HH 666: Staubsäule mit Strahl in Carina

Das Bild zeigt die Staubsäule HH 666 im Carina-Nebel, aufgenommen mit dem Weltraumteleskop Hubble.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Mehmet Hakan Özsaraç

Beschreibung: Manche erkennen hier einen Bienenstock. Tatsächlich zeigt dieses Bild des Weltraumteleskops Hubble eine mehr als zwei Lichtjahre lange kosmische Staubsäule. In ihrem Inneren befindet sich Herbig-Haro 666 – das ist ein junger Stern, der mächtige Strahlen ausstößt.

Die Struktur liegt in einem der größten Sternbildungsgebiete in unserer Galaxis, dem Carinanebel, dieser leuchtet etwa 7500 Lichtjahre entfernt am Südhimmel. Der geschichtete Umriss der Säule wird von den Winden und der Strahlung von Carinas jungen, heißen, massereichen Sternen geformt. Einige von ihnen entstehen noch im Inneren des Nebels.

Eine Ansicht in Infrarotlicht, das den Staub durchdringt, zeigt die beiden schmalen, energiereichen Strahlen, die von einem noch verborgenen jungen Stern ausströmen.

Verschoben: Führung im Sterngarten Georgenberg, Wien: Himmelsbeobachtung bei Schönwetter am Samstag, 18. Dezember, 17 Uhr mit APOD-Übersetzerin Maria Pflug-Hofmayr (Anmeldung erforderlich)

Offene Wissenschaft: Mehr als 2600 Codes in der Quellcodebibliothek für Astrophysik
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Die Ausbruchswolken des Sterns AG Car

Dieses Hubble-Bild zeigt AG Carinae im Sternbild Schiffskiel (Carina), einen Leuchtkräftigen Blauen Veränderlichen (LBV) mit einem Nebel, der vermutlich von einem seiner Ausbrüche stammt.

Bildcredit: NASA, ESA, STScI; Bearbeitung: Judy Schmidt; Text: Anders Nyholm

Wie entstanden diese ungewöhnlichen Wolken? Mitten in diesem Hubble-Bild aus dem Jahr 2021 leuchtet AG Carinae. Er ist ein Überriesenstern, der ungefähr 20.000 Lichtjahre entfernt ist. Wir finden ihn im südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina). Der Stern strahlt mehr als eine Million Mal so viel Energie ab wie die Sonne. Damit ist AG Carinae einer der leuchtstärksten Sterne in unserer Milchstraße.

AG Carinae und sein Nachbar Eta Carinae gehören zur seltenen Klasse der Leuchtkräftigen Blauen Veränderlichen (LBV). Diese Sterne sind für ihre seltenen, aber heftigen Ausbrüche bekannt. Der Nebel um AG Car ist vermutlich das Relikt eines oder mehrerer solcher Ausbrüche. Der Nebel ist 5 Lichtjahre groß. Er enthält etwa 10 Sonnenmassen Gas und ist mindestens 10.000 Jahre alt.

Dieses Bild von Hubble entstand zur Feier des 31. Jahrestag von Hubbles Start. Es ist das erste Bild, das den ganzen Nebel zeigt. Daher bietet es eine neue Übersicht auf seine Struktur und seinen Staubgehalt. LBV sind ein kurzer Abschnitt in der späten Existenz einiger Überriesensterne. Doch es ist weiterhin schwierig, ihre Unruhe zu erklären, um zu verstehen, wie massereiche Sterne funktionieren.

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NGC 3199, vom Wind geformt

NGC 3199 ist ein etwa 12.000 Lichtjahre entfernte leuchtender Nebel im nautischen südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina).

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby und Roberto Colombari

Beschreibung: NGC 3199 ist eine etwa 12.000 Lichtjahre entfernte leuchtende kosmische Wolke im nautischen südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina). Auf dieser Schmalband-Falschfarbenansicht ist der Nebel ungefähr 75 Lichtjahre breit.

