New Horizons startet zu Pluto

Eine Rakete startet auf einem mächtigen Feuerstrahl in den wolkigen blauen Himmel und hinterlässt mächtige Abgaswolken am Boden.

Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper

Reiseziel: Pluto. Die Raumsonde New Horizons hob 2006 mit Getöse von der Startrampe am Cape Canaveral in Florida (USA) ab und brach zu Abenteuern im fernen Sonnensystem auf. Die Sonde ist das schnellste Raumschiff, das je von Menschen gestartet wurde. Es passierte den Mond nur neun Stunden nach dem Start und Jupiter nach nur einem Jahr. Nachdem New Horizons kreuzte fast ein Jahrzehnt durchs Sonnensystem. Am Dienstag passiert sie Pluto.

Beim Start von New Horizons war Pluto offiziell ein Planet. Er wurde noch nie zuvor von einer Raumsonde besucht oder aus der Nähe fotografiert. Nach Pluto besucht das Roboter-Raumschiff mindestens ein weiteres Objekt im Kuipergürtel, das noch weiter draußen um die Sonne kreist.

Hier ist die Sonde New Horizons zu sehen. Sie startete an der Spitze einer mächtigen Atlas-V-Rakete in den Weltraum.

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Plutos Geologie

Das Bild zeigt Strukturen auf dem Zwergplaneten Pluto, die von der Raumsonde New Horizons aufgenommen wurden.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Southwest Research Inst.

Pluto rückt ins Blickfeld. Die Roboter-Raumsonde New Horizons nähert sich rasend schnell der unerforschten Welt im fernen Sonnensystem. Dabei erkennen wir neue Details der Oberfläche. Das Bild wurde letzten Donnerstag fotografiert und gestern veröffentlicht. Links ist eine ungewöhnliche vieleckige Struktur, die etwa 200 Kilometer groß ist. Knapp darunter verläuft relativ komplexes Gelände diagonal über den Zwergplaneten.

Die Bilder und Daten, die New Horizons von diesen Strukturen schickte, werden wohl jahrelang untersucht. So will man die geologische Geschichte von Pluto und dem Sonnensystem besser verstehen. New Horizons hatte letzte Woche eine ärgerliche Panne. Am Dienstag führt sie ihren historischen Vorbeiflug an Pluto und seinen Monden durch.

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8 Millionen Kilometer vor Pluto

Das Bild wurde aus Daten erstellt, die die Raumsonde New Horizons von Pluto aufnahm und zur Erde schickte. Rechts ist eine helle Region, die an ein Herz erinnert, links unten eine lange dunkle Region.

Bildcredit: NASA, Johns Hopkins Univ./APL, Südwest-Forschungsinst.

Am 7. Juli nahm die Raumsonde New Horizons ein Bild auf, als sie weniger als 8 Millionen Kilometer von Pluto entfernt war. Es wurde mit Farbdaten kombiniert. Nun ist es die bisher detailreichste Ansicht der berühmten Welt im Sonnensystem, die unmittelbar vor ihrer Erforschung steht.

Im Bild ist die Spitze einer länglichen dunklen Region an Plutos Äquator zu sehen. Sie wird „der Wal“ genannt. Die helle, herzförmige Region rechts ist etwa 2000 Kilometer groß. Möglicherweise ist sie von einem Reif bedeckt, der aus gefrorenem Methan, Stickstoff und / oder Kohlenmonoxid besteht.

Die Ansicht ist ziemlich genau auf die Region gerichtet, die bei der lang erwarteten größten Annäherung am 14. Juli zu sehen sein wird. New Horizons nähert sich Pluto bis auf zirka 12.500 Kilometer.

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New Horizons

Videocredit und -rechte: Nationale Gesellschaft für Raumfahrt

In drei Wochen erreicht die Roboter-Raumsonde New Horizons den Zwergplaneten Pluto. Das Video zeigt das letzte halbe Jahrhundert als eine beispiellose Ära der Erforschung von Planeten im Sonnensystem mit Robotersonden. Im Film fliegt – künstlerisch animiert – Mariner 2 im Jahr 1962 an der Venus vorbei.

Weitere Vorbeiflüge sind zu sehen: Mariner 4 flog im Jahr 1965 an Mars vorbei. 1973 passierte Pioneer 10 den Jupiter. 1974 erreichte Mariner 10 den Merkur. 1974 flog Pioneer 11 an Saturn vorbei. 1986 passierte Voyager 2 den Uranus und 1989 Neptun. Der hypothetische Abschnitt danach zeigt den Vorbeiflug von New Horizons an Pluto nächsten Monat.

Wenn alles wie geplant klappt, wird der Zwergplanet Pluto die fernste Welt, die je von Sonden besucht wurde. Die Illustrationen von Pluto basieren auf Vermutungen. Wie Pluto und seine Monde tatsächlich aussehen, ist vermutlich eine Mischung aus vertrauten Dingen wie Kratern und unbekannten Dingen wie …

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Annäherung an Pluto

Videocredit: NASA, Johns Hopkins U. Applied Physics Lab., Southwest Research Inst.

