Angst und Schrecken: Die Monde des Mars

Der Planet Mars mit seinen Monden Phobos und Deimos.

Kompositbild-Credit und -Rechte: Dennis Simmons

Beschreibung: Am Abend vor Allerheiligen lauern Angst und Schrecken an eurem Nachthimmel, auch bekannt als Phobos und Deimos, die Monde des Mars. Die Marsopposition 2020 fand am 13. Oktober statt, daher geht der Rote Planet immer noch kurz nach Sonnenuntergang auf. Zu Halloween steht sein seltsames gelbliches Leuchten am Himmel in der Nähe des Vollmondes und überstrahlt die anderen Sterne während der ganzen Nacht.

Die beiden winzigen Marsmonde sind sehr blass und kreisen auf engen Bahnen, daher sind sie sogar mit einem kleinen Teleskop schwer erkennbar. Ihr findet sie jedoch auf diesem genau beschrifteten Kompositbild. Das überbelichtete Leuchten des Planeten wurde reduziert. Die Umlaufbahnen des inneren Mondes Phobos und des äußeren Mondes Deimos wurden über diese digital kombinierten Bilder vom 6. Oktober gelegt.

Der Astronom Asaph Hall entdeckte die winzigen Marsmonde im August 1877 mit dem 26-Zoll-Alvan-Clark-Refraktor „Great Equatorial“ am US-Marineobservatorium.

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Marsmond Deimos von MRO

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Der Mars besitzt zwei winzige Monde, Phobos und Deimos. Oben auf dem kürzlich veröffentlichten Bild der HiRiSE-Kamera an Bord des den Mars umrundenden Mars Reconnaisance Orbiters (MRO) ist Deimos abgebildet, der kleinere Marsmond. Deimos ist mit einem Durchmesser von nur etwa 15 Kilometern einer der kleinsten im Sonnensystem bekannten Monde. Der winzige Marsmond wurde 1877 von Asaph Hall entdeckt, einem amerikanischen Astronomen, der am US Naval Observatory in Washington D.C. arbeitete. Die Existenz der beiden Marsmonde wurde um 1610 von Johannes Kepler prognostiziert – jenem Astronomen, der die Gesetze der Bewegung der Planeten ableitete. In diesem Fall basierte Keplers Vorhersage nicht auf wissenschaftlichen Prinzipien, doch seine Schriften und Ideen waren so einflussreich, dass die beiden Marsmonde in erfundenen Geschichten behandelt wurden, etwa in Gullivers Reisen von Jonathan Swift, geschrieben im Jahr 1726, mehr als 150 Jahre vor ihrer tatsächlichen Entdeckung.

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