Tscherenkow-Teleskop bei Sonnenuntergang

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Bildcredit und Bildrechte: Sarah Brands (Universität Amsterdam)

Beschreibung: Am 10. Oktober reflektierte ein neues Teleskop das Licht der untergehenden Sonne. Dieser Schnappschuss zeigt das Observatorium auf dem Roque del Los Muchachos auf der Kanarischen Insel La Palma. Sein segmentierter Spiegel stellt das Bild des schönen Abendhimmels auf den Kopf, oben sind der dunkle Horizont und unten die Farben des Sonnenuntergangs.

Die Spiegelsegmente haben einen Durchmesser von 23 Metern und sind in die offene Struktur des Large Scale Telescope 1 montiert, die als erste Komponente der Tscherenkow-Teleskopanordnung (Cherenkov Telescope Array, CTA) eingeweiht wurde.

Die meisten bodengebundenen Teleskope sind durch die Atmosphäre beeinträchtigt, die Licht weichzeichnet, streut und absorbiert. Doch Tscherenkowteleskope sind so konzipiert, dass sie sehr energiereiche Gammastrahlen aufspüren. Sie brauchen sogar die Atmosphäre für ihre Funktion. Wenn Gammastrahlen auf die obere Atmosphäre treffen, erzeugen sie Luftschauer aus energiereichen Teilchen. Eine große, schnelle Kamera im üblichen Brennpunkt fotografiert die kurzen Blitze im sichtbaren Licht, dem so genannten Tscherenkowlicht, das von den Luftschauerteilchen erzeugt wird. Die Blitze sind ein Hinweis auf den Zeitpunkt der eintreffenden Gammastrahlen sowie ihre Richtung und Energie.

Insgesamt sind für CTA mehr als 100 Tscherenkowteleskope auf der Nord- und Südhalbkugel des Planeten Erde geplant.

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Die letzten Tage der Venus als Abendstern

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Bildcredit und Bildrechte: Radu-Mihai Anghel

Beschreibung: Das ist kein junger Sichelmond, der bei Sonnenuntergang am westlichen Horizont über den Hügeln schwebt. Es ist die Venus in einer Sichelphase. Hier wurde sie – ungefähr 54 Millionen Kilometer entfernt und zu weniger als 20 Prozent beleuchtet – am 30. September mit Kamera und Teleskop in der Nähe von Bacau in Rumänien fotografiert.

Das helle Himmelslicht ist inzwischen in der Abenddämmerung schwächer geworden, seine Tage als Abendstern 2018 gehen zu Ende. Doch ihre scheinbare Größe wächst, im Teleskop wird sie eine immer schmalere Sichel. Der innere Planet nähert sich einer unteren Konjunktion (nicht wertend). Am 26. Oktober steht sie zwischen Erde und Sonne und ist im grellen Sonnenlicht unsichtbar. Zu Monatsende erscheint die Venus jedoch wieder als Sichel im Osten und geht kurz vor der Sonne als gleißender Morgenstern auf.

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Mond und Venus über Cannon Beach

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Bildcredit und Bildrechte: James W. Young

Beschreibung: Was ist der Punkt neben dem Mond? Die Venus. Vor zwei Tagen zog der Sichelmond langsam an der Venus vorbei und war bei der größten Annäherung nur zwei Grad von ihr entfernt. Diese Konjunktion war aber nur eines von mehreren fotografischen Abenteuern unseres Mondes in diesem Monat (Mon-d), weil am 12. Juli, nur wenige Tage zuvor, eine partielle Sonnenfinsternis stattgefunden hatte.

Derzeit wird der Mond – von der Erde aus gesehen – immer heller, während der von der Sonne beleuchtete Anteil seiner Vorderseite größer wird. In wenigen Tagen erscheint der Mond mehr als halb voll und erreicht somit seine Dreiviertelphase. Nächste Woche wird die Vorderseite des Mondes, die immer zur Erde gerichtet ist, von der Erde aus gesehen vollständig von der Sonne beleuchtet. Auch diese volle Phase sorgt für ein Abenteuer, denn am 27. Juli findet eine totale Finsternis dieses Donnermondes statt.

Machen Sie sich aber keine Sorgen, dass unsere Luna langweilig wird. Nächsten Monat (Mon-d) – genau am 11. August – wird sie wieder neu, und genau dann folgt eine weitere partielle Sonnenfinsternis. Auf diesem Bild wurden Mond und Venus bei Cannon Beach über einer Felsformation vor der Küste von Oregon (USA) fotografiert, die als „die Nadeln“ bekannt ist. Etwa eine Stunde nach Aufnahme dieses Bildes waren Venus und Mond durch die Erdrotation untergegangen.

