Der dreidimensionale Äquatorwall auf Iapetus

Das Stereobild ist eine Anaglyphe aus zwei Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Der Ausschnitt zeigt den Äquator am Rand von Iapetus. In der Mitte ragt ein markanter Äquatorwall auf. Der Mond ist von vielen Kratern bedeckt.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA; Stereo-Anaglyphe: Patrick Vantuyne

Über der dunklen Halbkugel von Iapetus ragt ein bizarrer Äquator-Wall hoch. Damit hat der zweifarbige Saturnmond eine Ähnlichkeit mit einer Walnuss. Mit rot-blauen Brillen seht ihr die ungewöhnliche Form in Stereo. Die Anaglyphe entstand aus Nahaufnahmen der Raumsonde Cassini. Sie entstanden diese Woche bei einem Vorbeiflug.

Der Wall ist etwa 20 Kilometer breit und 20 Kilometer hoch. Wir kennen im ganzen Sonnensystem keine zweite solche Kombination aus äquatorialer Symmetrie und Größenverhältnis. Die einzigartige Form wurde 2004 auf Cassini-Bildern entdeckt. Der Mond ist voller Krater und somit sehr alt. Der Ursprung des Äquator-Walls auf Iapetus ist ein Rätsel.

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Iapetus in Schwarz und Weiß

Auf einer weißen, blasig wirkenden Oberfläche sind schwarze Flecken verteilt. Das Bild zeigt ein Detail der Oberfläche auf dem Saturnmond Iapetus.
Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Iapetus ist der drittgrößte Mond des Planeten Saturn und einer von Saturns seltsamsten Monden. Bei seinem Umlauf um den beringten Gasriesen ist er durch die Gezeiten gebunden. Gelegentlich nennt man Iapetus „Yin-Yang-Mond„, denn seine vordere Hälfte ist sehr dunkel. Sie reflektiert nur fünf Prozent des Sonnenlichts. Hingegen glänzt die hintere Halbkugel fast so hell wie Schnee.

Dieses aktuelle Bild stammt vom Vorbeiflug der Raumsonde Cassini. Es ist eine der genauesten Nahaufnahmen von diesem Mond. Der Ausschnitt ist 35 km breit und zeigt eine wechselhafte Zone aus hellem und dunklem Gelände mit vielen Kratern. Der Mond Iapetus hat eine ähnliche Dichte wie Wassereis. Doch die reflektierenden Bestandteile, die man im detailreich dargestellten dunklen Material fand, deuten organische Bestandteile an. Um die vielen Erkenntnisse über diesen Mond zu würdigen, nennt man das dunkle Gebiet Cassini-Region.

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Das große Becken auf Saturns Mond Thetys

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Manche Monde hätten die Kollision nicht überlebt. Tethys, einer von Saturns größeren Monden mit etwa 1000 Kilometern Durchmesser, überlebte den Zusammenstoß, stellt jedoch den ausgedehnten Einschlagkrater Odysseus zur Schau. Manchmal wird dieser auch Großes Becken genannt; Odysseus befindet sich auf der vorderen Hemisphäre von Tethys und zeigt sein hohes Alter durch die relativ große Anzahl an kleineren Kratern, die sich innerhalb der Kraterwände befinden. Ein weiterer großer Krater, Melanthius, ist nahe dem Terminator des Mondes sichtbar. Das Schicksal von Thetys ist ähnlich dem von Wassereis. Das obige digital nachbearbeitete Bild wurde im Juli von der robotischen Raumsonde Cassini im Orbit rund um Saturn gewonnen, während sie an dem an dem riesigen Eisball vorbeischoss.

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Südpol-Mondfinsternis

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Credit und Bildrechte: Robert Schwarz (Südpol-Station)

Beschreibung: Der Mond war im August 14 Tage ununterbrochen zu sehen, wenn man ihn vom Südpol aus beobachtete. Während der totalen Mondfinsternis am 28. August kreiste er etwa zehn Grad über dem Horizont. Für Robert Schwarz war die lange Sichtlinie durch die Atmosphäre, die seine Bilder unscharf machte, noch das kleinere Übel, als er diese vier Stunden lang belichtete Bildfolge der Mondfinsternis aufnahm. Ein viel größeres Problem war die Außentemperatur von minus 68 Grad Celsius. Die extreme Kälte zwang ihn, die Bildserie von einem beheizten Raum aus durch einen Fensterschlitz hindurch aufzunehmen.

Obwohl die Wärme Konvektion verursachte und somit weitere Unschärfe, war das die einzige Möglichkeit, die Kamera für längere Zeit in einer angemessenen Betriebstemperatur zu halten. Schließlich wurde er mit dieser imposanten Aufnahme der totalen Mondfinsternis im August von einer einzigartigen Perspektive aus auf dem Planeten Erde belohnt.

