Panorama um Rho Ophiuchi

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Bildcredit und Bildrechte: Mario Cogo (Galax Lux)

Beschreibung: Die farbenprächtigen Wolken, die das Sternsystem Rho Ophiuchi umgeben, sind eine der nächstliegenden Sternbildungsregionen. Rho Ophiuchi im blauen Reflexionsnebel links neben der Bildmitte ein Doppelsternsystem. Das Sternsystem ist nur 400 Lichtjahre entfernt und zeichnet sich durch seine vielfarbige Umgebung aus, zu der ein roter Emissionsnebel und zahlreiche hell- und dunkelbraune Staubbahnen gehören.

Links unter dem Rho-Ophiuchi-Molekülwolkensystem leuchten der gelbe Stern Antares und M4, ein ferner, aber zufällig überlagerter Kugelsternhaufen, er steht rechts neben Antares. Nahe dem oberen Bildrand befindet sich IC 4592, der blaue Pferdekopfnebel. Der blaue Schimmer um das Auge des blauen Pferdekopfes – und andere Sterne im Bild – ist ein Reflexionsnebel, der aus feinem Staub besteht. Rechts im Bild liegt ein geometrisch abgewinkelter Reflexionsnebel, der als Sharpless 1 katalogisiert ist. Der helle Stern in der Nähe des Staubwirbels liefert das Licht für den umgebenden Reflexionsnebel.

Die meisten dieser Elemente sind mit einem kleinen Teleskop zu sehen, das auf die Sternbilder Schlangenträger, Skorpion und Schütze gerichtet ist, doch die einzige Möglichkeit, um die komplexen Details der Staubwirbel so zu sehen, wie sie oben abgebildet sind, ist eine Langzeitbelichtung mit Kamera.

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Rigil Kentaurus und Sandqvist 169

Vor den dichten Sternwolken der Milchstraße im Sternbild Zentaur liegen dunkle Staubwolken, in denen Sterne entstehen. Rechts oben leuchtet der helle, bläuliche Stern Rigil Kentaurus.

Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari

Rigil Kentaurus ist der helle Stern am oberen Rand dieser weiten Landschaft am Südhimmel. Man kennt ihn besser mit der Bezeichnung Alpha Centauri. Er ist das sonnennächste Sternsystem. Darunter wuchert ein dunkler Nebelkomplex. Die undurchsichtigen interstellaren Staubwolken sind die Silhouetten der Wolken 169 und 172 im Sandqvist-Katalog. Sie liegen vor den dichten Sternfeldern in der südlichen Milchstraße.

Rigil Kent ist an die 4,37 Lichtjahre entfernt. Doch die staubigen dunklen Nebel liegen am Rand der Molekülwolke Circinus-West. Sie ist ungefähr 2500 Lichtjahre entfernt und bildet Sterne. Das breite Sichtfeld ist am Südhimmel mehr als 12 Grad breit, das wären 24 Vollmonde nebeneinander.

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Eine kosmische Rose: Der Rosettennebel im Einhorn

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Bildcredit und Bildrechte: Jean Dean

Beschreibung: NGC 2237, der Rosettennebel, ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die an das Bild einer Blume erinnert, doch sie ist die berühmteste. Die Blütenblätter dieser kosmischen Rose am Rand einer großen Molekülwolke im Einhorn sind eigentlich ein ungefähr 5000 Lichtjahre entferntes Sternbildungsgebiet.

Die hübsche, symmetrische Form wird von den Winden und der Strahlung ihres zentralen Haufens geformt, der aus heißen jungen O-Sternen besteht. Die Sterne im energiereichen Haufen, der als NGC 2244 katalogisiert ist, sind nur wenige Millionen Jahre jung. Die zentrale Höhlung im Rosettennebel hat einen Durchmesser von ungefähr 50 Lichtjahren. Der Nebel ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Einhorn (Monoceros) zu sehen. Das natürlich erscheinende Teleskopporträt des Rosettennebels entstand mithilfe von Breitband- und Schmalbandfiltern, weil Rosen manchmal nicht rot sind.

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NGC 1333: Sternentstehung im Perseus

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Milne, Barry WilsonBearbeitung: Steve Milne

Beschreibung: NGC 1333 ist im sichtbaren Licht ein Reflexionsnebel mit überwiegend bläulichen Farbtönen, diese sind charakteristisch für Sternenlicht, das von interstellarem Staub reflektiert wird. Er liegt an die 1000 Lichtjahre entfernt im heroischen Sternbild Perseus, am Rand einer großen, Sterne bildenden Molekülwolke.

Diese beeindruckende Nahaufnahme umfasst am Himmel ungefähr zwei Vollmonde, das entspricht in der geschätzten Entfernung von NGC 1333 etwas mehr als 15 Lichtjahren. Sie zeigt Details der staubhaltigen Region, aber auch die verräterischen Hinweise der kontrastreichen roten Emissionen von Herbig-Haro-Objekten – sie stammen von Strahlen und komprimiertem leuchtendem Gas um jüngst entstandene Sterne.

NGC 1333 enthält Hunderte Sterne, die weniger als eine Million Jahre alt sind, und von denen die meisten durch den allgegenwärtigen Sternstaub noch vor optischen Teleskopen verborgen sind. Die chaotische Umgebung könnte ähnlich sein wie jene, in der vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren unsere Sonne entstand.

