Die Kaulquappen von of IC 410

Die magentafarben leuchtende Staubwolke im Bild erinnert an einen Tümpel, in dem rechts unten zwei Kaulquappen schwimmen, die etwas heller leuchten als der Hintergrund. Rechts und in der Mitte sind helle Sterne verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Steven Coates

Diese Nahaufnahme wurde mit einem Teleskop aufgenommen. Sie zeigt den an sich blassen Emissionsnebel IC 410. Rechts unten schwimmen zwei Bewohner des kosmischen Teichs, sie bestehen aus Gas und Staub. Es sind die Kaulquappen von IC 410. Der Nebel ist teilweise von Staub verdeckt, der sich im Vordergrund befindet. Er umgibt den jungen galaktischen Sternhaufen NGC 1893.

Die sehr heißen, hellen Haufensterne entstanden vor etwa vier Millionen Jahren in der interstellaren Wolke. Sie bringen das Gas zum Leuchten. Die Kaulquappen bestehen aus dichterem, kühlem Gas und Staub. Sie sind etwa 10 Lichtjahre lang. Wahrscheinlich findet darin fortschreitende Sternbildung statt. Ihre Köpfe wurden von den Winden und der Strahlung der Haufensterne geformt. Sie haben helle Ränder aus ionisiertem Gas. Ihre Schweife laufen von der Zentralregion fort.

IC 410 ist etwa 10.000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im nebelreichen Sternbild Fuhrmann.

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AE Aurigae und der Flammensternnebel

Der Nebel im Bild erinnert entfernt an Feuer. Der Himmel rund um den rauchartigen Nebel ist von kleinen Sternen gesprenkelt.

Bildcredit und Bildrechte: Jesús Vargas (Sky-Astrophotography) und Maritxu Poyal (Maritxu)

Brennt der Stern AE Aurigae? Nein. Zwar nennt man AE Aurigae „Flammenstern“. Der Nebel um IC 405 heißt Flammensternnebel. Und die hat Region offenbar die Farbe von Feuer. Trotzdem gibt es hier keinen Brand.

Als Feuer bezeichnet man meist die rasche molekulare Aufnahme von Sauerstoff. Es entsteht nur, wenn genug Sauerstoff vorhanden ist, aber nicht in einer so energiereichen, sauerstoffarmen Umgebung wie bei Sternen. Das Material, das wie Rauch aussieht, ist großteils interstellarer Wasserstoff. Er enthält rauchartige dunkle Fasern aus kohlenstoffreichen Staubkörnchen.

Der helle Stern AE Aurigae ist rechts unten bei der Mitte des Nebels. Er ist so heiß, dass er blaues Licht abstrahlt. Es ist so energiereich, dass es Elektronen aus dem umgebenden Gas herausschlägt. Wenn ein Proton ein Elektron zurückgewinnt, entsteht das Licht im umgebenden Emissionsnebel. Der Flammensternnebel ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt und ungefähr 5 Lichtjahre groß. Man sieht ihn mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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Sternbildung im Kaulquappennebel

Der Nebel im Bild erinnert an eine zu uns geöffnete Höhlung. In der Mitte sind zwei hell leuchtende Staubwülste, es sind die Kaulquappen IC 410. Der Emissionsnebel ist in den Sternhaufen NGC 1893 eingebettet.

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Der Kaulquappennebel IC 410 mit seiner staubhaltigen Emission liegt im nördlichen Sternbild Fuhrmann. Er ist etwa 12.000 Lichtjahre entfernt. Die Wolke aus leuchtendem Gas ist mehr als 100 Lichtjahre groß. Er wird von Sternwinden und der Strahlung des eingebetteten offenen Sternhaufens NGC 1893 geformt.

Die hellen Sterne im Haufen sind vor zirka 4 Millionen Jahren in der interstellaren Wolke entstanden. Sie sind überall im verteilt. Mitten im Bild ranken sich zwei markante, relativ dichte Materieströme, die an Kaulquappen erinnern. Die kosmischen Kaulquappen in IC 410 sind etwa 10 Lichtjahre lang. Möglicherweise entstehen darin neue Sterne. Dieses Bild wurde vom Satelliten Wide Field Imager Survey Explorer (WISE) der NASA im Infrarotlicht abgebildet.

