Die Fasern des Cygnusbogens

Waagrecht zieht eine orangefarbene zarte Struktur durchs Bild. Sie ist von wenigen Sternen umgeben.
Bildcredit: ESA/Hubble und NASA, W. Blair; Danksagung: Leo Shatz

Was liegt am Rand einer Supernova, die sich ausdehnt? Dieses Bild stammt vom Weltraumteleskop Hubble. Die Bänder aus erschüttertem interstellarem Gas wirken fein und zart. Sie sind Teil einer Explosionswelle, die am äußeren Rand einer gewaltigen Sternexplosion liegt und sich ausdehnt. Man kennt sie als Cygnusbogen oder Schleiernebel. Menschen im Jungpaläolithikum konnten sie vor etwa 20.000 Jahren leicht mit bloßem Auge sehen.

Die faserartige Stoßfront wandert mit ungefähr 170 km/s zum oberen Rand. Ihr Licht wird von angeregten Wasserstoff-Atomen abgestrahlt. Mit der Mission Gaia erkannte man kürzlich, dass die Entfernung zu Sternen, die vermutlich mit dem Cygnusbogen wechselwirken, ungefähr 2400 Lichtjahre beträgt.

Der ganze Cygnusbogen ist am Himmel sechs Vollmonde breit. Das entspricht etwa 130 Lichtjahren. Teile davon sieht man mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Schwan (Cygnus).

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