NGC 2442: Galaxie im Fliegenden Fisch

Im Bild windet sich eine hakenförmige Galaxie mit sehr ausgeprägten Sternbildungsregionen. Außen herum sind Sterne und kleine Galaxien verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby

Die verzerrte Galaxie NGC 2442 liegt im südlichen Sternbild Fliegender Fisch (Piscis Volans). Sie ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Die beiden Spiralarme der Galaxie gehen von einem sehr markanten zentralen Balken aus. Sie verleihen ihr eine Erscheinung, die an einen Haken erinnert.

Das farbige Bild wurde mit Teleskop fotografiert und zeigt viele Details. Um die Galaxie herum sind Sterne verteilt, die im Vordergrund liegen. Das Bild zeigt auch die undurchsichtigen Staubbahnen in der fernen Galaxie. Junge, blaue Sternhaufen und rötliche Regionen mit Sternbildung umgeben einen Kern. Darin leuchtet eine ältere gelbliche Population an Sternen. Die Regionen mit Sternbildung konzentrieren sich anscheinend stärker in dem Spiralarm, der nach rechts oben herausgezogen ist.

Die verzerrte Struktur entstand wahrscheinlich durch eine enge Begegnung vor langer Zeit mit einer kleineren Galaxie, die liegt links oben außerhalb des Bildes liegt. In der Distanz von NGC 2442 ist dieses Teleskop-Sichtfeld breiter als 200.000 Lichtjahre.

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Juno zeigt Jupiters Wolken in hoher Auflösung

Am südlichen Ende von Jupiter zerfallen die typischen Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen, zu einem Gewirr komplexer Wirbel. Dazwischen sind auch weiße Ovale verteilt.

Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung und Lizenz: Thomas Thomopoulos

Wie komplex ist Jupiter? Die Jupiter-Mission Juno der NASA zeigt nach und nach, dass der jovianische Gigant komplexer ist als erwartet. Sie fand heraus, dass Jupiters Magnetfeld ganz anders ist als das einfache Dipolfeld der Erde. Es hat mehrere Pole, die zu einem komplexen Netzwerk verknotet sind. Es ist im Norden viel stärker verworren als im Süden. Außerdem zeigen Junos Radio-Messungen, dass Jupiters Atmosphäre Struktur besitzt, die weit unter die obere Wolkendecke reicht – Hunderte Kilometer in die Tiefe.

Jupiters neu entdeckte Komplexität ist auch in den südlichen Wolken augenfällig. Das zeigt dieses Bild vom letzten Monat. Die Textur und Farben wurden verstärkt. Hier zerfallen Zonen und Gürtel, die um den ganzen Planeten reichen und am Äquator sehr markant sind, zu einem komplexen Gewirr aus stürmischen Wirbeln. Diese sind so groß wie Kontinente.

Juno zieht weiterhin ihre schleifenförmigen elliptischen Bahnen. Sie saust jeden Monat nahe am riesigen Planeten vorbei. Bei jedem Umlauf erforscht sie einen leicht verschobenen Sektor.

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Andromeda und Koboldblitze über Australien

Hinter einem Affenbrotbaum tobt ein Gewitter, man sieht sein Leuchten hinter einer Wolke am Horizont. Rechts über dem Baum zuckt ein riesiger Roter Kobold, links daneben leuchtet die Andromedagalaxie M31. Der Himmel darüber ist sternklar.

Bildcredit und Bildrechte: JJ Rao

Was passiert über diesem Baum? Zwei Dinge im Bild sind ganz verschieden. Links ist die Andromedagalaxie. Sie ist älter als die Menschheit und bleibt noch Milliarden Jahre bestehen. Andromeda (M31) ist ähnlich groß wie unsere Galaxis, die Milchstraße, und hat auch eine ähnliche Form.

Rechts ist ein Roter Kobold. Das ist eine Art von Blitzen, die nur den Bruchteil einer Sekunde existieren. Sie treten über mächtigen Gewittern auf. Erst vor 35 Jahren erkannte man Rote Kobolde als echtes Phänomen in der Atmosphäre.

