Komet Halley und Komet SWAN

Der Meteorstrom der Eta-Aquariiden des Kometen Halley und Komet SWAN über den Gipfeln der Insel Reunion.

Bildcredit und Bildrechte: Luc Perrot (TWAN)

Beschreibung: Die Stunden vor der Dämmerung am 3. Mai waren mondlos, als Körnchen aus kosmischem Staub über den Südhimmel der Insel Reunion streiften. Die Erde fegt die staubigen Bruchstücke auf, die der periodische Komet 1/P Halley zurückließ, wenn sie durch diese hindurchpflügt. Dabei beobachten wir den jährlichen Meteorstrom der Eta-Aquariiden.

Diese gelungene Aufnahme zeigt einen hellen Meteor der Eta-Aquariiden, der von links nach rechts über einem Wolkenmeer aufblitzt. Die Meteorspur zeigt rückwärts zum Radianten des Schauers, der – außerhalb des oberen Bildrandes – weit über dem östlichen Horizont im Sternbild Wassermann (Aquarius) liegt. Die Eta-Aquariiden bewegen sich sehr schnell, sie treten mit etwa 66 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein, man sieht sie in einer Höhe von ungefähr 100 Kilometern.

Auf dieser himmlischen Szenerie durfte außerdem der ungefähr 6 Lichtminuten von der Erde entfernte Komet C/2020 F8 SWAN mit seiner blassen grünlichen Koma und dem langen Schweif nicht fehlen, er posiert über den Vulkangipfeln links neben der Mitte.

Komet SWAN steht nun in der Morgendämmerung in der Nähe des östlichen Horizonts. Er wurde jedoch nicht so hell wie erhofft. Dieser Erstlingskomet erreichte erst vor zwei Tagen seine größte Annäherung an den Planeten Erde und erreicht am 27. Mai sein Perihel.

Zur Originalseite

Monduntergang hinter dem Vulkan Teide


Videocredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: Piano della Moon (Dan Silva)

Beschreibung: Diese Leute sind nicht in Gefahr. Was von links herunterkommt, ist nur der weit entfernte Mond. Luna erscheint hier so groß, weil sie mit einem Teleobjektiv fotografiert wurde. Was sich hier bewegt, ist hauptsächlich die Erde, deren Rotation dazu führt, dass der Mond langsam hinter dem Teide – einem Vulkan auf den Kanarischen Inseln vor der nordwestlichen Küste Afrikas – verschwindet.

Die Menschen sind 16 Kilometer entfernt, und viele blicken in die Kamera, weil sie beobachten, wie die Sonne hinter dem Fotografen aufgeht. Es ist kein Zufall, dass ein Vollmond genau bei Sonnenuntergang aufgeht, weil die Sonne am Himmel immer auf der gegenüberliegenden Seite des Vollmondes steht.

Dieses Video entstand vor zwei Jahren bei einem vollen Milchmond. Es ist kein Zeitraffervideo – der Mond ging tatsächlich so schnell unter.

Kostenlose Videokurse: Einführung in die Astronomie (englisch)
Zur Originalseite

Ein Mond als Saturn verkleidet

Saturn? Nein, ein Sichelmond über Guatemala bekommt einen Ring aus Wolken. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Francisco Sojuel

Beschreibung: Warum erscheint Saturn so groß? Das tut er nicht – was man hier sieht, sind Wolken auf der Erde, die im Vordergrund vor dem Mond vorbeizogen.

Der Mond zeigt eine leichte Sichelphase, der Großteil seiner Oberfläche ist vom reflektierten Erdschein beleuchtet, der als Da-Vinci-Licht bekannt ist. Die Sonne scheint direkt von unten auf die helle Mondsichel, also muss die Sonne unter dem Horizont stehen, somit wurde das Bild vor Sonnenaufgang fotografiert.

Diese Doppelaufnahme entstand am 24. Dezember 2019, zwei Tage später glitt der Mond vor der Sonne vorbei und rief eine Sonnenfinsternis hervor. Im Vordergrund leuchten die Lichter kleiner Städte in Guatemala hinter dem riesigen Vulkan Pacaya.

Zur Originalseite

Mondaufgang und Bergschatten

Mondaufgang - der Vollmond im Schatten des Vulkans Teide auf der Kanarischen Insel Teneriffa; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Daniel Lopez (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Welche Mondphase ist 3,14 Radiant von der Sonne entfernt? Natürlich der Vollmond. Obwohl der Mond mehrere Tage lang aussieht, als wäre er voll, erreicht er seine volle Phase erst, wenn seine ekliptische Länge 3,14 Radiant (oder 180 Grad) von der Sonne entfernt ist. Dieser Punkt liegt – am Himmel des Planeten Erde – gegenüber der Sonne.

