NGC 289: Strudel am südlichen Himmel

Mitten im Bild schwebt eine Spiralgalaxie zwischen Sternen. Wir sehen sie schräg von oben. Das Zentrum ist dicht und leuchtet gelblich, außen herum sind lose Spiralarme aus blauen Sternhaufen gewickelt. Die Galaxie ist im Bild von Sternen umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, ChileScope

Die prächtige Spiralgalaxie NGC 289 ist etwa 70 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie ist größer als unsere Milchstraße. Wir sehen sie fast von oben. Der helle Kern und die farbige zentrale Scheibe gehen in auffallend schwache, bläuliche Spiralarme über. Die ausgedehnten Arme reichen mehr als 100.000 Lichtjahre über das Zentrum der Galaxie hinaus.

Das scharfe Porträt der Galaxie entstand mit einem Teleskop. Der Hauptspiralarm trifft rechts unten auf eine kleine elliptische Begleitgalaxie, die verschwommen wirkt. Sie steht in Wechselwirkung mit der gewaltigen Galaxie NGC 289. Die gezackten Sterne liegen im Vordergrund der Szene, und zwar in der Milchstraße im südlichen Sternbild Bildhauer.

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NGC 253: Staubiges Inseluniversum

Waagrechts liegt eine Galaxienscheibe im Bild, wir sehen sie von schräg oben. Sie ist von vielen Staubwolken durchzogen, ihre Spiralarme sind schwach ausgeprägt.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Cancelli, Paul Mortfield

Die glänzende Spiralgalaxie NGC 253 ist eine der hellsten, die wir sehen. Sie ist auch eine der staubigsten Galaxien. Wegen ihrer Erscheinung in kleinen Teleskopen nennen manche sie Silberdollargalaxie. Ein anderer Name ist Sculptor-Galaxie, weil sie im südlichen Sternbild Bildhauer (Sculptor) liegt.

Im Jahr 1783 entdeckte Caroline Herschel das staubige Inseluniversum. Sie war Mathematikerin und Astronomin. NGC 253 ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt und 70.000 Lichtjahre breit. Damit ist sie die größte Galaxie in der Sculptor-Gruppe. Diese Galaxiengruppe ist in der Umgebung unserer Lokalen Gruppe am nächsten gelegen.

Neben ihren spiralförmigen Staubbahnen steigen anscheinend Staubranken aus der Scheibe der Galaxie auf. Die Scheibe ist auf diesem scharfen Farbbild von jungen Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung übersät. Der hohe Anteil an Staub führt zu hektischer Sternbildung. Daher bezeichnet man NGC 253 als Sternbildungsgalaxie.

NGC 253 ist auch eine starke Quelle energiereicher Röntgen- und Gammastrahlung. Wahrscheinlich stammt sie von einem massereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Galaxie. Dieses Video zeigt eine fiktive Reise durch den extragalaktischen Raum um NGC 253.

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NGC 613 mit Staub, Sternen und einer Supernova

Links unten sind zwei Bilder eingeschoben, die das Aufleuchten einer Supernova zeigen. Das Hauptbild der Galaxie stammt von Hubble, es zeigt ihren Zentralbereich.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, S. Smartt (QUB); Danksagung: Robert Gendler; Einschübe: Victor Buso

Was ist dieser Fleck? Der Hobbyastronom Victor Buso testete 2016 eine neue Kamera an seinem Teleskop. Dabei beobachtete er, wie ein seltsamer Lichtfleck auftauchte – und blieb. Er meldete den ungewöhnlichen Fund. Der Fleck entpuppte sich als Licht einer Supernova, die gerade sichtbar wurde. Sie war in einem früheren Stadium, als je zuvor visuell fotografiert wurde.

Die Bilder links unten im Einschub wurden vor und nach der Entdeckung im Abstand von ungefähr einer Stunde fotografiert. Das detailreichere große Bild der Spiralgalaxie NGC 613 entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble.

