Die Farben des Mondes

Von der Erde aus gesehen erhält der Mond viele verschiedene Farben, die in der Atmosphäre entstehen. Eine Astrofotografin sammelte Bilder des Vollmondes in ganz Italien.

Bildcredit und Bildrechte: Marcella Giulia Pace

Welche Farbe hat der Mond? Das hängt von der Nacht ab. Außerhalb der Erdatmosphäre erscheint der dunkle Mond, der durch reflektiertes Sonnenlicht leuchtet, in einem prächtigen, bräunlichen Grau. Doch innerhalb der Erdatmosphäre kann der Mond ganz unterschiedlich aussehen.

Dieses Bild betont eine Sammlung an scheinbaren Farben des Vollmondes, die eine Astrofotografin im Laufe von 10 Jahren an unterschiedlichen Orten in Italien fotografierte. Rot oder Gelb bedeutet normalerweise, dass der Mond in der Nähe des Horizonts steht. Dort wurde ein Teil des blauen Lichts gestreut, weil das Licht einen langen Weg durch die Erdatmosphäre, die manchmal feinen Staub enthält, zurücklegen muss.

Ein blau gefärbter Mond ist seltener und kann einen Mond zeigen, der durch eine Luftschicht mit größeren Staubteilchen zu sehen ist. Was den Mond violett gefärbt hat, ist unklar – möglicherweise eine Kombination aus mehreren Effekten. Das letzte Bild zeigt die totale Mondfinsternis vom Juli 2018, als der Mond im Erdschatten in mattem Rot leuchtete. Dabei wurde das Licht in der Luft um die Erde gebrochen.

Heute gibt es nicht nur einen weiteren Vollmond, sondern auch eine totale Mondfinsternis, die in Nord- und Südamerika zu beobachten ist – dieses Ereignis könnte zu einigen unerwarteten Mondfarben führen.

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Mond in invertierten Farben

Der Mond der Erde in invertierten Farben.

Bildcredit und Bildrechte: Dawid Glawdzin

Beschreibung: Welcher Mond ist das? Es ist der Erdmond – aber in invertierten Farben. Die Pixelwerte, die hellen und dunklen Bereichen entsprechen, wurden hier umgekehrt beziehungsweise invertiert, sodass eine Falschfarbendarstellung entstand, die an ein Schwarz-Weiß-Negativ erinnert.

Es handelt sich jedoch um ein invertiertes Farbbild. Die gedämpften Farben des Mondes sind echt, wurden aber vor der Invertierung digital verstärkt. Die eigentlich hellen Strahlen des großen Kraters Tycho sind markante Strukturen im Süden (unten). Die dunkelgrünen Linien, die vom 85 Kilometer großen Einschlagsort ausgehen, sind leicht erkennbar. Die sonst dunklen Mondmeere erscheinen hell und silbrig.

Das Bild wurde in Southend-on-Sea in England (Großbritannien) fotografiert. In der Vergangenheit wurden astronomische Bilder, die auf Fotoplatten aufgenommen wurden, direkt auf Farbnegativen untersucht, weil darauf mit den Augen die Details besser erkennbar waren.

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Projektion: Der Mond in meinen Händen

Projizierter Vollmond am Observatorium von Saint-Véran in den französischen Alpen.

Bildcredit und Bildrechte: Jeff Graphy

Beschreibung: Man muss nicht durch ein Teleskop sehen, um zu wissen, wohin es zeigt. Mit einem Teleskop kann man ein Bild auf eine große Fläche projizieren. Das kann nützlich sein, weil es die intensive Lichtfülle sehr heller Quellen abschwächt. So eine Abdunklung hilft, um die Sonne zu betrachten, zum Beispiel bei einer Sonnenfinsternis.

Bei diesem Einzelbild wird jedoch ein heller Vollmond projiziert. Vor zwei Wochen war der Vollmond im Februar, den manche nördlichen Kulturen Schneemond nennen. Das Projektionsinstrument ist das 62-Zentimeter-Hauptteleskop des Observatoriums von Saint-Véran hoch oben in den französischen Alpen.

Einen Vollmond direkt zu sehen ist einfach, weil er nicht zu hell ist, doch dann seht ihr nicht diesen Detailreichtum. Die nächste Gelegenheit kommt am 17. März.

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Die Mondphasen 2022


Videocredit: Daten: Lunar Reconnaissance Orbiter; Animation: Wissenschaftliches Visualisierungsstudio der NASA; Musik: Baue die Zukunft (Universal Production Music), Alexander Hitchens

Beschreibung: Welche Phase hat der Mond dieses Jahr an deinem Geburtstag? Das ist schwer zu sagen, weil sich die Erscheinung des Mondes jede Nacht ändert. Während der Mond um die Erde kreist, wird zuerst immer mehr von seiner sonnenbeleuchteten Hälfte sichtbar, dann verschwindet sie wieder.