Der Baum in der Mitte ist eine Art Affenbrotbaum (Adansonia gregorii). Er kann bis zu tausend Jahre alt werden. Natürliche Vorkommen der Adansonia gregorii sind Australien und Afrika. Sie können große Mengen Wasser speichern, nämlich bis zu 100.000 Liter. Dieses Bild entstand letzten Monat in der Nähe von Derby in Westaustralien.

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Geminiden über schneebedeckten Bergen

Über einer Landschaft mit schneebedeckten Bergen und einem Haus, das hinter einigen Nadelbäumen steht, zischen Meteore über den sternklaren Himmel. Die Bilder, die den Himmel zeigen, wurden lang belichtet. Daher sieht man auch rötliche Nebel, zum Beispiel die Barnardschleife im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Woher kommen all diese Meteore? Was die Richtung am Himmel betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild Zwillinge (Gemini). Daher kennt man den größten Meteorschauer im Dezember als die Geminiden, denn alle Meteore des Schauers strömen scheinbar von einem Punkt in den Zwillingen aus.

Dreidimensional gesehen stößt der ungewöhnliche Asteroid 3200 Phaethon die Teilchen aus. Sie sind etwa so groß sind wie Sandkörner und folgen einer klar definierten Bahn um unsere Sonne. Der Teil der Bahn, dem die Erde am nächsten kommt, liegt vor dem Sternbild Zwillinge. Wenn also die Erde diese Bahn kreuzt, liegt der Radiant der fallenden Teilchen in diesem Sternbild.

Dieses Bild zeigt ein Komposit aus vielen Fotos. Sie wurden in den letzten Tagen am dunklen Himmel in der Slowakei aufgenommen. Hinten stehen die schneebedeckten Gipfel der Belianske Tatry. Über den Himmel ziehen zahllose helle Meteorspuren der Geminiden. Orion geht über dem Horizont auf. Der helle Stern nahe beim Radianten ist Kastor.

APOD-Rückblick: RJNs Vortrag bei Night Sky Network

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Apollo 17 am Krater Shorty

Geologe Harrison "Jack" Schmitt steht neben dem Mondrover am Rand des Kraters Shorty. In der Nähe entdeckte er orangefarbiges Mondgestein.

Besatzung Apollo 17, NASA

Im Dezember 1972, also vor 53 Jahren, verbrachten die Apollo-17-Astronauten Eugene Cernan und Harrison Schmitt etwa 75 Stunden auf dem Mond und erforschten das Taurus-Littrow-Tal, während ihr Kollege Ronald Evans oben im Orbit blieb. Cernan fotografierte diesen Schnappschuss von einer fremden Welt, als er und Schmitt über den Boden des Mondtales wanderten.

Das Bild zeigt Schmitt neben dem Mondrover, der am südöstlichen Rand des Kraters Shorty parkt. Es ist in der Nähe der Stelle, wo der Geologe Schmitt orangefarbigen Mondboden fand. Die Besatzung von Apollo 17 kehrte mit 110 kg Gesteins- und Bodenproben zurück. Das war mehr, als an allen anderen Landestellen gesammelt wurde. Bis heute sind Cernan und Schmitt die letzten, die den Mond betreten haben.

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Galaxien im Chemischen Ofen

Eine große Galaxie ist von schalenartigen Hüllen umgeben. Rechts neben ihrem Zentrum ist eine kleinere Galaxie mit Hüllen. Beide gehören zum Fornax-Galaxienhaufen. Im Bild sind einige weitere, kleinere Galaxien und ein paar Sterne mit Lichtkreuzen verteilt. Dazwischen sind viele kleine Sterne.

Bildcredit und Bildrechte: Simone Curzi und das ShaRA-Team

Die elliptische Galaxie NGC 1316 ist ein Beispiel für Gewalt in kosmischem Ausmaß. Sie ist etwa 75 Millionen Lichtjahre entfernt und liegt im südlichen Sternbild Chemischer Ofen (Fornax). Man untersuchte diese riesige Galaxie. Daher vermuten Forschende der Astronomie, dass sie mit ihrer kleineren Nachbarin NGC 1317 kollidiert. Diese liegt rechts neben der Mitte der großen Galaxie. Bei der Begegnung wurden Schleifen und Hüllen aus Sternen weit hinausgeschleudert. Das Licht, das bei ihrer nahen Begegnung abgestrahlt wurde, erreichte die Erde vor etwa 100 Millionen Jahren.

