Geheimnisvoller Säurenebel auf der Venus

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Credit: ESA/MPS, Katlenburg-LindauDeutschland

Beschreibung: Warum verteilte sich saurer Nebel über die Venus? Die ungewöhnlichen Wolken wurden letzten Juli von der robotischen Raumsonde Venus-Express der ESA, die derzeit die Venus umkreist, entdeckt. Venus-Express fand heraus, dass der helle, gleichmäßige Nebel reich an Schwefelsäure ist, die entstand, als ein unbekannter Prozess Wasserdampf und Schwefeldioxid aus tieferen in die oberen Atmosphäreschichten der Venus transportierte. Dort brach das Sonnenlicht diese Moleküle auf, und einige davon formierten sich zu der flüchtigen Schwefelsäure. Im Laufe von nur wenigen Tagen verteilten sich letzten Juli die gleichmäßigen säurehaltigen Wolken vom Südpol der Venus aus über den halben Planeten. Das obige Falschfarben-Bild der Venus wurde am 23. Juli letzten Jahres im Ultraviolettlicht aufgenommen und zeigt den ungewöhnlichen Dunst als relativ glatte Regionen im unteren Bildbereich. Die Ursache der dunklen Streifen in den Wolken ist noch nicht bekannt und wird derzeit untersucht.

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Dämmerung am Large Hadron Collider

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Credit und Bildrechte: Maximilien Brice, CERN

Beschreibung: Warum haben Objekte Masse? Um das herauszufinden, baute das europäische CERN den Large Hadron Collider (LHC), den größten Teilchenbeschleuniger, der je von Menschen gebaut wurde. Diesen Mai soll der LHC damit beginnen, Protonen mit noch nie dagewesener Einschlaggeschwindigkeit gegeneinander zu schmettern. Der LHC wird die vorherrschende Meinung untersuchen, wonach Masse aus gewöhnlichen Teilchen entsteht, welche ein ansonsten unsichtbares, aber alles durchdringendes Feld aus virtuellen Higgs-Teilchen durchschlagen. Falls hochenergetische kollidierende Teilchen echte Higgs-Bosonen erzeugten, würde das den Higgs-Mechanismus für die Entstehung von Masse untermauern. Der LHC wird also nach mikroskopischen Schwarzen Löchern und nach magnetischen Monopolen suchen sowie die Möglichkeit prüfen, dass jede Art von Elementarteilchen, die wir kennen, einen beinahe unsichtbaren supersymmetrischen Gegenpart hat. Das LHC@Home-Projekt wird jedem, der einen Homecomputer besitzt, ermöglichen, den Wissenschaftlern des LHC beim Durchsuchen der archivierten LHC-Daten nach diesen seltsamen Biestern zu suchen. Oben abgebildet steht eine Person vor dem riesigen ATLAS-Detektor, einem von sechs Detektoren, die am LHC angeschlossen sind.

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NGC 4676: Wenn Mäuse kollidieren

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Credit: ACS Wissenschafts- und Technik-Team, Hubble-Weltraumteleskop, NASA

Beschreibung: Diese beiden gewaltigen Galaxien reißen sich gegenseitig auseinander. Sie sind als „die Mäuse“ bekannt, weil sie so lange Schweife haben; anscheinend ist jede Spiralgalaxie bereits durch die andere hindurchgewandert. Wahrscheinlich werden sie immer und immer wieder kollidieren, bis sie schließlich zusammenwachsen. Die langen Schweife werden durch den Unterschied der gravitativen Sogwirkung in den nahen und den fernen Teilen jeder der beiden Galaxien hervorgerufen. Weil die Entfernungen so groß sind, findet das kosmische Spektakel in Zeitlupe statt – während Hunderten von Millionen von Jahren. NGC 4676 liegt etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Haar der Berenike (Coma Berenices) und gehört wahrscheinlich zum Coma-Galaxienhaufen. Das obige Bild wurde mit der Advanced Camera for Surveys des Hubble-Weltraumteleskops aufgenommen; diese Kamera ist lichtempfindlicher und bildet größere Bildfelder ab als frühere Hubble-Kameras. Die gesteigerte Empfindlichkeit der Kamera bildete auch weit entfernte Galaxien ab, die auf diesem Bild über den Hintergrund verstreut sind.