Weitere Beobachtungen zeigten, dass bei SN 2016gkg wahrscheinlich ein Überriese explodierte. Buso fotografierte wohl das Stadium, in dem die Welle der Explosion aus dem Inneren des Sterns nach außen drang und seine Oberfläche durchbrach. Seit Jahren versuchen Forschende, Supernovae in Galaxien aufzuspüren. Aber noch nie zuvor entdeckte jemand so einen „Ausbruch„. Die Wahrscheinlichkeit, dass Buso so ein Ereignis fotografierte, war so gering wie ein Hauptgewinn im Lotto.

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Glücks-Wagenrad

Die drei Galaxien im Bild wirken verzerrt. Rechts ist eine Galaxie, die im inneren Kern gelb leuchtet und sehr eng gewickelte Spiralarme hat. Außen herum verläuft ein blauer heller Kreis aus Sternen. Zwischen dem Kern und dem Ring verlaufen zarte Speichen. Links sind zwei viel kleinere Galaxien, die untere leuchtet gelblich und wirkt strukturiert, die obere ist verzerrt und leuchtet blau.

Bildcredit: ESA, NASA

Als zwei Galaxien kollidierten, entstand eine Form in kosmischem Maßstab, die man überraschend gut erkennt: die Wagenradgalaxie. Sie gehört zu einer Gruppe an Galaxien im Sternbild Bildhauer, die etwa 500 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Links leuchten zwei kleinere Galaxien der Gruppe.

Der Radkranz der Wagenradgalaxie ist eine gewaltige Struktur und hat die Form eines Ringes. Er ist etwa 150.000 Lichtjahre breit und besteht aus neuen, extrem hellen Sternen, die viel Masse besitzen. Wenn Galaxien kollidieren, dringt eine Galaxie durch die andere. Doch ihre einzelnen Sterne berühren sich nur selten. Die Kollision verzerrt die Gravitationsfelder der Galaxie.

Die Ringform entstand durch die gravitative Erschütterung. Wie wurde von einer kleinen Galaxie verursacht, die in eine große Galaxie eindrang. Sie komprimierte interstellares Gas und Staub und löste eine Welle an Sternbildung aus, die vom Punkt des Aufschlags nach außen wanderte. Es war wie eine Welle auf der Oberfläche eines Teiches. Hier war die große Galaxie vielleicht ursprünglich eine Spirale, ähnlich wie unsere Milchstraße. Durch die Kollision erhielt sie die Form eines Rades. Doch was geschah mit dem kleinen Eindringling in die Galaxie?

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Hubble zeigt die Wagenradgalaxie

Die Galaxie auf der rechten Seite erinnert an ein Wagenrad. Innen ist eine gelbe Spiralgalaxie, die außen von einem ovalen Ring umgeben ist, in dem Sterne entstehen. Links sind zwei sehr unterschiedliche kleine Galaxien.

Bildcredit: ESA, NASA, Hubble

Manche sehen hier ein Wagenrad. Die äußere Erscheinung der Galaxie rechts führte dazu, dass sie heute als Wagenradgalaxie bekannt ist. Sie ist von einer ovalen Struktur umgeben. Zwischen der Mitte und dem Oval laufen Verbindungen, die an die Speichen eines Rades erinnern. Andere erkennen hier eine komplexe Wechselwirkung zwischen Galaxien, die noch auf eine Erklärung wartet. Zusammen mit den beiden Galaxien links bildet das Wagenrad eine Galaxiengruppe. Sie ist ungefähr 400 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Bildhauer.

Der Rand der großen Galaxie misst 100.000 Lichtjahre. Darin befinden sich Regionen mit Sternbildung. Sie enthalten extrem helle, massereiche Sterne. Die ringartige Form des Wagenrades entstand durch eine gravitative Erschütterung. Sie von einer kleineren Galaxie ausgelöst, welche die durchdrang. Dabei komprimierte sie interstellares Gas und Staub. So entstand eine Sternbildungsfront, die wie eine Welle auf der Oberfläche eines Teiches nach außen wanderte.

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NGC 253: Staubiges Inseluniversum

Die flache Spiralgalaxie NGC 253 liegt schräg im Bild. Sie ist von lose verteilten Sternen umgeben. Aus ihrer Scheibe steigen Staubranken auf.

