Der planetarische Nebel Abell 78

Abell 78 liegt ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan.

Bildcredit und Bildrechte: Bernhard Hubl

Beschreibung: Der planetarische Nebel Abell 78 sticht auf dieser farbenprächtigen Teleskop-Himmelslandschaft hervor. Die Farben der gezackten Milchstraßensterne lassen auf ihre Oberflächentemperaturen schließen: Kühlere Sterne sind gelblicher, heißere sind bläulicher als die Sonne.

Doch Abell 78 selbst leuchtet in den charakteristischen Emissionen ionisierter Atome in der zarten Materiehülle, die vom extrem heißen Zentralstern abgeworfen wurde. Die Atome werden ionisiert, indem ihre Elektronen durch das energiereiche, aber unsichtbare Ultraviolettlicht des Zentralsterns abgestreift werden.

Das sichtbare blau-grüne Leuchten der Schleifen und Fasern in der Zentralregion des Nebels sind Emissionen von doppelt ionisierten Sauerstoffatomen. Die starken roten Emissionen stammen von Elektronen, die mit Wasserstoffatomen rekombinieren.

Abell 78 liegt ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schwan und ist etwa drei Lichtjahre groß. Ein planetarischer Nebel wie Abell 78 stellt eine sehr kurze Schlussphase der Sternentwicklung dar, die auch unsere Sonne erfährt … in ungefähr 5 Milliarden Jahren.

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M2-9: Flügel eines Schmetterlingsnebels

M2-9 ist ein schmetterlingsförmiger planetarischer Nebel, der 2100 Lichtjahre entfernt ist.

Bildcredit: Hubble-Nachlassarchiv, NASA, ESABearbeitung: Judy Schmidt

Schätzen wir die Kunst der Sterne mehr, wenn sie vergehen? Sterne bieten die prachtvollste Schau, während sie untergehen. Sterne mit geringer Masse wie unsere Sonne oder der hier gezeigte M2-9 verwandeln sich von normalen Sternen in Weiße Zwerge. Dabei stoßen sie ihre äußeren gasförmigen Hüllen ab. Das abgeworfene Gas bietet oft eine eindrucksvolle Schau. Man bezeichnet sie als planetarische Nebel, sie verblassen im Laufe von Tausenden Jahren allmählich.

M2-9 ist ein schmetterlingsförmiger planetarischer Nebel. Er ist 2100 Lichtjahre entfernt und wurde hier in charakteristischen Farben dargestellt. Seine Flügel erzählen eine seltsame, unvollständige Geschichte. In der Mitte kreisen zwei Sterne in einer gasförmigen Scheibe, die 10-mal so groß ist wie die Umlaufbahn von Pluto.

Die abgeworfene Hülle des Sterns dringt aus der Scheibe. Das führt zu dem bipolaren Erscheinungsbild. Vieles an den physikalischen Prozessen, die planetarische Nebel bilden und formen, ist noch nicht bekannt.

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Der Krebsnebel M1 von Hubble

Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, J. Hester, A. Loll (ASU)

Beschreibung: Dieses Durcheinander blieb übrig, als ein Stern explodierte. Der Krebsnebel ist das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Chr. zu sehen war. Er ist voller rätselhafter Fasern, die nicht nur ungeheuer komplex sind, sondern anscheinend auch eine geringere Masse haben, als bei der ursprünglichen Supernova ausgestoßen wurde, und eine höhere Geschwindigkeit, als man bei einer freien Explosion erwarten würde.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Es ist in drei Farben dargestellt, die nach wissenschaftlichen Kriterien gewählt wurden.

Der Krebsnebel ist etwa 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels befindet sich ein Pulsar: Das ist ein Neutronenstern, der so viel Masse hat wie die Sonne, aber nur die Größe einer Kleinstadt. Der Krebs-Pulsar rotiert etwa 30 Mal pro Sekunde um seine Achse.

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Der Helixnebel von Blanco und Hubble

Beobachtungen des Weltraumteleskops Hubble und des 4 Meter großen Blanco-Teleskops in Chile zeigten die komplexe Struktur des Helixnebels im Wassermann.

Bildcredit: C. R. O’Dell, (Vanderbilt) et al., ESA, NOAO, NASA

Beschreibung: Wie schuf ein Stern den Helixnebel? Die Formen planetarischer Nebel wie der Helix sind bedeutsam, weil sie wahrscheinlich Hinweise liefern, auf welche Weise Sterne wie die Sonne ihr Leben beenden.

Beobachtungen des Weltraumteleskops Hubble und des 4 Meter großen Blanco-Teleskops in Chile zeigten jedoch, dass die Helix eigentlich keine einfache Helix ist. Vielmehr enthält sie zwei fast senkrechte Scheiben, Bögen, Erschütterungen und weniger gut erklärbare Strukturen. Dennoch bleiben viele auffallend geometrische Symmetrien.

Wie ein einzelner sonnenähnlicher Stern eine so schöne geometrische Komplexität bildete, wird weiterhin erforscht. Der Helixnebel ist der erdnächste planetarische Nebel, er ist etwa 3 Lichtjahre groß und liegt nur ungefähr 700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann.

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NGC 5189: Ein ungewöhnlich komplexer Planetarischer Nebel

Der planetarische Nebel NGC 5189 besitzt eine rätselhafte Z-Form, die ein präzessierendes Doppelsternsystem vermuten lässt.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Überarbeitung und Bildrechte: Jesús M. Vargas

Beschreibung: Warum ist dieser Nebel so komplex? Wenn ein Stern wie unsere Sonne vergeht, stößt er seine äußeren Schichten ab, normalerweise in einer einfachen Gesamtform. Manchmal ist diese Form eine Kugel, manchmal ein Doppellappen, und manchmal ein Ring oder eine Schraubenform.

