Wasserdampf auf einem fernen Exoplaneten entdeckt

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Illustrationscredit: ESA, NASA, Hubble; Künstler: M. Kornmesser

Beschreibung: Wo könnte es sonst noch Leben geben? Die Suche nach Planeten, auf denen es extrasolares Leben geben könnte, ist eine der großen offenen Fragen der Menschheit. Bei dieser Suche gelang kürzlich ein Schritt vorwärts, als man in der Atmosphäre des fernen Exoplaneten K2-18b eine signifikante Menge an Wasserdampf entdeckte.

Der Planet und sein Heimatstern, K2-18, liegen etwa 124 Lichtjahre entfernt im Sternbild Löwe (Leo). Der Exoplanet ist deutlich größer und massereicher als unsere Erde, kreist jedoch in der bewohnbaren Zone seines Heimatsterns. Obwohl K2-18 röter ist als unsere Sonne, leuchtet er am Himmel von K2-18b ähnlich hell wie die Sonne am irdischen Himmel. Die Entdeckung gelang mithilfe von Daten dreier Weltraumteleskope: Hubble, Spitzer und Kepler, diese registrierten die Absorption der Farben von Wasserdampf, während sich der Planet vor den Stern bewegte.

Diese Illustration zeigt rechts den Exoplaneten K2-18b, links seinen heimatlichen roten Zwergstern K2-18, und dazwischen einen unbestätigten Schwesterplaneten.

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Arp 87: Verschmelzende Galaxien von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble Heritage Team (STScI, AURA)

Beschreibung: Dieser Tanz führt zum Untergang. Während diese beiden großen Galaxien duellieren, reicht eine kosmische Brücke aus Sternen, Gas und Staub derzeit 75.000 Lichtjahre weit von einer zur anderen und verbindet die beiden. Die Brücke ist ein starker Hinweis, dass diese beiden gewaltigen Sternsysteme nahe aneinander vorbeizogen und gewaltige Gezeiten erfuhren, hervorgerufen durch die wechselseitige Gravitation. Ein weiterer Hinweis ist, dass die rechte Spiralgalaxie, auch bekannt als NGC 3808A, viele junge blaue Sternhaufen besitzt, die bei einem Sternbildungsausbruch entstanden sind.

Die verdrehte, von der Seite sichtbare Spirale links (NGC 3808B) ist anscheinend in das Material gewickelt, das die Galaxien überbrückt, und von einem seltsamen Polarring umgeben. Das System ist als Arp 87 bekannt und morphologisch als merkwürdig klassifiziert. Während solche Wechselwirkungen im Laufe von Milliarden Jahren ausgetragen werden, führen wiederholte enge Begegnungen schlussendlich zum Ende einer der Galaxien, in dem Sinne, dass eine einzige Galaxie entsteht. Dieses Szenario sieht zwar merkwürdig aus, doch galaktische Verschmelzungen kommen vermutlich häufig vor, wobei Arp 87 ein Stadium in diesem unausweichlichen Prozess darstellt.

Das Paar Arp 87 ist etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Löwe. Die markante, von der Seite sichtbare Spiralgalaxie ganz links scheint eine weiter im Hintergrund liegende Galaxie zu sein, die nicht an der aktuelle Verschmelzung beteiligt ist.

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Spiralgalaxie M96 von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Leo Shatz

Beschreibung: Auf diesem farbenprächtigen, detailreichen Porträt vom Zentrum eines schönen Inseluniversums wirbeln scheinbar Staubbahnen um den Kern von Messier 96. M96 ist eine Spiralgalaxie, und rechnet man die blassen Arme, die über die hellere Zentralregion hinausreichen, dazu, umfasst sie ungefähr 100.000 Lichtjahre, somit ist sie etwa so groß wie unsere Milchstraße.