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Der Höhlennebel in Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel

Von einem blauen Schimmer umgeben ragt eine dunkle Wolke in die Höhe, die von oben beleuchtet ist. Außen herum sind dunkle Nebel verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Chuck Ayoub

Was ist in dieser kosmischen Höhle? Eine 10 Lichtjahre große Region, in der Sterne entstehen. Der staubige Nebel Sh2-155 markiert diese Landschaft am Nachthimmel – es ist der Höhlennebel. Die Daten für dieses Teleskopbild entstanden mit Schmalbandfiltern, die das Leuchten von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel im Nebel aufzeichnen. Diese Farben bilden die Hubble-Palette.

Die Szene ist etwa 2400 Lichtjahre entfernt. Sie liegt in der Ebene der Milchstraße im nördlichen Sternbild des Königs Kepheus. Als man die Region astronomisch erforschte, zeigte sich, dass sie am Rand der massereichen Molekülwolke Kepheus B entstand. Dort befinden sich die heißen jungen Sternen der Kepheus-OB3-Assoziation.

Die Strahlung der Sterne, allen voran des hellen Sterns links beim Höhleneingang, liefert die Energie für den hellen Grat aus ionisiertem Wasserstoff. Die Strahlung führt zu ionisierten Fronten. Dabei kollabieren wahrscheinlich Kerne, die neue Sternbildung auslösen.

Zu Gast in der Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah

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NGC 6188: Die Drachen von Ara

Vor einem blau schimmenrnden Nebel sind viele zarte Sterne und Ranken von Dunkelebeln verteilt.

Bildcredit und Bildrechte:  Tian Lee

Beschreibung: Die dunklen Formen mit hellen Rändern, die ihren Weg durch den staubigen NGC 6188 finden, sind zig Lichtjahre lang. Der Emissionsnebel liegt nahe dem Rand der sonst dunklen, großen Molekülwolke im südlichen Sternbild Altar, ungefähr 4000 Lichtjahre entfernt.

Die massereichen jungen Sterne der eingebetteten Ara-OB1-Assoziation, die erst vor wenigen Millionen Jahren in dieser Region geboren wurden, bilden die fantastischen Formen und befeuern das Leuchten des Nebels mit Sternenwinden und intensive Ultraviolettstrahlung. Die aktuelle Sternbildung selbst wurde wahrscheinlich von Winden und Supernovaexplosionen früherer Generationen massereicher Sterne ausgelöst, die das Molekülgas auffegten und komprimierten.

Für die Bilddaten des Chilescope-Observatoriums wurde eine Hubble-Falschfarbenpalette verwendet, um dieses prächtige Weitwinkelbild herzustellen, es zeigt Emissionen von Schwefel, Wasserstoff und Sauerstoffatomen in roten, grünen und blauen Farbtönen. Das Sichtfeld umfasst ungefähr vier Vollmonde, was in der geschätzten Entfernung von NGC 6188 ungefähr 150 Lichtjahren entspricht.

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Das Helle, das Dunkle und das Staubige

Rote Emissionsnebel und dunkle Staubwolken prägen diesen Bildausschnitt. Dazwischen sind Sterne dicht verteilt. Der Ausschnitt liegt im Sternbild Kepheus.
Bildcredit und Bildrechte: Tasos Liampos

Diese farbige Landschaft liegt am Himmel im königlichen Sternbild Kepheus. Der Ausschnitt im Bild ist ungefähr so breit wie zwei Vollmonde. Die nebelreichen Sternfelder liegen in der Ebene unserer Milchstraße am Rand einer massereichen Molekülwolke. Die Region ist ungefähr 2400 Lichtjahre von uns entfernt.

Rechts unter der Mitte glimmt die hellrote Emissionsregion Sharpless (Sh) 155. Man kennt sie auch als den Höhlennebel, der ungefähr 10 Lichtjahre breit ist. Heiße, junge Sterne in der Umgebung ionisieren mit ihrem ultravioletten Licht die hellen Gasränder der kosmischen Höhle. Auf der interstellaren Leinwand gibt es auch viele staubige blaue Reflexionsnebel wie vdB 155 links oben sowie dichte Staubwolken. Die astronomische Forschung brachte noch mehr dramatische Anzeichen für Sternbildung zum Vorschein. Eins davon ist der helle rote Fleck von Herbig-Haro (HH) 168. Der energiereiche Strahl eines neuen Sterns erzeugt das Herbig-Haro-Objekt oben in der Mitte.

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Der Kokonnebel in einem detailreichen Feld

Das Sternfeld im Bild wirkt leicht vernebelt. Rechts oben schimmert ein zarter blau-rosa Nebel mit dunklen Schlieren.
Bildcredit und Bildrechte: Marcel Drechsler (Mediendesign)

Im Kokonnebel entsteht ein neuer Sternhaufen. Der kosmische Kokon rechts oben durchbricht außerdem eine lange Spur aus undurchsichtigen interstellaren Staubwolken, die links daneben verläuft.

Der Kokonnebel ist als IC 5146 katalogisiert. Er ist fast 15 Lichtjahre groß und ungefähr 3300 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn im nördlichen Sternbild Schwan (Cygnus). Wie auch andere Regionen mit Sternbildung wird sie von rot leuchtendem Wasserstoff markiert, der von jungen, heißen Sternen angeregt wird, und blauem Staub, der Sternenlicht reflektiert. Der Staub liegt am Rand einer Molekülwolke, die man kaum sieht.

Der helle Stern mitten im Nebel ist wahrscheinlich nur ein paar Hunderttausend Jahre alt. Er liefert die Energie für das Leuchten des Nebels, während er langsam einen Raum im Staub und Gas der Molekülwolke aushöhlt. Diese farbige Ansicht des Kokonnebels ist außergewöhnlich detailreich. Sie folgt den Strukturen in und um das staubige Gebiet mit Sternbildung.

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