Der planetarische Nebel Abell 7

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Der sehr schwache planetarische Nebel Abell 7 ist ca. 1800 Lichtjahre von uns entfernt. Er befindet sich von der Erde aus gesehen südlich des Orion in Richtung des Sternbilds Hase (Lepus). Vor dem Hintergrund verstreuter Sterne der Milchstraße zeigt sich in diesem lange belichteten Foto seine im Allgemeinen einfache kugelförmige Gestalt mit einem Durchmesser von ca. 8 Lichtjahren.

Das Erscheinungsbild der schönen und komplexen Formen innerhalb der kosmischen Wolke wird durch Langzeitbelichtungen und Schmalbandfilter verstärkt, die die Emissionen von Wasserstoff- und Sauerstoffatomen einfangen. Andernfalls wäre Abell 7 viel zu schwach, um mit bloßem Auge wahrgenommen zu werden.

Ein planetarischer Nebel stellt eine sehr kurze Endphase in der Sternentwicklung dar. Unsere eigene Sonne wird diese Phase in 5 Milliarden Jahren durchlaufen. Der zentrale, einst sonnenähnliche Stern des Nebels wirft seine äußeren Schichten ab. Abell 7 selbst wird auf ein Alter von 20.000 Jahren geschätzt. Sein Zentralstern, hier als verblassender Weißer Zwerg zu sehen, ist jedoch bereits 10 Milliarden Jahre alt.

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Der Krebsnebel M1

Vor einem schwarzen, sternenbesetzten Hintergrund steht eine ovale Wolke mit faseriger Struktur. DIe Fasern leuchten weiß, rot und blau und der Kernbereich der Wolke leuchtet diffus gelblich.

Bildcredit und Bildrechte: Alan Chen

Solch ein Durcheinander hinterlässt ein Stern, wenn er explodiert. Der Krebsnebel entstand in einer Supernova, die man im Jahr 1054 beobachtete. Ihn durchziehen rätselhafte Filamente. Diese Fasern sehen nicht nur ziemlich kompliziert aus, sie haben scheinbar auch weniger Masse, als die Supernova ausgeworfen hat. Zudem scheinen sie sich schneller auszudehnen, als von einer freien Explosion zu erwarten ist.

Dieses Bild hat ein Amateurastronom in Leesburg in Florida in den USA in drei Nächten des letzten Monats fotografiert. Dazu nahm er Einzelbilder in den drei Grundfarben auf. Zusätzliche Details fing er im charakteristischen Leuchten des Wasserstoffs ein.

Der Krebsnebel ist rund 10 Lichtjahre groß. Im Zentrum des Nebels befindet sich ein Pulsar. Das ist ein Neutronenstern, der so viel Masse wie die Sonne hat, dabei aber nur so groß wie eine Stadt ist. Der Krebspulsar dreht sich einer Sekunde rund 30-mal um die eigene Achse.

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Der rotierende Pulsar im Krebsnebel

Der Krebspulsar ist von weißen, wirbelnden Wolken umgeben. Außen herum sind violette Wolken angeordnet. Das Bild wurde eingefärbt.

Bildcredit: NASA: Röntgen: Chandra (CXC), optisch: Hubble (STScI), Infrarot: Spitzer (JPL-Caltech)

Im Zentrum des Krebsnebels liegt ein magnetischer Neutronenstern von der Größe einer Stadt. Er rotiert 30 Mal pro Sekunde. Das Objekt ist auch als Krebspulsar bekannt. Es ist der helle Fleck im Gaswirbel, der sich im Nebelzentrum befindet. Das spektakuläre Bild ist zwölf Lichtjahre breit. Es zeigt leuchtendes Gas, Höhlungen und wirbelnde Filamente mitten im Krebsnebel.

Das Bild ist aus Aufnahmen in mehreren Wellenlängen zusammengesetzt: Das Weltraumteleskop Hubble fotografiert im sichtbaren Licht (lila), das Röntgenteleskop Chandra im Röntgenbereich (blau) und das Weltraumteleskop Spitzer im infraroten Wellenlängenbereich (rot).

Wie ein kosmischer Dynamo liefert der Krebspulsar die Energie für die Emissionen des Nebels. Er jagt Stoßwellen durch das umgebende Material und beschleunigt Elektronen auf spiralförmigen Bahnen.