Bildcredit und Bildrechte: Dietmar Hager, Eric Benson

Die funkelnde Galaxie NGC 253 ist eine der hellsten Spiralgalaxien, die wir kennen, aber auch eine der staubigsten. Manche nennen sie Silberdollargalaxie, weil sie in kleinen Teleskopen so aussieht. Andere bezeichnen sie als Sculptor-Galaxie, weil sie im südlichen Sternbild Bildhauer liegt.

NGC 253 ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Mathematikerin und Astronomin Caroline Herschel beobachtete die Galaxie erstmals im Jahr 1783. Sie ist ungefähr 70.000 Lichtjahre groß. Damit ist das staubige Inseluniversum das größte Mitglied der Sculptor-Galaxiengruppe. Es liegt unserer Lokalen Gruppe am nächsten.

Ranken aus Staub und spiralförmige Staubbahnen wachsen scheinbar aus der galaktischen Scheibe. Auf diesem scharfen Farbbild sind sie von jungen Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung gesäumt. Der hohe Staubanteil geht mit hektischer Sternbildung einher. Daher bezeichnet man NGC 253 als Sternbildungsgalaxie. Sie ist auch eine starke Quelle energiereicher Röntgen- und Gammastrahlung. Die Strahlung stammt wahrscheinlich von einem massereichen Schwarzen Loch beim Zentrum der Galaxie.

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NGC 134 im Sternbild Bildhauer

Rechts leuchtet die Spiralgalaxie NGC 134 schräg im Bild, wir sehen sie fast von der Seite. Auch im Bild ist NGC 134 riesig. Links leuchtet die kleinere Galaxie NGC 131.

Bildcredit und Bildrechte: CHART32-Team, Bearbeitung – Volker Wendel

NGC 134 ist nicht gerade die bekannteste Spiralgalaxie im Sternbild Bildhauer. Dennoch ist die reizende Insel im Universum am Südhimmel ein Schatz für Teleskope. Die scharfe kosmische Aussicht zeigt einen hellen Kern, klumpige Staubbahnen und lose geschlungene Spiralarme. Vorne leuchten gezackte Sterne der in Milchstraße und die kleinere Galaxie NGC 131.

NGC 134 ist etwa 60 Millionen Lichtjahren entfernt. Wir sehen sie fast von der Seite. Die Galaxie ist an die 150.000 Lichtjahre breit, also ist sie größer als unsere Milchstraße. Die gekrümmte Scheibe von NGC 134 hat zarte Fortsätze. Das vermittelt den Eindruck vergangener Wechselwirkungen durch Gravitation mit benachbarten Galaxien.

Wie bei der viel näheren und helleren Sculptor-Galaxie NGC 253 strömen anscheinend Staubranken aus der galaktischen Scheibe. Diese Ranken sind mit blauen Sternhaufen und rosaroten Sternbildungsregionen gesprenkelt.

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Feuervulkan bricht unter Sternen aus

Aus dem Vulkan im Bild steigt eine Rauchwolke auf, an den Seiten fließt glühende Lava hinab. Hinten breitet sich eine Ebene mit Stadtlichtern aus. Am Himmel leuchten die Sterne der Sternbilder Bildhauer, Fliegender Fisch, Schiffskiel und Schwertfisch.

Bildcredit und Bildrechte: Diego Rizzo

Erst strömte ein ungewöhnlicher Geruch heran. Dann folgte ein lauter Knall. Doch das Erstaunlichste von allem war mit bloßem Auge zu sehen. In den letzten Monaten wartete etwa um Mitternacht eine Kamera auf einen möglichen Ausbruch des Volcán de Fuego (Feuervulkan) in Guatemala. Dabei fotografierte sie dieses außergewöhnliche Bild. Rotglühende Lava läuft seitlich am Vulkan hinab. Asche steigt auf und leuchtende Magmablasen platzen aus der Caldera.

Hinten strahlen die Lichter von Escuintla. Sie ist eine von mehreren nahen Städten, die in der Vergangenheit Zeugen von spektakulären Ausbrüchen wurden. Hoch oben schimmern vertraute Sterne am Nachthimmel. Im Vergleich zum Vulkan wirken sie ruhig. Normalerweise zeigt der Volcán de Fuego wenig Aktivität. Doch niemand weiß, wann der nächste spektakuläre Ausbruch stattfindet.

Klick durchs Universum: APOD-Zufallsgenerator

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