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Leuchtende Nachtwolken über einem Feuerwerk in Paris


Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace);

Beschreibung: Im Norden haben leuchtende Nachtwolken Saison – vielleicht eine Zeit zum Feiern! Sie bestehen aus kleinen Eiskristallen, die nur unter bestimmten Bedingungen in der oberen Atmosphäre entstehen. Leuchtende Nachtwolken können gegen Ende des Sommers bei Sonnenuntergang sichtbar werden, wenn das Sonnenlicht sie von unten beleuchtet.

Leuchtende Nachtwolken sind die höchsten Wolken, die wir kennen und gelten nun als polare Mesosphärenwolken, die am Boden beobachtet werden. Obwohl sie seit 2007 mit dem Satelliten AIM der NASA beobachtet werden, ist noch vieles über leuchtende Nachtwolken unbekannt und wird aktiv beforscht. Dieses Zeitraffervideo zeigt ausgedehnte, gewellte leuchtende Nachtwolken, die nach Sonnenuntergang während eines Feuerwerks im Juli 2009 zur Feier des Nationalfeiertags in Frankreich über Paris schwebten. Dieses Jahr melden bereits mehrere Standorte besonders lebhaft auftretende leuchtende Nachtwolken.

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Schattenaufgang bei der Inside Passage

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Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Beschreibung: Sehen Sie mal bei Sonnenuntergang nach Osten statt Westen. Wenn der dunkle Erdschatten am östlichen Horizont aufgeht, tauchen gegenüber der untergehenden Sonne blasse, zarte Farben auf.

Diese schöne abendliche Meeres- und Himmelslandschaft zeigt eine besinnliche Szene auf einer Kreuzfahrt durch die gut besuchte Inside Passage in Alaska im Pazifischen Nordwesten. Am Horizont weicht der abklingende Sonnenuntergang dem rosaroten Gegendämmerungsbogen, der – etwas poetischer – auch als Venusgürtel bekannt ist.

Bei Sonnenuntergang wird der hübsch gefärbte Bogen häufig zugunsten des helleren westlichen Horizonts übersehen. Er ist vom gefilterten Sonnenlicht gefärbt, das in der dichten Atmosphäre zurückgestreut wird, und umarmt den aufgehenden blaugrauen Schatten des Planeten.

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Schatten der Raumfährenschwade zeigt zum Mond

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Bildcredit: Pat McCracken, NASA

Beschreibung: Warum zeigt der Schatten der Abgasfahne beim Start dieser Raumfähre zum Mond? Anfang 2001 waren beim Start der Atlantis die Sonne, die Erde, der Mond und die Rakete passend für diese fotogene Anordnung ausgerichtet.

Zuerst einmal muss die Tageszeit nahe Sonnenauf– oder –untergang sein, damit die Rauchschwade der Raumfähre einen langen Schatten wirft. Nur dann ist der Schatten am längsten und reicht bis zum Horizont. Außerdem stehen bei Vollmond Sonne und Mond auf gegenüberliegenden Seiten des Himmels. Kurz nach Sonnenuntergang zum Beispiel steht die Sonne knapp unter dem Horizont, und in die andere Richtung steht der Mond knapp über dem Horizont. Als daher die Atlantis kurz nach Sonnenuntergang donnernd abhob, wurde ihr Schatten von der Sonne weg zum gegenüberliegenden Horizont projiziert, wo zufällig der Vollmond stand.

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Eine Sonnensäule über Norwegen

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Bildcredit und Bildrechte: Thorleif Rødland

Beschreibung: Haben Sie schon mal eine Sonnensäule gesehen? Wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht, können fallende Eiskristalle Sonnenlicht reflektieren und ungewöhnliche Lichtsäulen bilden. Eis formt manchmal flache, sechsseitige Kristalle aus, wenn es aus Wolken in großer Höhe fällt.

Durch den Luftwiderstand kommen diese Kristalle, wenn sie zu Boden flattern, einen Großteil der Zeit fast waagrecht zu liegen. Sonnenlicht, das an den gut ausgerichteten Kristallen reflektiert wird, bildet den Sonnensäuleneffekt. Auf diesem Bild von letzter Woche reflektiert eine Sonnensäule Licht von der Sonne, die über dem Fensfjord in Norwegen untergeht.