Am 9. März ging dieser scheinbar sehr volle Mond auf, als die Sonne unterging, fotografiert wurde er im Teide Nationalpark auf der Kanarischen Insel Teneriffa, mit Blick in die Gegenrichtung der untergehenden Sonne. Der Blickpunkt liegt in der Nähe des Vulkangipfels Teide auf etwa 3500 Metern Meereshöhe. Auch der aufsteigende dreieckige Schatten des Berges, der weit in die dichte Erdatmosphäre reicht, liegt gegenüber der untergehenden Sonne. Unter der fernen Kammlinie stehen links die weißen Teleskopkuppeln des Teide-Observatoriums.

Zur Originalseite

Milchstraße über dem Yellowstone

Siehe Beschreibung. Die Milchstraße über Silex Spring im Yellowstone-Nationalpark; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Lori Jacobs

Beschreibung: Die Milchstraße entstand nicht aus einem verdampfenden Teich. Dieses Becken mit leuchtend blauem Wasser ist ungefähr 10 Meter groß, es ist als Silex Spring bekannt und liegt im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming in den USA. Von der Quelle steigt Dampf auf, der von einer Magmakammer tief darunter aufgeheizt wird, sie wird als Yellowstone-Hotspot bezeichnet.

Unabhängig davon erhebt sich in weiter Ferne das zentrale Band unserer Milchstraße nach hoch oben, dieses Band wird von Milliarden Sternen beleuchtet. Das Bild ist ein Panorama aus drei Aufnahmen, die letzten Oktober fotografiert wurden. Falls der Yellowstone-Hotspot einen neuen Supervulkanausbruch verursacht – wie vor 640.000 Jahren -, wäre ein großer Teil Nordamerikas davon betroffen.

Zur Originalseite

Hinweis auf einen aktiven Vulkan auf der Venus

Siehe Beschreibung. Vulkanismus auf dem Planeten Venus; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, ESA, Venus Express: VIRTIS, USRA, LPI

Beschreibung: Sind die Vulkane auf der Venus noch aktiv? Wir kennen mehr Vulkane auf der Venus als auf der Erde, aber wann zum letzten Mal Vulkane auf der Venus ausgebrochen sind, ist nicht genau bekannt. Kürzlich wurde jedoch ein Hinweis auf sehr aktuellen Vulkanismus auf der Venus entdeckt, und zwar hier auf der Erde. Laborergebnisse zeigten, dass Infrarot-Bilder von Oberflächenlava in der dichten Venusatmosphäre im Laufe weniger Monate abklingen würden. Diese Abschwächung ist auf Bildern der ESA-Sonde Venus Express nicht zu beobachten.

Venus Express trat 2006 in eine Umlaufbahn um die Venus ein und hatte bis 2014 Kontakt mit der Erde. Daher ist das Infrarotleuchten (hier in Falschfarbenrot dargestellt), das Venus Express von Idunn Mons aufnahm, und das auf einem Bild der NASA-Sonde Magellan zu sehen ist, ein Hinweis, dass dieser Vulkan vor sehr kurzer Zeit ausgebrochen ist und heute immer noch aktiv ist. Der Vulkanismus auf der Venus könnte auch Erkenntnisse zum Vulkanismus auf der Erde und anderswo in unserem Sonnensystem liefern.

Neu: APOD ist nun auf Türkisch (Türkei) verfügbar
Zur Originalseite

Vollmond-Geminiden

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Der zuverlässige jährliche Meteorstrom der Geminiden erreicht heute Nacht – von 13. auf 14. Dezember – vor der morgigen Dämmerung seinen Höhepunkt. Wenn die Erde die staubige Spur des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon durchquert, blitzen die Meteore am Himmel auf, ausgehend vom Radianten des Stroms im Sternbild Zwillinge (Gemini).

Auch die Zwillinge sind für Sternguckerinnen ziemlich leicht zu sehen, da sie in der Nähe des fast vollen abnehmenden Mondes stehen. Sie müssen jedoch nicht zum Radianten des Stroms blicken, um die Meteore zu sehen. Das Licht des fast vollen Mondes kann zwar die hellsten Geminiden nicht verbergen, doch es wird die Anzahl sichtbarer Meteore bei Zählungen beträchtlich reduzieren.

Voraussichtlich sind die Geminiden von 2019 dem Meteorstrom von 2016 sehr ähnlich. Für dieses Kompositbild der Geminiden 2016 wurden einzelne kurz belichtete Aufnahmen aneinander angeglichen, um viele helle Geminiden zu erfassen, die trotz des Vollmondes in der Nähe des Sternbildes Zwillinge zu sehen waren. Am Horizont sieht man das Solar Laboratory (rechts) des Teide-Observatoriums und der Vulkan Teide auf der Kanarischen Insel Teneriffa.