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Polarlichthund über Alaska

Unter dem großen Wagen breitet sich ein riesiges grünes Polarlicht aus, das an einen Hund erinnert. Unten ist ein Horizont mit Wald.

Bildcredit und Bildrechte: John Chumack

Beschreibung: Manchmal ist es kaum zu glauben, was man am Himmel sieht. Als der Astrofotograf John Chumack letzten Monat seine jährliche Polarlichtrundreise in die Nähe von Fairbanks in Zentralalaska machte, sahen er und seine Begleiter ein sehr ungewöhnliches Polarlicht. Das helle Polarlicht verwandelte sich scheinbar in die Form eines springenden Hundes mit geringeltem Schweif.

Er schaffte es, die flüchtige natürliche Erscheinung mit Weitwinkelobjektiv auf einer 15-Sekunden-Aufnahme zu fotografieren, das Bild ist oben zu sehen. Auch der Himmel im Hintergrund war voller vertrauter Prachtstücke. Einige Planeten waren zu sehen: der helle Jupiter bei den Vorderbeinen des Hundes und der rötliche Mars unter den Hinterbeinen. Über der Mitte des Hundes war der Große Wagen erkennbar und ganz rechts der rötliche Beteigeuze.

Der Hund wollte ihn jedoch nicht nach Hause begleiten, sondern verwandelte sich nach wenigen Minuten in andere Formen, bevor die Teilchen des geomagnetischen Sturms, die ihn erzeugt hatten, weiterwanderten und anderswo auf die Erde trafen.

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Das Zentrum von Auriga

Leuchtend rote Nebel und blaue Sternhaufen an der Grenze der Sternbilder Stier und Fuhrmann sind hier abgebildet: Simeis 147, IC 410, M36, M38 und NGC 1893.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Das antike Sternbild Fuhrmann (Auriga) ist reich an Sternhaufen und Nebeln. Es reitet hoch am nördlichen Winternachthimmel. Diese detailreiche Mosaik-Teleskopansicht wurde im Jänner fotografiert. Am Himmel ist sie fast 24 Vollmonde (12 Grad) breit. Sie zeigt einige Ansichten im Fuhrmann, die bei kosmischen Touristen sehr beliebt sind. Das dicht gedrängte Feld reicht über die Ebene der Milchstraße in die Richtung gegenüber dem Zentrum der Galaxis.

Möchtet ihr eine Wegbeschreibung? Der helle, bläuliche Stern Elnath am unteren Bildrand liegt an der Grenze zwischen Fuhrmann und Taurus, dem Stier. Er ist sowohl als Beta Tauri als auch Gamma Aurigae bekannt. Links bedecken die verschlungenen Fasern des Supernovarestes Simeis 147 etwa 150 Lichtjahre. Simeis 147 ist fast 300 Lichtjahre entfernt. Rechts findet ihr den Emissionsnebel IC 410. Er ist wesentlich weiter entfernt, nämlich ungefähr 12.000 Lichtjahre.

In IC 410 entstehen Sterne. Der junge Sternhaufen NGC 1893 ist darin eingebettet. Bekannt sind auch kaulquappenförmige Wolken aus Staub und Gas. Der Flammensternnebel IC 405 ist nur ein wenig weiter entfernt. Seine roten, verschlungenen Wolken aus leuchtendem Wasserstoff werden vom heißen O-Stern AE Aurigae angeregt. Zwei offene Sternhaufen, M36 und M38 nach Charles Messier, sind oben im Sternfeld aufgereiht. Sie werden oft mit Fernglas betrachtet.

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Die Kaulquappen in IC 410

Das Nebelbild erinnert an einen Tümpel, in dem zwei Kaulquappen schwimmen. Der Hintergrund ist blau und wird links von nebelförmigen Ranken eingehüllt. Rechts unten schwimmen zwei geschlängelte Nebel mit Köpfchen.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Diese Nahaufnahme wurde mit einem Teleskop aufgenommen. Sie zeigt den sonst sehr blassen Emissionsnebel IC 410 in markanten Falschfarben. Rechts unter der Mitte schwimmen zwei Bewohner des kosmischen Tümpels aus Gas und Staub. Es sind die Kaulquappen von IC 410.

