MAGIC NEOWISE

Hinter den MAGIC-Teleskopen der Europäischen Nordsternwarte auf La Palma steht Komet C/2020 F3 (NEOWISE).

Bildcredit und Bildrechte: Urs Leutenegger

Beschreibung: Die 17 Meter großen MAGIC-Teleskope, die aus vielen Spiegeln bestehen, reflektieren den sternklaren Nachthimmel über der Europäischen Nordsternwarte auf dem Roque de los Muchachos auf der kanarischen Insel La Palma.

MAGIC ist die Abkürzung für Major Atmospheric Gamma Imaging Cherenkov; die Teleskope sehen die kurzen Blitze im sichtbaren Licht, die von Teilchenschauern in der Luft erzeugt werden, wenn energiereiche Gammastrahlung auf die obere Erdatmosphäre trifft. Am 20. Juli suchten zwei der drei Teleskope im Bild nach Gammastrahlen aus dem Zentrum unserer Milchstraße. Sie reflektieren die hellen Sterne von Schütze und Skorpion in der Nähe des Zentrums der Galaxis im Südosten.

Hinter der Anordnung aus Spiegelsegmenten und unter dem Großen Wagen steht Komet NEOWISE über dem nordwestlichen Horizont. NEOWISE ist ein Akronym für Near Earth Object Wide-field Infrared Survey Explorer. Das ist der Satellit im Erdorbit, mit dem der Komet mit der Bezeichnung C/2020 F3 entdeckt wurde, aber das wisst ihr ja.

Komet NEOWISE in Bildern: Juli 23 || 22 || 21 || 20 || 19 || 18 || 17 || 16 || 15 || 14 || 13 || 12 || 11 || 10 und früher

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Nachthimmel aus zwei Hemisphären

Nachthimmel aus zwei Hemisphären von La Palma und La Silla mit Milchstraße und Zodiakallicht; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek/ESO, Juan Carlos Casado/IAC (TWAN)

Beschreibung: Die Sonne versteckt sich hinter einem Horizont, der mitten durch diese Ansicht aus den beiden Hemisphären des Nachthimmels der Erde verläuft. Die digital zusammengefügten Mosaike wurden auf einander entsprechenden Breitengraden aufgenommen, ein Mosaik 29 Grad nördlich und das andere 29 Grad südlich des Äquators.

Oben sehen Sie die nördliche Ansicht mit den IAC-Observatorien auf La Palma, die im Februar 2020 aufgenommen wurde. Darunter ist eine gut passende südliche Szene vom La-Silla-Observatorium der ESO, fotografiert im April 2016. Die Milchstraße verläuft fast senkrecht vom Horizont durch diese Projektion. In der unteren Bildhälfte treten ihre dunklen Wolken und hellen Nebel nahe dem Zentrum der Galaxis markant hervor.

In der oberen Hälfte ist die gleißende Venus in Zodiakallicht getaucht. Zodiakallicht ist Sonnenlicht, das von interplanetarem Staub zart gestreut wird, es zeigt die ekliptische Ebene des Sonnensystems als vollständigen Kreis am sternklaren Himmel.

Große Teleskopkuppeln wölben sich am verkehrten Horizont von La Silla, während auf La Palma die aus vielen Spiegeln bestehenden MAGIC-Teleskope über der Mitte aufragen. Wenn Sie diesen Nachthimmel aus zwei Halbkugeln betrachten, finden Sie auch die Andromedagalaxie sowie die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

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Gammastrahlen und Kometenstaub

