Der interstellare Komet 2I/Borisov

Die beiden Aufnahmen stammen von Hubble. Sie zeigen den Kometen 2I/Borisov kit einer blau schimmernden Koma. Im linken Bild vom 16. November 2019 ist auch eine Spiralgalaxie zu sehen. Das rechte Bild entstand am 9. Dezember 2019.

Bildcredit: NASA, ESA und D. Jewitt (UCLA) et al.

Komet 2I/Borisov stammt von anderswo in der Milchstraße. Er besucht das Sonnensystem nur kurz. Der Amateurastronom Gennadi Borissow entdeckte diesen ersten bekannten interstellaren Kometen am 30. August 2019 auf der Krim. Hier zeigen zwei aktuelle Bilder des Weltraumteleskops Hubble den Kometen.

Im linken Bild ist eine ferne Galaxie im Hintergrund nahe der Sichtlinie zu Borisov. Die Galaxie ist verschwommen, weil Hubble dem rasenden Kometen mit seinem Staubschweif folgte. Er war etwa 327 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Das rechte Bild zeigt 2I/Borisov kurz nach dem Perihel. Es war seine größte Annäherung an die Sonne. Am 28. Dezember erreicht Borisov die geringste Distanz zu unserem Planeten Erde (das Perigäum). Er ist dann etwa 290 Millionen Kilometer von uns entfernt.

Hubbles scharfe Bilder lösen zwar den Kometenkern nicht auf. Doch man vermutet, dass sein Durchmesser weniger als  einen Kilometer beträgt.

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Der Tag nach Mars

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Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA-Projekt, CAST)

Beschreibung: Der 31. Oktober 1938 war der Tag, nachdem Marsbewohner den Planeten Erde erreicht hatten, und alles war ruhig. Es stellte sich heraus, dass die Berichte von der Invasion Teil einer Halloween-Radiosendung waren – dem inzwischen berühmten Hörspiel, das auf dem Science-Fiction-Roman „Der Krieg der Welten“ von H.G. Wells basiert.

Auch auf dem Mars war der 20. Oktober 2014 ruhig. Es war der Tag nach seiner nahen Begegnung mit dem Kometen Siding Spring (C/2013 A1). Das war keine Falschmeldung – dieser Komet kam tatsächlich etwa 140.000 Kilometer an den Mars heran, das entspricht etwa einem Drittel der Erde-Mond-Distanz. Die Rover und Raumsonden der Erde in der Marsumlaufbahn und auf der Oberfläche berichteten von keinen schädlichen Auswirkungen, doch sie hatten einen Logenplatz, als der Besucher aus dem äußeren Sonnensystem vorüberzog.

Dieser farbenprächtige Teleskop-Schnappschuss ist breiter als 2 Grad und zeigt die Sterne im Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus) sowie unsere Sicht auf den Mars am Tag danach. Der bläuliche Stern 51 Ophiuchi steht rechts oben, und der Komet taucht gerade aus dem hellen Glanz des Roten Planeten auf.

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Der interstellare Eindringling 2I/Borisov

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Bildcredit: NASA, ESA und D. Jewitt (UCLA) et al.

Beschreibung: Nach der Entdeckung von 1I/’Oumuamua im Jahr 2017 ist der Komet 2I/Borisov der zweite interstellare Eindringling, der als solcher erkannt wurde. Wie bei ‚Oumuamua bestätigen Borisovs vermessene hyperbolische Bahn sowie die Geschwindigkeit, mit der er zur Sonne fällt, dass sein Ursprung außerhalb unseres Sonnensystems liegt. Detaillierte Beobachtungen lassen den Schluss zu, dass ‚Oumuamua ein Gesteinskörper ist, der sich von bekannten Objekten des Sonnensystems unterscheidet. Hingegen ist Borisov definitiv ein weit wandernder Komet.