M96 ist auch als NGC 3368 bekannt, ungefähr 35 Millionen Lichtjahre entfernt und ein markantes Mitglied der Leo-I-Gruppe. Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert. Der Grund für die Asymmetrie von M96 ist unklar – sie könnte durch gravitative Wechselwirkungen mit anderen Galaxien der Leo-I-Gruppe entstanden sein, doch das Fehlen eines diffusen Leuchtens in der Gruppe dürfte ein Hinweis auf wenig aktuelle Wechselwirkungen sein. Wenn man die Ränder des Bildes untersucht, findet man weit im Hintergrund liegende Galaxien.

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M95: Spiralgalaxie mit einem inneren Ring

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, ESO, Amateurdaten; Bearbeitung und Bildrechte: Robert Gendler und Roberto Colombari

Beschreibung: Warum haben manche Spiralgalaxien einen Ring um die Mitte? M95 ist vor allen Dingen eines der nächstliegenden Beispiele einer großen, schönen Balkenspiralgalaxie. Auf dieser Kombination aus Bildern von Hubble und mehreren erdgebundenen Teleskopen sieht man ausladende Spiralarme, die von offenen Haufen aus hellen blauen Sternen markiert sind, außerdem dunkle Staubbahnen, das diffuse Leuchten von Milliarden blasser Sterne sowie einen kurzen Balken über dem Zentrum der Galaxie.

Viele Astronomen fasziniert jedoch der Ring um den Kern des Galaxienzentrums, den man knapp außerhalb des Zentralbalkens sieht. Die langfristige Stabilität dieses Ringes wird noch erforscht, doch Beobachtungen lassen die Vermutung zu, dass ihre gegenwärtige Helligkeit durch kurze Ausbrüche an Sternbildung zumindest verstärkt wird. M95 ist auch als NGC 3351 bekannt. Sie ist ungefähr 50.000 Lichtjahre groß und 30 Millionen Lichtjahre entfernt. Mit einem kleinen Teleskop sieht man sie im Sternbild Löwe (Leo).

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Das Leo-Trio

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Bildcredit und Bildrechte: Markus Bauer

Beschreibung: Diese Gruppe ist im nördlichen Frühling beliebt. Die drei prächtigen, in diesem Sichtfeld versammelten Galaxien sind als Leo-Triplett bekannt. Sie sind ein Publikumserfolg beim Abbilden, selbst wenn man sie mit kleinen Teleskopen fotografiert. Einzeln werden sie als NGC 3628 (links), M66 (rechts unten) und M65 (oben) vorgestellt. Alle drei sind große Spiralgalaxien, doch sie sehen einander nicht besonders ähnlich, weil ihre galaktischen Scheiben in unterschiedlichen Winkeln zu unserer Sichtlinie geneigt sind.

NGC 3628 wird auch Hamburgergalaxie genannt, sie ist auf interessante Weise von der Kante zu sehen, ihre undurchsichtigen Staubbahnen schneiden durch ihre gebauschte galaktische Ebene. Die Scheiben von M66 und M65 sind ausreichend geneigt, um ihre Spiralstruktur zu zeigen. Gravitative Wechselwirkungen zwischen den Galaxien der Gruppe hinterließen verräterische Zeichen, unter anderem Gezeitenschweife und die gekrümmte, aufgeblähte Scheibe von NGC 3628 und die hinausgezogenen Spiralarme von M66.

Diese prächtige Ansicht der Region umfasst am Himmel beinahe zwei Grad (vier Vollmonde). Das Feld umfasst etwa eine Million Lichtjahre in der geschätzten Entfernung des Trios von 30 Millionen Lichtjahren. Die gezackten Vordergrundsterne liegen natürlich in unserer Milchstraße.

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Komet Iwamoto vor der Spiralgalaxie NGC 2903


Videocredit und -rechte: Norbert Span

Beschreibung: Es passiert nicht jede Nacht, dass ein Komet an einer Galaxie vorbeizieht. Letzten Donnerstag wanderte jedoch der mit Fernglas beobachtbare Komet C/2018 Y1 (Iwamoto) beinahe vor einer Spiralgalaxie vorbei, die annähernd die gleiche Helligkeit hatte: NGC 2903.