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Gammastrahlen und Staub des periodischen Kometen Swift-Tuttle pflügten in der Nacht von 11. auf 12. August durch die Atmosphäre des Planeten Erde. Die Kometenstaubkörnchen schlugen mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde ein und erzeugten den bemerkenswert aktiven Perseïden-Meteorstrom dieses Jahres. Das Weitwinkel-Bildkomposit, bei dem die Meteore des Stroms ausgerichtet wurden, zeigt einen Zeitraum von 4,5 Stunden dieser Perseïdennacht. Die im Bild aufleuchtenden Meteorspuren können zum Ursprung des Stroms am Himmel zurückverfolgt werden. Der Radiant in der Milchstraße im Sternbild Perseus zeigt die Richtung zur Bahn des des periodischen Kometen. Kosmische Gammastrahlen, die mit Lichtgeschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen, erzeugten ebenfalls Schauer – aus energiereichen Teilchen. Wie die Meteorspuren weisen auch sie zu ihrem Ursprung, mithilfe der sogar noch kürzeren Lichtblitze der Teilchen kann man die Richtung des Teilchenstroms am Himmel rekonstruieren, um zum Ursprung der eintreffenden Gammastrahlen zu zeigen. Anders als die Meteore sind die unglaublich schnellen Blitze des Teilchenstroms für das Auge nicht sichtbar. Doch die Hochgeschwindigkeitskameras auf den mehrspiegeligen Schüsseln im Vordergrund können beiden folgen. Die Schüsseln sind MAGIC-Teleskope (Major Atmospheric Gamma Imaging Cherenkov), sie gehören zu einem erdgebundenen Gammastrahlenobservatorium auf der kanarischen Insel La Palma.

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Das Licht von Sternen


Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: La Busqueda de Ianna (Epic Soul Factory)

Beschreibung: Was bewegt sich da? Zeitraffervideos, die den Himmel zeigen, können ziemlich spektakulär sein, wenn sie lang genug dauern, dass Sterne, Planeten, Polarlichter und Wolken scheinbar in wenigen Sekunden wandern. Doch im obigen Video zeigt uns der Astrovideofilmer Daniel López nicht nur verschiedene interessante Zeitraffervideos des Nachthimmels, sondern auch, wie er Schlitten und motorisierte Kräne verwendete, um die Kameras selbst zu bewegen, was einen aufregenden, dreidimensionalen Eindruck von Tiefe erzeugt. Die Videoabschnitte wurden in den letzten zwei Monaten auf Teneriffa, eine von Spaniens Kanarischen Inseln, aufgenommen, und zeigen Szenen wie Sonnenuntergangsschatten, die sich dem Observatorio de Tiede nähern, die Milchstraße, die wandert, während der Himmel rotiert, die untergehenden hellen Planeten Venus und den nachfolgenden Jupiter, einen geröteten Mond, der durch unterschiedlich brechende Luftschichten hindurch aufgeht, die Gammastrahlenteleskope MAGIC, die schwenken, um eine neue Quelle zu beobachten, und ungewöhnliche Vordergrundobjekte, etwa kegelförmige Natternköpfe (Echium wildpretii), ungewöhnliche Felsformationen und eine Spinne, die sich in ihrem Netz bewegt. Das Video endet mit dem Venusgürtel, der bei Sonnenaufgang hinter dem Teide untergeht.

Neue Spiegelseite: APOD ist nun aus Indonesien auf indonesisch verfügbar
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MAGIC-Sternspuren

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Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Farbenprächtige Sternspuren kurven auf dieser surrealen Zeitraffer-Himmelslandschaft, die am Roque de los Muchachos-Observatorium auf der kanarischen Insel La Palma aufgenommen wurde, durch die Nacht. Als Widerspiegelung der täglichen Rotation der Erde um ihre Achse werden die Sternspuren auch von dem Paar der aus mehreren Spiegeln bestehenden MAGIC-Teleskope mit einem Durchmesser von 17 Metern gespiegelt. Das MAGIC- (Major Atmospheric Gamma Imaging Cherenkov) Teleskop selbst soll Gammastrahlen aufspüren – Photonen mit mehr der 100-milliardenfachen Energie von sichtbarem Licht. Wenn die energiereichen Gammastrahlen auf die obere Atmosphäre treffen, erzeugen sie Luftschauer aus energiereichen Teilchen. Eine schnelle Kamera, welche die aus mehreren Spiegeln bestehende Oberfläche überwacht, zeichnet detailreich kurze Blitze im sichtbaren Licht auf, sogenanntes Tscherenkow-Licht, das von den Luftschauer-Teilchen erzeugt wird. Astronomen können dann die sichtbaren Blitze mit kosmischen Quellen, die extreme Gammastrahlen emittieren, in Verbindung bringen.

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