Perseverance absolviert einen Mars-Marathon

Die bergige, rötliche Oberfläche des Planeten Mars ist aus der Umlaufbahn abgebildet. Eine gelbe Ellipse markiert einen kleinen roten Punkt. Eine dunkle linienförmige Spur führt quer durch das Bild zu dem Punkt.
Bildcredit: NASA, LPL (U. Arizona), MRO, HiRISE

Ein kleiner grüner Punkt auf der Oberfläche des großen Roten Planeten – das ist der Rover Perseverance auf dem Mars. Dieses Bild nahm der Mars Reconnaissance Orbiter mit seiner Kamera HiRISE am 13. Juni auf. Einen Tag später vollendete der Roboter einen Mars-Marathon. Er hat sechs Räder und ist so groß wie ein Auto.

Seit der Rover anfing die Oberfläche des Mars zu erkunden, legte er eine Strecke von insgesamt 42,195 Kilometern zurück. Perseverance erreichte diese Marathon-Entfernung an seinem Missionstag Sol 1890. Ein Sol ist ein Tag auf dem Mars. Die Fahrtdauer entspricht nach irdischem Maßstab rund 5 Jahren und 4 Monaten. Perseverance setzt seine Suche nach möglichen biologischen Spuren fort.

Auf diesem Bild von HiRISE könnt ihr die Spuren des Mars-Rovers erkennen. Sie führen zu seiner Position, die westlich von seiner Landestelle im Krater Jezero nahe einem uralten Flussdelta liegt.

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Tagesmond trifft den Abendstern

Hinter dramatischen Wolken leuchtet der von Kratern übersäte Sichelmond am blauen Himmel. Oben gleißt ein heller Lichtpunkt. Es ist die Venus, die bald vom Mond verdeckt wird.
Bildcredit und Bildrechte: Debra Ceravolo

Die Venus betritt gerade die himmlische Bühne der Erde als strahlender Abendstern. Mit dem Mond, anderen Planeten und hellen Sternen gleißt sie abends im Westen am Himmel. Als die Sonne am 17. Juni unterging, begleitete das himmlische Leuchtfeuer den jungen, schmalen Sichelmond. An einigen Orten sah man, wie der Mond die Venus verdeckte und vor ihr vorbeizog.

In einer Sternwarte in einem Garten südlich von British Columbia in Kanada fand die Bedeckung durch den Mond bei Tage statt. Diese Aufnahme mit Teleskop zeigt das Ereignis am dramatisch bewölkten Himmel. Die Venus verschwand für eine Stunde. Dann tauchte sie am dunklen Rand des Mondes wieder auf.

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10 Tage Venus und Jupiter

Vier Bildfelder zeigen, wie sich die Planeten Jupiter und Venus am Horizont von Maharashtra immer näher kommen. Am 8. Juni stehen sie in der Dämmerung eng beisammen.
Bildcredit und Bildrechte: Aditya Pawar

Vielleicht sind euch Venus und Jupiter letztens aufgefallen. Kürzlich gab es eine enge Konjunktion zwischen den beiden hellsten Planeten. Sie war am Abendhimmel kaum zu übersehen. Es begann am 30. Mai, Jupiter stand damals oben, und endete am 8. Juni. Die Bildfelder zeigen ihre enge Begegnung. Zeitlich verläuft die Konjunktion von links nach rechts am westlichen Horizont von Maharashtra in Indien.

Die Farben am Abendhimmel in den Bildfeldern zeigen die Bedingung am Ort, als die Sonne unterging. Die größte Annäherung war am 9. Juni. An dem Abend betrug die Distanz zwischen dem Paar am Himmel nur etwa dreimal die Breite eines Vollmondes. Physikalisch lagen natürlich mehr als 600.000.000 km zwischen den beiden Planeten, die auf ihren Bahnen um die Sonne kreisen.

In den nächsten Tagen verschwindet Jupiter abends langsam im Glanz der Sonne. Doch die Venus entfernt sich im Westen weiter von der Sonne in ihrer aktuellen Rolle als gleißender Abendstern.

