Großer Feuerkugelmeteor

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Bildcredit und Bildrechte: Ollie Taylor

Beschreibung: Auf diesem heiteren Gipfelblick leuchtet der Himmel der abklingenden Dämmerung in rosaroten Farbtönen. Das sorgfältig gewählte Bild wurde am 14. November auf einem Gebirgspass bei Minusgraden fotografiert und zeigt verschneite, zerklüftete Gipfel. Darunter liegtdas Dorf La Villa (Stern) in Alta Badia in den italienischen Dolomiten.

Über den eingebetteten Lichtern des Dorfes hängt das Sternbild Große Bärin über dem nördlichen Horizont. Doch das Faszinierendste ist die mächtige Feuerkugel. Sie wurde zufällig während der Belichtung der Kamera fotografiert, als sie von Osten nach Westen unter der vertrauten Sterngruppe Großer Wagen in der großen Bärin über den nördlichen Horizont blitzte.

Sichtungen dieses großen Feuerkugelmeteors am europäischen Himmel wurden überregional registriert, es war das bisher am häufigsten gemeldete Feuerkugelereignis der amerikanischen Meteorgesellschaft und der internationalen Meteororganisation. Die gemessene Bahn des Meteors über Deutschland passt zu ihrem Ursprung nahe dem aktiven Radianten des Meteorstroms der Tauriden im November. Tauriden entstehen aus Staub des Kometen Encke.

Beobachten Sie den Meteorstrom der Leoniden
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Tscheljabinsk-Meteorblitz

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Bildcredit und Bildrechte: Marat Ahmetvaleev

Beschreibung: Ein Meteoroid fiel am 15. Februar zur Erde und streifte etwa um 9:20 Uhr Ortszeit in einer Höhe von 20 bis 30 Kilometern über Tscheljabinsk in Russland. Nach seinem Eindringen in die tiefere Atmosphäre erzeugte die explosive Abbremsung des Meteors, der ursprünglich mit etwa 20 Kilometern pro Sekunde dahinflog, einen Blitz heller als die Sonne. Dieses Bild der gleißenden Feuerkugel (und anderen seiner nachleuchtenden Spur) wurde vom Fotografen Marat Ametvaleev festgehalten, der bei seiner morgendlichen Sonnenaufgangssitzung überrascht wurde, bei der er Panoramabilder der nahen frostbedeckten Landschaft fotografierte. Geschätzte 500 Kilotonnen an Energie wurden von der Explosion des 17 Meter großen Weltraumgesteins mit einer Masse von 7000 bis 10.000 Tonnen freigesetzt. Das Ausmaß des Tscheljabinsk-Ereignisses, das durchschnittlich einmal in 100 Jahren erwartet wird, ist das größte uns bekannte seit dem Tunguska-Einschlag 1908.

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Sutter’s-Mill-Meteorit

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Bildcredit: P. Jenniskens (SETI Institute) und Eric James (NASA Ames)

Beschreibung: Der helle Feuerkugel-Meteor, der letzten Sonntag über Kalifornien und Nevada vom Himmel fiel, erzeugte etwa um 7:51 Uhr über einem weiten Gebiet einen Schallknall. Schätzungen zufolge hatte der Meteorit etwa die Größe eines Kleinbusses.

Der Astronom Peter Jenniskens entdeckte diese Bruchstücke eines zerschmetterten 4-Gramm-Meteoriten – es war der zweite Fund dieses Meteoritenfalls – auf dem Parkplatz des Henningsen-Lotus-Parks in der Nähe von Sutters Sägewerk (Sutter’s Mill). Er wird nun als Sutter’s-Mill-Meteorit bezeichnet, nach dem Ort des kalifornischen Goldrausches. Der Meteorit könnte auch das Gold der Astronomen sein, da er vermutlich einer der seltenen kohligen Chondrite ist, eine Meteoritenart, die viele organischen Verbindungen enthält und dem Murchison-Meteoriten ähnelt.