Komet Iwamoto wurde Ende des letzten Jahres entdeckt und umrundet die Sonne auf einer langen Ellipse. Zuletzt besuchte er das innere Sonnensystem im Mittelalter, etwa um das Jahr 648. Der Komet erreichte seinen sonnennächsten Punkt – zwischen Erde und Mars – am 6. Februar, und den erdnächsten Punkt vor wenigen Tagen am 13. Februar.

Dieses Zeitraffervideo wurde letzte Woche in der Schweiz fotografiert, es komprimiert fast drei Stunden auf etwa zehn Sekunden. Zu dieser Zeit war Komet Iwamoto etwa 10 Lichtminuten entfernt und stellte eine grüne Koma zur Schau, während die Spiralgalaxie NGC 2903 ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt blieb. Zwei Satelliten zischen nach einem Drittel des Videos diagonal durch das Bildfeld. Normalerweise werden jedes Jahr einige wenige Kometen so hell wie Komet Iwamoto.

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NGC 3682: Spiralgalaxie von der Seite

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Bildcredit und Bildrechte: Daten: Paul Gardner, Great Basin Observatory; Bearbeitung: Rogelio Bernal Andreo (DeepSkyColors.com)

Beschreibung: Wie sehen Spiralgalaxien von der Seite aus? Diese scharfe Teleskopansicht zeigt die prächtige, von der Seite sichtbare Spiralgalaxie NGC 3628, eine fluffige galaktische Scheibe, die von dunklen Staubbahnen geteilt wird. Sicherlich erinnert dieses detailreiche galaktische Porträt manche Astronomen an ihren beliebten Spitznamen „Hamburgergalaxie“.

Das reizvolle Inseluniversum ist etwa 100.000 Lichtjahre groß und befindet sich 35 Millionen Lichtjahre entfernt im nördlichen Frühlingssternbild Löwe. NGC 3628 teilt sich ihre Umgebung im lokalen Universum mit zwei weiteren großen Spiralen, M65 und M66, in einer Gruppe, die auch als Leo-Triplett bekannt ist. Gravitationswechselwirkungen mit ihren kosmischen Nachbarn sind wahrscheinlich für die ausgedehnten Eruptionen und Krümmungen der Scheibe dieser Spirale verantwortlich.

Himmelsanbindung: APOD API der NASA

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Leo-Trio

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Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Diese Gruppe ist im nördlichen Frühling beliebt. In diesem Sichtfeld versammeln sic drei prächtige Galaxien, die als Leo-Triplett berühmt sind. Sogar mit kleinen Teleskopen fotografiert sind sie Publikumslieblinge, einzeln werden sie vorgestellt als NGC 3628 (links), M66 (rechts unten) und M65 (oben).

Alle drei sind große Spiralgalaxien, sehen aber tendenziell verschieden aus, weil ihre galaktischen Scheiben in verschiedenen Winkeln zu unserer Sichtlinie geneigt sind. NGC 3628 ist von der Seite sichtbar, durch die Ebene der Galaxie schneiden undurchsichtige Staubbahnen. Die Scheiben von M66 und M65 sind ausreichend geneigt, um ihre Spiralstruktur zu zeigen. Gravitationswechselwirkungen zwischen den Galaxien dieser Gruppe haben vielsagende Spuren hinterlassen, darunter die gekrümmte und aufgeblasene Scheibe von NGC 3628 sowie die herausgezogenen Spiralarme von M66.

Diese prächtige Ansicht der Region umfasst am Himmel etwa einen Grad (zwei Vollmonde). Das Feld bedeckt in der geschätzten Entfernung des Trios von 30 Millionen Lichtjahren mehr als 500.000 Lichtjahre.

