Artemis I: Flugtag 13

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Bildcredit: NASA, Artemis I

Am 13. Flugtag der Artemis-1-Mission (also am 28. November 2022) erreichte das Raumschiff Orion seine maximale Entfernung von der Erde. Tatsächlich war Orion damals auf seiner entfernten retrograden Umlaufbahn über 430.000 Kilometer von der Erde und fast 70.000 Kilometer vom Mond entfernt.

In diesem Video-Standbild vom 13. Flugtag erscheinen Planet Erde und sein großer natürlicher Satellit im selben Sichtfeld und aus der Perspektive des Raumschiffs auch in etwa gleich groß. Am 26. Flugtag (am 11. Dezember 2022) landete das besatzungslose Raumschiff auf seiner Heimatwelt und beendete damit die historische Artemis-I-Mission.

Die Artemis-II-Mission, die vier Astronaut*innen um den Mond und wieder zurück bringen wird, startet frühestens am 6. Februar.

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NGC 1333: Sternbildung im Perseus

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Bildcredit und Bildrechte: Robert Eder

NGC 1333 ist im sichtbaren Licht als Reflexionsnebel zu sehen. Er wird von bläulichen Farbtönen dominiert, die typisch sind für Sternenlicht, das von interstellarem Staub reflektiert wird. Nur 1000 Lichtjahre entfernt in Richtung des heroischen Sternbilds Perseus liegt er am Rande einer großen sternbildenden Molekülwolke.

Diese teleskopische Nahaufnahme erstreckt sich über zwei Vollmonde am Himmel. Die Ausdehnung beträgt bei der geschätzten Entfernung von NGC 1333 etwas mehr als 15 Lichtjahre. Die Aufnahme zeigt viele Details der staubigen Region. Es gibt eindeutige Hinweise auf kontrastreiche rote Emissionen von Herbig-Haro-Objekten, Jets und schockiertem, leuchtendem Gas, das von kürzlich entstandenen Sternen ausgeht.

Tatsächlich enthält NGC 1333 Hunderte von Sternen, die weniger als eine Million Jahre alt sind. Die meisten von ihnen sind aufgrund des allgegenwärtigen Sternenstaubs für optische Teleskope noch immer unsichtbar. Diese chaotische Umgebung ähnelt möglicherweise derjenigen, in der sich unsere Sonne vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren gebildet hat.

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NGC 2442: Galaxie im Fliegenden Fisch

Im Bild windet sich eine hakenförmige Galaxie mit sehr ausgeprägten Sternbildungsregionen. Außen herum sind Sterne und kleine Galaxien verteilt.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby

Die verzerrte Galaxie NGC 2442 liegt im südlichen Sternbild Fliegender Fisch (Piscis Volans). Sie ist etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt. Die beiden Spiralarme der Galaxie gehen von einem sehr markanten zentralen Balken aus. Sie verleihen ihr eine Erscheinung, die an einen Haken erinnert.

Das farbige Bild wurde mit Teleskop fotografiert und zeigt viele Details. Um die Galaxie herum sind Sterne verteilt, die im Vordergrund liegen. Das Bild zeigt auch die undurchsichtigen Staubbahnen in der fernen Galaxie. Junge, blaue Sternhaufen und rötliche Regionen mit Sternbildung umgeben einen Kern. Darin leuchtet eine ältere gelbliche Population an Sternen. Die Regionen mit Sternbildung konzentrieren sich anscheinend stärker in dem Spiralarm, der nach rechts oben herausgezogen ist.

Die verzerrte Struktur entstand wahrscheinlich durch eine enge Begegnung vor langer Zeit mit einer kleineren Galaxie, die liegt links oben außerhalb des Bildes liegt. In der Distanz von NGC 2442 ist dieses Teleskop-Sichtfeld breiter als 200.000 Lichtjahre.

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M78: Reflexion in Blau in einem Meer aus Rot

In einem Meer aus roten Nebeln leuchten in der Mitte zwei Reflexionsnebel: M78 und NGC 2071. Links oben verläuft ein Teil der Barnardschleife in Weiß.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel McCauley

Im Sternbild Orion befindet sich ein riesiger Komplex aus Molekülwolken. Darin treten mehrere leuchtend blaue Nebel deutlich hervor. Mitten in diesem Bild liegen zwei sehr markante Reflexionsnebel. Sie sind Staubwolken, die im reflektierten Licht heller, eingebetteter Sterne erstrahlen. Der bekanntere Nebel ist M78 mitten im Bild. Er wurde schon vor über 200 Jahren katalogisiert. Links darüber liegt der weniger bekannte NGC 2071.

Forschende untersuchen diese Reflexionsnebel ständig, um besser zu verstehen, wie darin Sterne entstehen. Das diffuse rote Leuchten stammt von Wasserstoff. Er bedeckt einen Großteil im Orion-Komplex, der wiederum weite Teile im Sternbild Orion einnimmt. Der riesige Komplex ist etwa 1.500 Lichtjahre entfernt. In der Nähe sind der Orionnebel, der Pferdekopfnebel und die Barnardschleife. Letztere sieht man hier teilweise links oben als weißes Band.

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Orions Schätze über verschneiten Bergen

Unten steht eine Person in einer verschneiten Landschaft und leuchtet mit einer Taschenlampe auf den Boden. Am Horizont dahinter stehen Bäume und schneebedeckte Berge. Am Sternenhimmel oben schimmern mehrere bekannte rote Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Włodzimierz Bubak; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Über einem vereisten Tal in der Tatra steht das bekannte Sternbild Orion mit seinen hellen Sternen und berühmten Nebeln. Das Foto entstand in Polens höchstem Gebirge, das im Süden steht. Der dunkle Nachthimmel passt gut zu der gebirgigen Umgebung und zeigt die Schönheit der Erde und unserer Galaxis.