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Die Erde zwischen den Planeten

Das linke Bild zeigt die Erde unter den Ringen des Saturn, sie ist mit einem Pfeil markiert. Das Bild stammt von der Raumsonde Cassini. Rechts sind Mond und Erde aus der Perspektive der Raumsonde MESSENGER beim Planeten Merkur zu sehen.
Bildcredit: Cassini-Bildgebungs-Team, SSI, JPL, ESA, NASA und NASA / Labor für Angewandte Physik der JHU / Carnegie Inst. Washington

Am 19. Juli 2013 gab es eine interplanetare Premiere. Die Erde wurde am selben Tag aus der Sicht zweier anderer Planeten im Sonnensystem fotografiert. Ein Bild entstand beim innersten Planeten Merkur, das andere beim Ringplaneten Saturn.

Das linke Bild zeigt die Erde als blassblauen Punkt unter den Saturnringen. Es wurde von der Raumsonde Cassini aufgenommen, die damals um den äußersten Gasriesen kreiste. Am selben Tag machten viele Menschen auf der Erde Schnappschüsse von Saturn.

Im rechten Bild sieht man das Erde-Mond-System vor dem dunklen Hintergrund des Weltraums. Es stammt von der Raumsonde MESSENGER, die sich damals im Orbit um Merkur befand. Das Bild entstand bei der Suche nach kleinen natürlichen Begleitern des Planeten Merkur. Solche Monde müssten ziemlich lichtschwach sein. Im MESSENGER-Bild sind die hellere Erde und der Mond überbelichtet. Sie strahlen im reflektierten Sonnenlicht.

Cassini und MESSENGER erforschten das Sonnensystem. Mittlerweile haben beide ihre Missionen beendet. Eine Rückkehr zur Erde war für keine der beiden Sonden geplant.

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Venus und Jupiter: Konjunktion über Avebury

Am dämmerigen Abendhimmel leuchten zwei helle Lichter. Im Vordergrund ist eine dunkle Wiese, darauf stehen zwei riesige Steine, die leicht zueinander geneigt sind. Es sind die Megalithe "Adam" und "Eve" der Menhire in Avebury. Am Horizont sind Wolken und die Silhouetten von Bäumen. Direkt neben den Steinen stehen am Himmel zwei helle "Sterne", der hellere steht etwas rechts über dem anderen.
Bildcredit und Bildrechte: Josh Dury

Diesen Monat seht ihr Venus und Jupiter ganz ohne Fernglas oder Teleskop. Schaut einfach nach Sonnenuntergang Richtung Westen. Dann seht ihr, wie sie auftauchen, wenn der Himmel dunkler wird. Die beiden hellsten Planeten begegneten sich am 9. Juni bei einer engen Konjunktion. Am Himmel trennten sie aus unserer Sicht weniger als 2 Grad.

Der innere Planet Venus ist heller und läuft schneller als Jupiter um die Sonne. Deswegen holt sie den äußeren Planeten ungefähr alle 13 Monate auf der Ekliptik ein und zieht dann an ihm vorbei. Etwa alle drei Jahre ist der Abstand dieser Konjunktion zur Sonne so groß, dass man sie in der Dämmerung gut beobachten kann.

Das Bild zeigt den „kosmischen Kuss“ der beiden Himmelslichter am 9. Juni neben zwei großen Megalithen. Sie sind die Überreste einer Menhire in einem Steinkreis. Er steht im britischen Avebury und ist 4000 Jahre alt. Avebury Henge ist größer als Stonehenge und gilt als eine der wichtigsten Kultstätten der Jungsteinzeit auf der Erde.

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Blick von der Erde auf Jupiter und Venus

2012 gab es eine Konjunktion von Jupiter (links) und Venus (rechts). Man sah sie überall auf unserem Planeten. Es war fast egal, wo man lebte: Alle, die einen freien Blick zum Horizont im Westen hatten, sahen es nach Sonnenuntergang.

