Stereo-Jupiter nahe der Opposition

Das Bild zeigt zwei Abbildungen von Jupiter mit bandförmigen Wolkengürteln und dem großen Roten Fleck. Durch Schielen wirkt das Bild dreidimensional.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Lorenzi

Jupiter sieht auf diesen Bildern gestochen scharf aus. Beide wurden am 17. November von Singapur aus mit einem Dachteleskop aufgenommen, nur zwei Wochen nach Jupiters Opposition im Jahr 2023. Der Riesenplanet ist derzeit fast die ganze Nacht hindurch zu sehen und steht um Mitternacht besonders hoch im Süden. Sein Licht war zum Zeitpunkt der Aufnahmen nur 33,4 Minuten zur Erde unterwegs, das sind ca. 4 Astronomische Einheiten oder etwas mehr als 600 Millionen Kilometer.

Die dunklen Gürtel und hellen Zonen des Planeten Jupiter sind in bemerkenswerter Detailtreue zu erkennen, ebenso wie die weißlichen, ovalen Wirbel des Riesenplaneten. Sein charakteristischer Großer Roter Fleck ist im Süden immer noch deutlich zu erkennen.

Jupiter dreht sich alle 10 Stunden schnell um seine Achse, so dass diese Bilder auf der Grundlage von Videobildern, die nur 30 Minuten auseinander liegen, ein Stereobild ergeben. Schaue auf die Mitte des Paares und stelle die Augen auf „Unendlich“ ein, bis sich die einzelnen Bilder überlagern und verschmelzen, um den größten Gasriesen des Sonnensystems in 3D-Optik zu sehen.

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Monde queren Jupiter

Bildcredit: NASA; ESA, JPL, Cassini-Bildgebungsteam, SSI; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Jupiters Monde kreisen um Jupiter. Dieses Video zeigt, wie Europa und Io, zwei von Jupiters größten Monden, über den großen Roten Fleck des Riesenplaneten ziehen. Der Rote Fleck ist das größte Sturmsystem im Sonnensystem, das wir kennen. Das Video entstand aus Bildern der Roboter-Raumsonde Cassini, die sie 2002 auf ihrem Weg zu Saturn beim Vorbeiflug an Jupiter aufnahm.

Die beiden Monde im Video sind der vulkanische Io, der weiter entfernt ist, und die eisige Europa. Im Zeitraffervideo zieht Europa scheinbar an Io vorbei. Das ist seltsam, weil Io näher an Jupiter dran ist und sich schneller bewegt. Die Erklärung dafür ist, dass sich der Blickwinkel der Kamera durch die Bewegung der schnellen Raumsonde Cassini deutlich verändert.

Jupiter wird derzeit von der robotischen NASARaumsonde Juno besucht, und der Jupiter Icy Moons Explorer (JUICE, Jupiters Eismond-Erkunder) der ESA startete im April und ist auf dem Weg.

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Jupiter rotiert, umkreist von Monden

Videocredit und -rechte: Makrem Larnaout

Jupiter und seine Monde bewegen sich wie unsere Sonne und ihre Planeten. Auch Jupiter rotiert, und seine Monde kreisen um ihn. Jupiters Rotation kann man beobachten, indem man zirkulierende dunkle Gürtel und helle Zonen verfolgt. Der große Rote Fleck ist der größte Sturm, den wir kennen, er taucht auf diesem 48-sekündigen Zeitraffervideo nach etwa 15 Sekunden auf.

Das Video entstand aus Kurzfilmen vom letzten Monat aus mehreren Nächten. Diese wurden digital so kombiniert, wie sie bei einer kontinuierlichen 24-Stunden-Belichtung erscheinen würden. Jupiters hellste Monde kreisen immer in der Ebene der Rotation des Planeten, auch wenn die Erdrotation das ganze System geneigt erscheinen lässt. Die Monde Europa, Ganymed und Io sind allesamt sichtbar. Europas Schatten trat auf, als der eisige galileische Mond die Jupiterscheibe kreuzte.