Dieses Bild von Borisov wurde am 12. Oktober 2019 mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Es zeigt eine vertraute kometenartige Aktivität und Staubkonzentration um seinen Kern, der im Bild nicht aufgelöst ist. Einige Schätzungen lassen vermuten, dass der Durchmesser des Kerns zwischen 2 und 16 Kilometer beträgt. Als das Hubblebild aufgenommen wurde, war der Komet 2I/Borisov etwa 418 Millionen Kilometer entfernt. Borisov kommt jedoch noch näher und erreicht seine größte Annäherung an die Sonne am 7. Dezember in einer Entfernung von etwa 300 Millionen Kilometern (2 Astronomische Einheiten).

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3D 67P

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Bildcredit: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS – Stereo-Anaglyphe: Philippe Lamy and The Team

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-cyanfarbigen Brillen und schweben Sie neben dem zerklüfteten zweilappigen Kern von Tschurjumow-Gerassimenko, der auch als Komet 67P bekannt ist. Die Stereoanaglyphe entstand aus zwei Bildern der Telekamera OSIRIS der Raumsonde Rosetta. Die Bilder wurden am 25. Juli 2015 aus einer Entfernung von 184 Kilometern fotografiert.

Aus der aktiven Oberfläche dieser kleinen Welt im Sonnensystem strömen zu ihrer größten Annäherung an die Sonne zahlreiche Strahlen. Der größere Lappen ist ungefähr vier Kilometer groß und mit einem kleineren, 2,5 Kilometer großen Lappen durch einen schmalen Hals verbunden. Rosettas Mission zum Kometen endete im September 2016 mit einem kontrollierten Manöver, bei dem die Raumsonde auf die Oberfläche des Kometen prallte.

Behalten Sie Ihre 3D-Brillen noch. Betrachten Sie damit einen neuen Katalog mit fast 1400 Stereoanaglyphen, die auf diese Website aus Rosettas Bilddaten erstellt wurden.

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Komet eines Fuhrmanns

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Bildcredit und Bildrechte: Rolando Ligustri (CARA Project, CAST)

Beschreibung: Komet Iwamoto (C/2018 Y1) rast immer noch über den Nachthimmel des Planeten Erde und teilt sich dieses hübsche Teleskopsichtfeld mit den Sternen und Nebeln des nördlichen Sternbilds Fuhrmann (Auriga). Am 27. Februar wurde Iwamoto fotografiert, seine grünliche Koma und der blasse Schweif liegen zwischen einem Komplex rötlicher Emissionsnebel und dem offenen Sternhaufen M36 (rechts unten). Das rötliche Licht stammt von Wasserstoff, der durch die Ultraviolettstrahlung heißer Sterne in der Nähe der etwa 6000 Lichtjahre entfernten riesigen Molekülwolke in der Region ionisiert wurde.

Das grünliche Leuchten des Kometen, der weniger als 5 Lichtminuten entfernt ist, stammt überwiegend von der Emission zweiatomiger Kohlenstoffmoleküle, die im Sonnenlicht fluoreszieren. M36, einer der vertrauteren Sternhaufen im Fuhrmann, ist ein Hintergrundobjekt und liegt weit außerhalb des Sonnensystems, er ist etwa 4000 Lichtjahre entfernt. Komet Iwamoto passierte am 12. Februar den erdnächsten Punkt und entfernt sich auf einer stark elliptischen Bahn, die ihn über den Kuipergürtel hinausbringen wird. Seine Umlaufzeit wird auf 1317 Jahre geschätzt, somit sollte er im Jahr 3390 ins innere Sonnensystem zurückkehren.

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Komet Iwamoto vor der Spiralgalaxie NGC 2903


Videocredit und -rechte: Norbert Span

Beschreibung: Es passiert nicht jede Nacht, dass ein Komet an einer Galaxie vorbeizieht. Letzten Donnerstag wanderte jedoch der mit Fernglas beobachtbare Komet C/2018 Y1 (Iwamoto) beinahe vor einer Spiralgalaxie vorbei, die annähernd die gleiche Helligkeit hatte: NGC 2903.

