Komet NEOWISE geht über der Adria auf

Bildcredit und Bildrechte: Paolo Girotti

Für diesen Anblick lohnte es sich früh aufzustehen. Vor sechs Jahren ging der Komet C/2020 F3 (NEOWISE) vor der Morgendämmerung auf – sehr zur Freude himmelsbegeisterter Morgenmenschen. Am 8. Juli 2020 stand der Fotograf dieses Bilds vor Sonnenaufgang auf. So konnte er auf dramatische Art und Weise einen der wenigen Kometen einfangen, die sich in diesem Jahrhundert mit bloßem Auge beobachten ließen. Der Komet ist ein Eindringling ins innere Sonnensystem. Er wurde als Großer Komet von 2020 bekannt. Dieses in Italien entstandene Video zeigt wie Komet NEOWISE über dem Adriatischen Meer aufgeht. Das Zeitraffervideo setzt sich aus mehr als 240 Bildern zusammen. Sie wurden im Verlauf von 30 Minuten aufgenommen. Der Komet ging hinter hellen, wellenförmigen leuchtenden Nachtwolken und vor weit entfernten Sternen auf. Einen Monat lang blieb Komet NEOWISE heller als erwartet. Sein Plasma- und sein Staubschweif entsprangen aus einem Kern, der rund fünf Kilometer groß war.

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Geflecht am Himmel

Über einem See in Schweden leuchten Wolken. Sie sind am Rand des Weltraums, daher leuchtet die Sonne noch darauf, obwohl es am Boden schon dunkel ist. Unten ist ein See, der die Wolken spiegelt.

Bildcredit und Bildrechte: P-M Hedén (Clear Skies, TWAN)

Diese einzigartigen nachtleuchtenden Wolken leiteten Sonnenlicht an den Himmel, während er immer dunkler wurde. Aufgenommen wurden sie am 10. Juli. Sie spiegeln sich im ruhigen Wasser eines Sees bei Vallentuna in der Nähe von Stockholm in Schweden.

Die eisigen Wolken schweben etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche am Rand des Weltraums. Dort reflektieren sie immer noch das Sonnenlicht, obwohl die Sonne für uns am Boden schon lange untergegangen ist. Die leuchtenden Nachtwolken sieht man üblicherweise nur in hohen Breiten und im Sommer. Man nennt sie auch polare mesosphärische Wolken. Sie entstehen, wenn Wasserdampf in die kalte obere Atmosphäre gelangt. Dort kondensiert er an feinen Staubkörnchen, die von zerbrochenen Meteoren oder vulkanischer Asche stammen.

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Leuchtende Nachtwolken über Florida

Der Himmel in der Morgendämmerung ist oben schwarz und in der Nähe des Horizonts braun. Rechts ziehen dünne Wolken zusammen, die von einem weißen zu einem blauen Farbton wechseln. Unweit vom Scheitelpunkt der Konvergenz ist die Mondsichel.

Bildcredit und Bildrechte: Pascal Fouquet

Diese Wolken sind aus zwei Gründen ungewöhnlich. Zum einen sind sie seltene leuchtende Nachtwolken, d. h. sie sind in der Nacht sichtbar – aber nur kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang.

Zum anderen kennt man die Quelle diese leuchtenden Nachtwolken. In diesem seltenen Fall können die sonnenlichtreflektierenden Eiskristalle in der oberen Atmosphäre auf eine SpaceX-Rakete, die 30 Minuten vorher gestartet ist, zurückgeführt werden.

Formal nennt man sie Polare Mesosphärenwolken. Der Angelpunkt dieser Eissträhnen sieht aus, als ob er sich genau vor dem aufgehenden Sichelmond befinden würde.

Das Bild – und das dazugehörige Video – wurde vor ungefähr einer Woche in Orlando, Florida, USA aufgenommen. Der helle Fleck rechts vom Mond ist der Planet Jupiter, während die Lichterkette rechts über dem Horizont sind Lichter eines Flugzeugs.

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Komet NEOWISE geht über der Adria auf

Videocredit und -rechte: Paolo Girotti

Dieser Anblick war es wert, früh aus dem Bett zu kommen. Diesen Monat vor zwei Jahren ging Komet C/2020 F3 (NEOWISE) in der Morgendämmerung auf und erfreute alle, die so früh wach waren und den Nordhimmel beobachteten.

Am 8. Juli war unser Fotograf vor Sonnenaufgang auf den Beinen und dokumentierte einen der wenigen Kometen dieses Jahrhunderts, die mit bloßem Auge sichtbar waren. Es war ein Eindringling ins innere Sonnensystem, der als der große Komet 2020 bekannt wurde.

Dieses Video zeigt Details des Kometen NEOWISE, als er über der Adria in Italien aufging. Das Zeitraffervideo kombiniert mehr als 240 Bilder, die im Laufe von 30 Minuten aufgenommen wurden. Ihr seht, wie der Komet durch einen Vordergrund heller, gewellter leuchtender Nachtwolken und vor einem Hintergrund ferner Sterne aufging.

Komet NEOWISE blieb bis August 2020 unerwartet hell, sein Ionen- und sein Staubschweif gingen von einem etwa fünf Kilometer großen Kern aus.