Das scharfe Teleskopbild zeigt die zentralen Bereiche von NGC 1316 und NGC 1317. Sie sind mehr als 100.000 Lichtjahre voneinander entfernt. Komplexe Staubspuren in NGC 1316 zeigen, dass auch sie das Ergebnis der Verschmelzung von Galaxien in der fernen Vergangenheit ist.

Man kennt NGC 1316 auch als Fornax A. Sie liegt am Rand des Galaxienhaufens in Fornax. Dort ist sie ist eine der hellsten Galaxien, aber auch eine der stärksten und größten Radioquellen am ganzen Himmel. Ihre Radioemissionen reichen weit über dieses Sichtfeld, das 1 Grad breit ist, hinaus.

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Porträt von NGC 1055

Die Galaxie NGC 1055 ist fast von der Kante zu sehen. Sie enthält viel dunklen Staub und ist von einem zarten Halo aus Sternen umgeben. Dahinter sind einige weitere Galaxien verteilt. Der Vordergrund ist lose mit unterschiedlich hellen Sternen dekoriert.

Bildcredit und Bildrechte: John Hayes

Die große, schöne Spiralgalaxie NGC 1055 ist ein markantes Mitglied einer kleinen Galaxiengruppe, die etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Sie liegt im aquatisch einschüchternden Sternbild Walfisch (Cetus). Wir sehen das Inseluniversum fast von der Seite. Es ist mehr als 100.000 Lichtjahre breit. Damit ist es etwas größer als unsere Galaxis, die Milchstraße.

Bunte, gezackte Sterne schmücken dieses kosmische Porträit von NGC 1055. Sie befinden sich vorne in der Milchstraße. Doch die verräterischen rosigen Regionen mit Sternbildung und die jungen, blauen Sternhaufen sind in den gewundenen Staubbahnen in der dünnen Scheibe der fernen Galaxie verteilt. Außen herum gibt es ein paar noch weiter entfernte Galaxien.

Das detailreiche Bild zeigt einen schachtelartigen Hof. Er reicht weit über und unter die zentrale Wölbung der Scheibe von NGC 1055 hinaus. Der Hof ist von blassen, schmalen Strukturen durchzogen. Er besteht vermutlich aus den verteilten Trümmern einer Begleitgalaxie, die von der größere Spirale vor etwa 10 Milliarden Jahren zerrissen wurde.

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Komet Lemmon und die Milchstraße

Über den Meili Snow Mountains in China steigt die Milchstraße wie eine gewaltige Staubwolke auf. Rechts daneben fächert der Komet Lemmon seine Schweife auf. Nach links zeigt der blaue Ionenschweif, nach rechts der weiße Staubschweif. In der Milchstraße sind unter anderem der Lagunennebel und der Trifidnebel erkennbar.

Bildcredit und Bildrechte: Lin Zixuan (Tsinghua U.)

Wie sah Komet Lemmon aus, als er am schönsten war? Ein Beispiel ist dieses Bild. Es zeigt drei Himmelsspektakel in verschiedenen Distanzen. Das nächstgelegene davon sind die schneebedeckten Meili-Berge im chinesischen Himalaya.

Das mittlere Prachtstück ist Komet Lemmon. Anfang des Monats erreichte er seine größte Pracht. Er hat nicht nur einen weißen Staubschweif, der nach rechts zeigt, sondern auch einen blauen Ionenschweif, der vom Sonnenwind verzerrt ist und nach links zieht. Links ist die prachtvolle, weit entfernte zentrale Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße. Sie zeigt dunklen Staub, rote Nebel und Milliarden sonnenähnlicher Sterne.

Komet C/2025 A6 (Lemmon) verblasst bereits und zieht sich ins äußere Sonnensystem zurück. Das Gebirge des Himalaya erodiert in den nächsten Milliarden Jahren allmählich. Doch die Milchstraße bleibt bestehen. Sie bildet neue Berge und Kometen – und zwar noch viele Milliarden Jahre.

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