Dieses Video animiert Bilder, die vom Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA im Mondorbit aufgenommen wurden, um alle 12 Lunationen dieses Jahres – 2022 – zu zeigen. Jede Lunation beschreibt einen vollen Mondzyklus und all seiner Phasen. Eine volle Lunation dauert etwa 29,5 Tage, das ist etwas weniger als ein Monat (Mond).

Im Lauf jeder Lunation reflektiert der Mond das Sonnenlicht in verschiedenen Winkeln, daher werden einzelne Strukturen unterschiedlich beleuchtet. Dabei zeigt natürlich immer dieselbe Seite des Mondes zur Erde. Weniger offensichtlich von Nacht zu Nacht ist, dass sich die scheinbare Größe des Mondes leicht ändert, und dass der Mond auf seiner elliptischen Bahn leicht wackelt, was als Libration bezeichnet wird.

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Vollmond und Tänzer

Vollmond über der sardinischen Hauptstadt Cagliari und ein Vogelschwarm.

Bildcredit und Bildrechte: Elena Pinna

Beschreibung: Am Montag ging bei Sonnenuntergang der Vollmond im Januar auf. Dieses Foto entstand in der Nähe von Cagliari, der Hauptstadt der italienischen Insel Sardinien. Es zeigt seine warmen Farbtöne über dem östlichen Horizont.

Die vertrauten Muster auf der Vorderseite des Mondes aus Licht und Schatten entstehen durch helle, zerklüftete Hochländer und glatte dunkle Mondmeere. Die Muster entstehen durch Pareidolie, sie ruft die visuelle Illusion eines menschlichen Gesichts wie dem Mann im Mond oder eines vertrauten Tieres wie dem Mondhasen hervor.

Für einen Augenblick fügte der schwirrende Formationsflug eines Schwarms von Staren, der auf dem Schnappschuss eingefroren wurde, der Szene ein weiteres Pareidolie-Element hinzu. Manche erkennen darin die zarte Figur eines vom Mondlicht verzauberten Tänzers.

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Der Vollmond des Jahres 2021

Die zwölf Vollmonde des Jahres 2021.

Bildcredit und Bildrechte: Soumyadeep Mukherjee

Beschreibung: Jeder Vollmond des Jahres 2021 leuchtet auf diesem jahresumfassenden Astrofotoprojekt. Es ist ein Kompositporträt der vertrauten Mondvorderseite bei jeder hellsten Mondphase. Der Jahresablauf verläuft nach Mondtagen geordnet in Streifen von oben nach unten.

Die Streifen stammen aus Vollmondbildern, die allesamt mit derselben Kombination aus Kamera und Objektiv aufgenommen wurden, alle Bilder haben denselben Pixelmaßstab. Trotzdem passen die Streifen scheinbar nicht zusammen, doch sie zeigen, dass sich die Winkelgröße des Vollmondes im Laufe des Jahres ändert, je nach seiner Entfernung zu Kalkutta in Indien auf dem Planeten Erde. Bei jedem Streifen sind Kalendermonat, Vollmondname, Entfernung in Kilometern und die Winkelgröße gelistet. Die Winkelgröße ist in Bogenminuten angegeben, eine Bogenminute entspricht dem Sechzigstel eines Grades.

Der größte Vollmond fand im Mai nahe einem Perigäum statt, das seine größte Annäherung an die Erde. Am kleinsten war der Vollmond im Dezember nahe einem Apogäum, als er am weitesten von der Erde entfernt war. Die Vollmonde im Mai und November tauchten außerdem bei den beiden Mondfinsternissen 2021 in den Erdschatten.

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Am Rand des Schattens

Komposition aus fünf Bildern der Mondfinsternis von 18. auf 19. November.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Gout

Beschreibung: Der dunkle Kernschatten der Erde („Umbra“) hat die Form eines Kegels mit einem kreisförmigen Querschnitt, der sich ins All verjüngt. In der Entfernung der Mondbahn ist er jedoch immer noch größer als der Mond.

Während der Mondfinsternis von 18. auf 19. November blieb ein kleiner Teil des Mondes außerhalb des Kernschattens. Die fünf nacheinander aufgenommenen Bilder dieser Komposition der fast totalen Mondfinsternis wurden in einem Zeitraum von 1,5 Stunden fotografiert. Die Serie ist so angeordnet, dass sie einen Teil vom Kreisbogen des Schattenquerschnitts nachzeichnet. Das zentrale Bild entstand zum Höhepunkt der Finsternis, es zeigt eine helle, schmale Sichel der Mondscheibe, die außerhalb des runden Schattenrandes liegt.

Auch im Schatten ist die Mondoberfläche nicht ganz dunkel, sondern sie reflektiert die rötlichen Farbtöne des gefilterten Sonnenlichtes, das von der Erdatmosphäre in den Schatten gestreut wird.

Interessante APOD-Einreichungen: Mondfinsternis vom 19. November 2021
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Volles Mondlicht

Vollmond bei Mondaufgang.

