Chilenische Himmelslandschaft

Über dem Horizont unten verläuft ein roter Streifen, am sternklaren Himmel darüber leuchten zwei helle Himmelslichter, die Planeten Venus und Jupiter.

Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Beschreibung: Der Nachthimmel über chilenischen Berggipfel-Observatorien kann dunkel und klar sein und herrliche kosmische Aussichten bieten. Auf diesem aktuellen Beispiel erstreckt sich die Ebene unserer Milchstraßengalaxie parallel zum Horizont, die Sternhaufen des galaktischen Zentrums, dunkle Staubwolken und leuchtende Nebel schweben im Westen. Der Lichtkeil, der nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde und sich in der Szenerie nach oben hin ausdehnt, ist Zodiakallicht – Sonnenlicht, das von Staub in der Ekliptik unseres Sonnensystems gestreut wird. Ein zarter Meteor wurde ebenfalls aufs Bild gebannt, doch die strahlende Venus und der helle Jupiter, die sich einer Konjunktion nähern, beherrschen die Himmelslandschaft. Zu der nahen Begegnung am Wochenende gesellt sich am Montag, 1. Dezember, der junge Sichelmond dazu. Blicken Sie nach Sonnenuntergang nach Westen, und das enge himmlische Dreieck aus Mond, Venus und Jupiter, den drei hellsten Lichtern der Nacht, werden auf der ganzen Welt einen spektakulären Anblick bieten, sogar an Beobachtungsorten mit einem aufgehellten Großstadthimmel.

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Jupiter über Ephesos

Über den historischen Ruinen von Ephesos leuchtet der helle Planet Jupiter über dem Horizont, die oberen Teile der Ruinen werden vom Mondlicht beleuchtet.

Credit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Der prächtige Jupiter teilt sich heute Abend den Himmel mit dem Vollmond. Jupiter steht kurz vor der Opposition. Das bedeutet, er befindet sich am Himmel der Erde gegenüber der Sonne. Daher geht Jupiter etwa zu Sonnenuntergang auf. Das tut übrigens auch der Vollmond. Die Opposition ist auch der Zeitpunkt der größten Annäherung an die Erde. Jupiter leuchtet dann am hellsten und bietet den besten Anblick.

Diese Himmelslandschaft wurde letzten Monat fotografiert. Sie zeigt Jupiter über dem südöstlichen Horizont. Die Straßen der antiken Hafenstadt Ephesos, die in der heutigen Türkei liegt, sind mit Marmor gepflastert. Der Tempel links war dem römischen Kaiser Hadrian geweiht. Am Nachthimmel wölbt sich der Bogen der nördlichen Sommermilchstraße. Die Lichter am Horizont stammen von der nahe gelegenen Stadt Selçuk. Wenn ihr auf das Bild klickt, seht ihr die Szenerie als Panorama.

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Drei rote Flecken auf Jupiter

Das Bild zeigt einen Äquatorgürtel auf Jupiter in starker Vergrößerung, in dem starke Wirbelstürme erkennbar sind. Außer dem Großen Roten Fleck sind noch zwei weitere rote Sturmgebiete erkennbar sowie zwei weiße Ovale.

Credit: NASA, ESA, M. Wong, I. de Pater (UC Berkeley), et al.

Beschreibung: Seit etwa 300 Jahren zeigt die gebänderte Atmosphäre Jupiters Beobachtern mit Teleskopen eine bemerkenswerte Struktur: ein riesiges, wirbelndes Sturmsystem, bekannt als der Große Rote Fleck. 2006 tauchte ein weiterer roter Sturm auf, dessen Bildung beobachtet wurde, als kleinere weißliche ovale Sturmsysteme miteinander verschmolzen und dann den seltsamen rötlichen Farbton erhielten. Nun hat Jupiter einen dritten roten Fleck, der ebenfalls aus einem kleineren weißlichen Sturm entstand. Alle drei sind auf diesem Bild zu sehen, das aus Aufnahmen vom 9. und 10. Mai mit der Weitwinkel- und Planetenkamera 2 des Hubble-Weltraumteleskops entstand. Die Flecken breiten sich über den umgebenden Wolken aus, und ihre rote Farbe könnte von tieferem Material stammen, das durch die Sturmsysteme nach oben gebracht und ultraviolettem Licht ausgesetzt wurde, doch der genaue chemische Prozess ist noch unbekannt. Was das Größenverhältnis betrifft, hat der Große Rote Fleck fast den doppelten Durchmesser des Planeten Erde, die neuen Flecken haben beide weniger als einen Erddurchmesser. Der jüngste Rote Fleck ist weit links (im Westen) entlang des gleichen Wolkenbandes wie der Große Rote Fleck zu finden und driftet auf diesen zu. Wenn die Bewegung anhält, wird der neue Fleck im August dem viel größeren Sturmsystem begegnen. Die aktuelle vermehrte Bildung von roten Flecken auf Jupiter hängt wahrscheinlich mit einem langfristigen Klimawandel zusammen, da der Gasriese nahe dem Äquator wärmer wird.

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Venus und Jupiter am Morgenhimmel

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese beiden himmlischen Lichtbaken, die vor Sonnenaufgang hell im Osten strahlen, sind eigentlich Kinder der Sonne – die Planeten Venus und Jupiter. Als die zweit- und dritthellsten Objekte am Nachthimmel nach dem Mond erschienen Venus und Jupiter etwa 2 Grad voneinander entfernt, als dieses Bild am 30. Januar aufgenommen wurde, gestern am frühen Morgen jedoch weniger als einen halben Grad. Der beschauliche Vordergrund ist die Küstenlinie entlang der Halbinsel Miankaleh und der Gorgan-Bucht, ein wichtiges Vogel- und Naturschutzgebiet im Südosten des Kaspischen Meeres. In den nächsten beiden Tage können Frühaufsteher des gesamten Erdkreises eine Begegnung von Venus und Jupiter am Himmel mit dem abnehmenden sichelförmigen Mond genießen.