Das detailreiche Bild zeigt zwar eine mehr oder weniger vollständige Blasenform, doch diese wirkt einseitig, da der obere Rand viel breiter ist. In der Nähe des Zentrums befindet sich ein Wolf-Rayet-Stern, das ist ein heißer, massereicher, kurzlebiger Stern, der einen starken Sternwind erzeugt. Wolf-Rayet-Sterne sind dafür bekannt, Nebel mit interessanten Formen zu bilden, da ihre mächtigen Winde das umgebende interstellare Material auffegen.

In diesem Fall dachte man, der helle Rand wäre eine Bugwelle, die entstand, indem der Stern durch einheitliches Medium pflügte wie ein Boot durch Wasser. Doch Messungen zeigten, dass sich der Stern nicht direkt auf den hellen Rand zubewegt. Eine wahrscheinlichere Erklärung lautet also, dass die Materie, die den Stern umgibt, nicht einheitlich ist, sondern am hellen Rand des vom Wind geformten NGC 3199 dichter und klumpig ist.

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Die Wolken im Carinanebel

Der Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert, er umfasst mehr als 300 Lichtjahre und liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schiffskiel.

Bildcredit und Bildrechte: John Ebersole

Beschreibung: Welche Formen lauern im Carinanebel? Die dunklen, bedrohlichen Formen sind eigentlich Molekülwolken, also Knoten aus molekularem Gas und Staub, die so dicht sind, dass sie undurchsichtig wurden. Im Vergleich sind diese Wolken jedoch typischerweise viel weniger dicht als die Erdatmosphäre.

Hier seht ihr ein detailreiches Bild vom Zentrum des Carinanebels. In diesem Teil sind sowohl dunkle als auch farbige Wolken aus Gas und Staub besonders markant. Das Bild wurde Mitte 2016 am Siding Spring Observatory in Australien fotografiert. Der Nebel besteht vorwiegend aus Wasserstoff, der hier grün gefärbt wurde. Dem Bild wurden Farben zugewiesen, sodass Licht, das von Schwefel– und Sauerstoffspuren abgestrahlt wird, rot beziehungsweise blau abgebildet ist.

Der ganze Carinanebel ist als NGC 3372 katalogisiert, er umfasst mehr als 300 Lichtjahre und liegt etwa 7500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Schiffskiel. Eta Carinae, der energiereichste Stern im Nebel, war in den 1830er-Jahren einer der hellsten Sterne am Himmel, verblasste dann aber dramatisch.

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WR32 und interstellare Wolken in Carina

WR32 und NGC 3324 - der Gabriela-Mistral-Nebel - im Carinanebel im Sternbild Schiffskiel.

Bildcredit und Bildrechte: Ariel Cappelletti

Beschreibung: Sterne können wahre Künstler sein. Mit interstellarem Gas als Leinwand bildete ein massereicher, stürmischer Wolf-Rayet-Stern die malerisch zerzausten halbkreisförmigen Fasern links im Bild mit der Bezeichnung WR32. Zusätzlich bildeten die Winde und Strahlung des kleinen Sternhaufens NGC 3324 rechts oben eine 35 Lichtjahre große Höhlung, in deren rechter Seite das Profil eines Gesichtes erkennbar ist. Der landläufige Name der Region ist Gabriela-Mistral-Nebel nach der berühmten chilenischen Dichterin.

Die beiden interstellaren Nebel liegen ungefähr 8000 Lichtjahre entfernt im großen Carinanebel, einer komplexen Sternumgebung mit zahlreichen Wolken aus Gas und Staub, die voller fantastischer und fantasieanregender Formen sind. Diese Teleskopansicht zeigt die charakteristischen Emissionen dieser Nebel, die von ionisierten Schwefel-, Wasserstoff- und Sauerstoffatomen stammen. Diese wurden in roten, grünen und blauen Farbtönen der beliebten Hubble-Palette kartiert.

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Der Südhimmel aus 11.500 Metern Höhe

Südhimmel mit Carinanebel, Gum-Nebel, Kanopus im Sternbild Schiffskiel, Große und Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Ralf Rohner

Beschreibung: Die Sehenswürdigkeiten des Südhimmels leuchten auf dieser prächtigen Ansicht des Nachthimmels über dem wolkigen Planeten Erde. Die Szene wurde im Cockpit eines Flugzeugs in einer Höhe von 11.500 Metern fotografiert, und zwar auf einem ruhigen Flug Richtung Westen nach Lima in Peru. Für dieses scharfe Astrofoto aus der Luft wurden aus einer Serie kurz belichteter Aufnahmen die besten ausgewählt und digital übereinandergelegt.