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Stereo-Weltraumstation

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Credit: STS-122, NASA – Anaglyphenbild: Patrick Vantuyne

Beschreibung: Nehmen Sie Ihre rot-blaue Brille zur Hand und schwweben Sie über der Internationalen Raumstation (ISS), dem größten künstlichen Mond der Erde. Diese 3D-Sicht entstand aus Teilen zweier separater Bilder (S122-E-009880, S122-E-009893) und einem zusätzlichen Hintergrundbild, das entstand, als der Shuttle-Orbiter Atlantis am 18. Februar von der ISS abdockte. Atlantis und die ISS reisten gemeinsam mit mehr als 7.500 Metern pro Sekunde in einer Höhe von etwa 350 Kilometern. Das leuchtende 7 Meter lange Modul, das aus dem rechten unteren Ende der Station ragt, ist das Columbus-Labor der ESA, das von der Atlantis angeliefert und von Astronauten bei Außenbordmanövern installiert wurde. Nach einer erfolgreichen 13-Tage-Mission zur ISS landete die Atlantis am Mittwoch im Kennedy Space Center.

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Verfinstertes Mondlicht

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Credit und Bildrechte: Jerry Lodriguss (Catching the Light)

Beschreibung: Mondbeobachter, die mit einem klaren Himmel über Amerika, Europa, Afrika oder Westasien gesegnet waren, genossen diese Woche eine totale Mondfinsternis. Astrofotograf Jerry Lodriguss fing das verfinsterte Mondlicht ein und machte diese Ansicht des beeindruckenden himmlischen Ereignisses mit dem beschatteten Mond, der links vom wandernden Planeten Saturn begleitet wird, mit dem hellen Regulus, dem Alpha-Stern des Sternbildes Löwe, darüber. Das bezaubernde Kompositbild wurde durch Kombination einer gefilterten Teleaufnahme des Mondes mit dem umgebenden Sternfeld, das mit dem Teleskop aufgenommen wurde, hergestellt. Die Kombination dramatisiert das gerötete Mondlicht, da es deutlich die Helligkeitsabstufungen und unterschiedlichen Farbtöne im nicht ganz so dunklen Schatten der Erde über der Mondoberfläche zeigt.

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Der Pferdekopfnebel im Orion

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Credit und Bildrechte: Victor Bertol

Beschreibung: Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Er ist eine dunkle Markierung im roten Emissionsnebel links unter der Bildmitte dieses Fotos. Der hellste Stern auf der linken Seite befindet sich im Gürtel des bekannten Sternbildes Orion. Die Pferdekopf-Struktur erscheint dunkel, weil sie eine undurchsichtige Staubwolke ist, die vor dem hellen roten Emissionsnebel liegt. Ähnlich wie Wolken in der Erdatmosphäre hat diese kosmische Wolke zufällig eine wiedererkennbare Form. Nach vielen Tausenden von Jahren werden die Bewegungen im Inneren der Wolke ihre Erscheinung verändern. Die rote Farbe des Emissionsnebels wird durch Elektronen verursacht, die sich mit Protonen rekombinieren, um Wasserstoffatome zu bilden. Ebenfalls auf diesem Bild zu sehen sind blaue Reflexionsnebel, die vorzugsweise das blaue Licht von nahe gelegenen Sternen reflektieren.

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Schmale Mondbahn

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Keine Spezialfilter – nicht einmal ein Teleskop – sind nötig, um eine geruhsame Mondfinsternis zu genießen. Tatsächlich haben diese regelmäßigen himmlischen Vorstellungen, die von der gesamten Nachtseite des Planeten Erde aus beobachtet werden, schon viele Gelegenheits-Himmelsbeobachter unterhalten. Dennoch sieht dieses auffällige Bild einer Mondfinsternis vielleicht ungewohnt aus. Um es zu machen stellte Astrofotograf Stefan Seip seine Kamera auf ein Stativ und öffnete den Verschluss während der gesamten totalen Mondfinsternis am 3. März 2007. Das sich daraus ergebende Bild zeichnet die Bahn des Mondes und schmalere Spuren von Sternen auf, wie sie durch die Nacht gleiten. Die üblichen Rottöne während der Totalitätsphase einer Mondfinsternis sind entlang des dunkleren, schmaleren Abschnitts der Mondspur klar erkennbar. Wenigstens ein Teil der Mondfinsternis von heute Nacht wird bei klarem Himmel über Amerika, Europa, Afrika und Westasien sichtbar sein. Die Finsternis dauert mehr als drei Stunden vom Beginn bis zum Ende, mit etwa 50 Minuten Totalität. Die Finsternis heute Nacht ist die letzte totale Mondfinsternis bis Dezember 2010.