Das Bild wurde aus Bildern kombiniert, die mit Schmalbandfiltern fotografiert wurden. Die Schmalbanddaten zeigen Atome im Nebel: Emissionen von Schwefelatomen in Rot, die der Wasserstoffatome in Grün und der Sauerstoffatome in Blau. Der Nebel ist teilweise von Vordergrundstaub verdeckt. Er umgibt NGC 1893, einen jungen galaktischen Sternhaufen, der das leuchtende Gas anregt.

Die Kaulquappen bestehen aus dichterem, kühlerem Gas und Staub. Sie sind etwa 10 Lichtjahre lang. Möglicherweise entstehen darin Sterne. Ihre Schweife werden vom Wind und der Strahlung der Haufensterne geformt. Sie sind von der Zentralregion des Haufens fortgerichtet. IC 410 ist etwa 12.000 Lichtjahre entfernt. Er liegt im Sternbild Fuhrmann (Auriga).

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AE Aurigae und der Flammensternnebel

Im Bild sind braune, teils beleuchtete Nebel verteilt, die in der Mitte in einen blauen Nebel übergehen, der zwischen den braunen Nebelwolken hindurchschimmert. Die im Bild dünn verteilten Sterne sind eher blass.

Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

AE Aurigae wird flammender Stern genannt. Der Nebel IC 405, der ihn umgibt, heißt Flammensternnebel. Die Region enthält scheinbar Rauch, doch hier gibt es kein Feuer. Mit Feuer meint man üblicherweise die rasante molekulare Bindung an Sauerstoff. Sie tritt nur auf, wenn genug Sauerstoff vorhanden ist. In einer so energiereichen, sauerstoffarmen Umgebung spielt das keine Rolle.

Die Materie, die an Rauch erinnert, ist hauptsächlich interstellarer Wasserstoff. Sie enthält auch rauchähnliche dunkle Fasern aus kohlenstoffreichen Staubkörnchen. Der helle Stern AE Aurigae nahe der Mitte des Nebels ist so heiß, dass er blau leuchtet. Sein abgestrahltes Licht ist so energiereich, dass es Elektronen aus den Atomen im umgebenden Gas herausschlägt. Wenn ein Atom mit einem Elektron rekombiniert, wird Licht abgestrahlt. Dadurch entsteht der umgebende Emissionsnebel.

Der Flammensternnebel auf diesem kosmischen Porträt ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Er ist etwa 5 Lichtjahre breit und ist mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Fuhrmann (Auriga) zu sehen.

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Nebel im Fuhrmann

Hinter kleinen, dicht verteilten Sternen sind prachtvolle rot leuchtende Nebel und Sternhaufen verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Cannistra (StarryWonders)

Das antike Sternbild Fuhrmann (Auriga) ist reich an Sternhaufen und Nebeln. Es reitet hoch am nördlichen Winterhimmel. Diese lang belichtete Teleskopansicht wurde aus Daten erstellt, die im Jänner mit Schmal- und Breitbandfiltern aufgenommen wurden. Das Bild ist am Himmel fast 8 Vollmonde (4 Grad) breit. Es zeigt einiges von der Himmelspracht im Fuhrmann.

Im Feld liegt die Emissionsregion IC 405 links oben. Sie ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt und auch als der Flammensternnebel bekannt. Ihre roten, verschlungenen Wolken aus leuchtendem Wasserstoff werden vom heißen O-Stern AE Aurigae aufgeheizt.

IC 410 rechts oben ist deutlich weiter entfernt, etwa 12.000 Lichtjahre. Die Sternbildungsregion ist berühmt für ihren eingebetteten jungen Sternhaufen NGC 1893 und kaulquappenförmige Wolken aus Staub und Gas.

IC 417 und NGC 1931 rechts unten, die Spinne und die Fliege, sind ebenfalls junge Sternhaufen, die in Entstehungswolken eingebettet sind. Sie liegen weit hinter IC 405. Der Sternhaufen NGC 1907 befindet sich rechts neben der Mitte beim unteren Bildrand. Das dicht gedrängte Sichtfeld liegt in der Ebene unserer Milchstraße, fast in Gegenrichtung zum galaktischen Zentrum.

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