Zur Originalseite

Lenticulariswolken über dem Ätna

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Dario Giannobile

Beschreibung: Was passiert über diesem Vulkan? Man sieht zwar, wie der Ätna ausbricht, doch die Wolken haben nichts mit dem Ausbruch zu tun. Sie sind Lenticularis, die entstehen, wenn feuchte Luft an einem Berg oder Vulkan nach oben gedrückt wird. Die unwirkliche Szenerie wurde Ende letzten Monats zufällig fotografiert, als der Astrofotograf zum Ätna reiste, um die Begegnung des Mondes mit dem Stern Aldebaran zu fotografieren. Der Ätna ist eine UNESCOWelterbestätte in Sizilien (Italien).

Hier leuchtet der Mond in einer hellen Sichelphase und beleuchtet den Rand der unteren Lenticularis. Rechts fließt rot glühende Lava. Neben einigen atemberaubenden Standbildern zeigt ein begleitendes Zeitraffervideo der Szenerie, wie die Lenticulariswolken entstehen und wabern, während in weiter Ferne Sterne ziehen.

Zur Originalseite

Blitze über dem Wasservulkan

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Sergio Montúfar (Pinceladas Nocturnas)

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ehrfürchtig ein Blitzgewitter beobachtet? Willkommen im Klub. Die Details der Ursache von Blitzen werden noch erforscht, doch es ist bekannt, dass im Inneren mancher Wolken interne Aufwinde Kollisionen zwischen Eis und Schnee verursachen, dadurch werden die Ladungen zwischen Wolkenober- und -unterseite langsam getrennt. Bald entstehen dann die schnellen elektrischen Entladungen in Form von Blitzen.

Ein Blitz nimmt in der Regel einen gezackten Verlauf und erhitzt in kürzester Zeit eine dünne Luftsäule auf etwa das Dreifache der Oberflächentemperatur der Sonne. Dabei entsteht eine Stoßwelle, die mit Überschall beginnt und zu dem lauten Geräusch, das als Donner bezeichnet wird, abklingt.

Im Schnitt zucken weltweit etwa 6000 Blitze pro Minute zwischen Wolken und der Erde. Diese Blitzäste, die zu Beginn dieses Monats als Komposit aus zwei Bildern fotografiert wurden, entspringen Kommunikationsantennen nahe dem Gipfel des Volcán de Agua (Wasservulkan) in Guatemala.

Zur Originalseite

Zodiakalstraße

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Ruslan Merzlyakov (RMS Fotografie)

Beschreibung: Was für ein seltsames Licht leuchtet da am Ende der Straße? Es ist Staub, der die Sonne umkreist. Zu gewissen Zeiten im Jahr leuchtet kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang ein Staubband, das Sonnenlicht aus dem inneren Sonnensystem reflektiert, markant am Himmel. Es wird als Zodiakallicht bezeichnet.

Der Ursprung dieses Staubs wird noch erforscht, doch eine führende Hypothese besagt, dass Zodiakalstaub großteils von blassen Kometen der Jupiterfamilie stammt und langsam auf Spiralbahnen zur Sonne wandert. Aktuelle Untersuchungen des Staubs vom Kometen 67P, welcher von der robotischen ESA-Raumsonde Rosetta besucht wurde, stützen diese Hypothese.

Dieses Bild wurde beim Aufstieg zum Teide-Nationalpark auf den Kanarischen Inseln (Spanien) fotografiert. Bald nach Sonnenuntergang erschien in der Ferne ein helles Dreieck aus Zodiakallicht.

Zur Originalseite

Dreieckiger Schatten eines großen Vulkans

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN)

Beschreibung: Warum sieht der Schatten dieses Vulkans wie ein Dreieck aus? Der Vulkan Teide hat keine strenge Pyramidenform, wie man angesichts des geometrischen Schattens denken könnte. Das Dreiecks-Schatten-Phänomen tritt nicht nur beim Teide auf, sondern ist auch auf den Gipfeln anderer großer Berge und Vulkane häufig zu beobachten.

Der Hauptgrund für die seltsame dunkle Form ist, dass der Beobachter den langen Schattenkorridor eines Sonnenuntergangs oder -aufgangs entlangblickt, der bis zum Horizont reicht. Sogar wenn der riesige Vulkan ein perfekter Würfel und sein Schatten ein langer rechteckiger Kasten wäre, würde dieser Schatten scheinbar am oberen Ende zusammenlaufen, weil er bis in weite Ferne reicht, wie parallel verlaufende Bahngleise.

Dieses atemberaubende Bild zeigt im Vordergrund den Krater Pico Viejo auf Teneriffa (Kanarische Inseln, Spanien). Der fast volle Mond steht kurz nach einer totalen Mondfinsternis in der Nähe.

Zur Originalseite