Mondfinsternis: Zeiten | Webcast | Fototipps
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Columbus-Labor an der Internationalen Raumstation installiert

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Credit: Besatzungen STS-122 und Expedition 16, ESA, NASA

Beschreibung: Die Internationale Raumstation (ISS) wurde mit einem leistungsfähigen neuen Wissenschaftslabor ausgerüstet. Die Raumfähre Atlantis brachte das Labor Columbus zur ISS und schloss letzte Woche das sieben Meter lange Modul  an. Columbus hat zehn Halterungen für Experimente, die entweder von der Station oder dem Columbus-Kontrollzentrum in Deutschland aus kontrolliert werden können. Das erste Satz von Experimenten enthält das Fluid Science Laboratory, das die die Eigenschaften von Flüssigkeiten in der Mikrogravitation des niedrigen Erdorbits untersucht, sowie Biolab, das Experimente mit Mikroorganismen unterstützt. Zukünftige Columbus-Experimente sind unter anderem eine Atomuhr,  die winzige Zeiteffekte einschließlich jener, die laut Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie zu erwarten sind, misst. Oben abgebildet ist Missionsspezialist Hans Schlegel, der an der Außenseite von Columbus arbeitet. Wissenschaftler aus der ganzen Welt können Experimente, die während seiner zehn Jahre dauernden Mission in diesem Labor durchgeführt werden sollen, vorschlagen und abwickeln.

Totale Mondfinsternis in der Nacht vom 20. auf 21. Februar!
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BLG-109: Eine ferne Version unseres Sonnensystems

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Illustrationscredit: KASI, CBNU, ARCSEC, NSF

Beschreibung: Wie häufig sind Planetensysteme wie unseres? Vielleicht ziemlich gewöhnlich, nachdem nun das erste Planetensystem, das unserem Sonnensystem gleicht, mithilfe einer neu adaptierten Technik, mit welcher bisher nur sechs Planetensysteme untersucht wurden, entdeckt wurde. Die Technik, die als Mikrolinseneffekt bezeichnet wird, sucht nach aussagekräftigen Helligkeits-Änderungen, die im Licht eines Sterns gemessen werden, wenn ein Vordergrund-Stern mit Planeten zufällig fast direkt vor einem weiter entfernten Stern vorbeizieht. Das Licht des weiter entfernten Sterns, das auf eine vorhersagbare Weise von der Gravitation des näher liegenden Systems abgelenkt wird. Unlängst brachte eine genaue Untersuchung des Mikrolensing-Systems OGLE-2006-BLG-109 Helligkeitsänderungen in Verbindung mit zwei Planeten, die Jupiter und Saturn in unserem Sonnensystem ähneln. Diese Entdeckung unterstützt den verlockenden Schluss, dass innere Planeten, darunter vielleicht erdähnliche Planeten, ebenfalls weit verbreitet sein könnten. Oben abgebildet ist eine künstlerische Darstellung, wie das Planetensystem BLG-109 aussehen könnte.

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M1: Der Krebsnebel von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, J. Hester, A. Loll (ASU); Dank an: Davide De Martin (Skyfactory)

Beschreibung: Das ist das Durcheinander, das zurückbleibt, wenn ein Stern explodiert. Der Krabben-Nebel, das Ergebnis einer Supernova, die 1054 n. Ch. zu sehen war, ist mit rätselhaften Filamenten gefüllt. Die Filamente sind nicht nur ungeheuer komplex, sondern scheinen auch noch weniger Masse zu besitzen, als von der ursprünglichen Supernova ausgeworfen wurde, und eine höhere Geschwindigkeit, als man von einer freien Explosion erwarten würde. Das obige Bild, aufgenommen vom Hubble-Weltraumteleskop, wird in drei nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten ausgewählten Farben dargestellt. Der Krebsnebel erstreckt sich über 10 Lichtjahre. Im Zentrum des Nebels liegt ein Pulsar: ein Neutronenstern, so massereich wie die Sonne, doch lediglich so groß wie eine kleine Stadt. Der Krebs-Pulsar rotiert etwa 30 Mal in der Sekunde.

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Large Binocular Telescope

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Ein sternklarer Himmel mit Mondlicht am Horizont und die nördliche Milchstraße bilden den Hintergrund für diese dramatische Ansicht der Welt bei Nacht. Das imposante Bauwerk im Vordergrund beherbergt das Large Binocular Telescope (LBT) auf dem Mount Graham in Arizona. Die beiden 8,4-Meter-Spiegel im Inneren des LBT befinden sich Seite an Seite auf einer gemeinsamen Montierung – eine Anordnung, welche die Bauweise eines einfachen optischen Geräts nachahmt, das üblicherweise um den Nacken herum getragen wird. Auch wenn es nicht gerade transportabel ist, liegen die Vorteile einer großformatigen Fernglas-Anordnung unter anderem in einer Zunahme an Empfindlichkeit gegenüber einem Fernrohr mit nur einem Spiegel sowie einer hohen Auflösung bei lichtschwachen Objekten in einem relativ großen Gesichtsfeld. Eine internationale Zusammenarbeit betreibt das LBT-Observatorium.

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