Das breite Band der südlichen Milchstraße beginnt links oben mit dem dunklen Kohlensacknebel und dem Kreuz des Südens. Im diffusen Sternenlicht erkennt ihr den Carinanebel und rechts den großen Gum-Nebel. Kanopus, Alphastern im Sternbild Schiffskiel und der zweithellste Stern am irdischen Nachthimmel, ist unter der Milchstraße leicht erkennbar, ebenso die Zwerggalaxie, die als Große Magellansche Wolke bekannt ist. Die Kleine Magellansche Wolke ragt gerade noch über den bewölkten Horizont. Auch der Himmelssüdpol befindet in diesem sternklaren südlichen Himmelsausschnitt.

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Das Monster des Mystischen Berges wird vernichtet

Der Kopf dieses Monsters im Catina-Nebel ist ein Herbig-Haro-Objekt, darin steckt ein neu entstandener Stern, der es langsam zerstört.

Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Im Kopf dieses interstellaren Monsters steckt ein Stern, der es langsam zerstört. Das riesige Monster ist eigentlich eine leblose Reihe an Säulen aus Gas und Staub. Sie sind Lichtjahre lang. Der Stern im Kopf ist hinter dem undurchsichtigen interstellaren Staub verborgen. Doch er bricht teilweise durch, indem er Ströme aus energiereichen Teilchen ausstößt, die einander gegenüberliegen. Man nennt diese Ströme Herbig-Haro-Strahlen.

Diese Säulen sind etwa 7500 Lichtjahre entfernt. Sie befinden sich im Carinanebel. Inoffiziell kennt man sie als Mystischer Berg. Dunkler Staub bestimmt die Erscheinung der Säulen, doch sie bestehen großteils aus durchsichtigem Wasserstoff.

Dieses Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Das energiereiche Licht und die Winde von massereichen, neu entstandenen Sternen verdampfen und zerstreuen die staubigen Orte, an denen Sterne entstehen. Auch sie selbst sind darin entstanden. Solche Orte befinden sich überall an den Säulen. In wenigen Millionen Jahren haben die Sterne in und um den Kopf dieses Riesen einen Großteil seines Körpers vollständig verdampft.

APOD ist in den Weltsprachen Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (Peking), Chinesisch (Taiwan), Deutsch, Englisch (GB), Französisch (Frankreich), Hebräisch, Indonesisch, Japanisch, Katalanisch, Kroatisch, Montenegrinisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch (Brasilien), Russisch, Serbisch, Slowenisch, Spanisch, Syrisch, Taiwanesisch, Tschechisch, Türkisch, Türkisch und Ukrainisch verfügbar.

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Südlich von Carina

Staubwolken und Emissionsnebel nahe Eta Carinae im Carinanebel im Sternbild Schiffskiel

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Die farbenprächtige, chaotische Aussicht liegt in einer der größten Sternbildungsregionen in der Milchstraße, im großen Carinanebel. Sie zeigt die Silhouetten von Sternentstehungs-Staubwolken vor leuchtendem atomarem Gas. Die Teleskop-Nahaufnahme zeigt ein ungefähr 80 Lichtjahre großes Sichtfeld südöstlich von Eta Carinae, dem energiereichsten und rätselhaftesten Stern im Nebel.

Das finale Bild ist eine Kombination aus Schmalband-Bilddaten. Diese wurden in der Vorstadt fotografiert, wo der Himmel während der nationalen Beschränkungen eine bessere Sicht bot. Die typischen Emissionen ionisierter Schwefel-, Wasserstoff-und Sauerstoffatome im Nebel sind in roten, grünen und blauen Farbtönen kartiert. Diese Farbpalette wird auch für die Bilder des Weltraumteleskops Hubble verwendet.

Die himmlische Landschaft mit hellen Emissionsgraten, die von kühlem, undurchsichtigem Staub begrenzt sind, liegt ungefähr 7500 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Schiffskiel (Carina).

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