
Bildcredit und Bildrechte: Olaf Filzinger
Die dunklen, glatten Flächen auf der Mondoberfläche, die uns vertraut ist, tragen lateinische Namen für „Meere“ oder „Ozeane“. Diese Benennung hat einen historischen Ursprung und klingt im Zeitalter der Raumfahrt etwas seltsam. Schließlich wissen wir, dass der Mond eine vorwiegend trockene, luftleere Welt ist. Die dunklen Ebenen sind Einschlagbecken, die von Lava geflutet wurden.
Ein gutes Beispiel ist diese Teleskopaufnahme: Sie zeigt den nordwestlichen Teil des Mare Imbrium, also des „Regenmeeres“. Der Blick fällt in die Sinus Iridum, die „Regenbogenbucht„. Sie ist vom Juragebirge (Montes Jura) umgeben und ist etwa 250 Kilometer breit.
Die Berge bilden einen Teil des Kraterrands der Sinus Iridum. Hier wurden sie nach dem lokalen Sonnenaufgang fotografiert. Ihr zerklüfteter Bogen ist von der Sonne beschienen. Oben begrenzt ihn das Kap Laplace. Es ragt fast 3000 Meter über die Oberfläche der Bucht. Am unteren Tand des Bogens liegt Kap Heraklides. Manchmal sieht man darin das Profil einer „Mondjungfrau„.