Um die Bahn des Meteors zu verfolgen, Details über sein Auseinanderbrechen zu erfahren und weitere Fragmente zu finden, suchen Wissenschaftler auch nach Videoaufzeichnungen. Sicherheitskameras in einem großen Gebiet könnten am 22. April etwa um 7:51 Pacific Daylight Time zufällig die Feuerkugel aufgezeichnet haben, zum Beispiel in Kalifornien (San Francisco Bay Area, Los Angeles oder in der Nähe von Redding) und Nevada (im Gebiet von Reno, Tonopah), vielleicht sogar Teilen im Süden von Oregon und in der Nähe von Salt Lake City in Utah. Falls Sie Videomaterial dieses Ereignisses besitzen, nützen Sie bitte diese Kontaktinformation.

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Feuerkugel-Meteor über Groningen

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Credit und Bildrechte: Robert Mikaelyan

Beschreibung: Der gleißende Feuerkugel-Meteor auf diesem Schnappschuss war Dienstag Abend ein aufsehenerregender Besucher in der Dämmerung am Himmel über Groningen. Sichtungen des Meteors. Er leuchtete so hell wie der Vollmond und wurden um etwa 19:00 Uhr MESZ in den gesamten Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands gemeldet.

Der Meteor wurde von einem Überschallknall und donnernden Geräuschen begleitet und zerbrach in helle Teile, die schließlich einen nachleuchtenden, rauchartigen Schweif hinterließen. Obwohl täglich helle Feuerkugel-Meteore in die Atmosphäre des Planeten Erde eintreten, sind solche Sichtungen relativ selten, weil sie meist über dem Meer oder unbewohnten Gebieten auftreten.

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Feuerkugel über Edmonton

Credit und Bildrechte:  Global Television Edmonton, YouTube

Beschreibung: Was wäre, wenn Sie die Straße entlangfahren und ein Objekt aus dem All genau vor Ihnen über den Himmel schießen würde? Genau das passierte letzte Woche vielen Menschen im mittleren Süden Kanadas. Eine extrem helle Feuerkugel, wahrscheinlich ein Meteor mit den Ausmaßen eines Tisches aus den Tiefen des Alls, raste am 20. November 2008 unmittelbar nach Sonnenuntergang über den Himmel.

Die helle Feuerkugel wurde auf vielen Bildern und Filmen aufgezeichnet, darunter auf dem spektakulären oben gezeigten Video, das von der Kamera auf dem Armaturenbrett einer Polizeistreife in Edmonton in Alberta (Kanada) aufgezeichnet wurde.

Da mindestens zwei Schlieren zu sehen sind, zerbrach das Objekt wahrscheinlich, als es tiefer in die Erdatmosphäre stürzte. Durch Triangulierung der Feuerkugelbilder mehrerer gleichzeitig aufgenommener Aufnahmen hoffen die Astronomen, sowohl die ungefähre Bahn, aus der das Objekt kam, als auch die wahrscheinlichen Orte auf der Erde zu ermitteln, an denen größere Brocken eingeschlagen haben könnten, sofern sie den Wiedereintritt überlebt haben.

Bestenfalls würden Stücke eines bekannten Kometen oder Asteroiden aus dem fernen Weltraum geborgen, was der Menschheit einen noch nie dagewesenen Blick auf ein uraltes Objekt gewähren würde, das uns wahrscheinlich Hinweise auf die frühen Jahre unserer Erde und des Sonnensystems geben könnte.

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Aurora Perseïdis

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Credit und Bildrechte: Jimmy Westlake (Colorado Mountain College)

Beschreibung: Um Meteore sehen zu können braucht man einen dunklen Himmel – der beste Zeitpunkt für die Beobachtung des diesjährigen Meteorstroms der Perseïden sind deshalb die frühen Morgenstunden. Die Perseïden erreichen in den kommenden Tagen das Maximum ihrer Aktivität, doch das helle Licht des zunehmenden Monds „schluckt“ die vielen schwachen Sternschnuppen. Nach Monduntergang (etwa gegen 1-2 Uhr morgens) stört er aber nicht mehr – dann sollten einige Dutzend Meteore pro Stunde zu sehen sein. Besonders lange und schöne Leuchterscheinungen sieht man, wenn die Meteore die Erdatmosphäre gerade eben streifen. Steht der Radiant im Sternbild Perseus tief am Himmel, kann an besonders viele dieser „Earthgrazer“ sehen. Mit etwas Glück erwischt man ein sehr helles Exemplar, eine so genannte Feuerkugel. Jimmy Westlake gelang im August 2000 diese spektakuläre Aufnahme eines hellen Perseïden – inklusive Polarlicht!

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