Komet Iwamoto wurde Ende des letzten Jahres entdeckt und umrundet die Sonne auf einer langen Ellipse. Zuletzt besuchte er das innere Sonnensystem im Mittelalter, etwa um das Jahr 648. Der Komet erreichte seinen sonnennächsten Punkt – zwischen Erde und Mars – am 6. Februar, und den erdnächsten Punkt vor wenigen Tagen am 13. Februar.

Dieses Zeitraffervideo wurde letzte Woche in der Schweiz fotografiert, es komprimiert fast drei Stunden auf etwa zehn Sekunden. Zu dieser Zeit war Komet Iwamoto etwa 10 Lichtminuten entfernt und stellte eine grüne Koma zur Schau, während die Spiralgalaxie NGC 2903 ungefähr 30 Millionen Lichtjahre entfernt blieb. Zwei Satelliten zischen nach einem Drittel des Videos diagonal durch das Bildfeld. Normalerweise werden jedes Jahr einige wenige Kometen so hell wie Komet Iwamoto.

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Komet Iwamoto und die Sombrerogalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Ian Griffin (Otago Museum)

Beschreibung: Komet Iwamoto (C/2018 Y1, in diesem Teleskopsichtfeld links oben) stellt eine hübsche grünliche Koma zur Schau. Das Bild wurde am 4. Februar am Mount John Observatory der Universität Canterbury fotografiert. Die insgesamt 30 Minuten belichtete Aufnahme zeigt, wie der Komet schnell über einen Hintergrund aus Sternen und fernen Galaxien im Sternbild Virgo zieht.

Die lange Belichtungszeit und Iwamotos schnelle Bewegung im Verhältnis zu den Sternen und Galaxien führt zu dem auffälligen, verschwommenen Streifen, der die helle innere Koma des Kometen darstellt. Die streifenförmige Koma verleiht dem Kometen eine auffallende Ähnlichkeit mit Messier 104 rechts unten, die landläufig als Sombrerogalaxie bekannt ist.

Der Komet ist ein Besucher des inneren Sonnensystems und ungefähr 4 Lichtminuten entfernt, während die majestätische Messier 104, eine Spiralgalaxie, die wir von der Kante sehen, 30 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Iwamoto ist der erste Fernglaskomet des Jahres 2019, er erreicht seine größte Erdnähe am 12. Februar. Die stark elliptische Bahn dieses Kometen um die Sonne reicht über den Kuipergürtel hinaus, seine Umlaufzeit beträgt schätzungsweise 1371 Jahre. Somit sollte er im Jahr 3390 ins innere Sonnensystem zurückkehren.

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Quadrantiden

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Der Meteorstrom der Quadrantiden, ein jährliches Ereignis für Sterngucker auf der Nordhalbkugel des Planeten Erde, ist nach einem vergessenen Sternbild benannt. Er erreicht seinen kurzen Höhepunkt normalerweise in den kalten, frühen Morgenstunden des 4. Januar. Der Radiant des Stroms liegt am Himmel im astronomisch veralteten Sternbild Mauerquadrant. Dessen Position liegt an den Grenzen der zeitgenössischen Sternbilder Herkules, Bärenhüter und Drache.

Ungefähr 30 Quadrantiden-Meteore zählt diese Himmelslandschaft, die aus Digitalbildern arrangiert wurde, welche am dunklen, mondlosen Himmel zwischen 2:30 Uhr und der lokalen Dämmerung aufgenommen wurden. Der Radiant des Stroms geht rechts neben dem Vulkan Teide auf der kanarischen Insel Teneriffa auf, unter den Sternen des Großen Wagens am Nordhimmel. Als wahrscheinliche Quelle des Staubstroms, der die Quadrantiden-Meteore erzeugt, gilt seit 2003 ein Asteroid. Sehen Sie sorgfältig hin, dann erkennen Sie auch eine kleine, verräterische grünliche Koma nahe dem oberen Bildrand über dem Vulkangipfel. Das ist Komet Wirtanen, der Weihnachtsgast am irdischen Himmel 2018.

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