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Gegenüber der untergehenden Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Roy Spencer

Beschreibung: Am 30. April ging gegenüber dem Sonneuntergang der Vollmond auf. Sein gelbliches Mondlicht leuchtete auf dieser nordöstlichen Himmelslandschaft in Alabama über dem niedrigen, von Bäumen gesäumten Kamm des Lewis Mountain.

Der graue Erdschatten, der rosarote Venusgürtel und der helle Planet Jupiter teilen sich dieses Telesichtfeld gegenüber der Sonne. Jupiter, der sich seiner Opposition am 8. Mai 2018 nähert, wird von winzigen Lichtpunkten flankiert, es sind drei seiner großen galileischen Monde. Europa liegt unter Jupiter, Ganymed und Kallisto stehen darüber.

Unser eigener natürlicher Begleiter ist näher und heller. Er wirkt riesig, doch der Mond ist physisch gesehen etwas kleiner als Ganymed und Kallisto, aber etwas größer als die Wasserwelt Europa. Scharfe Augen erkennen die Spuren zweier Flugzeuge am klaren Abendhimmel.

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Ich hab Dir den Mond gebracht

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Bildcredit und Bildrechte: Fernando Cabrerizo

Beschreibung: Ich liebe Dich sosehr, dass ich Dir den Mond gebracht habe.
Bitte nimm ihn, bevor sich dieser Baum mehr dafür interessiert.
Der Mond ist außerdem schwerer, als ich dachte.
Und ich hab ihn versehentlich an der heißen Seite aufgehoben.
Doch er ist für Dich und alle, die dieses APOD lesen.
Versprich mit, dieses Bild – unser Bild – an einem sicheren Ort aufzubewahren, und denk daran, dass es als einzige, gut geplante Aufnahme in Valladolid (Spanien) fotografiert wurde.
Bitte nimm es und behalte es als Zeichen unserer Liebe und – naja – als Aprilscherz.

I love you so much that I brought you the Moon.
Please take it before this tree becomes more interested.
Also the Moon is heavier than I thought.
And I foolishly picked it up by the hot side by mistake.
But it is for you and, well, the others reading this APOD.
Promise to keep this image – our image – in a safe place, and know that it was taken in a single, well-planned exposure in Valladolid, Spain.
Please take it and keep it always as a token of our love and, well, April Fool’s Day.

Rückschau: 1. April auf APOD

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Dämmerung am westlichen Himmel

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Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Die schmale Mondsichel und die inneren Planeten Venus und Merkur entfernen sich am Himmel des Planeten niemals weit von der Sonne. Auf dieser stimmungsvollen Himmelslandschaft vom 18. März leuchteten sie in der ausklingenden Abenddämmerung aufgereiht am westlichen Horizont.

Die himmlische Szene war auf der ganzen Welt zu bewundern. Dieses Foto zeigt das Trio mit dem blasseren Merkur ganz rechts über den Felsen des Big-Bend-Nationalparks im Südwesten von Texas.

Heute Nacht ist der Mond jedoch voll und geht gegenüber der Sonne auf. Um Mitternacht finden Sie ihn hoch am Himmel in der Nähe des hellen Sterns Spica.

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Kalender mit Info zu Mond- und Planetenbewegungen

Der Blaue Mond und der Baum

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Bildcredit und Bildrechte: Eric Houck

Beschreibung: Gibt es so eine Ausrichtung nur alle heiligen Zeiten? Nein, doch diese Einzelaufnahme wurde bei „blauem“ Mond fotografiert. Bei Vollmond, der zufällig der zweite des Monats war – ein solcher wird als „blauer Mond“ bezeichnet -, schuf der Fotograf Ende Januar diese Anordnung, indem er schnell umherlief, um einen Punkt zu finden, an dem der Mond im Hintergrund hinter dem Bogen eines Baumes im Vordergrund zu stehen kam.

Leider gab es keine andere Möglichkeit, als sich in den Schlamm zu werfen und die Kamera auf einem Stacheldrahtzaun abzustellen. Der Bogen in der Eiche wurde zuvor von hungrigen Kühen in Knight’s Ferry in Kalifornien (USA) geschaffen.

Skurrile Mond-Baum-Anordnungen wie diese gibt es jedoch mit genug Zeit und Planung bei jedem Vollmond. Eine neue Gelegenheit bietet sich dieses Wochenende, wenn zufällig wieder ein „blauer“ Mond aufgeht. Dieser ist der zweite blaue Mond des Jahres 2018. Somit ist dieser Monat (Mon-at) der zweite des Jahres, in dem zwei Vollmonde auftreten. Jahre mit zwei blauen Monden sind relativ selten, das letzte war 1999 und das nächste 2037.

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