Mikromond vs. Supermond

Das Bild zeigt zwei Vollmonde. Links ist ein Mikromond, er steht beim Apogäum der Mondbahn, rechts ist ein Supermond beim Perigäum. Er ist etwas größer als der Mikromond.

Bildcredit und Bildrechte: Şenol Şanlı

Was machte den Supermond am letzten Mittwoch so toll? Der Vollmond in der vergangenen Woche erschien etwas größer und heller als normal. Der Grund dafür ist, dass die voll beleuchtete Phase des Mondes zeitlich sehr nahe beim Perigäum stattfand. Im Perigäum erreicht der Mond auf seiner elliptischen Umlaufbahn den erdnächsten Punkt.

Auch wenn die genaue Definition für einen Supermond variiert, war der vom letzten Mittwoch der größte und hellste Vollmond des Jahres, mit der geringsten Entfernung zur Erde. Supermonde sind so beliebt, weil sie leicht zu sehen sind. Man muss nur bei Sonnenuntergang hinausgehen und den Aufgang eines beeindruckenden Vollmonds beobachten.

Dieses Bild vergleicht den Supermond vom letzten Mittwoch mit dem Mikromond vom April. Damals fand der Vollmond nahe der erdfernsten Stelle im Mondorbit statt. Daher erschien er etwas kleiner und weniger hell als normal. Wenn man die vielen Definitionen berücksichtigt, gibt es zumindest einen Supermond pro Jahr. Und ein weiterer ist bereits im nächsten Monat zu sehen.

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Volles Mondlicht

Über Hügelkuppen geht der Vollmond auf. Er leuchtet über der Silhouette eines Fotografen.

Bildcredit und Bildrechte: Zhengjie Wu und Jeff Dai (TWAN)

Vor dem hellen Mond steht die Silhouette des Fotografen, als der Vollmond auf dieser gut geplanten Nahaufnahme aufgeht. Normalerweise ist das die hellste Mondphase. Doch von 18. auf 19. November dämpft eine partielle Mondfinsternis das Licht des Vollmondes. Sie ist auf einem Großteil des Planeten sichtbar.

Wenn der Mond durch den südlichen Rand des Schattens gleitet, bleiben zum Höhepunkt der Finsternis nur ein paar Prozent der Mondscheibe außerhalb des dunklen Erdschattens. Der Mond steht nahe beim Apogäum. Das ist der erdfernste Punkt seiner Bahn. Daher ist seine Bewegung langsam. Damit ist diese zweite Mondfinsternis 2021 eine besonders lange partielle Mondfinsternis.

Auf einem Großteil von Nordamerika sieht man die partielle Finsternisphase in der Morgendämmerung. Finsternisse treten häufig paarweise auf. Daher folgt auf diese Mondfinsternis in zwei Wochen eine Sonnenfinsternis, und zwar am 4. Dezember.

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Finsternis über dem Golf der Dichter

Links leuchtet hinter einem Gewässer eine Altstadt neben einem Wald. Von dort steigt der Mond in einem Bogen auf. Die vielen Bilder zeigen, wie er im Lauf des Aufstiegs vom Erdschatten verdunkelt und wieder heller wird. Rechts daneben bildet der Planet Mars parallel einen gepunkteten Bogen.
Bildcredit und Bildrechte: Paolo Lazzarotti

Die totale Phase der Mondfinsternis am 27. Juli dauerte eindrucksvolle 103 Minuten. Sie war die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts. Der Mond zog durch mitten durch den Erdschatten, als er nahe dem Apogäum stand. Das Apogäum ist der fernste Punkt seiner elliptischen Bahn.

Dias Bild ist ein Komposit, das die Totalität von Anfang bis zum Ende zeigt. Die traumartige Szene entstand aus einer Serie von Bildern, die alle 3 Minuten mit einer Digitalkamera fotografiert wurden. Sie folgen dem total verfinsterten Mond. Der helle Planet Mars begleitete den Mond in dieser Nacht, als er über dem Badeort Tellaro in Italien aufstieg. Vorne liegt der ruhige mediterrane Golf von La Spezia. Man kennt ihn auch als Golf der Dichter.

Auch im 3. Jahrhundert v. Chr. beobachtete der heliozentrische Astronom Aristarchos, wie lange Mondfinsternisse dauern. Doch er hatte keine nützlichen digitalen Uhren oder Kameras. Mithilfe der Geometrie fand er einen Weg, um die Entfernung des Mondes anhand der Dauer der Finsternis abzuschätzen. Der Maßstab, auf den er sich bezog, war der Radius des Planeten Erde.

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Mondfinsternis über Rio

Rechts neben dem "Zuckerhut" am Botafogo-Strand in Rio de Janeiro leuchtet der rote Mond bei einer totalen Mondfinsternis. Rechts oben strahlt Mars, der Rote Planet.
Bildcredit: Carlos ‚Kiko‘ Fairbairn

Wenn der Mond aufgeht, sieht das normalerweise nicht so interessant aus. Zum einen ist der Vollmond sonst nicht so dunkel. Aber letzten Freitag ging der Mond so auf, weil er gerade durch den Erdschatten zog. Außerdem leuchtet der Mond meist nicht so rot. Doch an diesem Abend beleuchtete ihn der rote Anteil des Sonnenlichtes, das die Erdatmosphäre bevorzugt bricht.