Im Fall des planetarischen Nebels NGC 5189 entstand jedoch außer einer allgemeinen Z-Form (dieses Bild ist waagrecht gespiegelt und erscheint daher als S) keine so einfache Struktur. Um herauszufinden, warum, bildete das Weltraumteleskop Hubble im Erdorbit NGC 5189 sehr detailreich ab.

Frühere Ergebnisse lassen mannigfache Epochen an Materieausflüssen vermuten, darunter einen aktuellen, bei dem ein heller, gekrümmter Wulst entstand, der waagrecht durch die Bildmitte verläuft. Die Ergebnisse von Hubble stimmen offenbar mit einer Hypothese überein, dass der untergehende Stern zu einem Doppelsternsystem mit einer präzessierenden Symmetrieachse gehört.

NGC 5189 ist ungefähr drei Lichtjahre groß und ist zirka 3000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Fliege (Musca).

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Eisen im Schmetterlingsnebel NGC 6302

NGC 6302, der Schmetterlingsnebel, hat eine Flügelspanne von mehr als 3 Lichtjahre, und eine Oberflächentemperatur von mehr als 200.000 Grad C.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Können sich Sterne wie Raupen in Schmetterlinge verwandeln? Nein, doch der Schmetterlingsnebel NGC 6302 sieht so aus. Seine Flügel sind mehr als 3 Lichtjahre breit, und die Temperatur seiner Oberfläche wird höher als 200.000 Grad Celsius geschätzt. Der vergehende Zentralstern im planetarischen Nebel NGC 6302 ist außergewöhnlich heiß. Er strahlt in sichtbarem und ultraviolettem Licht hell, doch er ist hinter einem dichten Staubwulst vor direkter Sicht verborgen.

Die scharfe Nahaufnahme stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Das Bild wurde überarbeitet, um die interessanten Details im komplexen planetarischen Nebel zu zeigen. Das von Eisen abgestrahlte Licht wurde extra betont. Es ist in Rot abgebildet.

NGC 6302 ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt und liegt im arachnologisch korrekten Sternbild Skorpion. Planetarische Nebel entstehen aus den äußeren Atmosphären von Sternen wie unserer Sonne. Sie verblassen jedoch für gewöhnlich nach ungefähr 20.000 Jahren.

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Der helle planetarische Nebel NGC 7027 von Hubble

NGC 7027 im Sternbild Schwan ist einer der kleinsten, hellsten und am ungewöhnlichsten geformten planetarischen Nebel, die wir kennen.

Bildcredit und Bildrechte: NASA, ESA; Bearbeitung: Joel Kastner (RIT) et al.

Beschreibung: Wie entstand dieser ungewöhnliche planetarische Nebel? NGC 7027 ist einer der kleinsten, hellsten und am ungewöhnlichsten geformten planetarischen Nebel, die wir kennen. Angesichts seiner Ausbreitungsgeschwindigkeit begann NGC 7027 – von der Erde aus gesehen – vor ungefähr 600 Jahren zu expandieren. Einen großen Teil seiner Entwicklung stieß der planetarische Nebel Hüllen ab, die hier blau abgebildet sind.

In jüngster Zeit begann er jedoch aus unbekannten Gründen, Gas und Staub in bestimmte Richtungen abzustoßen, die ein neues, rot dargestelltes Muster erzeugten, das anscheinend vier Ecken hat. Diese Hüllen und Muster wurden eindrucksvoll detailreich auf aktuellen Bildern der Weitwinkelkamera 3 an Bord des Weltraumteleskops Hubble kartiert.

Was im Zentrum des Nebels liegt, ist nicht bekannt. Eine Hypothese geht davon aus, dass es ein enges Doppelsternsystem ist, bei dem Gas von einem Stern auf eine unregelmäßige Scheibe um den anderen Stern strömt.

NGC 7027 ist etwa 3000 Lichtjahre entfernt. Er wurde 1878 entdeckt. Man sieht ihn mit einem Standard-Freizeitteleskop im Sternbild Schwan (Cygnus).

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Hof um das Katzenauge

Die Zentralregion des Katzenaugennebels, ein planetarischer Nebel im Drachen, ist von einem blassen, weitläufigen Hof umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: R. Corradi (Isaac Newton Group), Nordic Optical Telescope

Beschreibung: Der Katzenaugennebel (NGC 6543) ist einer der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel. Seine eindringlichen Symmetrien sind in der Zentralregion dieses atemberaubenden Falschfarbenbildes zu sehen. Das Bild wurde so bearbeitet, dass es den gewaltigen, aber extrem blassen Hof aus gasförmigem Material mit einer Ausdehnung von mehr als drei Lichtjahren zeigt, das den helleren, bekannteren planetarischen Nebel umgibt.

Das Kompositbild, das aus Daten des Nordic Optical Telescope auf den Kanarischen Inseln geschaffen wurde, zeigt die weiträumigen Emissionen des Nebels.

Planetarische Nebel gelten seit Langem als Schlussphase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns. Erst in jüngerer Zeit wurden jedoch bei einigen planetarischen Nebeln Höfe wie dieser entdeckt. Wahrscheinlich entstanden sie aus Materie, die während früherer aktiver Perioden in der Entwicklung des Sterns abgestoßen wurde. Die Phase des planetarischen Nebels dauert vermutlich ungefähr 10.000 Jahre, das Alter der äußeren ausgefransten Anteile dieses Hofes schätzen Astronomen auf 50.000 bis 90.000 Jahre.

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