Der Weg der Artemis II

Video Credit: NASA, GSFC, Artemis II, SVS

Warum landet Artemis II nicht auf dem Mond? Der Hauptgrund dafür ist, dass Artemis II in erster Linie eine Testmission ist. Sie dient dazu, künftige Artemis-Missionen, bei denen Menschen auf dem Mond landen sollen, besser vorzubereiten. Auch bevor die NASA-Mission Apollo 11 auf dem Mond landete, waren schon Apollo 8 und Apollo 10 als Tests zunächst in die Nähe des Mondes geflogen.

Das animierte Video zeigt die Flugbahn von Artemis II. Das Raumschiff umkreist sowohl die Erde als auch den Mond. Etwa 10 Tage nach dem Start kehrt es zur Erde zurück. Die Mission Artemis II bringt erstmals seit den Apollo-Missionen vor 50 Jahren Menschen aus der Magnetosphäre der Erde hinaus. Im Video werden die Teilchen des Sonnenwinds als Streifen dargestellt. Die Magnetosphäre der Erde, die darauf reagiert, flackert grün.

Die Magnetosphäre der Erde spielt eine wichtige Rolle. Sie lenkt sehr energetische Teilchen ab, die von der Sonne kommen. Diese Teilchen lassen malerische Polarlichter entstehen, die man auf der Erdoberfläche sieht.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

Zur Originalseite

Hallo, Welt!

Vor einem schwarzen Hintergrund mit wenigen Sternen steht die Erde als blaue Scheibe mit wenigen weißen Wolken. Links ist eine rotbraune Landmasse zu erkennen.
Bildcredit: NASA, Reid Wiseman, Artemis II

Dieser Schnappschuss aus dem All zeigt unseren schönen Planeten von Pol zu Pol. Auf dem eindrucksvollen Bild seht ihr den Blick aus einem Fenster der Orion-Raumkapsel Integrity. Aus der Sicht des Raumschiffs steht die Sonne hinter dem hellen Rand der Erde unten rechts. Auf der Oberfläche des blassblauen Planeten seht ihr Afrika und die Iberische Halbinsel. Polarlichter krönen die Erde über dem Südpol rechts oben und dem Nordpol links unten. Reid Wiseman, der Kommandant der Mission Artemis II, nahm das historische Bild auf. Es entstand am 2. April, dem zweiten Flugtag der Mission. Zuvor hatte eine geplante Zündung der Triebwerke die Mission in Richtung Mond gebracht. Diese Zündung beschleunigte das Raumschiff und die Besatzung aus der Erdbahn heraus auf eine Bahn, die sie um den Mond herum und wieder zurück bringen wird. Menschen haben diese Reise zuletzt vor mehr als 50 Jahren gemacht.

Zur Originalseite

Abflug! Zurück zum Mond

Artemis II und Orion: Eine Rakete hebt von einer Startrampe ab. Während sie aufsteigt, stößt sie nach unten einen gleißenden Feuerstrahl aus. Am Boden breiten sich dichte Staubwolken aus.
Bildcredit und Bildrechte: NASA/Bill Ingalls; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Wir sind der Rückkehr zum Mond einen kleinen Schritt näher gekommen. Gestern begann mit dem Start der NASA-Mission Artemis II ein neues Kapitel bei der Erforschung des Weltraums. Artemis II startete an der Spitze des Weltraum-Startsystems (SLS) vom Kennedy-Raumfahrtzentrum. Vier Astronautys reisen an Bord des Raumschiffs Orion.

Der geplante Vorbeiflug am Mond ist der erste seit mehr als einem halben Jahrhundert. Dieser historische Testflug knüpft an den Erfolg von Apollo an und übertrifft ihn sogar. Er bringt eine Besatzung weiter von der Erde fort als Menschen jemals seit 1972 gelangten. Sie umrunden den Mond und kehren dann zur Erde zurück.

Die Reise dauert etwa zehn Tage. Dabei werden die Systeme der Orion im Weltraum getestet – von der Lebenserhaltung bis zur Navigation. Die Astronautys beobachten die Mondoberfläche. Dazu zählen auch beschattete Gebiete auf der Rückseite, die man nur aus dieser Perspektive direkt sieht. Nach der Umrundung des Mondes kehren sie zur Erde zurück. Ihre Reise endet mit einer Wasserung im Pazifischen Ozean.

Zur Originalseite

Lichtsäulen und Orion über Mohe

Am nächtlichen Himmel über einer verschneiten Siedlung steigen Säulen aus buntem Licht auf.
Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Was ist am Ende dieser Straße los? Was wir hier sehen, sind keine Nordlichter, sondern Lichtsäulen. Diese Naturerscheinung ist typischerweise viel näher an uns dran. An den meisten Orten auf der Erde kann man mit etwas Glück eine Lichtsäule der Sonne sehen. Dabei breitet sich scheinbar ein Streifen Licht von der Sonne nach oben aus.

So eine Lichtsäule entsteht, wenn flache Eiskristalle durch die obere Atmosphäre flattern. Dabei spiegeln sie das Licht der Sonne. Für gewöhnlich verdunsten diese Eiskristalle in der Luft, bevor sie den Boden erreichen. Doch wenn es eisig ist, können auch nahe am Boden flatternde Eiskristalle entstehen. Das kann zu einem Nebel aus Eiskristallen führen. Die kleinen Eiskristalle spiegeln dann nicht die Sonne, sondern Lichter am Boden.

Dieses Bild zeigt nicht nur viele solche Lichtsäulen, sondern auch das ikonische Sternbild Orion. Es wurde in Mohe fotografiert, das ist die nördlichste Stadt in China.

