Schwan ohne Sterne

Ein nebelreicher Teil im Sternbild Schwan mit NGC 7000 (Nordamerikanebel), IC 5070 (der Pelikannebel), IC 1318 (Schmetterlingsnebel) und NGC 6888 (Sichelnebel).

Bildcredit und Bildrechte: Bowen James Cameron

Beschreibung: Der Himmel ist voll mit schwach leuchtendem Gas, wenn man es aber sehen möchte, braucht man eine empfindliche Kamera und ein Teleskop. Diese zwölf Grad breite Ansicht vom nördlichen Teil des Sternbildes Schwan zeigt beispielsweise einen komplexen Bereich kosmischer Gaswolken in der Ebene  unserer Milchstraße.

Dieses Mosaik aus Teleskopbildern wurde mit zwei Filtern aufgenommen: Einem H-alpha-Filter, der nur das sichtbare rote Licht leuchtender Wasserstoffatome durchlässt, sowie einem blauen Filter, der vorwiegend für jenes Licht, das von kleinen Mengen angeregten Sauerstoffs abgestrahlt wird, durchlässig ist. Daher sind auf diesem 18 Stunden belichteten Bild blaue Bereiche heißer als rote.

Bei weiterer digitaler Bearbeitung wurden unzählige punktförmige Milchstraßensterne aus der Szenerie entfernt. Zu den bekannten, hier abgebildeten hellen Nebeln zählen NGC 7000 (der Nordamerikanebel) und IC 5070 (der Pelikannebel) links sowie IC 1318 (Schmetterlingsnebel) und NGC 6888 (Sichelnebel) rechts –, doch auch andere befinden sich in diesem breiten Sichtfeld.

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Die Wolken der Großen Magellanschen Wolke

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Bildcredit und Bildrechte: Team CielAustral mit J.C Canonne, N.Outters, P.Bernhard, D.Chaplain, L.Bourgon

Beschreibung: Die Große Magellansche Wolke (GMW) ist ein reizender Anblick am Südhimmel. Doch diese detailreiche Teleskopansicht, deren Entstehung länger als 10 Monate dauerte, reicht über das hinaus, was für die meisten Weltumseglerinnen des Planeten Erde sichtbar ist. Das Mosaik aus 4×4 Bildfeldern umfasst mehr als 5 Grad oder 10 Vollmonde, es wurde aus 3900 Einzelbildern mit Breit- und Schmalbandfiltern bei einer Gesamtbelichtungszeit von 1060 Stunden erstellt.

Die Schmalbandfilter sind nur für Licht durchlässig, das von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen abgestrahlt wird. Die Atome werden durch energiereiches Sternenlicht ionisiert und strahlen ihr charakteristisches Licht ab, wenn die Elektronen rekombinieren und die Atome in einen niedrigeren Energiezustand übergehen. Daraus ergibt sich, dass die GMW auf diesem  Bild von ihren eigenen Wolken aus ionisiertem Gas bedeckt erscheint, die ihre sehr massereichen jungen Sterne umgeben. Die leuchtenden Wolken werden von den starken Sternenwinden und der ultravioletten Strahlung geformt, die meiste Emission stammt von Wasserstoff aus sogenannten H II-Regionen (ionisierter Wasserstoff).

Der Tarantelnebel ist die große Sternbildungsregion links, auch er ist aus vielen überlappenden HII-Regionen zusammengesetzt. Die GMW ist die größte Begleiterin unserer Milchstraße, sie ist etwa 15.000 Lichtjahre groß, an die 160.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwertfisch.

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Wolken in der GMW

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Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis, Don Goldman

Beschreibung: Dieses detailreiche Teleskopmosaik zeigt die Große Magellansche Wolke (GMW), ein faszinierender Anblick am Südhimmel. Die Szene wurde mit Breit- und Schmalbandfiltern aufgenommen, sie zeigt ungefähr 5 Grad oder 10 Vollmonde. Die Schmalbandfilter sind so konstruiert, dass sie nur für Licht von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen durchlässig sind.

Die Atome werden von energiereichem Sternenlicht ionisiert, sie strahlen ihr charakteristisches Licht ab, wenn die Elektronen rekombinieren und die Atome in einen energieärmeren Zustand übergehen. Daher ist die GMW auf diesem Bild anscheinend von ihren eigenen Wolken aus ionisiertem Gas bedeckt, welche ihre massereichen jungen Sterne umgeben.

Die leuchtenden Wolken werden von Wasserstoffemissionen dominiert und sind als H II-Regionen (ionisierter Wasserstoff) bekannt, sie werden von starken Sternwinden und ultravioletter Strahlung geformt. Der Tarantelnebel ist die große Sternbildungsregion links, er besteht aus vielen überlappenden H II-Regionen.

Die GMW ist der größte Begleiter unserer Milchstraße, sie ist ungefähr 15.000 Lichtjahre groß, zirka 160.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Schwertfisch.

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Die Wasserstoffwolken von M33

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie M33 scheint mehr als ihren gerechten Anteil an leuchtendem Wasserstoff zu besitzen. M33, ein auffälliges Mitglied der Lokalen Gruppe, ist auch als Dreiecksgalaxie bekannt und ist etwa 3 Millionen Lichtjahre entfernt.

Auf diesem Teleskop-Galaxienporträt, das die rötlichen Wasserstoffwolken oder HII-Regionen betont, sind die inneren 30.000 Lichtjahre dargestellt. Die gewaltigen HII-Regionen in M33 breiten sich entlang der losen Spiralarme aus, die sich zum Kern winden. Sie gehören zu den größten Sternkrippen, die wir kennen – Orte, an denen kurzlebige, aber sehr massereiche Sterne entstehen. Intensive Ultraviolettstrahlung der leuchtstarken, massereichen Sterne ionisiert das umgebende Wasserstoff und erzeugt schließlich das charakteristische rote Leuchten.

Um dieses Bild farblich zu verstärken, wurde mit Breitbanddaten eine Farbansicht der Galaxie erstellt, die mit Schmalbanddaten kombiniert wurde. Letztere wurden mit einem Wasserstoff-Alpha-Filter aufgenommen, der das Licht der stärksten Wasserstoffemissionslinie hindurchlässt. Schieben Sie den Mauspfeil über das Bild, um die einfarbigen Schmalbanddaten zu sehen, oder betrachten Sie diese Videoreise der Wasserstoffwolken von M33.

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