Bildcredit und Bildrechte: Zhengjie Wu und Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Die Silhouette des Fotografen steht im hellen Mondlicht, während auf dieser gut geplanten Nahaufnahme der Vollmond aufgeht.  Normalerweise ist das die hellste Mondphase. Doch von 18. auf 19. November dämpft eine partielle Mondfinsternis das Licht des Vollmondes, die auf einem Großteil des Planeten sichtbar ist.

Zum Höhepunkt der Finsternis bleiben nur wenige Prozent vom Durchmesser der Mondscheibe außerhalb des dunklen Erdschattens, wenn der Mond am südlichen Rand durch den Schatten gleitet. Der Mond steht nahe dem Apogäum, dem erdfernsten Punkt seiner Bahn, daher ist seine Bewegung langsam, das macht diese zweite Mondfinsternis von 2021 zu einer besonders langen partiellen Mondfinsternis.

In einem Großteil von Nordamerika ist die partielle Finsternisphase in der Morgendämmerung sichtbar. Da Finsternisse häufig paarweise auftreten, folgt auf diese Mondfinsternis in zwei Wochen eine Sonnenfinsternis, und zwar am 4. Dezember.

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Die Moona Lisa

Versionen des Mondes zeigen Leonardo da Vincis Mona Lisa.

Bildcredit und Bildrechte: Gianni Sarcone und Marcella Giulia Pace

Beschreibung: Diese kreative visuelle Präsentation zeigt nur die natürlichen Farben des Mondes am Himmel des Planeten Erde. Die Mondscheiben wurden zu unterschiedlichen Zeiten fotografiert und sind als Bildpunkte zu einem gerahmten Bild angeordnet.

Die unterschiedlichen Farbtöne entstehen durch reflektiertes Sonnenlicht, das durch veränderliche atmosphärische Bedingungen und durch die Geometrie der Anordnung von Mond, Erde und Sonne beeinflusst wird. Die dunkelsten Mondscheiben leuchten in den Farben des Erdscheins. Eine Beschreibung des Erdscheins als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Mondoberfläche beleuchtet, verfasste Leonardo da Vinci vor mehr als 500 Jahren.

Wenn ihr auf Abstand vom Monitor geht oder die kleineren Versionen des Bildes betrachtet, erkennt ihr vielleicht auch da Vincis berühmtestes Kunstwerk.

Heute: Internationale Mondbeobachtungsnacht
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Vollmondsilhouetten


Videocredit und -rechte: Mark Gee; Musik: Tenderness (Dan Phillipson)

Beschreibung: Habt ihr schon einmal beobachtet, wie der Mond aufgeht? Wenn der fast volle Mond langsam über dem klaren Horizont aufgeht, kann das sehr beeindruckend sein.

Anfang 2013 wurde über dem Mount Victoria Aussichtspunkt in Wellington in Neuseeland ein eindrucksvoller Mondaufgang gefilmt. Nach sorgfältiger Planung platzierte ein fleißiger Astrofotograf seine Kamera etwa zwei Kilometer entfernt und richtete sie zum Aussichtspunkt, wo sicherlich bald der Mond sein nächtliches Debüt geben würde.

Diese Videoaufnahme ist unbearbeitet und in Echtzeit zu sehen – es ist keine Zeitrafferaufnahme. Die Menschen auf dem Mount Victoria Aussichtspunkt sind als Silhouetten zu sehen und bewundern ihrerseits den Aufgang des größten Erdsatelliten.

Es ist nicht schwierig, selbst einen Mondaufgang zu sehen – das passiert jeden Tag, wenn auch nur die Hälfte der Zeit bei Nacht. Jeden Tag geht der Mond ungefähr fünfzig Minuten später auf als am Vortag, wobei der Vollmond immer bei Sonnenuntergang aufgeht.

Nächsten Samstag am 16. Oktober ist die internationale Mondbeobachtungsnacht, bei der ihr zusammen mit anderen Mondfreundinnen und -freunden beobachten könnt, wie der Halbmond aufgeht.

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Die Spur des Erntemonds

Der Erntemond in Saunderstown auf Rhode Island war der vierte Vollmond des Sommers.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Cohea

Beschreibung: Der wohl beliebteste Vollmond bei Festen, in Geschichten und in Liedern ist der Erntemond. Auf der Nordhalbkugel ist das der traditionelle Name des Vollmondes um das September-Äquinoktium.

Dieser Erntemond in Saunderstown auf Rhode Island, Planet Erde, zog einen breiten Streifen in warmen Farben, als er in der Dämmerung über der Newport Bridge aufging. Die Spur wurde am 20. September auf einer einzigen 22 Minuten lang belichteten Aufnahme mit einem dichten Filter und einer Digitalkamera fotografiert.

Nur zwei Tage später markierte die September-Tagundnachtgleiche einen Wechsel der Jahreszeiten und den Herbstbeginn im Norden. Wenn man eine Jahreszeit als die Zeit zwischen einer Sonnenwende und einem Äquinoktium bezeichnet, war dieser Erntemond kurz vor dem astronomischen Ende des nördlichen Sommers der vierte Vollmond der Saison.

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