Für gewöhnlich geht der Mond nicht neben einem Planeten auf. Weil aber der Mars gleichzeitig fast gegenüber der Sonne stand, sah man den Roten Planeten rechts über dem Vollmond. Und schließlich geht der Mond aus Sicht der meisten Menschen nicht über Rio de Janeiro in Brasilien auf. Dort war es aber ein aufregender Anblick.

Diese Finsternis bei Sonnenuntergang war eine außergewöhnliche totale Mondfinsternis bei MikroBlutmond. Sie wurde am Botafogo-Strand in Rio fotografiert. Dort sah auch eine ungewöhnlich große Menge an Schaulustigen zu.

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Supermond versus Mikromond

Der Vollmond links im Bild ist viel größer als der rechts daneben. Der linke Vollmond wurde 2012 nahe dem Perigäum fotografiert, der kleine Vollmond stand in der Nähe des Apotäums.

Bildcredit und Bildrechte: Catalin Paduraru

Was ist so toll am Supermond, den wir morgen sehen? Der Vollmond wirkt morgen etwas größer und heller als sonst, weil die voll beleuchtete Phase des Mondes kurz nach dem Perigäum eintritt – dort erreicht der Mond den erdnächsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Die genauen Definitionen für einen Supermond variieren. Doch der Supermond von morgen ist zweifellos einer. Er ist der nächste, größte und hellste Vollmond seit mehr als 65 Jahren.

Supermonde sind unter anderem deshalb so beliebt, weil man sie so leicht beobachten kann. Geht bei Sonnenuntergang hinaus seht zu, wie der Vollmond eindrucksvoll aufgeht! Weil der volle Mond das Perigäum eigentlich morgen früh erreicht, ist er auch heute Abend ab Sonnenuntergang eindrucksvoll.

Der Supermond oben wurde 2012 fotografiert. Daneben ist zum Vergleich ein Mikromond – dabei ist der Vollmond beim erdfernsten Punkt der Mondbahn, dem Apogäum. Er wirkt kleiner und dunkler als sonst. Weil es viele verschiedene Definitionen für Supermonde gibt, gibt es jedes Jahr mindestens einen. Doch bis 2034 kommt kein Vollmond der Erde so nahe.

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Supermond versus Mikromond

Ein Supermond ist neben einem Mikromond dargestellt. Am Himmel ist nur schwer erkennbar, wann ein Mikromond oder ein Supermond stattfindet, das fällt nur bei der Gegenüberstellung leicht.

Bildcredit und Bildrechte: Catalin Paduraru

Was ist so super am Supermond? Morgen ist der Vollmond etwas größer und heller als sonst. Die voll beleuchtete Phase des Mondes tritt nämlich fast genau im Perigäum auf. Das ist der erdnächste Punkt der elliptischen Mondbahn. Die exakte Definition für einen Supermond variiert. Doch morgen findet der dritte Supermond des Jahres statt. Es ist der dritte Monat in Folge mit einem Supermond.

Supermonde sind teils deshalb so beliebt, weil man sie so leicht sieht. Geht einfach bei Sonnenuntergang hinaus und beobachtet, wie der imposante Vollmond aufgeht! Da der Mond heute das Perigäum erreicht, sollte auch der heutige Mondaufgang kurz vor Sonnenuntergang eindrucksvoll wirken.

Der oben gezeigte Supermond wurde 2012 fotografiert und mit einem Mikromond kombiniert. Ein Mikromond ist ein Vollmond beim erdfernsten Punkt der Mondbahn. Dort wirkt er kleiner und dunkler als sonst. Angesichts vieler Definitionen gibt es mindestens einen Supermond pro Jahr. Der nächste findet am 30. August 2015 statt.

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Mikromond über Supermond

Das Bild zeigt den Mond in Erdnähe und in Erdferne, zwei Bilder wurden übereinander montiert, der Mond in Erdnähe hinten ragt über den Mond in Erdferne hinaus.

Bildcredit: Stefano Sciarpetti

Habt ihr den großen, schönen Vollmond letzten Donnerstag gesehen? Es war eigentlich ein Mikromond! In dieser Nacht erreichte der kleinste Vollmond des Jahres 2014 seine volle Phase nur Stunden bevor er das Mond-Apogäum erreichte. Das ist der Punkt auf der elliptischen Mondbahn, der am weitesten von der Erde entfernt ist.

Letztes Jahr fand in der Nacht des 22. Juni ein voller Supermond nahe beim Perigäum statt. Das ist der erdnächste Punkt der Bahn. Das Kompositbild zeigt die scheinbare Größe des Mikromondes vom 15. Jänner im Vergleich zum Supervollmond vom 22. Juni. Dazu wurden zwei Teleskopbilder aus dem italienischen Perugia digital übereinandergelegt.

Der Unterschied der scheinbaren Größe zeigt die unterschiedliche Entfernung zwischen Apogäum und Perigäum. Das ist weniger als 50.000 Kilometer. Die durchschnittliche Entfernung des Mondes beträgt etwa 385.000 Kilometer.

Wie lang müssen wir auf den nächsten Mikro-Vollmond warten? Bis 5. März 2015. Dann ist die volle Mondphase wieder wenige Stunden vom Mondapogäum entfernt.

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