Ein kreativer Fotograf suchte damals einen Ort auf, der weit von den Lichtern der Stadt Szubin in Polen entfernt war. Dort lichtete er die engste Annäherung der beiden Planeten ab. Die hellen Planeten waren zu diesem Zeitpunkt nur ungefähr drei Grad voneinander entfernt. Die Tochter des Fotografen machte eine humorvolle Pose. Das schwache Rot im Hintergrund stammt noch vom Sonnenuntergang.

Jupiter und Venus stehen diese Woche wieder nahe beisammen. Wenn die Sonne untergegangen ist, sieht man die beiden im Westen am Himmel. In etwa zwei Tagen erreichen sie einen Abstand von nur einem Grad.

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Saturn und Neptun tanzen rückwärts

Zwei parallele Schleifen aus hellen Punkten verlaufen am Nachthimmel. Dieses Kompositbild zeigt die Positionen von Saturn und Neptune. Die Kamera folgte ihnen von Mai 2025 bis JÄnner 2026. Der hellere Ring vorne ist Saturn, der blassere Ring dahinter ist Neptun.

Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was bedeutet es, wenn Saturn und Neptun rückläufig sind? Das Bild wurde aus Aufnahmen zusammengesetzt, die in 34 Nächten von Mai 2025 bis Februar 2026 entstanden sind. Sie zeigen Saturn (er ist vorne und heller) und Neptun (schwächer und hinten). In dieser Zeit bewegten sich beide Planeten am Himmel rückwärts – das nennt man rückläufige Bewegung.

Diese scheinbare Rückwärtsbewegung entsteht, wenn die Erde die langsameren äußeren Planeten auf ihrer Bahn um die Sonne innen überholt. Man stelle sich das Sonnensystem wie eine Laufbahn vor: Die Erde läuft auf der Innenbahn schneller als die äußeren Planeten. Die Erde nähert sich, überholt und „überrundet“ die äußeren Planeten. Sie liegen aus unserer Perspektive dann scheinbar hinter uns. Durch die veränderte Perspektive wechseln die äußeren Planeten am Nachthimmel ihre Position.

Zum heutigen Bild gibt es auch eine Animation. Sie zeigt den monatelangen „Tanz“ von Saturn und Neptun am nördlichen Nachthimmel. Saturn wechselte dabei vom Sternbild Fische in den Wassermann und wieder zurück. Neptun blieb in den Fischen. Seit ihrer letzten Konjunktion im Jahr 1989 waren sich Saturn und Neptun nicht mehr am Himmel.

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Mond, Venus und die Plejaden

Sieben Bilder des Mondes sind diagonal im Bild angeordnet, darunter glitzern die "sieben Schwestern". Wir nennen sie auch Plejaden oder M45, und so gut wie nie sieht man dort genau sieben Sterne. Das helle Licht rechts ist der Planet Venus.
Bildcredit und Bildrechte: Gianni Tumino; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Nein, die Erde hat nicht vor Kurzem sechs neue Monde bekommen! Heute zeigt APOD ein Weltraumbild, das aus mehreren Aufnahmen kombiniert wurde. Es ist der Abendhimmel vom 19. April über dem südlichen Sizilien. Wir folgen Mond, Venus und den Plejaden, während die Dämmerung in den Abend übergeht.

Zwischen 2023 und 2029 „besucht“ der Mond die Plejaden einmal im Monat, denn sie lieben in der Ekliptik. Sie ist die Ebene des Sonnensystems. Im April 2026 kam auch noch die Venus zur himmlischen Begegnung. Die Plejaden werden auch Messier 45 genannt. Normalerweise sieht man sechs ihrer Sterne mit freiem Auge, und zwar überall auf der Welt. Daher ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden in vielen Kulturen um sie.

In Nordamerika lebt zum Beispiel der Stamm der Haudenosaunee. Sie sehen in den Plejaden sechs Buben. Diese tanzten so begeistert, dass sie in den Himmel abhoben. Forschende der Astronomie fanden kürzlich Tausende weitere Sterne in den Plejaden. Obwohl wir schon Jahrtausende zu ihm hinaufblicken, können wir also immer noch mehr über diesen Sternhaufen lernen.

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