Jupiter bleibt diesen Monat noch nahe der Opposition, das bedeutet, dass er ungewöhnlich hell bleibt. Nahe seiner größten Annäherung an die Erde ist er fast die ganze Nacht sichtbar.

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In Ganymeds Schatten

Das Bild zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck und einen Transit des Mondes Io mit Schatten

Bildcredit und Bildrechte: Andrew McCarthy

Jupiter stand Ende des letzten Monats in Opposition, also am Himmel der Erde gegenüber der Sonne. Anfang des nächsten Jahres nähert er sich dem Perihel, das ist der sonnennächste Punkt auf seiner elliptischen Bahn. Damit ist Jupiter unserem schönen Planeten besonders nahe, das führt derzeit zu ausgezeichneten Sichtverhältnissen auf den größten Planeten im Solarsystem.

Am 27. September wurde dieses scharfe Bild von Jupiter mit einem kleinen Teleskop in einem Hinterhof in Florence (Arizona) aufgenommen. Die kombinierten Einzelbilder des Videos zeigen die massereiche Welt, die von planetenweiten Winden umkreist wird. Dunkle Gürtel und helle Zonen umspannen den Gasriesen, zusammen mit rotierenden ovalen Stürmen und dem charakteristischen Roten Fleck.

Rechts unten leuchtet der galileische Mond Ganymed. Der größte Mond im Sonnensystem zieht mit seinem Schatten über Jupiters südliche Wolkendecken.

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Das Weltraumteleskop Webb zeigt Jupiter

Das Bild zeigt Jupiter in Infrarotlicht, aufgenommen vom Weltraumteleskop James Webb. Jupiters Wolken sind ungewöhnlich dunkel, darunter leuchtet der Große Rote Fleck, ein Ring, mehrere Monde und ein helles Polarlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, Jupiter-ERS-Team; Bearbeitung: Ricardo Hueso (UPV/EHU) und Judy Schmidt

Dieser neue Blick auf Jupiter ist erhellend. Hoch aufgelöste Infrarotbilder des neuen Weltraumteleskops James Webb zeigen Unterschiede auf Jupiter, die man zuvor nicht kannte, zum Beispiel zwischen hoch schwebenden hellen Wolken wie dem großen Roten Fleck und tief liegenden dunklen Wolken.

Webbs Bild zeigt den Staubring um Jupiter, helle Polarlichter an den Polen und die Monde Amalthea und Adrastea. Das Magnetfeld des großen vulkanischen Mondes Io lenkt beim südlichen Polarlicht geladene Teilchen auf Jupiter. Manche Objekte sind so hell, dass das Licht an Webbs Optik merklich gebeugt wird und Streifen bildet.

Webb umrundet die Sonne in der Nähe der Erde. Sein Spiegel ist mehr als sechs Meter groß. Damit ist es das größte astronomische Teleskop, das je gestartet wurde. Es hat 15 Mal mehr Lichtsammelfläche als Hubble.

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Webb zeigt Jupiter und seinen Ring in Infrarot

Das Bild zeigt Jupiter im infraroten Licht, aufgenommen vom vom Weltraumteleskop James Webb aufgenommen wurde. Man sieht die Wolken, den Großen Roten Fleck, der hell erscheint, und einen auffälligen Ring um den Riesenplaneten.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Warum hat Jupiter Ringe? 1979 entdeckte die vorbeifliegende NASA-Raumsonde Voyager 1 Jupiters Hauptring. Sein Ursprung war damals ein Rätsel. Von 1995 bis 2003 kreiste die NASA-Raumsonde Galileo um Jupiter. Ihre Daten bestätigten die Vermutung, dass dieser Ring durch Einschläge von Meteoroiden auf kleinen, nahe gelegenen Monden entsteht. Wenn zum Beispiel ein kleiner Meteoroid den winzigen Metis trifft, bohrt er sich in den Mond, verdampft und schleudert Schmutz und Staub in einen Orbit um Jupiter.