Die Berge sind von Schnee bedeckt. Darüber strahlen die hellen Sterne in Orions Gürtel über einem Himmelsgebiet, das berühmt ist für seine hell leuchtenden interstellaren Gaswolken. Der große Orionnebel ist ein gewaltiges Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist sogar mit freiem Auge sichtbar und leuchtet mitten im Bild. Die riesige Barnard-Schleife (Barnards‘ Loop), eine Wolke aus ionisiertem Wasserstoff, windet sich außen herum. Sie reicht fast um das ganze Sternbild.

Links schimmert das sanfte Leuchten des Rosettennebels. Der gräuliche Hexenkopfnebel steht rechts neben der Bildmitte. Er wird vom Licht naher Sterne erleuchtet. Der orange Riesenstern Beteigeuze am oberen Bildrand bildet die Schulter des Jägers Orion.

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NGC 55: Eine Galaxie voller Nebel

Die Galaxie NGC 55 im Bild wirkt flach. Sie schimmert wie ein Schatzkästchen voller Juwelen. Die leuchtenden Flecken sind Nebel aus Wasserstoff und Sauerstoff.

Bildcredit und Bildrechte: Wolfgang Promper; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Kann man Nebel in anderen Galaxien sehen? Ja – manche Nebel leuchten hell genug, wenn man weiß, wie man sie findet. Wolken aus Wasserstoff und Sauerstoff geben Licht in ganz bestimmten Farben ab. Astronom*innen und Astrofotograf*innen können diese Farben mit Filtern isolieren. Dadurch heben sie Strukturen hervor, die sonst zu schwach leuchten, um sie zu bemerken.

Diese Aufnahme wurde 50 Stunden belichtet. Sie zeigt die Galaxie NGC 55, die wir fast von der Kante sehen. Leuchtender Wasserstoff (rot) und Sauerstoff (blau) sind hier besonders betont. Das Bild zeigt, dass die Galaxie von Emissionsnebeln übersät ist. Manche liegen in der Staubscheibe der Galaxie, manche darüber. So bietet sich ein detaillierter Blick auf ferne Sternbildungsgebiete.

NGC 55 wird auch die Perlenkettengalaxie genannt. Oft vergleicht man sie mit der Großen Magellanschen Wolke (GMW), einer Begleitgalaxie unserer Milchstraße. Allerdings ist NGC 55 mit einer Entfernung von 6,5 Millionen Lichtjahren viel weiter weg.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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Der verlorene Marsmond Phobos

Der rötliche Himmelskörper ist von vielen Kratern zernarbt und hat eine grob kugelähnliche Form. Einige der Krater sind sehr groß. Von rechts laufen parallele Rillen über die Oberfläche.

Bildcredit: NASA, LPL (U. Arizona), MRO, HiRISE

Dieser Mond ist dem Untergang geweiht. Der rote Planet Mars ist nach dem römischen Kriegsgott benannt. Er hat zwei winzige Monde: Phobos und Deimos. Ihre Namen stammen aus dem Altgriechischen und bedeuten „Furcht“ und „Schrecken“. Diese Marsmonde sind vielleicht eingefangene Asteroiden aus dem Hauptgürtel. Dieser befindet sich zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Sie könnten aber auch aus noch weiter entfernten Regionen unseres Sonnensystems stammen.

Der größere Mond Phobos ist von Kratern übersät und ähnelt in der Tat einem Asteroiden. Dieses beeindruckende Farbbild zeigt Phobos im Blick des Mars Reconnaissance Orbiter. Diese robotische Raumsonde kann kleine Details fotografieren, die gerade einmal 10 Meter groß sind.

Phobos‘ Bahn verläuft sehr eng um den Mars, nur 5800 Kilometer über der Oberfläche des Planeten. Unser Mond ist rund 400.000 Kilometer von der Erde entfernt. Deswegen ziehen Gezeitenkräfte den Marsmond zum Planeten. In vielleicht 50 Millionen Jahren zerfällt Phobos voraussichtlich. Danach werden seine Trümmer einen Ring um den Planeten bilden.

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Orion zeigt, wie die Erde untergeht

Links ragt das Raumschiff Orion ins Bild, rechts der Mond der Erde. Unten am Mondrand schimmert eine kleine blaue Murmel, die Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Dieser Schnappschuss aus dem Weltraum entstand am 21. November 2022. Hier verschwinden gerade acht Milliarden Menschen, weil der helle Rand des Mondes ihre Heimatwelt verdeckt. Es war der sechste Tag der Mission Artemis I. Eine Außenkamera des Raumschiffs Orion nahm das Bild auf.

Das Raumschiff Orion flog dabei kontrolliert am Mond vorbei und näherte sich seiner Oberfläche auf 130 Kilometer. Beim Vorbeiflug gewann Orion genug Geschwindigkeit für eine ferne rückläufige Umlaufbahn um den Mond. Diese führte die Kapsel 92.000 Kilometer vom Mond fort. Sie war rückläufig (retrograd), weil das Raumschiff in Gegenrichtung zur Umlaufbahn des Mondes um die Erde kreiste.

Als das Raumschiff Orion am 28. November 2022 den Mond umrundete, erreichte es seine größte Entfernung von der Erde. Sie betrug etwas mehr als 400.000 Kilometer. Dabei brach Orion den Rekord von Apollo 13. Seither ist es das am weitesten entfernte Raumschiff, das es Menschen möglich machen sollte, das Weltall zu erforschen.

Die Mission Artemis II soll vier Astronaut*innen um den Mond führen und wieder zurückbringen. Der Start ist schon für 6. Februar geplant.

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