Mars-Chiaroscuro

Diese Szene wurde am 24. Januar 2014 von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Tiefe Schatten erzeugen auf dieser hochaufgelösten Nahaufnahme der Marsoberfläche dramatische Kontraste zwischen Hell und Dunkel. Die Szene wurde am 24. Januar 2014 von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen, sie ist ungerfähr 1,5 Kilometer breit.

Aus einer Höhe von 250 Kilometern blickt die Kamera auf den Roten Planeten hinab, über ein Sanddünenfeld in einem südlichen Hochlandkrater. Die Aufnahme wurde fotografiert, als die Sonne ungefähr 5 Grad über dem lokalen Horizont stand und nur die Dünenkämme voll im Sonnenlicht lagen. Ein langer, kalter Winter kam auf die Südhalbkugel zu, und die Marsdünen waren von den hellen Rändern jahreszeitlich bedingten Reifrücken gesäumt.

Der Mars Reconnaissance Orbiter, eine der ältesten Raumsonden beim Roten Planeten, die noch in Betrieb sind, feierte am 12. August das 15. Jubiläum seines Starts vom Planeten Erde.

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Ein Loch im Mars

Ein Loch im Mars ist von einem Krater umgeben. Der Boden ist teilweise beleuchtet. Möglicherweise liegt darunter eine größere Höhle.

Bildcredit: NASA, JPL, U. Arizona

Wie entstand dieses ungewöhnliche Loch im Mars? Das Loch wurde 2011 zufällig auf den staubigen Hängen des Vulkans Pavonis Mons auf dem Mars entdeckt, und zwar auf Bildern des HiRISE-Instruments. Es befindet sich an Bord der Robotersonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO), die derzeit den Mars umrundet.

Das Loch ist in repräsentativen Farben dargestellt. Es ist anscheinend eine Öffnung in eine Höhle unter der Oberfläche. Der Boden ist rechts teilweise beleuchtet. Als man dieses und folgende Bilder untersuchte, zeigte sich, dass die Öffnung etwa 35 Meter breit ist. Der Schattenwinkel im Inneren lässt vermuten, dass die darunterliegende Höhle etwa 20 Meter tief ist. Warum dieses Loch von einem runden Krater umgeben ist, bleibt Thema für Spekulationen. Auch die Maße der darunterliegenden Höhle kann man nur vermuten.

Löcher wie dieses sind besonders interessant, weil ihr Inneres recht gut vor der rauen Marsoberfläche geschützt ist. Das macht sie zu guten Kandidaten, um nach Leben auf dem Mars zu suchen. Diese Gruben sind also mögliche Ziele für künftige Raumsonden, Roboter und sogar menschliche interplanetare Forschende.

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Landeplatz Ares 3: Die Rückkehr zum Mars

Die Marsoberfläche ist Falschfarben-blau dargestellt. Links graben sich drei tiefe Krater in die Oberfläche, der Rest ist mit eher kleinen flachen Kratern übersät.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Diese Nahaufnahme der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter zeigt verwitterte Krater und vom Wind verwehte Ablagerungen in der südlichen Acidalia Planitia. Zu den Standard-HiRISE-Bildfarben zählt ein auffällig blauer Farbton. Für ein menschliches Auge würde die Region wohl grau oder rötlich aussehen.

Doch es waren keine menschlichen Augen, die dieses Gelände gesehen haben, außer man zählt die Augen der NASA-Astronauten im Science-Fiction-Roman Der Marsianer von Andy Weir dazu. Dieser Roman berichtet von den Abenteuern Mark Watneys, einem Astronauten, der am Landeplatz der fiktiven Marsmission Ares 3 strandet, und der den Koordinaten dieses beschnittenen HiRISE-Bildes entspricht. Zur Größenordnung: Watneys Habitat mit einem Durchmesser von 6 Metern würde hier etwa 1/10 vom Durchmesser des großen Kraters füllen.

Übrigens liegen die Ares-3-Landekoordinaten nur etwa 800 Kilometer nördlich der (tatsächlichen) Carl Sagan Memorial Station, Pathfinders Landeplatz 1997.

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Opportunity nach dem Sturm

Aus der Marsumlaufbahn wurde der Rand des Kraters Endeavour abgebildet. Links ist ein weißer Rahmen mit einem Punkt in der Mitte. Es ist der Marsrover Opportunity.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Staubstürme auf dem Mars können eine Raumsonde nicht umstoßen. Aber sie können die Sonne verdunkeln. Vor mehr als drei Monaten brach ein Staubsturm aus, der den ganzen Planeten umfasste. Der solarbetriebene Marsrover Opportunity erlitt an seinem Standort beim westlichen Rand des Kraters Endeavour einen ernsten Mangel an Sonnenlicht. Er versetzte Opportunity in einen Winterschlaf. Seine Überwacher bekamen mehr als 115 Sol keine Antwort vom Rover.