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Isländische Legenden und Polarlichtern

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Bildcredit und Bildrechte: Elizabeth M. Ryan; Überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Beschreibung: Auf dieser dramatischen Ansicht mit Land, Meer und Himmel prallen Legenden aufeinander. Das Land Vík í Mýrdal, ein Dorf im Süden von Island, das für seine schönen schwarzen Sandstrände bekannt ist. Das Meer, der Atlantik, umgibt Reynisdrangar, eine Gruppe erodierter Basaltgesteinsäulen, die der isländischen Sage nach die versteinerten Reste von Trollen sind, die einst versuchten, einen Dreimaster an Land zu ziehen.

Von rechts oben beobachtet hell leuchtend der Gott des Himmels in der griechischen Mythologie: der Planet Jupiter. Am Himmel sind weitere griechische, in Sternbilder verpackte Legenden sichtbar: ein Löwe (Leo), eine große Bärin (Ursa Major) und eine Wasserschlange (Hydra).

Man könnte meinen, dass dieser Tumult das spektakuläre abgebildete Polarlicht hervorrief – aber das waren bloß Explosionen auf der Sonne.

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Planeten des Morgens

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN)

Beschreibung: Der Horizont des Planeten Erde breitet sich über diesem aktuellen Gruppenbild des Sonnensystems aus, das auf der Südhalbkugel am Las-Campanas-Observatorium entstand. Es wurde in der Morgendämmerung fotografiert und zeigt die Ekliptik mit einer Aufreihung, die Frühaufstehern im November vertraut ist. Im Osten stehen die Planeten Venus, Mars und Jupiter sowie Regulus, der Alphastern im Sternbild Löwe.

Natürlich sind die Planeten in das zarte Leuchten des Zodiakallichtes gehüllt, das sich an dem dunklen Orten in einem Winkel über dem Horizont erhebt. Es ist kein Zufall, dass sowohl Zodiakallicht – manche kennen es als falsche Dämmerung – als auch die Planeten in der Ekliptik liegen. Alle Planeten des Sonnensystems, das aus einer verflachten protoplanetaren Scheibe hervorging, kreisen nahe der ekliptischen Ebene, während der Staub in der Ebene das Sonnenlicht streut – die Quelle des zarten Zodiakallichtes.

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Mars in der Kurve

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Bildcredit und Bildrechte: Cenk E. Tezel, Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Dieses Komposit aus Bildern, die von Ende Oktober 2011 (oben rechts) bis Anfang Juli 2012 (unten links) in Abständen von etwa 5 bis 7 Tagen fotografiert wurden, zeigt die Rückwärtsbewegung des rötlich gefärbten Mars am Nachthimmel des Planeten Erde.

Um die Punkte der rückläufigen Marsschleife zu verbinden, schieben Sie einfach Ihren Mauspfeil über das Bild. Natürlich änderte jedoch der Mars seine Bewegungsrichtung entlang seiner Bahn nicht. Stattdessen ist die scheinbare Rückwärtsbewegung vor den Hintergrundsternen die Wiederspiegelung der Bewegung der Erde selbst. Eine rückläufige Bewegung ist zu sehen, wenn die Erde Planeten, die weiter von der Sonne entfernt sind, innen überholt, wobei sich die Erde wegen ihres kleineren Orbits schneller bewegt.

Am 4. März 2012 stand Mars in Opposition – und somit am irdischen Himmel gegenüber der Sonne – und stand fast am nächsten und hellsten in der Mitte des Bildes. Kürzlich landete der Rover Curiosity auf der Oberfläche des Roten Planeten, der am 26. November startete, als der Mars nahe dem Kreuzungspunkt seiner rückläufigen Schleife stand. Der Mars ist derzeit in der Nähe von Saturn und dem hellen Stern Spica zu sehen, und zwar nach Sonnenuntergang am westlichen Horizont.

Noch neuere Curiosity-Bilder:  Inklusive einem Farbpanorama und dem Horizont des Mt. Sharp
Neue Curiosity-Bilder: Inklusive 360-Grad-Panorama und Rover-Selbstporträt
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