Der rotierende Pulsar hat mehr Masse als die Sonne und der Dichte eines Atomkerns. Er ist der kollabierte Kern eines massereichen Sterns, der explodierte. Die äußeren Teile des Krebsnebels sind die Überreste des Gases, aus dem der Stern bestand. Sie dehnen sich aus. Die Supernova-Explosion wurde auf dem Planeten Erde im Jahr 1054 von Menschen bezeugt.

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Supernova 2025rbs in NGC 7331

In der Spiralgalaxie NGC 7331 explodierte die Supernova 2025rbs. Sie ist im Bild markiert. Man findet sie nahe beim hellen Zentrum der Galaxie. Auch der Außenrand der Spiralgalaxie ist markiert.

Bildcredit: Ben Godson (Universität von Warwick)

Vor langer Zeit in einer 50 Millionen Lichtjahren entfernten Galaxie, da explodierte ein Stern. Das Licht dieser Supernova wurde bei uns auf der Erde aber erst am 14. Juli zum ersten Mal mit Teleskopen beobachtet. Sie ist derzeit die hellste Supernova am Nachthimmel und wurde von Astronomen Supernova 2025rbs benannt.

2025rbs wurde als Supernova vom Typ Ia erkannt. Diese Supernovae entstehen in Doppelsternsystem, wenn ein Weißer Zwerg Material von seinem Begleitstern aufnimmt. Das endet schließlich mit einer thermonuklearen Explosion. Supernovae vom Typ Ia dienen auch als Standardkerzen, mit denen man Entfernungen im Universum messen kann.

Die Heimatgalaxie von Supernova 2025rbs ist NGC 7331. Sie ist eine helle Spiralgalaxie und im nördlichen Sternbild Pegasus zu finden. NGC 7331 wird auch gerne als Pendant unserer Milchstraße bezeichnet.

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Doppelte Explosion einer Supernova

Zwischen lose verteilten Sternen leuchtet ein Ring. Er ist außen orange-braun und glatt, innen blau und wolkig.

Bildcredit: ESO, P. Das et al.; Hintergrundsterne (NASA/Hubble): K. Noll et al.

Können Supernovae zweimal explodieren? Ja, wenn die erste Explosion wie ein Sprengzünder für die zweite wirkt. Dies ist eine der gängigen Hypothesen zur Entstehung des Supernova-Überrests SNR 0509-67.5.

In diesem Doppelsternsystem führt die Gravitation dazu, dass der größere und „fluffigere“ Stern Masse an seinen kleineren, dichteren Begleiter abgibt. Dieser ist ein Weißer Zwerg. Schlussendlich wird die Temperatur an der Oberfläche des Weißen Zwergs so hoch, dass er explodiert und eine Stoßwelle erzeugt, die sich sowohl nach außen als auch nach innen ausbreitet. Das löst eine vollständige Typ-Ia-Supernova nahe dem Zentrum aus.

Aktuelle Aufnahmen des Systems SNR 0509-67.5, wie dieses Bild des Very Large Telescope in Chile, zeigen zwei Hüllen, deren Radien und Zusammensetzungen zu der Hypothese der doppelten Explosion passen.

Das System SNR 0509-67.5 ist auch bekannt für zwei weitere ungelöste Rätsel: Warum wurde seine helle Supernova vor 400 Jahren nicht beobachtet? Und warum ist heute kein sichtbarer Begleitstern mehr vorhanden?

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Nova V462 Lupi ist jetzt sichtbar

Durch ein Sternenfeld mit Sternbildern verlaufen die Bänder unserer Milchstraße diagonal von links oben nach rechts unten. Über der Bildmitte ist ein schwacher Punkt, der gelb markiert ist - es ist die Nova V462 LUPI, die letzte Woche mit bloßem Auge zu sehen war. Derzeit erkennt man sie noch mit einem Fernglas.

Bildcredit und Bildrechte: Matipon Tangmatitham (NARIT)

Wenn man weiß, wo man hinschauen muss, kann man die thermonukleare Explosion eines weißen Zwergsterns sehen. Möglicherweise sogar zwei. Solche Explosionen sind als Novae bekannt. Die Detonationen sind derzeit auf der Südhalbkugel der Erde mit bloßem Auge schwach sichtbar – mit einem Fernglas sind sie jedoch leicht zu erkennen.