Zur Originalseite

Orion und Plejaden in einer staubigen Umgebung

Das Bild zeigt viele sehr bekannte Himmelsobjekte, die man hier aber kaum erkennt, weil so viele Details abgebildet wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Fernández

Wie gut kennt ihr den Nachthimmel? Erkennt ihr auf einem sehr detailreichen Bild berühmte Objekte am Himmel? Hier ist ein Test: Die lang belichtete Aufnahme ist voller Filamente aus Staub und Gas. Sie sind normalerweise sehr blass. Findet ihr hier einige bekannte Wahrzeichen des Nachthimmels?

Das Bild zeigt den Sternhaufen der Plejaden, die Barnardschleife, den Orion-Nebel, Aldebaran, Beteigeuze, den Hexenkopfnebel, die Eridanus-Schleife und den Kalifornien-Nebel. Hier ist eine beschriftete Version, die beim Erkennen hilft.

Die Übung und das Erkennen vertrauter Sternbilder bei sehr dunklem Himmel sind aus einem ähnlichen Grund schwierig: Das Bildwerk des Nachthimmels hat eine extrem hohe verborgene Komplexität. Das Komposit zeigt einen Teil davon. Es ist ein 16-stündige Belichtung des Himmels bei dunklem Himmel über Granada in Spanien.

3. März: Totale Mondfinsternis (Verlauf in AT und DE)

Zur Originalseit

Orion in Nebeln

Das Sternfeld im Bild ist voller Gas, das rot leuchtet. Rechts schimmert ein blauer, komplexer Nebel. Links wölbt sich ein langer Bogen aus rotem Gas, der um Orion verläuft. Es ist die Barnardschleife.

Bildcredit: Piotr Czerski

Im Orion entstehen junge Sterne. Sie sind in Wasserstoff gehüllt, der rot leuchtet. Diese Gebiete mit Sternbildung sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt und liegen am Rand des großen Orion-Molekülwolkenkomplexes. Das detailreiche Bild ist etwa 12 Grad breit und zeigt das Zentrum des bekannten Sternbilds. Rechts unten liegt der große Orionnebel. Er ist das nächstgelegene große Gebiet, in dem Sterne entstehen. Oben in der Mitte schimmern der Flammennebel und der Pferdekopfnebel.

Das Bild ist ein Mosaik aus mehreren lang belichteten Fotos. Einzelne Aufnahmen, die mit einem H-alpha Filter entstanden sind, tragen weitere Strukturen bei. Dazu gehören die zarten Ranken aus atomarem Wasserstoff, der angeregt wurde, sowie Teile der Barnardschleife, die außen herum verläuft. Der Orionnebel und viele Sterne im Orion sieht man leicht mit freiem Auge. Das Licht des großflächigen interstellaren Gases im nebelreichen Komplex ist viel schwächer. Daher erkennt man es auch beim Blick durch ein Teleskop nur schwer.

Himmlische Überraschung: Welches Bild zeigte APOD zum Geburtstag? (ab 1995, deutsch ab 2007)

Zur Originalseite

Der Laufende Mann im Orion

Mit viel Phantasie erkennt man in den magenta und hellblau gefärbten Regionen links einen laufenden Mann. Rie rechte Bildhälfte ist mit braunen Nebeln gefüllt.

Bildcredit und Bildrechte: Robert G. Lyons (Robservatory)

Welcher Teil des Orion ist das? Etwas nördlich vom berühmten Orionnebel liegt eine malerische Region in der Sterne entstehen, nämlich Orions Schwert. Das Gebiet enthält viel komplexen Staub. Ein Teil davon reflektiert das Licht der hellen, eingebetteten Sterne und erscheint daher blau.

Ein Teil des braunen Staubs erinnert an laufende Beine. Darum ist dieser Bereich auch als der Laufende-Mann-Nebel bekannt. Der Reflexionsnebel ist als Sharpless 279 katalogisiert. Er ist Teil des Sternbilds Orion und gehört zum großen Orion-Molekülwolkenkomplex. Das Licht der hellen Sterne im „Laufenden Mann“ zerstört und verformt langsam den umgebenden Staub. In etwa 10 Millionen Jahren ist der Nebel wohl ganz verschwunden.

Der Nebel ist ungefähr 15 Lichtjahre entfernt. Sein Durchmesser beträgt 1500 Lichtjahre. Der hellste Stern in der Mitte des Bildes ist 42 Orionis.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

Zur Originalseite

Artemis I: Flugtag 13

Links unten ragt die Raumpatrouille Orion ins Bild. Rechts oben steht die blaue Erde hinter dem braunen Mond. Beide sind etwa zu drei Vierteln beleuchtet.

Bildcredit: NASA, Artemis I

Am 13. Flugtag der Mission Artemis I erreichte das Raumschiff Orion seine größte Entfernung zur Erde. Das war am 28. November 2022. Orion war damals auf ihrer fernen retrograden Umlaufbahn mehr als 430.000 Kilometer von der Erde entfernt. Die Distanz zum Mond betrug fast 70.000 Kilometer.

Dieses Standbild stammt aus einem Video vom 13. Flugtag. Es zeigt den Planeten Erde und seinen großen natürlichen Satelliten im selben Sichtfeld. Aus der Sicht des Raumschiffs sind sie fast gleich groß.

Am 26. Flugtag (am 11. Dezember 2022) landete das besatzungslose Raumschiff auf seiner Heimatwelt. Damit endete die historische Mission Artemis I. Die Mission Artemis II bringt vier Astronaut*innen um den Mond und wieder zurück. Sie startet frühestens am 6. Februar.

Zur Originalseite