Dieses Bild des Weltraumteleskops James Webb zeigt Jupiter in Infrarotlicht. Wir sehen nicht nur Jupiter und seine Wolken, sondern auch den hellen Ring. Rechts ist Jupiters großer Roter Fleck (GRF) in hellen Farben. Links ist Jupiters großer Mond Europa mit Beugungsspitzen. Europas Schatten fällt neben den GRF. Einige Strukturen im Bild sind noch nicht gut erforscht. Dazu zählt die scheinbar getrennte Wolkenschicht an Jupiters rechtem Rand.

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Hubbles Jupiter und der schrumpfende Rote Fleck

Der große Rote Fleck auf Jupiter, aufgenommen mit dem Weltraumteleskop Hubble.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA, Hubble, OPAL-Programm, STScI; Bearbeitung: Karol Masztalerz

Beschreibung: Was wird aus dem großen Roten Fleck auf Jupiter? Der Gasriese Jupiter ist die größte Welt im Sonnensystem, er besitzt etwa 320 Erdmassen. Auf Jupiter befindet sich eines der größten und beständigsten Sturmsysteme, die wir kennen, der große Rote Fleck (GRF) links.

Obwohl der GRF in letzter Zeit schrumpfte, ist er so groß, dass er die Erde verschlucken könnte. Ein Vergleich mit historischen Aufzeichnungen lässt vermuten, dass der Sturm nur noch ein Drittel der Fläche einnimmt, die er vor 150 Jahren hatte.

Das Programm Outer Planets Atmospheres Legacy (OPAL) der NASA beobachtete den Sturm in jüngerer Zeit mit dem Weltraumteleskop Hubble. Dieses Hubble-OPAL-Bild zeigt Jupiter im Jahr 2016, es wurde so bearbeitet, dass rote Farbtöne sehr lebendig wirken. Aktuelle GRF-Daten lassen vermuten, dass die Oberfläche des Sturms weiterhin schrumpft, aber die senkrechte Ausdehnung etwas größer wird.

Niemand kennt die Zukunft des GRF. Wenn der Schrumpfprozess anhält, kann es sein, dass mit dem GRF eines Tages dasselbe passiert wie mit kleineren Flecken auf Jupiter – dass er ganz verschwindet.

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Jupiter trifft Saturn: Große Konjunktion mit rotem Fleck

Jupiter mit seinen vier größten Monden Kallisto, Ganymed, Io und Europa sowie Saturns größter Mond Titan.

Bildcredit und Bildrechte: Damian Peach

Beschreibung: Es war Zeit für ihre Begegnung. Vor zwei Tagen zogen Jupiter und Saturn bei ihrer Große Konjunktion einen Zehntelgrad aneinander vorbei. Die beiden Planeten ziehen zwar alle 20 Jahre am Himmel aneinander vorbei, doch das war die engste Begegnung seit fast vier Jahrhunderten.

Diese Mehrfachbelichtung wurde früh am Tag der Großen Konjunktion fotografiert und zeigt nicht nur beide Planetenriesen auf einem einzigen Bild, sondern auch die vier größten Jupitermonde (von links nach rechts) Kallisto, Ganymed, Io und Europa sowie Saturns größten Mond Titan. Wenn ihr sehr genau hinseht, erkennt ihr auf dem klaren Bild des Chilescopes sogar Jupiters großen Roten Fleck.

Die Planeten entfernen sich nun wieder voneinander, sind aber immer noch bemerkenswert eng beisammen – weniger als etwa einen Winkelgrad, und sie gehen knapp nach der Sonne im Westen unter – bis Jahresende jeden Abend.

Galerie: Interessante Bilder der Großen Konjunktion, die an APOD geschickt wurden
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