Nun klingt der Sturm jedoch ab und der Staub klart auf. Dieses Bild wurde am 20. September mit der HiRISE-Kamera des Mars Reconnaissance Orbiters fotografiert. Es zeigt, dass etwa 25 Prozent des Sonnenlichtes wieder die Oberfläche erreichten. Der weiße Rahmen zeigt einen Bereich, der 47 Meter breit ist. In der Mitte ist eine Markierung. Dort fand man den Rover Opportunity, der derzeit stumm ist.

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Dunkle Hangstreifen spalten sich auf dem Mars

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Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Was erzeugt diese dunklen Streifen auf dem Mars? Das weiß niemand genau. Zu den möglichen Kandidaten gehören Staublawinen, verdampfende Trockeneisschollen und flüssige Wasserströme. Klar ist, dass die Ströme im hellen Oberflächenstaub entstehen und eine tiefere dunkle Schicht freilegen. Ähnliche Schlieren werden seit Jahren auf dem Mars fotografiert und sind eine der wenigen Oberflächenstrukturen, die ihre Erscheinung im Laufe der Jahreszeiten verändern. Besonders interessant ist hier, dass sich größere Ströme weiter unten am Hang in kleinere aufteilen.

Dieses Bild wurde vor einigen Monaten von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) in der Marsumlaufbahn fotografiert. Derzeit umschließt ein globaler Staubsturm einen Großteil des Mars.

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Der Krater Stickney

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Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Stickney, der größte Krater auf dem Marsmond Phobos, ist nach der Mathematikerin Chloe Angeline Stickney Hall, Ehefrau des Astronomen Asaph Hall, benannt. Asaph Hall entdeckte 1877 die beiden Monde des Roten Planeten. Der mehr als 9 Kilometer große Stickney ist fast halb so groß wie Phobos selbst, sodass der Einschlag, der den Krater schlug, den winzigen Mond beinahe zerstört hätte.

Dieses faszinierende, farbverstärkte Bild von Stickney und seiner Umgebung wurde von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen, als sie im März 2008 weniger als etwa 6000 Kilometer entfernt an Phobos vorbeiflog. Die Oberflächengravitation des asteroidenähnlichen Phobos beträgt weniger als ein Tausendstel der Erdbeschleunigung, doch die Streifen lassen vermuten, dass mit der Zeit loses Material die Kraterwände hinabrutschte. Die hellblauen Bereiche am Kraterrand sind vielleicht ein Hinweis auf eine relativ frisch freigelegte Oberfläche. Der Ursprung der merkwürdigen Rillen auf der Oberfläche ist rätselhaft, doch ein Zusammenhang mit dem Kratereinschlag ist möglich.

Follow: Mars InSight Launch

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Mars-Chiaroscuro

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Auf dieser hochauflösenden Nahaufnahme der Marsoberfläche erzeugen tiefe Schatten dramatische Kontraste zwischen Hell und Dunkel. Die Szene ist ungefähr 1,5 Kilometer breit und wurde am 24. Januar 2014 mit der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters aufgenommen.

Die Kamera blickt aus einer Höhe von 250 Kilometern auf den Roten Planeten herab auf ein Sanddünenfeld in einem südlichen Hochlandkrater. Zur Zeit der Aufnahme stand die Sonne etwa 5 Grad über dem örtlichen Horizont, sodass nur die Dünenkämme von der Sonne beleuchtet wurden. Auf der Südhalbkugel bricht ein langer, kalter Winter an, und Marsdünen sind von hellen Graten aus saisonalem Frost gesäumt.

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3D-Lavafälle auf dem Mars

Das graue Bild hat rote und cyanfarbene Ränder. Wenn man es mit farbigen Brillen betrachtet, wirkt es dreidimensional, und die Hänge wirken dann sehr plastisch.

Bildcredit: NASA, MRO, HiRISE, JPL, U. Arizona

Nehmt eure rot-cyanfarbenen Brillen und seht euch Lavafälle auf dem Mars an. Die Stereo-Anaglyphe wurde aus zwei Bildern kombiniert. Diese wurden mit der Kamera HiRISE aufgenommen, die sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiters befindet.

Die Fälle haben mehrere Stufen. Sie sind entstanden, als fließende Lava durch Abschnitte in der nördlichen Wand eines 30 Kilometer großen Marskraters brach. Der Krater liegt im westlichen Teil der vulkanischen Tharsis-Region auf dem Roten Planeten. Die geschmolzene Lava floss die Kraterwand und die Terrassen hinab. Als sie den Kraterboden erreichte, blieben auf den steileren Hängen die typischen rauen, fächerförmigen Lavaströme zurück.

Norden ist oben. Die Stereo-Ansicht ist 5 Kilometer breit.

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