Die abgebildete Nova Lupi 2025 (V462 Lupi) wurde letzte Woche im südlichen Sternbild Wolf (Lupus) in der Nähe der zentralen Ebene der Milchstraße aufgenommen. Nova Lupi 2025 wurde am 12. Juni entdeckt. Sie erreichte ihre größte Helligkeit ca. eine Woche später.

In ähnlicher Weise wurde am 25. Juni die Nova Velorum 2025 im südlichen Sternbild der Schiffsegel (Vela) entdeckt. Sie erreichte ihren Höhepunkt einige Tage später. Nur alle ein bis zwei Jahre wird irgendwo in unserer Galaxie eine Nova kurzzeitig für das bloße Auge sichtbar. Es ist recht ungewöhnlich, dass zwei Novae gleichzeitig zu sehen sind.

In der Zwischenzeit erwartet die Menschheit noch eine andere Nova: T Coronae Borealis, die am nördlichen Himmel sichtbar werden soll und voraussichtlich noch heller wird.

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NGC 1360: Der Rotkehlchen-Ei-Nebel

Ein dunkles Sternenfeld umgibt eine blaue-rosa Nebelwolke. Mitten in der Nebelwolke verlaufen ein paar dunkle Staubbahnen.

Bildcredit und Bildrechte: Andrea Iorio, Vikas Chander und ShaRA-Team

Dieser schöne Nebel ist etwa 1500 Lichtjahre entfernt. Seine Form und Farbe erinnern an das Ei einer Wanderdrossel. Die kosmische Wolke ist etwa 3 Lichtjahre groß. Sie liegt im südlichen Sternbild Chemischer Ofen (Fornax). Für die Aufnahme wurde ein Teleskop verwendet.

Der eiförmige Nebel hat die Katalogbezeichnung NGC 1360. Er ist ein planetarischer Nebel. Anders als ein Ei stellt er keinen Anfang dar, sondern die kurze und letzte Phase in der Entwicklung eines Sterns.

Mitten im Nebel leuchtet der Zentralstern von NGC 1360. Er ist ein Doppelstern und besteht wahrscheinlich aus zwei weißen Zwergsternen. Die beiden haben weniger Masse als unsere Sonne, sind aber viel heißer. Ihre intensive, unsichtbare ultraviolette Strahlung verändert die Gashülle um sie herum. Sie hat den Atomen darin Elektronen entrissen. Das Innere von NGC 1360 leuchtet blaugrün. Das Licht entsteht, wenn sich Elektronen mit doppelt ionisierten Sauerstoffatomen verbinden.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

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IC 418: Der Spirographen-Nebel

Der Nebel im Bild ist leicht oval und wirkt, als wäre er mit einem Spielzeug gezeichnet worden. Der äußere Rand ist orange und gelb, innen ist der Nebel lila-violett.

Bildcredit: NASA, ESA und das Hubble-Nachlassteam (STScI/AURA); Danksagung: R. Sahai (JPL) et al.

Was bewirkt die seltsame Struktur von IC 418? Der planetarische Nebel IC 418 wird wegen seiner Ähnlichkeit mit Zeichnungen aus einem zyklischen Zeichengerät auch als Spirographen-Nebel bezeichnet. Er zeigt Muster, die nicht gut verstanden werden. Vielleicht haben sie irgendwas mit den chaotischen Winden zu tun, die von dem veränderlichen Stern ausgehen. Dieser kann seine Helligkeit innerhalb weniger Stunden auf unvorhersehbare Weise ändern.

Andererseits gibt es wissenschaftliche Hinweise, dass IC 418 vor wenigen Jahrmillionen wahrscheinlich ein ähnlich gut verstandener Stern wie die Sonne war. Noch vor wenigen Tausend Jahren war IC 418 ein gewöhnlicher Roter Riesenstern. Seitdem ihm das nukleare Feuer ausging, begann die äußere Hülle allerdings, sich weiter nach außen zu bewegen. So blieb ein heißer Überrest-Kern übrig. Sein Schicksal es ist, zu dem weißen Zwergstern zu werden, den man im Zentrum sieht. Das Licht aus dem inneren Kern regt umliegende Atome im Nebel an und bringt ihn zum Leuchten. IC 418 ist etwa 2000 Lichtjahre entfernt und durchmisst 0,3 Lichtjahre.

Dieses Falschfarbenbild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen. Es enthüllt die ungewöhnlichen Details.

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