Hier kommt Pluto. Die Roboter-Raumsonde New Horizons der NASA hat die Neptunbahn überschritten. Sie nähert sich rasch der berühmtesten unerforschten Welt im Sonnensystem. Das Zeitraffervideo zeigt Pluto mit seinem größten Mond Charon.

Von 12.-18. April wurden 13 Bilder fotografiert und zu diesem Video kombiniert. Die beiden Himmelskörper umkreisen ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Die Bilder im Video sind verschwommen. Doch ihre Qualität reicht an die besten Aufnahmen von Pluto heran, die je auf der Erde fotografiert wurden.

New Horizons bleibt auf Kurs und rast am 14. Juli am fernen Zwergplaneten vorbei.

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Plutos neu entdeckte Monde bekommen Namen

Das Bild des Weltraumteleskops Hubble zeigt in der Mitte Pluto und Charon, außen sind die Monde Kerberos, Styx, Hydra und Nix. Ihre Bahnen wurden grafisch ergänzt.

Bildcredit: NASA, ESA, Mark Showalter (SETI-Institut)

Plutos neu entdeckte Monde haben nun Namen. Die neu entdeckten Plutomonde Nummer vier und fünf waren bisher als P4 und P5 bekannt. Die Internationale Astronomische Union gab ihnen die Namen Kerberos und Styx.

2015 ist der Vorbeiflug der Sonde New Horizons an Pluto geplant. Bei der Vorbereitung dafür wurden 2011 und 2012 die kleinen Monde mit dem Weltraumteleskop Hubble entdeckt.

Kerberos wurde nach dem vielköpfigen Hund der griechischen Mythologie benannt, der den Eingang zur Unterwelt bewacht. Styx erhielt seinen Namen von jener Gottheit, die den mythologischen Fluss zwischen Erde und Unterwelt überblickt. Beide Spitznamen stehen in einer Beziehung zu Pluto, der die mythologische Unterwelt regiert.

Weil ihr Reflexionsvermögen nicht bekannt ist, ist die Größe jedes Mondes ziemlich unklar. Doch beide sind grob geschätzt etwa 20 Kilometer groß. Die Roboterraumsonde New Horizons passiert Pluto voraussichtlich 2015. Dann schickt sie die ersten Bilder aus der Nähe des Zwergplaneten und seiner Begleiter.

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Fünfter Mond um Pluto entdeckt

Auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble von Pluto wurde ein bisher unbekannter Mond entdeckt. Seine vorläufige Bezeichnung ist S/2012 (134340) 1.

Bildcredit: NASA, ESA, Mark Showalter (SETI-Institut)

Bei Pluto wurde ein fünfter Mond entdeckt. Der Mond wurde Anfang des Monats auf Bildern des Weltraumteleskops Hubble gefunden, die zur Vorbereitung auf die Mission New Horizons aufgenommen wurden. Die Raumsonde New Horizons soll 2015 an Pluto vorbeifliegen.

Oben ist der Mond nur eine kleine Markierung, die sich um den Zwergplaneten bewegt, während das ganze System langsam um die Sonne wandert. Der Mond trägt die vorläufige Bezeichnung S/2012 (134340) 1 oder einfach P5 (wie beschriftet). Er hat einen Durchmesser von schätzungsweise 15 Kilometern und besteht wahrscheinlich hauptsächlich aus Wassereis.

Pluto ist vorläufig der einzige berühmte Körper im Sonnensystem, der noch nie Besuch von einer Raumsonde erhielt, die von Menschen gebaut wurde. Daher sind seine Entstehung und sein genaues Aussehen weitgehend unbekannt.

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Plutos P4

Die beiden Bildfelder zeigen das Pluto-System mit den Monden Hydra, Charon, Nix und P4.

Credit: NASA, ESA, Mark Showalter (SETI Institute)

Beschreibung: Nix und Hydra wurden menschlichen Augen erstmals auf Bildern des Weltraumteleskops Hubble vom Mai 2005 vorgestellt. Sie galten als Plutos zweiter und dritter bekannter Mond. Nun zeigten Hubble-Bilder einen vierten Begleiter des eisigen Zwergplaneten. Er trägt die vorläufige Bezeichnung P4 und umrundet Pluto in etwa 31 Tagen.

Derzeit ist P4 Plutos kleinster und blassester bekannter Mond. Er hat einen Durchmesser von ungefähr 13 bis 34 Kilometern. Der kürzlich entdeckte Begleiter wurde erstmals bei Hubble-Beobachtungen vom 28. Juni erkannt und bei späteren Folgebeobachtungen am 3. und 18. Juli bestätigt.

Die beiden Bildfelder sind aus kurz und lang belichteten Aufnahmen zusammengesetzt. Sie zeigen auch den helleren Pluto mit seinem größten Mond Charon. Auch Kamerarauschen und Bildartefakte sind auf den lang belichteten Segmenten zu sehen.

Die Hubble-Beobachtungen entstanden, als man nach zarten Ringen um die ferne Welt suchte. Die Beobachtung sollte die NASA-Mission New Horizons unterstützen, die 2015 am Pluto-System vorbeifliegen soll.

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