Radar liefert Hinweise auf verdeckte Marsgletscher

Marslandschaft mit zwei großen Einschlagsbecken im Vordergrund.

Credit für die Datenrekonstruktion: NASA / JPL-Caltech / UTA / UA / MSSS / ESA / DLR / JPL-Visualisierungsprojekt des Sonnensystems

Wie entstand dieses ungewöhnliche Gelände auf dem Mars? Im Hellas-Becken auf dem Mars gibt es mehrerer Krater mit mittlerer Breite. Ihre Böden sind flach und seicht, und sie haben ungewöhnliche Rillen. Neue Radarbilder des Mars Reconnaissance Orbiters stützen eine aufregende Hypothese: Es sind vielleicht riesige Gletscher aus verdecktem Eis.

Es gibt Hinweise, dass die Gletscher ein Areal bedecken, das größer ist als eine Stadt. Vielleicht sind sie tiefer als einen Kilometer. Das Eis war wohl durch eine Schmutzschicht geschützt, sodass es nicht in die dünne Marsluft entweichen ist. Wenn das alles stimmt, wäre die größte Menge an Wassereis nicht bei den Marspolen, und es wäre viel mehr als die gefrorenen Pfützen, welche die Landesonde Phoenix unlängst entdeckte.

Solche Eisblöcke, die so groß sind wie Seen und so nahe am Äquator des Mars liegen, wären ein guter Vorrat an Trinkwasser für künftige Astronauten, die den Mars erforschen. Wie sich die Gletscher entstanden sind, bleibt ein Rätsel. Doch bevor ihr für eine Forschungsreise zum Mars packt, nehmt euch kurz Zeit und schlagt einen Namen für den nächsten Marsrover der NASA vor.

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Geheimnisvolle weiße Felsfinger auf dem Mars

Die Raumsonde Mars Express zeigt ungewöhnliche weiße Felsfinger am Boden eines Marskraters. Beschreibung im Text.

Credit: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR Mars Express

Wie entstand diese ungewöhnliche weiße Felsformation auf dem Mars? Die Möglichkeit, es könnte sich um ein Salzdepot handeln, das in einem urzeitlichen ausgetrockneten Seebett zurückblieb, stellte sich nach detaillierten Studien als falsch heraus.

Das helle Material wurde anscheinend aus der Umgebung freigelegt, was auf eine geringe Dichte schließen lässt, vielleicht Vulkanasche oder Staub, der vom Wind fortgeweht wurde. Der starke Kontrast zwischen den Felsen und dem umgebenden Sand hängt damit zusammen, dass der Sand ungewöhnlich dunkel ist.

Dieses Bild wurde von der Raumsonde Mars Express im Marsorbit aufgenommen. Die Planetologin Emily Lakdawalla und andere Forschende gaben ihrer Neugier auf diese ungewöhnliche Marslandschaft nach und führten interessante Untersuchungen durch, die sie im Blog der Planetary Society beschrieben. Der rätselhafte weiße Fels ist etwa 15 Kilometer groß und befindet sich in einem etwa 100 Kilometer großen Krater.

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Columbus an der Internationalen Raumstation montiert

Aus dem Fenster der ISS ist das Wissenschaftslabor Columbus zu sehen, links dahinter ist ein Arm mit Solarpaneelen. Oben auf dem zylinderförmigen Modul arbeitet Missionsspezialist Hans Schlegel.

Credit: Besatzungen STS-122 und Expedition 16, ESA, NASA

Die Internationale Raumstation ISS bekam ein neues Wissenschaftslabor. Die Raumfähre Atlantis brachte das Labor-Modul Columbus zur ISS. Dort wurde es letzte Woche montiert. Columbus ist sieben Meter lang. Es enthält zehn Halterungen für Experimente. Diese können entweder von der Raumstation oder vom Kontrollzentrum für Columbus in Deutschland kontrolliert werden.

Zum ersten Satz an Experimenten gehört das Fluid Science Laboratory. Es untersucht die Eigenschaften von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation im niedrigen Orbit. Das Biolab ist ein weiteres Experiment für Mikroorganismen. Zu den weiteren Experimenten für Columbus zählt unter anderem eine Atomuhr. Sie misst winzige Zeiteffekte, die wir laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie erwarten.

Das Bild zeigt, wie der Missionsspezialist Hans Schlegel außen an Columbus arbeitet. Die Mission dieses Labors ist für zehn Jahre geplant. Forschende aus der ganzen Welt können Experimente dafür vorschlagen und abwickeln.

Totale Mondfinsternis in der Nacht vom 20. auf 21. Februar!

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