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Eine Jupiter-Io-Montage von New Horizons

Vor dem halb beleuchteten Planeten Jupiter ist die Sichel des Mondes Io zu sehen, auf dem im Dunkeln heiße Lava leuchtet.

Credit: NASA, Johns Hopkins U. APL, SWRI

Während die Raumsonde New Horizons durchs Sonnensystem rast, nimmt sie atemberaubende Bilder der Planeten auf. Im Februar letzten Jahres passierte New Horizons Jupiter und seinen ständig aktiven Mond Io. Diese Montage zeigt Jupiter in drei Farben des Infrarotlichtes. Dadurch sieht der Rote Fleck weiß aus.

Jupiters komplexe Atmosphäre zeigt komplexe wirbelsturmartige Ovale, Wirbel und Bänder, die um den ganzen Planeten reichen. Io wurde digital in natürlichen Farben einmontiert. Zufällig stieg eine Gaswolke von Ios Vulkan Tvashtar auf. Reif und schwefelhaltige Lava bedecken den vulkanischen Mond. Unter der Gaswolke, die blaues Sonnenlicht streut, ist rot glühende Lava zu sehen.

Die Roboter-Sonde New Horizons ist auf der Reise zu Pluto, den sie 2015 erreicht.

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Jupiters Ringe enthüllt

Das Bild zeigt die Silhouette von Jupiter, der die Sonne bedeckt. Links und rechts ist sein hell beleuchteter Ring zu sehen.

Credit: (NOAO), J. Burns (Cornell) et al., Projekt Galileo, JPL, NASA

Warum hat Jupiter Ringe? Die vorbeifliegende Raumsonde Voyager 1 entdeckte 1979 Jupiters Ring. Doch ihr Ursprung war ein Rätsel. Die Raumsonde Galileo umkreiste Jupiter von 1995 bis 2003. Ihre Daten zeigte später, dass diese Ringe von Einschlägen von Meteoriten auf kleinen Monden in der Nähe stammen. Wenn ein kleiner Meteorit zum Beispiel den winzigen Adrastea trifft, bohrt er sich in den Mond, verdampft und sprengt Schmutz und Staub in einen jovianischen Orbit.

Dieses Bild zeigt, wie Jupiter die Sonne bedeckt. Das wurde von der Raumsonde Galileo beobachtet. Im reflektierten Sonnenlicht sehen wir kleine Staubteilchen in der oberen Jupiter-Atmosphäre und die Staubpartikel, die den Ring bilden.

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Die Milchstraße bei 5000 Metern

Die Milchstraße mit ihren wuchernden Staubwolken verläuft diagonal durchs Bild. Über der Mitte leuchten Jupiter und Antares, rechts am Rand steht die Kleine Magellansche Wolke.

Credit und Bildrechte: Serge Brunier

Wenn ihr in der Nähe des Cerro Chajnantor in den nördlichen chilenischen Anden auf 5000 Meter Seehöhe klettert, zeigt der Nachthimmel vielleicht diese kosmische Aussicht. Sie wurde an diesem hohen und trockenen Schauplatz fotografiert. Die prächtige Weitwinkelaufnahme zeigt Myriaden Sterne und wuchernde Staubwolken unserer Milchstraße.

Im Zenit in der Bildmitte blickt man zum Zentrum der Galaxis. Doch das galaktische Zentrum ist vor direktem Blick verborgen. Es liegt hinter dem dichten Staub. Der helle Jupiter über der zentralen Wölbung der Milchstraße betont die Szenerie. Rechts daneben leuchtet der schwächere gelbliche Riesenstern Antares. Am rechten Bildrand steht klein und schwach eine Begleitgalaxie der Milchstraße, die Kleine Magellansche Wolke.

Lesung eines APOD-Herausgebers am 4. Januar im American Museum of Natural History

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Ein Mond für Astronomen

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Credit und Bildrechte: Mikhail Abgarian, Konstantin Morozov, Yuri Goryachko (Minsk, Belarus)

Beschreibung: Jupiter ist DER Planet für Astronomen – seine beachtliche Größe und die kontrastreichen globalen Wolkengürtel und -zonen erlauben detailreiche Studien, auch mithilfe erdgebundener Teleskope.

Andererseits zeigen die meisten Teleskopansichten Jupiters Monde meist nur als nichtssagende Lichtpunkte, die in der Nähe des alles beherrschenden Gasriesen schweben. Doch dieses eindrucksvolle Bild, das mit einem kleinen, erdgebundenen Teleskop aufgenommen wurde, zeigt eine verblüffende Menge an Details auf Ganymed, einem Jupitermond etwa von der Größe des Erdmondes, jedoch mindestens 1500 Mal weiter entfernt.

Das Bild wurde sorgfältig aus den 409 schärfsten Einzelbildern von insgesamt 10.000 Aufnahmen kombiniert, die mit einer Rate von 30 Bildern pro Sekunde mit einer Digitalkamera aufgenommen wurden. Der Radius von Ganymed beträgt etwa 2600 Kilometer, somit ist jedes Oberflächendetail etwa 900 Kilometer groß.

Hören Sie Blueshift und werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen von Astronomy Picture of the Day.
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