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Mondzyklus

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Credit und Bildrechte: António Cidadão

Beschreibung: Unser Mond sieht Nacht für Nacht ein wenig anders aus. Diese Zeitraffersequenz zeigt, wie sich der Erdtrabant im Laufe eines Mondzyklus verändert. Während der Mond um die Erde läuft, sieht man nach Neumond einen immer größer werdenden Teil der von der Sonne beleuchteten Hälfte, nach Vollmond wird der sichtbare beleuchtete Teil wieder kleiner.

Der Mond zeigt der Erde immer dieselbe Seite. Wenn der Mond während seines Zyklus seine elliptische Bahn um die Erde entlangwandert, ändert sich seine scheinbare Größe geringfügig. Außerdem sieht man eine Taumelbewegung, die sogenannte Libration. Während des Zyklus reflektiert der Mond Sonnenlicht aus verschiedenen Winkeln, daher werden die Oberflächenmerkmale unterschiedlich beleuchtet. Ein vollständiger Mondzyklus dauert etwa 29,5 Tage, also etwas weniger als einen Monat. Klicken Sie auf das Bild und betrachten sie den Ablauf eines Mondzyklus.

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Mondfinsternis über dem Kalamalka-See

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Credit und Bildrechte: Yuichi Takasaka

Beschreibung: Dieser friedliche Ablauf einer Mondfinsternis wurde am 28. August am Kalamalkasee mit Blick nach Südwesten über den Lichtern der Stadt Coldstream in British Columbia aufgenommen. Alle vier Minuten wurden Einzelbilder fotografiert, diese zeigen die Mondposition und den jeweiligen Bedeckungsstand, bis der Mond schließlich über den Lichtern der Stadt hinter einem Hügel am Horizont untergeht.

Der Bildtakt zeigt auch die Dauer der Mondfinsternis. Schon um 270 vor Christus maß der griechische Astronom Aristarch die Dauer von Mondfinsternissen ohne Digitaluhren und Kameras. Dennoch entwickelte er mithilfe der Geometrie ein einfaches, aber beeindruckend genaues Verfahren, um die Entfernung des Mondes von der Erde anhand der Finsternisdauer in Erdradien zu bestimmen.

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Ein Mond für Astronomen

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Credit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Der Mond wanderte am 28. August knapp am Zentrum des Erdschattens vorbei. Himmelsbeobachter konnten dies am besten im Westen von Nordamerika und in der Pazifikregion beobachten. Die Mondfinsternis war ziemlich dunkel und dauerte etwa 90 Minuten. Auf diesem Teleskopbild, das etwa zur Mitte der Totalität in Yass in New South Wales (Australien) aufgenommen wurde, liegt der 85 Kilometer große Strahlenkrater Tycho auf der beschatteten Mondoberfläche rechts oben.

Selbst während einer totalen Mondfinsternis ist die beschattete Mondoberfläche nicht völlig schwarz. Der Mond bleibt auch während der Totalität sichtbar, weil er das rötliche Licht reflektiert, das in den Schatten der Erde hineingestreut wird. Dieses Licht stammt von den Sonnenauf– und -untergängen sowie – vom Mond aus gesehen – den Rändern der Erdsilhouette.

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Eine totale Mondfinsternis über North Carolina

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Credit und Bildrechte: David Cortner

Beschreibung: Am Dienstag verschwindet unser Mond scheinbar. Eine vergleichbare totale Mondfinsternis sehen Sie oben auf einer Zeitrafferaufnahme, die 2003 über North Carolina in den USA aufgenommen wurde. Während die Erde zwischen Mond und Sonne hindurchwanderte, fiel der Schatten der Erde auf den Mond und verdunkelte ihn relativ stark.

Auf diesem Bild führte die Rotation der Erde, eine Mehrfachbelichtung und digitale Nachbearbeitung zu einem Zeitraffereffekt, der eindrucksvoll darstellt, wie der Mond aussah, als er während der drei Stunden dauernden Mondfinsternis verblasste und wieder auftauchte. Als der Schatten der Erde den Mond umfloss, wurden die Mondbilder schwächer und schwächer und verschwanden praktisch während der Totalität.

Normalerweise reflektiert der Mond das direkte Sonnenlicht. Während der Totalität leuchtete er nur im Sonnenlicht, das von der Erdatmosphäre in den Kernschatten der Erde gebrochen wird.

Nach dieser totalen Mondfinsternis ist bis Februar 2008 auf der Erde keine zu beobachten.

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