Wenn Rosen nicht rot sind

Der Rosettennebel ist in zwei Versionen abgebildet. Wenn man die Maus über das Bild schiebt, wird eine alternative Version gezeigt.

Bildcredit und Bildrechte: Eric Coles und Mel Helm

Nicht alle Rosen sind rot, aber sie können trotzdem sehr hübsch sein. Der Rosettennebel und andere Gebiete mit Sternbildung werden auf astronomischen Bildern oft rot dargestellt, denn die markanteste Emission im Nebel stammt meist von Wasserstoffatomen.

Die stärkste optische Emissionslinie von Wasserstoff ist H-alpha. Sie liegt im roten Bereich des Spektrums. Doch die Schönheit eines Emissionsnebels liegt nicht nur im roten Licht. Auch andere Atome im Nebel werden vom energiereichen Sternenlicht angeregt und strahlen Licht in schmale Emissionslinien ab.

Für diese prächtige Ansicht des Rosettennebels wurden Aufnahmen kombiniert, die mit Schmalbandfiltern aufgenommen wurden. Die Emission der Atome von Schwefel sind rot, Wasserstoff ist blau und Sauerstoff ist grün abgebildet. Das Schema für die Kartierung der schmalen Emissionslinien von Atomen in ein breiteres Farbspektrum wird bei vielen Hubblebildern angewendet, die Gebiete mit Sternbildung zeigen.

Der Rosettennebel liegt im Sternbild Einhorn und ist ungefähr 3000 Lichtjahre von uns entfernt. In dieser Distanz ist das Bild etwa 100 Lichtjahre breit. Wollt ihr die Rose rot färben? Dann folgt diesem Link oder schiebt den Mauspfeil über das Bild.

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