden zu Europas höchstem Gipfel in den südlichen Schweizer Alpen. Dort vernebelten hohe, dünne Wolken den Himmel. Doch die Aufnahme, die 13 Sekunden belichtet wurde, zeigt die blassen Sternenfelder und die dunklen Teilungen der Milchstraße über dem berühmten weißen Berg.

Links leuchtet der helle Planet Saturn und rechts Antares, der Alphastern im Skorpion. Beide Lichter sind durch den Dunst aufgebläht. Sie leuchten hinter den Wolken und flankieren die zentrale Wölbung der Galaxis. Die Szene im Hochland entstand in der Nacht von 12. auf 13. August. Daher zieht neben der galaktischen Ebene auch ein Meteor der Perseïden seine grüne Spur.

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Saturns Nordpol-Sechseck

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute, Hampton University

Beschreibung: Dieser faszinierende sechseckige Strahlstrom, der als Sechseck um Saturns Nordpol bekannt ist, ist auf diesem farbenfrohen Bild von Cassini in voller Pracht zu sehen. Das Video-Einzelbild in Falschfarben reicht bis 70 Grad nördlicher Breite, es wurde anhand von Bilddaten in infrarotem, sichtbarem und ultraviolettem Licht berechnet, die Ende 2012 von der Raumsonde Cassini im Saturnorbit aufgenommen wurden.

Das seltsame, langlebige Merkmal ist etwa 30.000 Kilometer groß und an die Rotation des Planeten gebunden. Es wurde erstmals in den 1980er Jahren auf Bildern vom Vorbeiflug der hinausfliegenden Voyagersonden entdeckt. In seiner Mitte liegt der wirbelsturmartige Nordpolorkan des beringten Gasriesen.

Eine neue Langzeitstudie von Cassinidaten zeigte einen auffälligen Wirbel in größerer Höhe, der entstand, als auf der Nordhalbkugel des Planeten der Sommer begann, und der exakt zu den Umrissen des Nordpol-Sechsecks passt. Anscheinend liegt es Hunderte Kilometer über diesen tieferen Wolkenoberflächen in Saturns Stratosphäre.

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Polarlichter um Saturns Nordpol

Wir sehen den Planeten Saturn schräg von oben, die Ringe bilden ein breites Oval, das oben und unten über den Planeten hinausreicht. Oben am Pol leuchtet ein cyanblaues Polarlicht in Form einer Spirale.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, OPAL-Programm, J. DePasquale (STScI), L. Lamy (Observatoire de Paris-PSL)

Sind Saturns Polarlichter ähnlich wie die auf der Erde? Um diese Frage zu beantworten, beobachteten das Weltraumteleskop Hubble und die Raumsonde Cassini gleichzeitig Saturns Nordpol. Die Beobachtung fand im September 2017 bei Cassinis letzten Umläufen um den Gasriesen statt. Dank Saturns Neigung war der Nordpol von der Erde aus gut sichtbar.

Dieses Bild ist ein Komposit aus Ultraviolettbildern von Polarlichtern. Sie wurden mit aktuellen Hubble-Bildern im sichtbaren Licht von Saturns Wolken und Ringen kombiniert. Wie auf der Erde können Saturns Polarlichter ganze oder partielle Ringe um den Pol bilden. Aber anders als auf der Erde bilden Saturns Polarlichter häufig Spiralen. Außerdem erreichen sie ihre größte Helligkeit mit höherer Wahrscheinlichkeit kurz vor Mitternacht und in der Dämmerung. Anders als bei Jupiters Polarlichter verbindet sich bei Saturns Polarlichtern anscheinend das innere Magnetfeld von Saturn besser mit dem nahen, veränderlichen Sonnenwind.

Saturns Südlichter wurden 2004 auf gleiche Weise fotografiert. Damals war der Südpol des Planeten von der Erde aus deutlich sichtbar.

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Titan sehen

Der Saturnmond Titan ist in der Mitte im sichtbaren Licht dargestellt. Man sieht nur seine gelbliche Wolkenoberfläche. Außen herum sind sechs Bilder angeordnet, die in Infrarot durch die Wolken blicken und Details der Oberfläche zeigen.

Bildcredit und Bildrechte: VIMS-Team, U. Arizona, ESA, NASA

Saturns größter Mond Titan ist in eine dichte Atmosphäre gehüllt. Es ist wirklich schwierig, ihn zu sehen. Kleine Teilchen in der oberen Atmosphäre bilden einen fast undurchdringlichen Dunst. Dieser streut sichtbares Licht stark und verbirgt die Details auf Titans Oberfläche vor neugierigen Augen. Doch in Wellenlängen von Infrarot kann man Titans Oberfläche besser abbilden. Infrarot wird weniger stark gestreut oder in der Atmosphäre absorbiert.

In der Mitte ist ein Bild von Titan im sichtbaren Licht. Außen herum sind die bisher besten Ansichten in Infrarot des faszinierenden Mondes angeordnet. Die sechs Bildfelder in Falschfarben entstanden in 13 Jahren. Sie zeigen einen faszinierenden Vergleich mit Cassinis Ansicht im sichtbaren Licht. Die Aufnahmen stammen vom Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS). Das Spektrometer befindet sich an Bord der Raumsonde Cassini.

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Mond, Mars und Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Erst vor zwei Wochen bot der dunkle Himmel über der Wüste im Nordiran diese faszinierende Himmelsansicht. Das dramatische Digitalmosaik zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln der Milchstraße. Um einen größeren Helligkeitsbereich abzudecken, wurde eine Belichtungsserie fotografiert.

Der eigentlich volle Mond dieser Nacht ist in den Erdschatten getaucht. Während der von vielen beobachteten totalen Mondfinsternis erschien er sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Touristen bietet die Himmelslandschaft auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn, die vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße leuchten. Doch der Mond ist noch nicht ganz fertig mit seinen Schattenspielen. Heute verdunkelt der Neumond im Norden des Planeten Erde teilweise die Sonne.

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