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Leuchtende Nachtwolken über Paris

Leuchtende Nachtwolken, auch polare Mesosphärenwolken, schweben über Paris in Frankreich

Bildcredit und Bildrechte: Bertrand Kulik

Im Norden haben leuchtende Nachtwolken Saison. Leuchtende Nachtwolken bestehen aus kleinen Eiskristallen, die nur unter bestimmten Bedingungen in der oberen Atmosphäre entstehen, und sind im Spätsommer bei Sonnenuntergang sichtbar, wenn die Sonne sie von unten von beleuchtet.

Leuchtende Nachtwolken sind die höchsten Wolken, die wir kennen. Sie werden mittlerweile als polare Mesosphärenwolken bezeichnet, wenn sie am Boden beobachtet werden. Seit 2007 werden sie mit dem Satelliten AIM der NASA beobachtet, doch vieles an leuchtenden Nachtwolken ist weiterhin unbekannt und wird daher aktiv erforscht.

Dieses Bild zeigt ausgedehnte, geriffelte leuchtende Nachtwolken über Paris in Frankreich. Dieses Jahr berichteten schon mehrere Orte im Norden von besonders lebhaften Erscheinungen leuchtender Nachtwolken.

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Der Rand des Weltraums

Polarlichter und leuchtende Nachtwolken am Rande des Weltraums.

Bildcredit und Bildrechte: Ralf Rohner

Beschreibung: Wo beginnt der Weltraum? In Bezug auf die Raumfahrt würden manche sagen, an der Karman-Linie, die derzeit mit einer Höhe von 100 Kilometern (60 Meilen) definiert ist. Andere würden eine Höhe von 80 Kilometern (50 Meilen) über der mittleren Meereshöhe der Erde festsetzen. Es gibt jedoch keine scharfe physische Grenze, die das Ende der Atmosphäre und den Beginn des Weltraums markiert.

Die Karmanlinie liegt nahe dem Übergang zwischen der oberen Mesosphäre und der unteren Thermosphäre. Leuchtende Nachtwolken sind sommerliche Erscheinungen in hohen Breiten, sie entstehen am oberen Rand der Mesosphäre in Höhen bis zu etwa 80 Kilometern und sind auch als polare Mesosphärenwolken bekannt. Polarlichtbänder der Nord- und Südlichter werden durch energiereiche Teilchen verursacht, die Atome in der Thermosphäre anregen, sie erreichen Höhen von 80 Kilometern bis über 600 Kilometer.

Diese Aufnahme aus dem Cockpit während eines Fluges in einer Höhe von 10 Kilometern im Bereich der Stratosphärenluftfahrt zeigt sowohl leuchtende Nachtwolken als auch Nordlichter unter einem sternklaren Himmel mit Blick zum Erdhorizont und zum Rand des Weltraums.

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Dämmerung im nördlichen Sommer

Leuchtende Nachtwolken nördlich von Forrest in Manitoba in Kanada reflektieren etwa um Mitternacht das Licht der Sonne unter dem Horizont.

Bildcredit und Bildrechte: Justin Anderson

Beschreibung: Wenn sich im Norden die Sommersonnenwende nähert, werden die Nächte kürzer und die Tage länger. Normalerweise treten in hohen nördlichen Breiten in den Sommermonaten leuchtende Nachtwolken auf. Solche eisigen Wolken, die am Rand des Weltraums etwa 80 Kilometer über der Erdoberfläche schweben, reflektierten am 14. Juni noch das Sonnenlicht.

Obwohl die Sonne im Norden von Forrest in Manitoba (Kanada) unter dem Horizont stand, wurden die Wolken etwa um Mitternacht am dämmrigen Himmel auf einer Einzelaufnahme festgehalten. Mehrere Aufnahmen des Vordergrundes zeigen das Aufblitzen von Glühwürmchen in geringer Höhe, eine weitere flüchtige Erscheinung, die in der Sommernacht leuchtet.

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Die leuchtenden Wolken des Mars

Dieses Mosik vom 3063. Marstag des Rovers Curiosity zeigt die verwitterte, geschichtete Flanke des Mount Mercou.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, MSSS

Beschreibung: Die verwitterte, geschichtete Flanke des Mount Mercou ragt im Vordergrund dieses Mosaiks auf, das mit der Mastkamera des Marsrovers Curiosity fotografiert wurde. Die Szenerie wurde aus 21 Einzelbildern erstellt, die am 19. März 2021 kurz nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde. Es war der 3063. Marstag von Curiositys laufender Erkundung des Roten Planeten.

In der Marsdämmerung leuchten immer noch Wolken noch in großer Höhe, die das Licht der Sonne unter dem lokalen Horizont reflektieren, wie leuchtende Nachtwolken auf dem Planeten Erde. Es treiben zwar auch Wolken aus Wassereis durch die dünne Marsatmosphäre, doch diese zarten Wolken schweben in extremer Höhe und könnten aus gefrorenem Kohlendioxid, also aus Trockeneiskristallen, bestehen. Curiositys Mastkamera fotografierte auch schillernde Perlmuttwolken, was dem Marshimmel zarte Farben verlieh.

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